CH198268A - Verfahren zur Herstellung eines insbesondere bei Küken antirachitisch sehr wirksamen Präparates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines insbesondere bei Küken antirachitisch sehr wirksamen Präparates.

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CH198268A
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    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/59Compounds containing 9, 10- seco- cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines insbesondere bei     Küken    a_     ntirachitisch     sehr wirksamen Präparates.         Ergosterin    kann bekanntlich durch Be  strahlung mit ultraviolettem Licht in ein  Bestrahlungsprodukt mit antirachitischen  Eigenschaften umgewandelt werden, was       unter    anderem auch mit aus einer natürlichen  Quelle stammenden,     Provitamin    enthaltenden  Cholesterin erzielt werden kann.

       Ein    wesent  licher Unterschied bezüglich der antirachi  tischen Eigenschaften der beiden erwähnten  Bestrahlungsprodukte besteht darin, dass das  aus     Ergosterin    hergestellte Vitamin D     eine     im Vergleich zu der Wirksamkeit auf Ratten  viel geringere     spezifische    Wirksamkeit auf       Küken    besitzt als das durch Bestrahlung von  Cholesterin     erhaltene    Vitamin     D.    Man     kannte     jedoch bisher keinen geeigneten Cholesterin  grundstoff mit einem für technische Anwen  dung genügend hohen Gehalt an     Küken-          provitamin-D,

      um den oben erwähnten Unter  schied ausnutzen zu können.  



  Die     Erfindung    hat den Zweck, diesem  Übelstand abzuhelfen. Erfindungsgemäss     wird     die     Sterinfraktion    von     Enteneiern    abgeschie-    den und dann mit     ultraviolettem    Licht be  strahlt. Es wurde nämlich gefunden, dass die  aus Enteneiern hergestellte     Sterinfraktion     durchschnittlich einen viel höheren Gehalt  an     Kükenprovitamin-D    aufweist, als dies bei  Hühnereiern -der Fall ist und als im übrigen  im allgemeinen     bekannt    war.  



  Es sei zur Erläuterung bemerkt, dass eine  Prüfung einen     Provitamin-D-Gehalt    von  0,09 % in der     Sterinfraktion    der Dotter von  frischen holländischen Hühnereiern und von       0,2,W,    bei chinesischem     Hühnereigelb    ergab.  Demgegenüber     wurde    in der     Sterinfraktion     der Dotter von frischen holländischen Enten  eiern ein Gehalt von 1,3 % und in chinesischen  Enteneidottern bei verschiedenen     Mustern    ein  zwischen 4,0 % und 8,0 % schwankender Ge  halt gefunden.  



  Es kann erfindungsgemäss durch Behand  lung der     Sterinfraktion    von Enteneiern nach  an sich bekannten Verfahren     Provitamin-D          in    einem Reinheitsgrad erhalten werden, der  durch folgende Werte gekennzeichnet ist:    
EMI0002.0001     
  
    Sterin <SEP> Sterin-acetat
<tb>  Smp <SEP> (im <SEP> Vak.) <SEP> <B>150</B> <SEP> e <SEP> 129 <SEP>  -130 <SEP> e
<tb>  [a] <SEP> D <SEP> in <SEP> Benzol <SEP> <B>-127'</B> <SEP> -85       Die Erfindung wird nachstehend anhand  eines Beispieles näher erläutert.    <I>Beispiel:</I>    <I>I.</I>     Herstellung   <I>der</I>     Sterinfrakton.     



  A. Die     Dotter    von 10 holländischen En  teneiern im     Gewicht    von 199g wurden mit  Aceton     gründlich    extrahiert; nach Abdamp  fen des Acetons im Vakuum und nach Ent  fernen des Wassers wurden etwa 50 g Fett  erhalten. Das Fett wurde auf übliche Weise  mit alkoholischem     KOH    verseift, und durch       Extrahieren    der mit Wasser verdünnten  Seifenlösung mit Äther, durch Waschen,  Trocknen und     Abdestillieren    des Äthers  wurde daraus die     unverseifbare    Fraktion im  Gewicht von 4,0 g erhalten.

   Zur weiteren  Reinigung wurde aus Alkohol umkristalli  siert, und es wurde auf diese Weise eine       Sterinfraktion    (2,25 g) erhalten, die, berech  net auf Grund des Absorptionsspektrums,  1,3% an zu erzielenden     Provitaminsterin     enthielt.  



  B. 2700 g chinesisches Enteneigelb (um  gekocht, mit Borsäure konserviert) wurde  mit Aceton gründlich extrahiert, und durch       Abdestillieren    des Acetons und Entfernen  des Wassers wurde 625 g Fett erhalten.  Dieses Fett wurde auf übliche Weise ver  seift, der Alkohol grösstenteils     abdestilliert,     die Seife mit Wasser     verdünnt    und durch  Zusatz     einer        CaCh-Lösung    wurden die Kalk  seifen niedergeschlagen. Der Niederschlag  wurde abgesaugt und gründlich mit Aceton  extrahiert, das Aceton im Vakuum ab  destilliert und der entstandene Niederschlag  abgesaugt.

   Nach     Umkristallisieren    aus Al  kohol wurden 42 g Sterin erhalten, die 4,5  des zu erzielenden     Provitaminsterins    enthiel  ten. 21,7 g des     Steringemisches    wurden  durch kurzdauerndes Kochen mit Essigsäure  anhydrid in einer     CO,-Atmosphäre        acetyliert;       bei Abkühlung     kristallisierte    das Acetat  gemisch aus, es wurde abgesaugt und zur  weiteren Reinigung aus Alkohol umkristal  lisiert.  



  Dieses     Acetatgemisch    wurde auf folgende  Weise weiter gereinigt: In eine     Adsorptions-          säule    von     A120;,        (Merck,    normalisiert gemäss       Broekmann,    315g     A1=03    in einer zylindri  schen Glasröhre mit einem Durchmesser von  33 mm,     angeschlämmt    mit     Petroläther,    Siede  punkt 40 bis<B>60</B>  ) wurde eine Lösung von  7,0 g     Acetatgemisch    in 150 cm' Lösungs  mittel     (Benzol-Petroläther    40 bis<B>60',</B> 1 :

   1)  gegossen, worauf 2300 cm'     Lösungsmittel     nach und nach hinzugefügt wurden. Das  Filtrat wurde in drei Teilen aufgefangen; die  ersten 6(I0 cm' enthielten 4,3 g     provitamin-          acetatfreies        Cholesterinacetat,    die folgenden  400 cm' etwa 1,8 g     Acetatgemisch    mit etwa  9     %        Provitaminaeetat;    die restlichen 13110 cm'  etwa 0,3? g Gemisch mit etwa<B>50%</B> Pro  vitaminacetat. Dieses     Adsorptionsverfahren     wurde noch zweimal mit je 7,0 g Acetat  gemisch wiederholt, und die drei     letzten     (stärksten) Fraktionen wurden vereinigt.

   Die  erhaltenen 0,92 g     Acetatgemisch    mit einem       Provitaminacetatgehalt    von 50 % wurden in  10 cm' Lösungsmittel in die     Adsorptions-          säure    eingebracht, worauf mit insgesamt       '2900    cm' Lösungsmittel nachgespült wurde.  Es wurden auch hier verschiedene Fraktionen  aufgefangen, von denen die letzten 1800 cm'  0.20 g     Provitaminacetat   <B>(96%)</B> enthielten.  Nach zweimaligem     Umkristallisieren    aus  Methylalkohol wurde 0,13 g     Provitaminacetat     mit einem Schmelzpunkt von 129 bis 130 ,       [al    D = - 85   (in Benzol), erhalten.  



  0,100 g dieses     Provitaminacetats    wurden  mit alkoholischem     KOH    verseift, mit Wasser  verdünnt, der Niederschlag wurde abgesaugt  und viermal aus Methylalkohol umkristalli  siert. Die Ausbeute war 0,050 g Pro  vitamin mit einem Schmelzpunkt von 150 ,  <B>[</B>a<B>]</B> = D -<B>127</B>   (in Benzol).  



  Die Untersuchungen des Absorptionsspek  trums des     Provitamin-D-Präparates    ergaben  die folgenden Zahlen:    
EMI0003.0001     
  
    <I>Wellenlänge <SEP> a</I>
<tb>  3130 <SEP> Ä <SEP> 0,003
<tb>  3022 <SEP> " <SEP> 0,028
<tb>  2967 <SEP> " <SEP> 0,228
<tb>  2894 <SEP> " <SEP> 0,279
<tb>  2804 <SEP> " <SEP> 0,5225
<tb>  2753 <SEP> " <SEP> 0,436
<tb>  2699 <SEP> " <SEP> 0,4935
<tb>  2652 <SEP> " <SEP> 0,366
<tb>  2537 <SEP> " <SEP> 0,209
<tb>  2480 <SEP> " <SEP> . <SEP> 0,1445       wobei a aus der Formel:

    
EMI0003.0002     
    berechnet wurde (I und     I,    sind die     Intensi-          täten    des durchgelassenen     bezw.    einfallenden  Lichtes auf eine 1 mm dicke     Schicht    einer  Lösung des     Provitamin-D-Präparates    in  Äther, Konzentration 80 mg je Liter nach       Korrektion    für die     Reflegtionsverluste    und       9.bsorption    des Äthers).         II.   <I>Bestrahlung der</I>     Sterinfraktion.     



  In einem entlüfteten     Quarzgefäss    wurde  nacheinander:  a) 540 mg     Enteneisterin,    erhalten gemäss       Abschnitt    A, gelöst in 1 Liter Äther,  b) 7 mg     Provitamin,    erhalten gemäss Ab  schnitt B, gelöst in 1 Liter Äther,  c) 7 mg     Ergosterin    gelöst in 1 Liter  Äther, während 30 Minuten mit einer Quarz  quecksilberlampe bestrahlt, deren Licht mit  tels eines Filters mit einer Dicke von 3 mm  filtriert wurde, das 140     cm3        Xylol    in  1650 cm' Alkohol enthielt, der durch     Strö-          mung    stets erneuert wurde.

   Während der Be  strahlung wurde die Flüssigkeit mit Hilfe  eines elektromagnetisch bewegten     Rührers          gerührt.    Die Intensität der Lichtquelle wurde  derart geregelt, dass nach Ablauf der Be  strahlung jedesmal     etwa    40 % des absor  bierenden Sterins umgewandelt wurden. Die  bestrahlten Lösungen     wurden    jedesmal     in     150     cm'        Arachisöl        eingebracht,    der Äther       wurde    im Vakuum     abdestilliert    und die er  haltenen     Öllösungen    wurden auf ihre anti-    rachitische Wirkung hin geprüft.

   Es ergab  sich, dass bei der     Prüfung    auf rachitische  Ratten, im Vergleich zu der internationalen       Normalvitamin-D-Lösung    die Aktivität für  Lösung  a) 450 bis 500 I. E. je cm'  b) 450 " 500 I. E. je "  c) 450 " 500 I. E. je "  betrug. Dann     wurden    die Lösungen auf ihre  antirachitische Wirkung auf Küken geprüft,  im Vergleich zu einem 100     I..    E. Vitamin D  je     cm3        enthaltenden    Lebertran.  



  Es ergab sich, dass bei der Lösung  a) 0,2 cm' 1     cm@        Lebertran    entsprach,  b) 0,2 " 1 " Lebertran entsprach,  c) 8,0 " 1 " Lebertran entsprach.  Das beschriebene     Enteneiprovitamin    er  gab demnach nach Bestrahlung mit     ultra-          violettem    Vitamin D, das im Vergleich zu  der Wirksamkeit auf Ratten eine viel grössere  spezifische Wirksamkeit auf     Küken    besitzt,  als das durch Bestrahlung von     Ergosterin    er  haltene Vitamin D, so dass dieses     Vitamin    D  sich zur Herstellung von     Küken-,

      Hühner  futter oder     dergl.        besonders    eignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines insbeson dere bei Küken antirachitisch sehr wirksamen Produktes, dadurch gekennzeichnet, dass die Sterinfraktion von Enteneiern abgeschieden und dann mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus den Sterinen von Enteneiern abgeschiedenes, konzen triertes Provitamin D enthaltendes Sterin gemisch bestrahlt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von chinesischem En teneigelb ausgegangen wird.
CH198268D 1936-05-13 1936-05-13 Verfahren zur Herstellung eines insbesondere bei Küken antirachitisch sehr wirksamen Präparates. CH198268A (de)

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