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Blechbehälter zum Lagern leicht verdampfender Flüssigkeiten.
Bei dem Lagern von flüchtigen Flüssigkeiten, z. B. Benzin, in grossen Blechbehältern, die im
Freien aufgestellt sind, entstehen bekanntlich infolge der Einwirkung äusserer Temperaturschwankungen grosse Verluste durch Verdampfen eines Teiles der Flüssigkeit und Entweichen der Dämpfe durch die sogenannten Atemlöcher des Behälters. Es ist bekannt, diese Verluste durch Bekleidung des Behälters mit einer Schicht aus wärmeisolierendem Material, wie Holzfaserplatten, Faserstoffen u. dgl., herab- zusetzen.
Die Erfindung liegt in einer Verbesserung derartiger Behälter und besteht darin, dass zwischen dem Blechmantel und der wärmeisolierenden Schicht eine Schicht aus Beton oder einem Stoff von ähnlichem Wärmeaufspeicherungsvermögen angeordnet ist. Auf diese Art gelingt es, die bisher unvermeidlichen Verluste in überraschendem Masse herabzusetzen. Beispielsweise soll angeführt werden, dass in einem im Freien aufgestellten eisernen Behälter von 280. 000l Inhalt, der mit einer etwa 100 mm dicken Betonschicht bekleidet und aussen durch eine wärmeisolierende Schicht von 50 mm starken
Cellotexplatten umhüllt ist, die Temperaturschwankungen im Laufe von 24 Stunden bei Schwankungen der Aussentemperatur von etwa 10 C nur etwa 10 C betragen.
Bei den gemäss der Erfindung ausgeführten Behältern bleiben infolge der Gleichmässigkeit der Dampf temperatur die durch das Atmen des Behälters bei Temperaturänderung entstehenden Verluste so gering, dass sie meist ohne Bedeutung sind. Bei günstigen örtlichen Verhältnissen und bei entsprechender Wahl der wärmeisolierenden und wärmeaufspeichernden Schichten, z. B. wie nach dem obenstehenden Beispiel, kann man auf die üblichen Atemöffnungen selbst bei Grossbehältern verzichten und sich mit der Anbringung von Sicherheitsventilen begnügen, ohne dass hiedurch die Gefahr unzulässig hoher Drücke entsteht. In diesem Fall, bei luftdichtem Abschluss des Behälters, ist die Ausführung der Wärmespeicherschicht aus armiertem Beton besonders zu empfehlen.
Zum Herstellen der wärmeisoliernden Schicht können in bekannter Weise Holzfaserplatten, Zellenbeton od. dgl. verwendet werden. Um diese Schicht gegen Feuchtigkeit und mechanische Beschädigungen zu schützen, kann sie mit einer wasserdichten Putzschicht oder mit Eisenplatten od. dgl. verkleidet werden. Die wärmeisolierende Schicht ist auch als Amierungsschicht aus Beton ausführbar.
Die Zeichnung veranschaulicht einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgeführten, geschlossenen Tank. 1 ist die aus Eisenbleche hergestellte Innenwandung des Tanks und 2 ist die um diese angeordnete Schicht aus bewehrtem Beton, womit sowohl die senkrechten Seiten als die Oberseite des Tanks vollkommen gedeckt sind. 3 sind die gegen Wärme isolierende, um die Betonschicht angeordnete Schicht. An der Aussenseite der gegen Wärme isolierenden Schicht 3 kann, falls erwünscht, eine Schutzschicht 4 aus wasserdichtem Putz, Eisenbleche oder einem sonstigen wetterbeständigen Material angeordnet sein. Der Tank weist in den meisten Fällen keine Atemlöcher auf, durch welche Luft eingesaugt werden kann oder Dämpfe entweichen können.
Dagegen wird der Tank mit nicht gezeigten Sicherheitsventilen versehen, die sich öffnen, wenn der zulässige höchste oder niedrigste Druck im Tank aus irgendeinem Grunde überschritten oder nicht erreicht werden sollte. Es mag ferner notwendig sein, Feuerklappen anzuordnen, die sich bei einer eintretenden Explosion selbsttätig öffnen. Der Boden 5 des Tanks wird beispielsweise aus Eisen ausgeführt und ruht im gezeigten Ausführungsbeispiel auf einem Betonfundament. Letzteres kann gegebenenfalls an der Aussenseite ähnlich wie die Betonschicht 2 gegen Wärme isoliert sein. Der eiserne Boden kann jedoch auch unmittelbar auf dem Erdboden angebracht sein.
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Bei dem Bau neuer Tanks kann zweckmässig der gegen Wärme isolierende Überzug 3 als äussere Verschalung während des Gusses der Betonschicht 2 dienen.
Soll ein bereits gebauter Blechbehälter in einen Behälter gemäss der Erfindung geändert werden, sind zuerst Bewehrungseisen um die senkrechten Seiten des Behälters anzuordnen, wonach die Isolier- platten 3 aufgestellt und mittels eiserner Reifen um die ganzen Tanks herum zusammengehalten werden.
Der Beton wird dann zwischen der eisernen Wand 1 und den Isolierplatten eingegossen ; letztere werden mittels vorher in die Platten 3 eingetriebener und sich in den Zwischenraum zwischen letzteren und der Tankwand 1 erstreckender Haken od. dgl. am Beton festgehalten.
Die Erfindung ist nicht auf luftdicht geschlossene Tanks beschränkt Wird ein erfindungsgemäss gebauter Tank mit Atemlöchein ausgeführt, braucht die zur Anwendung gelangte Betonschicht nicht bewehrt werden. Bei einem Tank mit Atemlöchern kann die wärmeaufspeichernde Schicht auch aus Ton, Kalkmörtel oder andern Materialien bestehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Blechbehälter zum Lagern leicht verdampfender Flüssigkeiten, dessen Mantel mit wärme- isolierenden Schichten von verschiedener Leitfähigkeit umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bleehbehälter (1) an der Aussenseite mit einer Schicht (2) aus Beton oder aus einem Stoff mit ähnlichem Wärmeaufspeicherungsvermogen und nach aussen anschliessend mit einer wärmeisolierenden Schicht (8) aus Stoffen geringer Wärmeleitfähigkeit, z. B. Holzfaserplatten, Strohplatten, Zellenbeton od. dgl., umkleidet ist.