CH197861A - Verfahren zur Herstellung eines sich beim Gebrauch in Gegenwart von Wasser aktivierenden Trockenpräparates aus pflanzlichen Proteasen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines sich beim Gebrauch in Gegenwart von Wasser aktivierenden Trockenpräparates aus pflanzlichen Proteasen.

Info

Publication number
CH197861A
CH197861A CH197861DA CH197861A CH 197861 A CH197861 A CH 197861A CH 197861D A CH197861D A CH 197861DA CH 197861 A CH197861 A CH 197861A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
amygdalin
dry
water
emulsin
plant
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Co W Klotz
Original Assignee
Klotz & Co W
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Klotz & Co W filed Critical Klotz & Co W
Publication of CH197861A publication Critical patent/CH197861A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/96Stabilising an enzyme by forming an adduct or a composition; Forming enzyme conjugates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/14Hydrolases (3)
    • C12N9/48Hydrolases (3) acting on peptide bonds (3.4)
    • C12N9/50Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25)
    • C12N9/63Proteinases, e.g. Endopeptidases (3.4.21-3.4.25) derived from plants

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Enzymes And Modification Thereof (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines sich beim     Gebraueh    in Gegenwart von Wasser  - aktivierenden Trockenpräparates aus     pp.anzlichen        Proteasen.       Das bekannteste     proteolytische    Enzym  wird durch Trocknung des     Milchsaftes    der       Papayapflanze    gewonnen. Dieses Enzym wird  generell mit- dem Fachausdruck     Papainase     bezeichnet.  



  Es ist bekannt, den getrockneten Milch  saft der     Papayapflanze    zum Abbau von Ei  weiss, Fetten und als     Gerinnungsmittel    für  Milch zu verwenden.  



  Die Wirkung des     Papayamilchsaftes    in  der trockenen Form; wie er in den Handel  kommt, ist jedoch durch die Trocknung sehr  vermindert. Der Eiweissabbau geht bei- der  Verwendung in dieser Form nur bis zu den       Peptonen,    .auch der Fettabbau und die Lab  wirkung sind gegenüber dem frischen Milch  saft entsprechend verringert.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren  gelingt es, dem durch Trocknung konser  vierten Milchsaft der     Papayapflanze    durch  Aktivierung die Kraft zu verleihen, Eiweiss  über die     Peptonstufe    hinaus bis zu den         Aminosäuren    abzubauen und auch die sonsti  gen enzymatischen Wirkungen zu verstärken.  



  Die nach dem     ei-findungsgemässen    Ver  fahren erhältlichen aktiven Präparate sollen  z. B. als     Substitutionsmittel    für die im mensch  lichen - und tierischen Körper vorhandenen  Enzyme, Pepsin,     Trypsin,        Erepsin,        Lipase     und     Chymogin    Verwendung finden, ferner zur  Bereitung von Nährmitteln, welche     sdhon     ausserhalb des Körpers, behufs leichterer     Ver-          daulichkeit,    abgebaut sein sollen,     bezw.    als  Zusatz bei der Bereitung von Speisen in der  Küche, damit dieselben besser verdaulich  werden.

   Als weiterer Verwendungszweck sei  genannt der Zusatz zu     Waschmitteln,    als       eiweiss-    und fettlösende Substanz, an Stelle  der bisher üblichen     Pankreasauszüge.     



  Die in zahlreichen wissenschaftlichen Pu  blikationen beschriebenen Versuche zwecks  Aktivierung des     Papains    und     ähnlicber    pflanz  licher     -Proteasen    betreffen nur eine Behand  lung derselben in wässeriger Lösung, nicht  jedoch deren Behandlung in     festem        Zustand.         Die üblichen     Aktivierungsmittel    eignen  sich auch nicht ohne weiteres zu diesem  Zweck; die Blausäure und der Schwefel  wasserstoff     verflüchten    sich bei der Trock  nung der wässerigen Lösung, auch wenn  diese im Vakuum bei niedrigen Temperaturen  erfolgt.  



  Die Blausäure spielt auch beim erfindungs  gemässen Verfahren eine Rolle. Es handelt  sich dabei jedoch nicht um das übliche Hinzu  fügen von Blausäure oder deren Salzen zu  wässeriger     Proteaselösung,    wie z. B.     Papain-          lösung,    sondern man bedient sich beim er  findungsgemässen Verfahren pflanzlicher Stoffe,  welche unter dem Einfluss eines Enzyms  pflanzlichen Ursprungs, des     Emulsius        (Amyg-          dalase),    Blausäure abgeben.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur  Herstellung eines sich beim Gebrauch in  Gegenwart von Wasser aktivierenden Trocken  präparates aus pflanzlichen     Proteasen    ist da  durch gekennzeichnet, dass ein     Amygdalin     enthaltendes Gemisch unter Vermengen einer  in trockener Form vorliegenden inaktiven  pflanzlichen     Protease    und eines trockenen,       emulsinhaltigen        Pflanzenstoffes    gebildet wird,  so dass beim Zusammenkommen dieses Ge  misches mit Wasser das     Emulsin    aus dem       Amygdalin    Blausäure entwickelt.  



  Zur Ausführung des erfindungsgemässen  Verfahrens kann man z. B. Trockenhefe ver  wenden, welche das Enzym     "Emulsin"    in  reichlicher Menge enthält sowie     Amygdalin.     (Es ist dabei in der Wirkung kein grosser  Unterschied zwischen der Trockenhefe mit  lebenden Zellen und derjenigen, welche nach  D. A. B. 61 zwei Stunden einer Temperatur  von 100  ausgesetzt wurde, um die lebenden  Zellen abzutöten.)  Die Trockenhefe wird zur Ausführung der  Erfindung z. B. mit einem in trockener Form  vorliegenden     Handelspapain,    ungefähr im Ver  hältnis 1 : 1, vermengt. Man erhält auf diese  Weise ein brauchbares Präparat. Die Akti  vierung des     Papains    erfolgt beim Zusammen  kommen des Präparates mit Wasser, z. B.  wenn es mit Magensaft befeuchtet wird.

    Dabei spaltet das     Ewulsin    der Hefe das         Amygdalin    aus seinem eigenen Bestand, wie  auch das im     Handelspapain    enthaltene. Die  so entstandene Blausäure wirkt dann auf  das     Papain    aktivierend.  



  Zur Erhöhung der Wirkung des eben als  Beispiel angegebenen     Papainpräparates    kann  eine zusätzliche Verwendung von Pflanzen  samen, welche     Amygdatin    enthalten, statt  finden. Zu diesem Zweck werden z. B.     Amyg-          dalin    enthaltende Samen     entschält,    entölt  und der pulverisierte Inhalt als Beimischung  verwendet.  



  Als Beispiele von Pflanzen, deren Samen       Amygdalin    enthalten, seien folgende genannt:  Zwetschge, Pflaume, Aprikose, Pfirsich, süsse  und bittere Mandel, Vogelkirsche, Süsskirsche,  Apfel, Quitte, rote     Johannisbeere,    Mohn, Lu  zerne, Linse, Lupine,     Rioinus,    Kakaobohne,  Sojabohne, Olive, Kürbis, Hafer, Gerste,  keimendes Korn usw.  



  Falls in dem Samen neben     Amygdalin     gleichzeitig das Enzym     Emulsin    enthalten  ist, was in der Regel zutrifft, vermag auch  der Samen allein ohne Mitwirkung von  Trockenhefe das     Papain    zu aktivieren. Ent  hält der Samen wohl     Amygdalin,    aber kein       Emulsin,    so wird man z. B. durch     Mitver-          wendung    von Hefe diesen Mangel beheben.  



  Die Aktivierung, welche mit einem Zu  satz von Hefe und einem der zuvor genann  ten Samen     zür        Handelspapain    erzielt wird,  ist, wie Versuche ergaben, eine sehr be  trächtliche und übertrifft, insbesondere in der  Wirkung auf     Pepton,    die im Laboratorium  übliche     Blausäure-Aktivierung,    obwohl die bei  der     Amygdalin-Spalturrg    gebildeten Blausäure  mengen im Verhältnis zu den dort verwen  deten nur ganz verschwindend klein sind.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren  können Erzeugnisse erhalten werden, die das       Papain    im inaktiven Zustande, also unemp  findlich gegen den Sauerstoff der Luft, ent  halten und deren Aktivatoren vor Oxydation  weitgehend geschützt sind, da sie erst durch  enzymatische Zwischenvorgänge, beim Zu  sammenkommen des Präparates mit Wasser,  also im Moment des Gebrauchs, zum Reduk  tionsmittel werden. Solche Präparate sind      lange Zeit unverändert haltbar, während sonst  viele Enzym-Präparate durch Alterung bald  ihre Wirksamkeit verlieren.  



  Ausführungsbeispiel für ein     TAckenprä-          parat    mit Hefe und Samenpulver: Zu etwa  50 Teilen getrocknetem     Handelspapain    in  pulverisierter Form werden 30 Teile Trocken  hefe pulverisiert (mit lebenden oder abgetö  teten Zellen) beigemengt. Weiterhin werden       Kakaobohnensamen,    welche vorher     entschält     und entölt wurden, pulverisiert und in einer  Menge von ungefähr 20 Teilen beigemengt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines sich beim Gebrauch in Gegenwart von Wasser akti vierenden Trockenpräparates aus pflanzlichen Proteasen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Amygdalin enthaltendes Gemisch unter Ver mengen einer in trockener Form vorliegen den inaktiven, pflanzlichen Protease und eines trockenen, emulsinhaltigen Pflanzenstoffes ge bildet wird, so dass beim Zusammenkommen dieses Gemisches mit Wasser das Emulsin aus dem Amygdalin Blausäure entwickelt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung der zu gleich Emulsin und Amygdalin enthalten den Trockenhefe als aktivierendes Produkt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zerkleinerte Samen, welche Emulsin und Amygdalin enthalten, als aktivierendes Produkt verwendet wer den. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Trockenhefe und amygdalinhaltige zerkleinerte Samen verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als amygdalinhaltigei# zerkleinerter Samen zerkleinerte Kakao bohnen verwendet werden.
CH197861D 1936-04-16 1937-03-31 Verfahren zur Herstellung eines sich beim Gebrauch in Gegenwart von Wasser aktivierenden Trockenpräparates aus pflanzlichen Proteasen. CH197861A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE151781T 1936-04-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH197861A true CH197861A (de) 1938-05-31

Family

ID=29412065

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH197861D CH197861A (de) 1936-04-16 1937-03-31 Verfahren zur Herstellung eines sich beim Gebrauch in Gegenwart von Wasser aktivierenden Trockenpräparates aus pflanzlichen Proteasen.

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT151781B (de)
CH (1) CH197861A (de)
FR (1) FR843069A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR843069A (fr) 1939-06-26
AT151781B (de) 1937-12-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69615105T2 (de) Enzymatische Behandlung von Kakao
DE69332027T2 (de) Methode zur stabilisierung von reiskleie und reiskleieprodukten
DE69703371T2 (de) Nährungszusammensetzung aus dem Maisquellwasser und Verfahren zu deren Herstellung
DE2600060A1 (de) Verfahren zur gewinnung von protein aus pflanzenmaterial
DE69613014T2 (de) Maisquellwasser und Verfahren zu dessen Herstellung
Shiroya et al. Studies on the browning and blackening of plant tissues. IV. Chlorogenic acid in the leaves of Nicotiana tabacum.
JPS61501918A (ja) 消化管にて種々のレベルで消化促進剤として作用する酵素組成物
DE1261742B (de) Verfahren zur verbesserung des naehrwerts von zerkleinerten sojabohnen
CH197861A (de) Verfahren zur Herstellung eines sich beim Gebrauch in Gegenwart von Wasser aktivierenden Trockenpräparates aus pflanzlichen Proteasen.
DE2042650A1 (de) Detergentenzym enthaltende Mikrokapsel und Verfahren zu deren Herstellung
DE2143945C3 (de)
DE2254924A1 (de) Wasserloesliche pulver aus hydrolysierter staerke und hydrolysierten proteinen sowie verfahren zu ihrer herstellung
CH623848A5 (de)
DE2831338C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines weitgehend hämfreien, partiell hydrolysierten Blut-Eiweißprodukts und Blut-Eiweißprodukt
DE2628757A1 (de) Amylase inhibitor
DE504816C (de) Verfahren zur Herstellung eines wohlschmeckenden vitaminreichen Produktes aus Hefe
US2130137A (en) Papain product and method of preparing same
AT262197B (de) Verfahren zur Herstellung eines Hydrolysates aus Hefen
DE617463C (de) Verfahren zur Herstellung eines entbitterten Getreidekeimproduktes
DE3237837A1 (de) Verwendung von atmungsaktiven extrakten als zusatz zu lebens- und genussmitteln
DE748345C (de) Verfahren zur Herstellung eines Eiweisspraeparates
DD288980A5 (de) Verfahren zur behandlung von oelsamen, leguminosen und cerealien zwecks gewinnung von ballaststoffen
DE710548C (de) Verfahren zur Herstellung von eiweissreichen Extrakten aus pflanzlichen und tierischen Stoffen
DE2219712A1 (de) Verfahren zur Herstellung löslicher Proteine
DE296135C (de)