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Einseilbahn, vornehmlich für den Personentransport
Die in mässiger Höhe über dem Gelände geführten Einseilsessellifts werden beim Anhalten der Gehänge in den Stationen mit automatischen
Seilklemmen ausgestattet. Diese Klemmen lösen sich bei Ankunft der Gehänge in den Stationen automatisch vom weiter umlaufenden Zugseil, und die Gehänge werden dann von Hand aus auf einer Hängebahnschiene weiter gerollt. Nach
Aufnehmen oder Absetzen der Fahrgäste wird das Gehänge weitergeschoben und klemmt sich an der Kuppelstelle automatisch an das um- laufende Zugseil.
Alle aus dem Güterseilbahnbau bekannten
Einseilklemmen sind erwiesenermassen keinesfalls betriebssicher genug, um sich ohneweiters für den Personentransport zu eignen. Es bedarf somit neuer Einrichtungen, die einen gesicherten
Betrieb ohne Gefahr für die Fahrgäste gewährleisten. Nachfolgend beschriebene Erfindung wird diesem Umstande gerecht, indem sie folgende
Sicherheitsforderungen erfüllt :
1. Die gleichzeitige Verwendung zweier Zugseilklemmen je Gehänge, wobei eine Klemme in der Lage ist, das belastete Gehänge mit genügender
Sicherheit am Zugseil festzuhalten.
2. Die Verwendung von Federbatterien zur Erzeugung der nötigen Klemmkraft, wobei das Ausfallen einer Feder noch keine unzulässige Verringerung des Klemmdruckes zur Folge haben darf.
3. Die Verwendung von Rollenabständen an den Streckenstützen, die ungleich den Abständen der beiden Klemmapparate sind, um damit den Überfahrtstoss abzuschwächen.
4. Im Betrieb die laufende Überprüfung der erforderlichen Klemmfederspannung, die proportional dem Klemmdrucke ist, durch eine Automatik, die ein Ausfahren mit zu wenig gespannten oder beschädigten Klemmfeder verhindert.
5. Die automatische Kontrolle der richtigen Zugseillage beim Aus-und Einkuppeln in den Stationen, wobei jede Unregelmässigkeit ein selbsttätiges Abstellen des Antriebes bewirkt.
Aus diesen Forderungen wird auch die folgende Beschreibung des Erfindungsgegenstandes leichter verständlich.
In Fig. 1 erscheint zunächst Aufriss und in Fig. 1 a der Kreuzriss eines automatischen Einseilgerätes, bestehend aus zwei Klemmapparaten a mit dem Gehänge b und daran befindlichem
Doppelsessel c. Die beiden Klemmen a halten während der Fahrt das Zugseil d (das zugleich
Tragseil ist) fest. Wie aus dem Kreuzriss Fig. 1 a hervorgeht, ist jede der beiden Seilklemmen zangenförmig ausgebildet und durch eine am oberen Zangenende befindliche Druckfedern- batterie e angepresst. Der Zangenbolzen f ist . erseits in einem Vierecksrahmen g gelagert, c. e, zur waagrechten Führung der Zange in der
Station dient und mit den seitlichen Drehzapfen h eine Schwenkbarkeit im Rahmen i herstellt.
Zur Erhaltung der genauen senkrechten Lage der labil angeordneten Zange a weist der Vierecksrahmen g über seinen beiden Auflagerungen f zwei Zentrierarme k auf, die zwischen den ausseren Windungen der Federbatterie e ein- greifen. In Mitte des Tragranmens i ist das
Gehänge b über den waagrechten Achsbolzen 1 angeschlossen. Durch eine Federung m erhält das Gehänge b geringe senkrechte Beweglichkeit.
Zur Betätigung des Klemmapparates in der
Station sind noch Führungsrollen n und o vorhanden, deren Abstand p durch geeignete Schienenführungen verändert werden kann (Schliessen und Offnen der Klemme). Zur Aufnahme von Ski weist jedes Sesselpaar beiderseits Tragbügel q auf.
In Fig. 2 ist eine der Seilklemmen bei unbelastetem Sessel dargestellt, wie sie in der Station auf der Hängebahn r vermittels der Rollen n geführt werden. Der Rahmenträger i weist auf einer Seite die Ansätze s auf, die im Zustande der Fig. 2 über den festen Riegel t hinweggehen.
In Fig. 3 ist eine Wiederholung der Fig. 2 dargestellt, jedoch mit angenommenem Betriebsschaden an der Federbatterie e. Diese ist damit durch das Eigengewicht von Gehänge und leeren Sesseln weiter zusammengedrückt. Der Rahmenträger i nimmt daher eine tiefere Lage ein als in Fig. 2. Der Ansatz s kommt damit in den Bereich des Anschlages t.
In Fig. 4 erscheint eine Kontrollvorrichtung für die richtige Seillage in der Seilklemme. Sie besteht im Wesen aus einem im Vierecksrahmen i quer zur Fahrtrichtung verlagerten einarmigen Hebel u, der an seiner unteren Ausrundung am Zugseil d aufliegt, wenn sich dieses ordnungsgemäss in der Seilklemme befindet. Er liegt in Fig. 4 ausserdem nicht am Rahmen i auf. An
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der Einkuppelstelle der Station befindet sich der
Drehkontakthebel v, der den Relaisstromkreis des Antriebes schliesst. An der Auskuppelstelle ist ein analoger Hebel w vorgesehen.
Aus Fig. 5 geht jene Lage des Hebels u hervor, die er einnimmt, wenn das Zugseil d ausserhalb der Klemme ist. Er liegt sodann am Rahmen i auf, gibt in der Auskupplung den Kontakthebel w frei, während er in der Einkupplung in den Bereich des Kontakthebels v gerät.
Der Betriebsvorgang der vorbeschriebenen
Erfindung ist kurz folgender : Zunächst wird das leere Gehänge von Hand aus über die Kontrollstelle der Fig. 2 und 3 geschoben, die im Falle einer unzulässig unterschrittenen Federkraft (proportional dem Seilklemmdruck) die Weiterfahrt durch den Anschlag t blockiert. Ist die Klemme somit nicht in Ordnung, so muss das Gehänge auf eine Abstellschiene geschoben werden. Das Gehänge mit intakter Klemme passiert jedoch die Kontrollstelle, worauf die Fahrgäste in den beiden Sesseln Platz nehmen können.
Nach Ertönen eines Intervallzeichens wird das Gehänge in die Einkupplung geschoben, wobei sich die Klemmen öffnen und sodann das eintretende Zugseil erfassen. Wurde durch eine Betriebsstörung das Zugseil nicht erfasst, so stösst das Ende des Hebels u an den Drehkontakt v, der durch Unterbrechung des Relaisstromes die Bahn abstellt. Wurde das Seil jedoch richtig erfasst, so fährt gemäss Fig. 4 das Gehänge mit dem Hebel u über den Kontakt v hinweg, ohne ihn zu öffnen. Nach den bisherigen Kontrollen sind somit Klemme und Seileintritt in Ordnung.
In der Gegenstation angekommen, muss das Seil in der Auskupplung wieder frei gegeben werden. Ist dies zufolge einer Betriebsstörung nicht rechtzeitig erfolgt, so wird gemäss Fig. 4 der Kontakthebel w verdreht und die Bahn stillgesetzt.
Hat jedoch das Seil die Klemme richtig verlassen, so kann zufolge Fig. 5 der Kontakt w passiert werden. Das Gehänge fährt sodann durch den Fahrtschwung von selbst in die Station ein.
Die Fahrgäste steigen nun ab, vor dem Wiederbesetzen der Sessel wird wiederum die Kontrollstelle nach Fig. 2,3 durchfahren, worauf die Fahrgäste der anderen Fahrtrichtung Platz nehmen können und die Fahrt von neuem beginnt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einseilbahn, vornehmlich für den Personentransport, deren Gehänge mit zwei voneinander unabhängigen Seilklemmen ausgerüstet sind, von denen jede auch einzeln das Gehänge samt Nutzlast mit der erforderlichen Sicherheit am Seil festzuhalten vermag, dadurch gekennzeichnet, dass als Klemmorgane automatisch wirkende Seilk1emmen vorgesehen sind, bei welchen die
Klemmkraft durch Federwirkung hervorgerufen wird.