AT151781B - Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenpräparates aus Papain und ähnlichen pflanzlichen Enzymen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenpräparates aus Papain und ähnlichen pflanzlichen Enzymen.

Info

Publication number
AT151781B
AT151781B AT151781DA AT151781B AT 151781 B AT151781 B AT 151781B AT 151781D A AT151781D A AT 151781DA AT 151781 B AT151781 B AT 151781B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
papain
production
active dry
dry preparation
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Klotz & Co W
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Klotz & Co W filed Critical Klotz & Co W
Application granted granted Critical
Publication of AT151781B publication Critical patent/AT151781B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/96Stabilising an enzyme by forming an adduct or a composition; Forming enzyme conjugates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/14Hydrolases (3)
    • C12N9/48Hydrolases (3) acting on peptide bonds (3.4)
    • C12N9/50Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25)
    • C12N9/63Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25) derived from plants

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Enzymes And Modification Thereof (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines aktiven   Trockenpräparates   aus Papain und ähnlichen pflanzlichen
Enzymen. 



   Es ist bekannt, den getrockneten Milchsaft der Papayapflanze zum Abbau von Eiweiss, Fetten und als Gerinnungsmittel für Milch zu verwenden. 



   Die Wirkung des Papayamilchsaftes in der trockenen Form, wie er in den Handel kommt, ist jedoch durch die Trocknung sehr vermindert. Der Eiweissabbau erstreckt sich in dieser Form nur bis zu den Peptonen, auch der Fettabbau und die Labwirkung sind gegenüber dem frischen Milchsaft entsprechend verringert. 



   Es ist deshalb vorteilhaft, dem konservierten   Milchsaft,   durch Aktivierung, die Kraft zu verleihen, Eiweisse über die Peptone hinaus bis zu den Aminosäuren abzubauen und auch die sonstigen enzymatischen Wirkungen zu verstärken. 



   Das vorliegende aktive Präparat ist hauptsächlich bestimmt als Substitutionsmittel für die, im menschlichen und tierischen Körper vorhandenen Enzyme, Pepsin, Trypsin, Erepsin, Lipase und Chymosin. Es kann auch Verwendung finden zur Bereitung von Nährmitteln, welche schon ausserhalb des Körpers behufs leichterer Verdaulichkeit abgebaut werden, ebenso auch als Zusatz bei der Bereitung von Speisen in der Küche, damit dieselben besser verdaulich werden. 



   Als weiterer Verwendungszweck sei genannt der Zusatz zu Waschmitteln als eiweiss-und fettlösende Substanz und dieselben technischen Verwendungsarten, zu denen bisher Pankreasauszüge gebraucht worden sind. 



   Die in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen beschriebenen Versuche zur Aktivierung des Papains und ähnlicher pflanzlicher Proteasen   beschäftigen   sich nur mit der Wirksamkeit der Aktivatoren in wässriger Lösung, nicht jedoch mit   der Überführung   des aktivierten Papains in den festen Zustand. 



   Die üblichen Aktivierungsmittel eignen sich auch nicht für diesen Zweck : so   verflüchtigt   sich die Blausäure und der Schwefelwasserstoff bei der Trocknung der wässrigen Lösung, auch wenn diese im Vakuum, bei niedrigen Temperaturen erfolgt. 



   Die Blausäure wird auch beim   naehbeschriebenen   erfindungsgemässen Verfahren als Aktivator verwendet. Dies geschieht jedoch nicht in der üblichen Weise durch   Hinzufügung   von Blausäure oder deren Salzen zur wässrigen Papainlösung. Man bedient sich vielmehr pflanzlicher Stoffe, welche unter dem Einfluss eines Enzyms pflanzlichen Ursprungs,   des"Emulsins"   (Amygdalase) Blausäure abgeben, welche mit dem Papain bzw. dem analogen pflanzlichen Enzym, eine biologische Bindung eingeht. 



   Zu diesem Zwecke wird Trockenhefe verwendet, welche das   Enzym Emulsin"in reichlicher   Menge enthält. Es ist dabei in der Wirkung kein grosser Unterschied zwischen der Trockenhefe mit lebenden Zellen und derjenigen, welche (nach D. A. B. 6) 2 Stunden einer Temperatur von 100  ausgesetzt wurde, um die lebenden Zellen abzutöten. 



   Die Trockenhefe wird mit dem Papain ungefähr im Verhältnis 1 : 1 (letzteres ebenfalls im getrockneten Zustande) vermengt. Schon auf diese Weise erhält man ein brauchbares Präparat. 



  Seine Aktivierung geschieht, wie überhaupt bei vorliegendem Verfahren, erst zu dem Zeitpunkt, in dem es mit Wasser bzw. Magensaft, befeuchtet wird. Dabei spaltet das Emulsin der Hefe das Amygdalin aus seinem eigenen Bestand, wie auch das im Rohpapain enthaltene. Die entstehende Blausäure wird an das Papain biologisch gebunden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Eine weitere Erhöhung der Aktivität des Papains usw. wird erzielt durch die zusätzliche Verwendung von Pflanzensamen, welche Amygdalin enthalten. Zu diesem Zweck werden die Samen entschält, entölt und der pulverisierte Inhalt als Beimischung verwendet. 



   Als Beispiel von Amygdalin enthaltenden Samen seien folgende genannt : Zwetschke, Pflaume, Aprikose, Pfirsich, süsse und bittere Mandel, Vogelkirsche, Süsskirsche, Apfel, Quitte, rote Johannisbeere, Mohn, Luzerne, Linse, Lupine, Rizinus, Kakaobohne, Sojabohne, Olive, Kürbis, Hafer, Gerste, keimendes Korn u. v. a. 



   Falls in dem Samen, neben dem Amygdalin, gleichzeitig das Enzym Emulsin enthalten ist, was in der Regel zutrifft, vermag auch der Samen allein ohne Mitwirkung der   Troekenhefe   das Papain zu aktivieren. Enthält jedoch der Samen zwar Amygdalin, jedoch keine Emulsin, so kann das Emulsin der Hefe das fehlende des Samens ohne starke Verminderung der Wirkung ersetzen. 



   Die Aktivierung, welche das Gemisch Hefe plus Samen dem Papain usw. verleiht, ist eine sehr beträchtliche und übertrifft, insbesondere in der Wirkung auf Pepton, die im Laboratorium übliche Blausäureaktivierung, obwohl die bei der Amygdalinspaltung gebildeten Blausäuremengen im Verhältnis zu den dort verwendeten, nur ganz verschwindend klein sind. 



   Ein grosser Vorteil des vorliegenden Systems ist, dass das Papain im inaktiven Zustand, also unempfindlich gegen den Sauerstoff der Luft, belassen wird, ebenso wie die Aktivatoren keiner Oxydation zugänglich sind, da sie erst durch enzymatische Zwischenvorgänge, bei der Auflösung des Präparates im Wasser, also im Moment des Gebrauches, zum Reduktionsmittel werden. Auf diese Weise ist das erzielte Präparat lange Zeit unverändert   haltbar, während   viele Enzympräparate durch Alterung bald ihre Wirksamkeit verlieren. 



   Als Ausführungsbeispiel für das Trockenpräparat mit Hefe und Samenpulver folgendes : Zu etwa 50 Teilen getrocknetem Handelspapain in pulverisierter Form werden 30 Teile Trockenhefe, pulverisiert (mit lebenden oder abgetöten Zellen) beigemengt. Weiterhin werden Kakao-BohnenSamen, welche vorher   entschält   und entölt wurden, pulverisiert und zu ungefähr 20 Teilen beigemengt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenpräparates aus Papain und ähnlichen   plan7,   lichen Enzymen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem in trockener Form vorliegenden Handelspapain Troekenhefe oder amygdalin-und emulsinhaltige Samen oder ein Gemisch aus Trockenhefe und den genannten Samen, welche im letzteren Falle auch des Emulsins entbehren können, beimengt, wobei die Aktivierung erst in dem Zeitpunkt erfolgt, in welchem das Gemisch mit Wasser befeuchtet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als beigemischter Samen die Kakaobohne in Form des entölten Kakaopulver, welches zugleich als Aktivator, wie auch als Ge- schmaeksverbesserer wirkt, verwendet wird.
AT151781D 1936-04-16 1937-03-15 Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenpräparates aus Papain und ähnlichen pflanzlichen Enzymen. AT151781B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE151781T 1936-04-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT151781B true AT151781B (de) 1937-12-10

Family

ID=29412065

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT151781D AT151781B (de) 1936-04-16 1937-03-15 Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenpräparates aus Papain und ähnlichen pflanzlichen Enzymen.

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT151781B (de)
CH (1) CH197861A (de)
FR (1) FR843069A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH197861A (de) 1938-05-31
FR843069A (fr) 1939-06-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0056073B1 (de) Verfahren zur Aufbereitung von Tabak und Tabak, aufbereitet nach diesem Verfahren
DE69703371T2 (de) Nährungszusammensetzung aus dem Maisquellwasser und Verfahren zu deren Herstellung
DE2600060A1 (de) Verfahren zur gewinnung von protein aus pflanzenmaterial
DE69613014T2 (de) Maisquellwasser und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2045181A1 (en) Tobacco treatment - by proteolytic enzyme infiltration in non -fermented material
AT151781B (de) Verfahren zur Herstellung eines aktiven Trockenpräparates aus Papain und ähnlichen pflanzlichen Enzymen.
EP0065246B1 (de) Verfahren zur Gewinnung anaboler, atmungsfördernder, niedermolekularer Wirkstoffe für prophylaktische, therapeutische, zell- und gewebekulturtechnische Zwecke
DE2143945C3 (de)
DE2460334C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Insulin und Pankreatin aus Schweinepankreas
DE2831338C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines weitgehend hämfreien, partiell hydrolysierten Blut-Eiweißprodukts und Blut-Eiweißprodukt
CH623848A5 (de)
DE440091C (de) Verfahren zur Herstellung von trockenen Backhilfsmitteln
DE2106706A1 (en) Pancreatin compsn - of high amylolytic, proteolytic and lipolytic activity
DE962781C (de) Verfahren zur Erzeugung einer Vitamin-D-reichen Hefezubereitung
DE2166036C3 (de) Verfahren zur Isolierung von Proteinen aus Preßkuchen die aus pflanzlichen Körnern hergestellt wurden
DE2628757A1 (de) Amylase inhibitor
DE3237837A1 (de) Verwendung von atmungsaktiven extrakten als zusatz zu lebens- und genussmitteln
AT235674B (de) Verfahren zur Herstellung eines Futterzusatzmittels, insbesondere für Einmagentiere
AT262197B (de) Verfahren zur Herstellung eines Hydrolysates aus Hefen
DE359878C (de) Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen, von Ballaststoffen weitgehend befreiten Vitaminpraeparaten
AT123396B (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Kleien für die Herstellung von Vollkornbrot.
AT151283B (de) Verfahren zur Förderung von Gärungen.
AT154427B (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepräparates, insbesondere für Backzwecke.
DE296135C (de)
DE2111871C3 (de) Verfahren zur Entgiftung aus pflanzlichen Körnern hergestellter Preßkuchen