<Desc/Clms Page number 1>
Anordnung zur selbsttätigen Beliehtungsregelung bei photographischen Apparaten u. dgl.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
der Blendenstellring 4 sogleich aus seiner Grundstellung heraus und die Irisblende 17 wird so weit verkleinert, bis der Finger 5 des Blendenstellringes - je nach der zuletzt vorhandenen Zellenerregungmit einer Stufe der Scheibe 3 in Eingriff kommt. Die Stufenscheibe und mit ihr die Drehspule bleibt hiedurch so lange gesperrt, bis der Verschlussauslösehebel wieder in seine Grundstellung zurückgekehrt ist. Die Höhe der Stufen wird so bemessen, dass der jeweils zur Einstellung gelangende Blendenwert immer der Belichtung des Photoelementes proportional ist.
Um die Dimensionen der Stufenscheibe in zweckmässigen Grenzen zu halten, kann die maximale Winkelbewegung des Fingers 5 beliebig geringer als die maximale Drehung der Irisblende vorgesehen werden, indem die Irisblende durch den Stellring 4 nicht unmittelbar, sondern über eine entsprechende Übersetzung in Bewegung gesetzt wird. Die Länge des Auslösestiftes 14 wird so bemessen, dass selbst beim Anschlag an der niedrigsten Stufe, also bei grösster Blendenbewegung, die Einstellung der Irisblende bereits vollzogen ist, bevor der Auslösestift die Sperre 8 entriegelt.
Durch die elastische Kuppelung von Verschlussauslösehebel und Blendenstellring wird nicht nur erreicht, dass sich der Auslösehebel auch nach erfolgtem Anschlag des Blendenstellringes ungehindert bis zur Entriegelung der Sperre 8 weiterbewegen kann, sondern es wird dadurch auch die seitliche Druckbeanspruchung der Drehspulenachse 2 von dem auf den Auslösehebel ausgeübten Druck unabhängig gemacht. Wird der Verschlussauslösehebel nach erfolgter Auslösung des Verschlusses wieder losgelassen, so führt ihn die Feder 11 in seine Grundstellung zurück, wobei sich die Feder 16 zusammenzieht, und sein Finger 12 nimmt auf diesem Wege die Nase 13 mit, wodurch die Irisblende wieder geöffnet und der Blendenstellring in seine Grundstellung zurückgebracht wird.
Damit sich die Blende nicht bei vorzeitigem Loslassen des Verschlussauslösehebels noch während der Belichtung öffnet, kann während der Bewegung des Spannhebels 6 aus seiner Arbeits-in seine Ruhestellung durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte zwangsläufige Sperre der Verschlussauslösehebel gehemmt bleiben. Zwecks Verhinderung eines Abgleitens des Fingers von einer Stufenkante können die einzelnen Anschlagstufen durch Stege voneinander getrennt werden.
Eine besondere Ausführungsform stellt Fig. 8 dar. Hier entfällt die Kuppelung durch die Feder. M ; der Blendenstellring 4 ist durch eine bei ungespanntem Verschluss völlig entspannte Zubringefeder 18 mit einem Hebel 19 verbunden, der durch den Verschlussspannhebel 6 betätigt wird ; die Feder 18 wird also erst bei Betätigung des Spannhebels 6 mitgespannt. Sodann wirkt ihr die stärkere Kraft der Feder 11 entgegen, solange der Verschlussauslösehebel nicht betätigt wird ; geschieht dies aber, so bringt die gespannte Feder 18 die Blende in die Arbeitsstellung, während dies bei ungespannter Zubringefeder unterbleibt.
Es wird also verhindert, dass schon bei ungespanntem Verschluss eine etwaige Betätigung des Auslösehebels zu einer in diesem Falle zwecklosen Beanspruchung des Blenden-und Drehspulensystems führt.
Wenn die richtige Belichtung nicht gewährleistet ist, wird die Auslösung des Verschlusses selbsttätig verhindert. Fig. 7 erläutert dies schematisch an einem Ausführungsbeispiel. Die Führung 15 für den Auslösestift 14 sitzt an einem Stabe 20, welcher sich in Lagerungen 21,22 verschieben kann.
Eine Feder 23 drückt den Stab gegen den Finger 5. Bewegt sich der Finger, so folgt der Stab unter dem Einfluss der Feder nach, bis seine Bewegung durch einen Vorsprung 27 begrenzt wird. Nur die erste und die letzte Stufe der Stufenscheibe 3 sind so bemessen, dass sie keine zu einer solchen Verschiebung des Stabes führende Bewegung des Fingers zulassen. Es bleibt also, sobald sich bei Betätigung des Auslösehebels 10 die Drehspule in einer solchen Lage befindet, dass eine der beiden Endstufen den Anschlag bildet, die Führung 15 in der gezeichneten Anfangslage ; der Auslösestift 14 bewegt sich dann an der Sperre 8 vorbei und es findet keine Auslösung der Sperre, mithin keine Belichtung statt.
Zugleich ertönt ein Zeichen, indem eine Verlängerung des Auslösestiftes 14 mittels einer Nase 24 einen auf eine Signalglocke 25 schlagenden Klöppel 26 betätigt. Bei jeder andern Stellung der Stufenscheibe trifft hingegen der Auslösestift 14 zufolge der veränderten Lage der Führung 15 auf die Sperre 8 und bewirkt die Auslösung, wobei auch der Weg der Nase 24 anders, u. zw. so verläuft, dass der Klöppel 26 nicht betätigt wird. Die erste Anschlagstufe der Stufenscheibe 3, d. i. jene Stufe, die bei nichterregtem Photoelement in die Ansehlagstellung kommt, wird so breit ausgebildet, dass sie auch bei eingetretener, aber noch schwacher Erregung des Photoelementes zum Eingriff gelangt, solange zur richtigen Belichtung ein lichtstärkeres Objektiv erforderlich wäre als verfügbar.
In Fig. 7 ist auf die notwendige Breite der ersten Stufe durch einen mit 17. bezeichneten Doppelpfeil verwiesen. Bei dieser Ausführungsform entspricht die zweite Anschlagstufe der vollen Objektivöffnung und die Abblendung beginnt erst mit der dritten Stufe.
Da durch die von Hand aus vorzunehmende willkürliche Einstellung des unabhängigen Regelorgans die Belichtungsverhältnisse verändert werden, wird dies durch selbsttätige Veränderung des stufenmässigen Eingriffes berücksichtigt, wofür Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel bringt. Bei dieser, so wie auch bei Fig. 5, ist der Kameraverschluss als belanglos nicht abgebildet. Es ist für alle Ausführungsbeispiele, auch für die früher erwähnten, im Prinzip gleichgültig, ob ein Objektiv-oder ein Schlitzverschluss verwendet wird. Der Blendenstellring 4 trägt einen Mitnehmerstab 28 ; der Finger 5 ist nicht am Blendenstellring, sondern an einem ringförmigen Zwischenstück 43 angebracht, das sich auf dem Objektivstutzen sowohl drehen als auch in der Richtung der Objektivachse verschieben lässt.
Die Stufenscheibe 3 besitzt so viele, sich voneinander durch die Höhe der einzelnen Stufen unter-
<Desc/Clms Page number 3>
scheidende Stufenreihen, als das unabhängige Regelorgan (d. i. hier der Verschluss) Einstellmöglichkeiten aufweist. Gezeichnet sind bloss zwei Stufenreihen. Durch einen Verstellhebel 29 wird zugleich mit der von Hand aus erfolgenden Einstellung des unabhängigen Regelorgans das Zwischenstück parallel zur Objektivachse so verschoben, dass der Finger 5 der für diese Einstellung massgebenden Stufenfolge gegenübergestellt wird. Wenn das Zwischenstück bei ruhendem Verstellhebel 29 gedreht wird, behält es zufolge eines Führungsschlitzes 30 seine Drehungsebene bei.
Hiedurch wird erreicht, dass der Finger 5, wenn er bei Betätigung des Verschlussauslösehebels durch den Mitnehmerstab 28 mitgenommen wird, jeweils mit der richtigen Stufe in Eingriff kommt. Eine in der Zeichnung nicht dargestellte Feder führt das Zwischenstück nach dem Zurückgehen des Mitnehmerstabes wieder in seine Grundstellung zurück.
Eine andere Ausführungsmöglichkeit zeigt Fig. 5. Hier ist der Finger 5 in gestufter Form ausgebildet, wogegen die Stufenscheibe 3 nur eine einzige Stufenfolge aufweist. Die Ebenen der stufenförmig ausgebildeten Elemente stehen, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, aufeinander senkrecht.
Der Verstellhebel 29 regelt die Höhe der zwischengeschalteten Stufe entsprechend der Einstellung des unabhängigen Regelorgans, also hier entsprechend der eingestellten Belichtungsdauer. Bei dieser Ausführungsform ist es notwendig, dass die Stufenhöhen nach dem logarithmischen Prinzip bemessen werden, damit deren mechanische Addition ein entsprechendes Resultat ergibt. Die Bewegung des Blendenstellringes 4 muss daher durch eine entsprechende Übersetzungskurve 31 auf den Mitnehmerstab 28 übertragen werden.
Durch geeignete konstruktive Massnahmen lässt sich ausserdem die Möglichkeit schaffen, den Hebel 29 entsprechend der Empfindlichkeit des Aufnahmematerials nachzustellen.
Es ist auch möglich, statt der von der Drehspule bewegten Anschlagfahne ein mit ihr in Eingriff gelangendes Gegenstück stufenförmig auszubilden. Fig. 9 erläutert eine solche Ausführungsform, bei welcher zugleich die Drehspulenachse von der beim Anschlag auftretenden mechanischen Beanspruchung möglichst entlastet ist. (Der Kameraverschluss ist nicht dargestellt. ) Die Anschlagfahne besteht hier aus einem mit der Achse 2 durch ein Federblatt 32 verbundenen Anschlagblättchen 33, das vor zwei festen Widerlagern 34, 35 spielt, aber diese nicht berührt, solange sich das abhängige Regelorgan (d. i. die Irisblende) in der Grundstellung befindet.
Sobald der Blendenstellring 4 durch Betätigung des (nicht gezeichneten) Verschlussauslösehebels bewegt wird, betätigt er über eine Schlitzführung 36
EMI3.1
Anschlagblättehen durch eine der Stufen in Eingriff kommt. Da das Federblatt in der Richtung des Eingriffes nachgibt, drückt das gestufte Schwingstück das Anschlagblättchen gegen die Widerlager.
Hiedurch wird die Bewegung des Schwingstückes und somit die der Irisblende gehemmt. Die nicht zum Eingriff kommenden Stufen des Sehwingstückes können zwischen den beiden Widerlagern durchschwingen. Beim Zurückgehen des Blendenstellringes in seine Grundstellung entfernt sich infolge der Elastizität des Federblattes das Anschlagblättchen von den Widerlagern und die Anschlagfahne vermag wieder frei zu spielen.
Um die Wirkung der Anschlagfahne auf das abhängige Regelorgan schon vor der Betätigung des Verschlussauslösehebels ermessen zu können, kann die Stellung der Anschlagfahne ständig sichtbar gemacht werden. Durch gleichzeitiges Kenntlichmachen der Stellung des unabhängigen Regelorgans ergibt sich beispielsweise die in Fig. 4 dargestellte Ablesevorrichtung. Wenn das unabhängige Regelorgan eingestellt wird, u. zw. bei dem dargestellten Ausführungsbeispiele durch Drehung des zur Einstellung der gewünschten Belichtungszeit dienenden Versehlussstellringes 38, wird mittels einer Schlitzführung 39 ein auf einem Schlitten 40 laufender Skalenträger 41 verstellt. Dieser trägt neben seiner geradlinigen Kante Strichmarken und die Bezeichnungen der Einstellwerte des abhängigen Regelorgans, d. s. hier die Blendenzahlen.
Auf derselben Achse mit der Drehspule 1 und der Anschlagfahne (also hier der Stufenscheibe 3) sitzt ein ausbalancierter Weiser 42 mit entsprechend gekrümmter Weiser- kante, so dass sich der Punkt, wo die Weiserkante in der Aufsicht von der Kante des Skalenträgers verdeckt wird, bei der Drehung des Weisers (d. h. bei Veränderung der Zellenerregung) längs der Skala verschiebt. Durch geeeignete Ausbildung der Kantenkrümmung und der Skala lässt sich erreichen, dass der erwähnte Punkt hiebei jeweils denjenigen Einstellwert anzeigt, den das abhängige Regelorgan (die Blende) einnehmen würde, wenn in dem betreffenden Momente der Verschlussauslösehebel betätigt werden würde.
Am Wesen aller beschriebenen Ausführungsbeispiele ändert sich nichts, wenn im Gegensatz zu den obigen Annahmen der Verschluss als abhängiges und die Blende als unabhängiges Regelorgan ausgebildet würde ; es vertauschen dann der Verschlussstellring und der Blendenstellring lediglich ihre Rollen hinsichtlich ihrer Einwirkung auf die Konstruktionsteile der selbsttätig wirkenden Anordnung.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.