AT156814B - Verfahren zur Herstellung von Provitamin-D-präparaten und Futtermitteln mit antirachitischen Eigenschaften. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Provitamin-D-präparaten und Futtermitteln mit antirachitischen Eigenschaften.

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AT156814B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Herstellung von Provitamin-D-präparaten und Futtermitteln mit antiraehitisehen Eigenschaften.   



   Ergosterin kann bekanntlich durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht in ein Bestrahlungsprodukt mit antiraehitisehen Eigenschaften umgewandelt werden, was unter anderem auch mit aus einer natürlichen Quelle stammendes Provitamin enthaltendem Cholesterin erzielt werden kann.
Siehe z. B. Strahlentherapie 1930, Band 39, S. 459. Ein wesentlicher Unterschied bezüglich der antirachitischen Eigenschaften der beiden erwähnten Bestrahlungsprodukte besteht darin, dass das aus Ergosterin hergestellte Vitamin D eine im Vergleich zu der Wirksamkeit auf Ratten viel geringere spezifische Wirksamkeit auf Kücken besitzt als das durch Bestrahlung von Cholesterin erhaltene Vitamin D. Man kannte jedoch bisher keinen geeigneten Cholesteringrundstoff mit einem für technisehe Anwendung genügend hohen Gehalt an Provitamin D, um den oben erwähnten Unterschied ausnutzen zu können. 



   Die Erfindung hat den Zweck, diesem Übelstand abzuhelfen. Es wird zu diesem Zweck erfindungsgemäss von einem Produkt ausgegangen, das durch Bestrahlung der aus Entenei hergestellten Sterinfraktion mit ultraviolettem Licht erhalten wurde. Es wurde nämlich gefunden, dass die aus Enteneiern hergestellte Sterinfraktion durchschnittlich einen viel höheren Gehalt an Provitamin D aufweist, als dies bei Hühnereiern der Fall ist und als im übrigen im allgemeinen bekannt war. 



   Es sei zur Erläuterung bemerkt, dass eine Prüfung einen Provitamin-D-Gehalt von   0-09% in   der   Sterinfra1. -tion   der Dotter von frischen holländischen Hühnereiern und von   dz   bei chinesischem Hühnereigelb ergab. Demgegenüber wurde in der Sterinfraktion der Dotter von frischen holländischen Enteneiern ein Gehalt von   1'3%   und in chinesischen Enteneidottern bei verschiedenen Mustern ein 
 EMI1.1 
 
Es kann   erfindungsgemäss   durch Behandlung der Sterinfraktion von Enteneiern nach an sich bekannten Verfahren Provitamin D in einem Reinheitsgrad erhalten werden, der durch folgende Werte gekennzeichnet ist :

   
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Sterin <SEP> Sterin-acetat
<tb> Smp <SEP> (im <SEP> Vakuum) <SEP> 1500 <SEP> 1291-1300
<tb> [&alpha;] <SEP> D20 <SEP> in <SEP> Benzol <SEP> ....................... <SEP> #127  <SEP> #85 
<tb> 
 
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Beispiele näher erläutert. 



   Beispiel 1 : Die Dotter von zehn holländischen Enteneiern im Gewicht von 199 g wurden mit Aceton   gründlieh   extrahiert ; nach Abdampfen des Acetons im Vakuum und nach Entfernen des   Wassers wurden etwa 50 g Fett erhalten. Das Fett wurde auf übliche Weise mit alkoholischem KOH verseift und durch Extrahieren der mit Wasser verdünnten Seifenlösung mit Äther, durch Waschen,   Trocknen und Abdestillieren des Äthers wurde daraus die unverseifbare Fraktion im Gewicht von   4'0 g   erhalten. Zur weiteren Reinigung wurde aus Alkohol umkristallisiert und es wurde auf diese Weise eine Sterinfraktion   2#25   g) erhalten, die, berechnet auf Grund des Absorptionsspektrums, 1'3% an zu erzielendem Provitamin enthielt. 



   Beispiel 2 : 2700 g chinesisches Enteneigelb (ungekocht, mit Borsäure konserviert) wurden mit Aceton gründlich extrahiert, und durch Abdestillieren des Acetons und Entfernen des Wassers wurden 625   g   Fett erhalten. Dieses Fett wurde auf   übliche   Weise verseift, der Alkohol grösstenteils abdestilliert, die Seife mit Wasser verdünnt, und durch Zusatz einer   CaCl2-Lösung   wurden die Kalkseifen niedergeschlagen. Der Niederschlag wurde abgesaugt und gründlich mit Aceton extrahiert, das Aceton im Vakuum abdestilliert und der entstandene Niederschlag abgesaugt.

   Nach Umkristallisieren aus Alkohol wurden 42 g Sterin erhalten, die   4'5% des   zu erzielenden Provitaminsterins enthielten.   21'7   g des Steringemisehes wurden durch kurz dauerndes Kochen mit Essigsäureanhydrid in einer   CO-Atmosphäre     aeetyliert   ; bei Abkühlung kristallisierte das Acetatgemisch aus, es wurde abgesaugt und zur weiteren Reinigung aus Alkohol umkristallisiert. 
 EMI1.3 
 aufgefangen ; die ersten 600   cm*   enthielten 4-3 g provitaminacetatfreies Cholesterinacetat, die folgenden 400 cm3 etwa   1'8   g   Acetatgemiseh   mit etwa   9% Provitaminaeetat   ;

   die restlichen   1300 cm'etwa 0'32 g   
 EMI1.4 
 

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 1800 cm3   0#20   g   Provitaminacetat     (96%)   enthielten. Nach zweimaligem Umkristallisieren aus Methylalkohol wurde   0#13 g Provitaminacetat   mit einem Schmelzpunkt von 129 bis 1300,   b : ] D20 = -850   (in Benzol), erhalten. 



   0-100   g   dieses Provitaminacetats wurden mit alkoholischem KOH verseift, mit Wasser verdünnt, der Niederschlag wurde abgesaugt und viermal aus Methylalkohol umkristallisiert. Die Ausbeute war   0'050 g   Provitamin mit einem Schmelzpunkt von   150 , [] D2  =-127    (in Benzol). 



   Die Untersuchungen des Absorptionsspektrums des Provitamin-D-präparates ergab die folgenden Zahlen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Wellenlänge <SEP> Of,
<tb> 3] <SEP> 30 <SEP> A <SEP> 0-003
<tb> 3022 <SEP> " <SEP> 0'028
<tb> 2967,. <SEP> 0-228
<tb> 2894 <SEP> ,, <SEP> 0#279
<tb> 2804 <SEP> ,, <SEP> 0#5225
<tb> 2753 <SEP> " <SEP> 0'436
<tb> 2699 <SEP> ,, <SEP> 0#4935
<tb> 2652 <SEP> " <SEP> 0'366
<tb> 2537 <SEP> " <SEP> 0'209
<tb> 2480.. <SEP> 0#1445.
<tb> 
 
 EMI2.2 
 berechnet wurde (1 und   10 sind   die Intensitäten des durchgelassenen bzw. einfallenden Lichtes auf eine 1 mm dicke Schicht einer Lösung des Provitamin-D-präparates in Äther, Konzentration 80 mg je Liter nach Korrektur für die Reflexionsverluste und Absorption des Äthers).

   
 EMI2.3 
 während 30 Minuten mit einer   Quarzqueeksilberlampe   bestrahlt, deren Licht mittels eines Filters mit einer Dicke von 3 mm filtriert wurde, das 140 em3 Xylol in] 650 em3 Alkohol enthielt, der durch 
 EMI2.4 
 magnetisch bewegten Rührers gerührt. Die Intensität der Lichtquelle wurde derart geregelt, dass nach Ablauf der Bestrahlung jedesmal etwa 40% des absorbierenden Sterins umgewandelt wurden. 
 EMI2.5 
 geprüft. Es ergab sich, dass bei der   Prüfung   auf rachitische Ratten, im Vergleich zu der internationalen   Normalvitamin-D-Lösung   die Aktivität für Lösung a) 450-500 I. E. je Kubikzentimeter, b) 450-500 I. E. je Kubikzentimeter, c) 450-500 I. E. je Kubikzentimeter betrug. Dann wurden die Lösungen auf ihre antirachitische Wirkung auf Kücken geprüft, im Vergleich zu einem 100 1. E.

   Vitamin D je Kubikzentimeter enthaltenden Lebertran. 



   Es ergab sich, dass bei der Lösung a)   0#2   cm3 1 cm3 Lebertran entsprach, b)   0#2   cm3 1 cm3 Lebertran entsprach, e)   8#0   cm3 1 em3 Lebertran entsprach. 



   Das beschriebene Enteneiprovitamin ergab demnach nach Bestrahlung mit ultraviolettem Licht ein Vitamin D, das im Vergleich zu der Wirksamkeit auf Ratten eine viel grössere spezifische Wirksamkeit auf   Kücken   besitzt, als das durch Bestrahlung von Ergosterin erhaltene Vitamin D, 
 EMI2.6 
 als die in der britischen Patentschrift Nr. 412535 beschriebene   Beimischung   von bestrahltem Ergosterin. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines insbesondere bei Kücken   antirachitiseh   wirksamen Vitamin- 
 EMI2.7 
 Licht, dadurch gekennzeichnet, dass die Sterinfraktion von Enteneiern abgeschieden und das gegebenenfalls nach weiterem Reinigen bzw. Konzentrieren erhaltene   Provitamin-D-Präparat   mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von chinesischem Enteneigelb ausgegangen wird.
    3. Verfahren zur Herstellung von Kückenfutter, dadurch gekennzeichnet, dass dem gebräuchlichen Bestandteil ein gemäss Anspruch 1 oder 2 gewonnenes Vitamin-D-Präparat zugesetzt wird.
AT156814D 1936-05-18 1936-05-18 Verfahren zur Herstellung von Provitamin-D-präparaten und Futtermitteln mit antirachitischen Eigenschaften. AT156814B (de)

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