AT148962B - Verfahren zur Herstellung von Metallbehältern oder -hülsen, insbesondere Patronenhülsen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallbehältern oder -hülsen, insbesondere Patronenhülsen.

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AT148962B
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Oreste Biginelli
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Metallbehältern oder-hülsen,   insbesondere Patronenhülse. 
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 der genau die Ausmasse des zu erhaltenden Hülsenkörpers mit den gewünschten Wandstärken besitzt. 



   Der zweite Arbeitsgang bezweckt das Schliessen des Hülsenkörpers an seinem Ende, d. h. die Bildung des Hülsenbodens. Dieser Arbeitsgang erfolgt an dem hinteren, durch den ersten Arbeitsgang nicht geformten Teil des Rohres. Die zur Durchführung dieses Arbeitsganges bestimmte Vorrichtung ist zwischen zwei Häuptern einer doppeltwirkenden Presse gelagert und besteht im Wesen aus einem
Stempel   1,   der in einer mit dem Gestell 3 der Presse fest verbundenen Führung 2 verschiebbar ist ; einem hohlen Dorn 4, der in einer gleichfalls mit dem Gestell 3 fest verbundenen Führung J verschiebbar ist und mit seinem Vorderende 6 eine Matrize bildet ; aus einem innerhalb des Dornes   4   geführten Gegenstempel 7 und schliesslich aus einer Heizvorrichtung.

   Die Heizquelle der Heizvorrichtung ist in einem Ringraum 8 angeordnet, der eine metallische Masse 9 von gleichfalls Ringform umgibt, deren innere Zylinderfläehe mit dem   Aussenteil   der Heizmatrize 6 in Berührung steht, um die Wärmeübertragung zu gewährleisten. Das Heizorgan ist durch eine Isolierhülle 10 vor Wärmeverlust geschützt und besteht entweder aus einem elektrischen Widerstand oder einem Umlaufsystem heisser Gase oder aus irgendeinem sonstigen geeigneten System. 



   Die Arbeitsweise ist folgende : Während der hohle Dorn 4 samt dem Gegenstempel 7 aus der Führung 5 herausgezogen ist, wird das   Rohrstück in   den Dorn eingeführt und auf den Gegenstempel aufgeschoben. Die erste Bewegung der Presse stösst die durch den Gegenstempel, den Dorn und das Rohr gebildete Einheit in die   Führung 5   bis zur Erreichung der Stellung nach Fig. 1 und hält sie in dieser Lage fest. Das Rohrstück nimmt somit die mit 11 bezeichnete Stellung ein. 



   Bei der zweiten Bewegung der Presse verschiebt sich der Stempel 1 in der Führung 2 und gelangt in die Stellung nach Fig. 2. Das Metall des über den Dorn 4 hinausreichenden Rohrteiles wird hiedurch gestaucht und bildet einen massiven Boden 12, dessen Form dem Raum zwischen dem Gegenstempel   7.   dem Stempel 1 und der Matrize 6 entspricht. Während dieses Arbeitsganges wird die Hitze des Heizorgans, die zu der zufolge der Stauchwirkung des Stempels entstehenden Erwärmung hinzutritt, von der Metallmasse 9 durch die Leitung auf die so beheizte Matrize 6 übertragen, wodurch das Stauchen des zur Bildung des Bodens bestimmten Metalls erleichtert wird.

   Das Metall verhält sich hiebei wie ein plastisches Material und bildet einen Wulst, der sich gegen die Mitte hin verdickt und sich zusammenschliesst, wobei eine   Verschweissung   des zusammengepressten Materials erfolgt und in der   Schliesszone   einen vollen molekularen Zusammenhang erhält. Das Metall wird auf diese Weise vollkommen zwischen dem Stempel und dem Gegenstempel modelliert, so dass. es die genaue Form des Hülsenbodens annimmt (Fig. 2). Das Ausziehen der Hülse erfolgt, nachdem der Dorn 4 samt Gegenstempel 7 ausser Eingriff mit der Führung 5 gebracht ist. 



   Das Verfahren ist auf Hülsen und Behälter aller Art anwendbar, z. B. auf Patronenhülse, Gasflaschen usw. Es kann mit allen Metallen, z. B. Messing, Aluminiumlegierungen, Stahl usw. durchgeführt werden. Der Behälter kann nachher einer Fertigbearbeitung unterzogen werden, die im Wesen im Abdrehen des Bodens besteht, um   überschüssiges   Material und allfällige Grate zu beseitigen. Wenn es sich um die Herstellung metallischer Behälter handelt, deren Körper keine Unterschiede in den Wandstärken aufweist, so ist selbstverständlich der erste Arbeitsgang überflüssig und das Verfahren beschränkt sich auf den oben beschriebenen zweiten Arbeitsgang. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Metallbehältern oder-hülsen, insbesondere Patronenhülse, aus einem gezogenen Rohrstück, dadurch gekennzeichnet, dass das   Rohrstück   in einem hohlen Dorn   (4)   durch einen in denselben eingebrachten ortsfesten Gegenstempel   (7)   so gehalten wird, dass der zur Bildung des Bodens benötigte Rohrteil über den Dorn hinausragt und dieser Rohrteil durch einen beweglichen Stempel (1) gestaucht wird, wobei dieser Rohrteil von einer beheizten Matrize umgeben ist, so dass zufolge der von dieser Matrize durch Leitung übertragenen Wärme das getauchte Metall sich wie ein plastisches Material verhält und das Rohr durch Bildung eines massiven Bodens schliesst, der genau die Form des Raumes annimmt, der zwischen der beheizten Matrize,

   dem ortsfesten Gegenstempel und dem beweglichen Stempel am Ende des Hubes des letzteren besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizquelle auf das Metall des Rohres durch Wärmeleitung unter Zwischenschaltung einer Metallmasse wirkt, die in direkter Berührung mit dem Teil des hohlen Dornes steht, der das Rohrende vor Bildung des Bodens umgibt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schliessen und Formen des Bodens ein Ziehvorgang vorangeht, um dem zu formenden Behälterkörper die erforderlichen Wandstärken zu verleihen, indem zuerst ein Stempel, sodann Kugeln von allmählich wachsendem Durchmesser oder ein Stempel mit aufeinanderfolgenden Verdickungen von allmählich wachsendem Durchmesser in das in einer Matrize angeordnete Rohr eingepresst wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweckmässig durch eine Isolierhülle vor Wärmeverlust geschützte Heizvorrichtung durch einen elektrischen Widerstand, durch ein Umlaufsystem von heissen Gasen oder durch sonstige Mittel beheizt wird.
AT148962D 1935-05-23 1936-03-19 Verfahren zur Herstellung von Metallbehältern oder -hülsen, insbesondere Patronenhülsen. AT148962B (de)

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