AT164555B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nachbehandlung von flockenförmigen Textilien unter Luftabschluß - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nachbehandlung von flockenförmigen Textilien unter Luftabschluß

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AT164555B
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  Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nachbehandlung von flockenförmigen
Textilien unter Luftabschluss 
Es ist bekannt,   nockenförmige   Textilien auf Förderbahnen ausgebreitet mit Flüssigkeiten, z. B. durch Berieseln zum Zwecke des Waschens, Absäuerns, Entschwefelns, Bleichens, Avivierens u. dgl. an freier Luft, wie dies in solchen Fällen zumeist zulässig ist, im kontinuierlichen Arbeitsgang zu behandeln (britische Patentschrift Nr. 332,003). 



   Mit dieser bekannten kontinuierlichen Arbeitsmethode stösst man indessen überall dort auf Schwierigkeiten, wo sauerstoffempfindliche Behandlungsmittel verwendet werden müssen oder wo gesundheitsschädliche oder teuere, regenerationsbedürftige Gase oder Dämpfe zur Anwendung gelangen oder bei der Behandlung entwickelt werden. 



   Nun ist es in der Technik auch bekannt, faden- förmige Textilien kontinuierlich in hydraulisch abgeschlossenen Kammern nachzubehandeln, aber diese bekannten Vorrichtungen sind nicht zum kontinuierlichen Nachbehandeln von flocken- förmigen Textilien geeignet. 



   Gemäss der nachstehend beschriebenen Er- findung ist eine praktische Lösung für diese
Sonderaufgabe gefunden worden. 



   Danach werden die flockenförmigen Textilien, auf der Förderbahn ausgebreitet, durch eine geschlossene Behandlungskammer geführt und die
Frage des Verschlusses der Kammer gegen die Aussenluft an der Stelle des Ein-und Austritts der Textilien wird dadurch gelöst, dass die vordere und die hintere Stirnwand der Behandlungskammer als Flüssigkeitsverschluss ausgebildet bzw. mit einem solchen versehen sind, durch welche die Förderbahn verlegt und auch das darauf befindliche Textilgut zwangsweise in Vliesform durch die Flüssigkeitsverschlüsse einund ausgeführt wird. Die Natur der Verschlussflüssigkeit richtet sich nach den Behandlungsflüssigkeiten oder sonstigen Behandlungsstoffen bzw. nach den Gasen und Dämpfen, welche bei der Behandlung entwickelt werden.

   Im Falle von Behandlungsflüssigkeiten kann die Einwirkung durch Tauchen oder in einer sonstigen Art, insbesondere aber auch durch Berieseln, vorgenommen werden. 



   Im Falle bei der Behandlung des Textilgutes gesundheitsschädliche oder wertvolle Gase oder 
Dämpfe entwickelt werden, können sie aus der
Behandlungskammer bei geringem Überdruck abgeleitet und der Verarbeitung, z. B. Re- generation, zugeführt werden. 



   Wenn Chemikalien zur Verwendung kommen,   die Sauerstoff binden, findet allmählich   eine Ver- armung der Luft an diesem im Kammerinnern statt. Bei diesem Zustand arbeitet dann das Ver- fahren wirkungsvoll. Mit dem Verschwinden des
Sauerstoffs kann sich ein erheblicher Unterdruck ausbilden. Um das Durchschlagen der Flüssig- keitsverschlüsse zu vermeiden, kann man er-   findungsgemäss   zum Druckausgleich Stickstoff oder andere inerte Gase oder an Sauerstoff verarmte Luft in die Behandlungskammer ein- leiten. 



   Insbesondere bei der Berieselung der Textilien ist beobachtet worden, dass die aus dem Auf- fanggefäss wieder abgeleitete Berieselungsflüssig- keit, die zweckmässig wieder ins Rieselgefäss zurückgeführt wird, auf dieselbe Weise, wie es in der deutschen Patentschrift Nr. 551538 bei der Nassbehandlung von losen Kunstseidesträhnen beschrieben worden ist, viel Gas aus dem Kammer- innern mitreisst, wodurch das Gasvolumen in der
Kammer vermindert wird.   Erfindungsgemäss   werden diese Gase entweder zusammen mit der abgezogenen Berieselungsflüssigkeit oder nach Abtrennung von der letzteren in einer besonderen Leitung wieder in den Oberteil der Behandlungskammer zurückgeführt.

   Diese Massnahme hat sich besonders beim Arbeiten mit sauerstoffabsorbierenden Behandlungsflüssigkeiten als wichtig erwiesen, wo die Gase wegen ihrer Armut an Sauerstoff zur Aufhebung des Unterdrucks und Einschränkung der oxydierenden Wirkung auf die Chemikalien wertvoll sind. Hiedurch ist es in solchen Fällen gelungen, die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens noch erheblich zu steigern. 



   Zur Ausführung des Verfahrens hat sich die aus den Fig. 1-3 ersichtliche Vorrichtung vorzüglich bewährt. Die Förderbahn besteht zum Teil, wie es Fig. 1 und 2 erläutern, aus geraden, waagrechtliegenden und längsorientierten Latten 1, die in an sich bekannter Weise einen Rost bilden und wobei die einen Latten, z. B. die ungeradzahligen 1, 3, 5, 7... gegen die gerad- 

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 schwingend, so bewegt werden, dass das auf dem Rost befindliche Textilgut 3 Vorwärtsbewegung erhält. 



   Entgegen dieser an sich bekannten Bauart einer Förderbahn sind die zwischen den Antriebs- 
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 Stabsysteme 1 x und   ly erfindungsgemäss   nach unten abgekröpft und tauchen tief in die Verschlussflüssigkeiten 6 und 7 ein, wobei sie die vordere bzw. die hintere Stirnwand 8 und 9 der im übrigen allseitig geschlossenen Behandlungskammer   10,   die ebenfalls in die Verschlussflüssigkeiten 6 und 7 der Wannen 4 und 5 eintauchen, unterfangen. 



   Um das auf der Förderbahn ausgebreitete Textilgut, ohne zu schwimmen und als hinreichend zusammenhängendes Vlies durch die Flüssigkeitsverschlüsse hindurchbringen zu können, sind erfindungsgemäss am Unterteil der Stirnwände 8, 9 die beiden Druckwalzen 11 und 12 angeordnet, die zu beiden Seiten mit Ver- 
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  Hiedurch wird das Schwimmen verhütet, das Faservlies hinreichend verdichtet und in der Verschlussflüssigkeit an den abgekröpften Rost gedrückt. Der geordnete Aufstieg der Fasermassen über die aufsteigenden Teile der Latten   1 x   und   1 y   wird nach Fig. 3 dadurch bewirkt, dass jene Lattenteile mit in Förderrichtung schrägaufwärts gestellten Zähnen 17 ausgerüstet sind. 



   Auf den   Trag- und Schwingwalzen 2 a, 2 b,   2 c, 2 d für die Latten sind in an sich bekannter Weise   Abpresswa1zen   18 a, 18 b, 18 c, 18 d angeordnet, die vermittels beidseitiger Führungsbolzen 19 a, 19 b, 19 c, 19 d in lotrechten 
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 die zum Abpressen der vom Textilgut mitgebrachten Flüssigkeiten dienen. 



   In der Decke 21 der Behandlungskammer 10 sind abnehmbare und mit Beobachtungsfenstern 26, 27 versehene Deckel 22, 23 angeordnet, die gegen die Kammer mit Flüssigkeitsverschlüssen 24, 25 abgedichtet sind. Durch die Decke 21 können die Zuleitungen 28, 29, 30 für die Behandlungsflüssigkeiten geführt werden, mit welchen die Berieselungswannen 32, 33, 34 gespeist werden. Die gebrauchten bzw. abgepressten Behandlungsflüssigkeiten sammeln sich in den Auffangwannen 4 und   36,   während die Auswaschflüssigkeit aus dem Berieselungsgefäss 35 in der Flüssigkeitsverschlusswanne 5 aufgefangen wird.

   Durch geeignete, nicht besonders dargestellte Rohrverbindungen können die Be-   rieselungsgefässe     35, 32   und   33-34   in Serie geschaltet werden, so dass es möglich ist, ungeachtet des jeweiligen Rücktransports der einzelnen Flüssigkeitsart von ihrem Sammelgefäss in das entsprechende Berieselungsgefäss, in bestimmten Fällen eine Verschiebung gewisser Flüssigkeitsmengen vom Berieselungssystem 5, 35 nach System 4, 32 und von dort nach 33, 34, 36 vor- zunehmen. Dies wird jedesmal dann von praktischer Wichtigkeit, wenn die Verschlussflüssigkeiten 6 und 7 nur Verdünnungen der eigentlichen Behandlungsflüssigkeit in den Berieselungs-   gefässen 33, 34   darstellen. Die Flüssigkeiten werden durch die Überlaufrohre 37, 38 und Ablaufrohr 39 abgeleitet. 



   Der Behandlungsvorgang spielt sich, übersichtlich betrachtet wie folgt ab : Das auf dem Lattenrost ausgebreitete und gegebenenfalls bereits anderweitig vorbehandelte,   nockenförmige   Textil-. gut 3 kommt in Pfeilrichtung an und wird vom Walzenpaar 2 a, 18 a auf den ersten abgekröpften Lattenrost 1 x geleitet, um abwärtsgleitend in die   Verschlussnüssigkeit ss   in der Verschlusswanne 4 einzutauchen, wo das Gut von der Druckwalze 11 niedergehalten, verdichtet und an den Lattenrost angedrückt wird. Es gelangt dann auf den aufsteigenden Teil des abgekröpften Lattenrostes, wo der Aufstieg durch die an den Latten befindlichen Zähne 17 laut Fig. 3 geregelt und sichergestellt wird.

   Durch Pressung der Walze 18 b auf die Antriebswalze 2 b wird die mitgebrachte Verschlussflüssigkeit grossenteils abgepresst, damit sie je nach der Stellung der Trennwand zwischen den Gefässen 4 und 36 mehr oder weniger oder ganz in das eine oder andere dieser Gefässe ablaufen kann. Das abgepresste Vlies bewegt sich nun über den waagrechten mittleren Lattenrost 1 und wird dort von oben aus den Rieselgefässen 33, 34 mit der eigentlichen Behandlungsflüssigkeit berieselt. Diese sammelt sich, zum Teil unterstützt durch die Abpresswirkung des Walzenpaares 2 c, 18 c, im Auffangkasten 36. 



   Das abgepresst Vlies wird dann sinngemäss wie durch den ersten durch den zweiten Flüssigkeitsverschluss geleitet und in Pfeilrichtung weiterbefördert. 



   Aus dem Auffangkasten 36 läuft die Behandlungsfls'sigkeit durch Rohr 39 laut Fig. 2 ins untere   Sammel-und Standgefäss 40   ab und gelangt von dort über die Pumpe 41 und Rohrleitung 42 in die   Rieselgefässe     33, 34   zu erneutem Gebrauch zurück. Das Sammelgefäss   40,   das mit einem grösseren Reservoir kommunizierend verbunden sein kann, ist an sich geschlossen, zweckmässig mit einem durch Flüssigkeitsverschluss abgedichteten und mit Beobachtungsfenster 43 ausgerüsteten Deckel 44 versehen und trägt im Oberteil das Entlüftungsrohr   45,   durch welches die von der Rieselflüssigkeit aus dem Kammerinnern mitgerissenen und von ihr abgetrennten Gase wieder oben in die Behandlungskammer 10 zurückgeführt werden können.

   Die Behandlungskammer ist ausserdem mit einem besonderen Rohrleitungsstutzen 46 ausgerüstet, durch welchen man gegebenenfalls z. B. inerte Gase einleiten oder entwickelte Gase oder Dämpfe abziehen kann. 



   Nach dem Verfahren und der beschriebenen Vorrichtung können mehrere wichtige, ansonst schwer zu bewältigende Textiloperationen in sachgemässer und überraschend effektvoller Weise kontinuierlich durchgeführt werden. 

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   Beispiel l : Nach einem an sich bekannten
Verfahren wird Zellwolle aus Viskose in der
Weise hergestellt, dass die frischgesponnenen, nur koagulierten, aber noch nicht zu Cellulosehydrat zersetzten, jedoch bereits geschnittenen Fasermassen erst nachträglich mit verdünnten Säuren oder verdünnten Lösungen aus Säuren und Salzen zersetzt werden. Das entsprechende Spinnver- fahren zeichnet sich dadurch aus, dass auf der
Spinnmaschine nur wenig des giftigen Schwefel- wasserstoffes entwickelt wird, während die Haupt- masse desselben erst bei der nachträglichen Zer- setzung abgeht. Bei der Zersetzung der mehr oder weniger lose liegenden, ungespannten Fasern, ins- besondere wenn die Zersetzung in Form des Be- rieseln mit dem Zersetzungsmittel vorgenommen wird, entsteht, wie ebenfalls bekannt ist, eine be- merkenswert beständig gekräuselte Faser. 



   Verfahren und Vorrichtung gemäss Erfindung eignen sich zur Durchführung dieses Verfahrens in kontinuierlichem Arbeitsgang bzw. zum Ab- säuern der Xanthogenatfaserschnitzel und zum
Aufsammeln des entwickelten Schwefelwasser- stoffes in konzentrierter Form. 



   Zu diesem Zwecke werden die geschnittenen
Fasern in der Behandlungskammer mit dem kalten Zersetzungsmittel berieselt und die   H2S-   haltigen Gase aus der Kammer unter geringem Unterdruck abgesaugt, während der erste Flüssigkeitsverschluss am Eingang der Behandlungskammer, um ein Zerfliessen der Xanthogenatfäden sowohl wie eine vorzeitige Zersetzung zu vermeiden, mit weitgehend säurefreier aber hinreichend konzentrierter Salzlösung (zweckmässig   NA, SO,   od. dgl. Spinnbadsalze) gespeist wird. Der zweite Flüssigkeitsverschluss kann aus einer verdünnten sauren Salzlösung bestehen, wie sie bei der Wasserberieselung des mit Säure und Salz behafteten Faservlieses von selbst entsteht. 



   Beispiel 2 : Bei der Herstellung von Zellwolle aus Viskose enthalten die frischgesponnenen und geschnittenen Cellulosehydratfasern neben Salzen, Säuren und anderen Verunreinigungen noch einen grossen Prozentsatz des zur Viskoseherstellung verwendeten Schwefelkohlenstoffes, der bekanntlich mit heissem Wasser aus den Fasermassen abgetrieben werden kann. 



   Nach dem neuen Verfahren und mit der neuen Vorrichtung kann der Schwefelkohlenstoff in kontinuierlicher Weise aus den geschnittenen Cellulosefasern in Dampfform fast unverdünnt abgetrieben und der Wiederaufarbeitung bzw. Regeneration dadurch zugeführt werden, dass das durch die verschlossene Kammer geleitete Textilgut mit heissem Wasser von z. B. 80 bis   90   be-   rieselt und der entwickelte Schwefelkohlenstoff durch das Rohr 46 aus der Kammer abgesaugt wird, während die Flüssigkeitsverschlüsse 6,7 kalt gehalten bzw. mit kaltem Wasser gespeist werden. 



   Bei der Abtreibung des Schwefelkohlenstoffes aus den losen Fasern durch Berieseln mit dem heissen Wasser oder verdünnten heissen Spinnbad wird neben der Verflüchtigung des Schwefel- kohlenstoffes aus dem Fadeninnern eine nicht unmerkliche Kräuselung hervorgerufen. 



   Die beiden Arbeitsmethoden nach den Beispielen 1 und 2 können in dem Sinne vereinigt werden, dass die geschnittenen Xanthogenatfasern mit dem hocherhitzten Zersetzungsmittel durch Berieseln in der Kammer behandelt werden.
Schwefelwasserstoff und Schwefelkohlenstoff werden dann gleichzeitig entwickelt und können gemeinsam abgesaugt werden. Die Zusammenziehung hat insofern Vorteile, als eine Behandlungsoperation   bzw.-kammer   erspart und die Kräuselung noch eher verstärkt wird. Andererseits bedingt die zusammengezogene Arbeitsweise vergrösserte Aufwendungen, um die beiden Stoffe wieder voneinander zu trennen und gesondert weiterzuverarbeiten. 



   Beispiel 3 : Proteinfasern weisen, insbesondere nachdem sie z. B. im Sinne der deutschen Patentschriften Nr. 692232 und 702001 mit Nitritlösungen behandelt worden sind, eine unangenehme, gelbe   Verfärbung   auf, die nicht nur auf eine gewisse Oxydation, sondern offenbar zum grossen Teil auf Diazotierung zurückzuführen ist. Tatsächlich widersteht die Verfärbung gewöhnlichen Reduktions-und Bleichmitteln, wie   Sous,   Natriumthiosulfat, Wasserstoffsuperoxyd u. dgl., fast vollkommen. Sie verschwindet aber glatt durch die Behandlung mit einer verdünnten Lösung von Natriumhydrosulfit (Na2S204, Blankit). Diese Substanz ist aber, wie bekannt, in wässeriger, insbesondere neutraler oder saurer Lösung   ausserordentlich sauerstoffempfindlich   und verfällt, vorzugsweise beim Erwärmen auf z.

   B.   45 u,   alsbald unter Schwefelabscheidung der Oxydation (Ullmann, 2. Aufl., Bd. II, Seite 486). 



   Man kann nun zwar die genannte Bleichoperation an Proteinfasern in geschlossenen Kesseln chargenweise vornehmen ; dies ist aber bei der sonst kontinuierlich durchführbaren Massenproduktion sehr hinderlich. 



   Versucht man andererseits die Behandlung des flockenförmigen Kaseinproduktes mit Natriumhydrosulfitlösung auf offenen, kontinuierlich arbeitenden Maschinen durchzuführen, so entstehen Verluste an   Na2S204   durch Oxydation. 



   Nach dem neuen Verfahren und mit der beschriebenen Vorrichtung lassen sich die Verluste indessen auf einen bescheidenen Bruchteil hinunterdrücken, auch wenn man hiebei nur mit Wasserverschlüssen arbeitet, die infolge Spritzens und Mitschleppens von Behandlungsflüssigkeit durch das Textilgut keineswegs frei von gelöstem Hydrosulfit sind. 



   Der Flüssigkeitsverschluss mit dem relativ ruhigen Spiegel und daher kleinen. Oberfläche nimmt, auch wenn er erhebliche Mengen an Natriumhydrosulfit enthält, doch verhältnismässig wenig Sauerstoff auf, verglichen mit der Berieselungsflüssigkeit, die bei der tropfenförmigen Verteilung und ohne Luftabschluss dem Sauerstoff eine gewaltige Oberfläche darbieten würde. Die Flüssigkeitsverschlüsse sind also auf   al, le   Fälle recht wirksam. Ihre Wirksamkeit steigt 

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 aber, wie festgestellt wurde, noch bedeutend, wenn sie bloss mit starken Verdünnungen von Be- rieselungsflüssigkeit gefüllt sind. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Verfahren zur kontinuierlichen Nachbehand- lung von flockenförmigen Textilien unter Luft- abschluss, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben auf einer Förderbahn ausgebreitet unter Be- nützung zweier Flüssigkeitsabschlüsse durch eine gegen die äussere Atmosphäre abgeschlossene Be- handlungskammer geführt und darin mit den Be- handlungsmitteln zusammengebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass die bei der Behandlung ent- wickelten Gase oder Dämpfe unter Vermeidung von Verlusten bei geringem Unterdruck aus der Behandlungskammer abgesaugt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass beim Arbeiten mit sauerstoff- empfindlichen Behandlungsflüssigkeiten inerte oder sauerstoffarme Gase in die Behandlungskammer eingeleitet werden.
    4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der aus der Behandlungskammer abfliessenden Behandlungsflüssigkeit mitgerissenen Gase wieder in die Kammer zurückgeführt werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Zersetzen von frischgesponnenen, nur koagulierten, aber bereits geschnittenen Xanthogenatfasermassen durch Berieseln mit sauren Bädern der erste Flüssigkeitsverschluss am Eingang der Behandlungskammer mit einer weitgehend säurefreien Salzlösung gespeist wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen l, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abtreiben von Schwefelkohlenstoff aus frischgesponnenen und bereits geschnittenen Cellulosehydratfasermassen durch Berieseln mit heissen Bädern mindestens der erste am Eingang zur Behandlungskammer befindliche Flüssigkeitsverschluss, insbesondere durch Speisung mit Wasser, kalt gehalten wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Bleichen von Proteinfasem durch Berieseln mit Natriumhydro- sulfitlösungen Verschlussflüssigkeiten verwendet werden, die starke Verdünnungen der eigentlichen Behandlungsflüssigkeit darstellen.
    8. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet einerseits durch eine geschlossene Behandlungs- kammer, die ausgerüstet ist mit einer Be- rieselungsvorrichtung im Oberteil sowie einem Aufsammelgefäss für die Berieselungsflüssigkeit im Unterteil, deren vordere und hintere Stirn- wand in Flüssigkeitsverschlüsse eintauchen und andererseits durch eine die Kammer in hori- zontaler Richtung durchziehende Förderbahn für das flockenförmige Textilgut, bestehend aus einem System gegeneinander bewegter, längs- orientierter Latten, welche an der Stelle der beiden Flüssigkeitsverschlüsse nach unten abgekröpft in die Verschlussflüssigkeit eintauchend die Unter- kanten der Stirnwände unterfangen.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge- kennzeichnet, dass am Unterteil der in die Ver- schlussflüssigkeit eintauchenden Stirnwänden Druckwalzen in Führungen frei auf-und ab- beweglich angeordnet sind, welche von oben mit dem Eigengewicht auf das Textilgut drückend den Durchtritt des letzteren durch den Flüssigkeits- verschluss erleichtern.
    10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die abgekröpften Förderlatten an ihrem aufsteigenden Teil zur zwangsläufigen Führung des Textilgutes Zähne aufweisen.
    11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke der Behandlungskammer mit abnehmbaren und mit Flüssigkeitsverschlüssen abgedichteten bzw. in solche einzusetzenden Deckeln, die Beobachtungsfenster tragen können, versehen ist.
    12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlaufsystem für die Behandlungsflüssigkeit gegen die Aussenluft abgeschlossen ist und eine besondere Rohrleitung vom Sammelgefäss nach der Behandlungskammer für die von der Behandlungsflüssigkeit mitgerissenen Gase aufweist.
AT164555D 1946-03-27 1947-01-02 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Nachbehandlung von flockenförmigen Textilien unter Luftabschluß AT164555B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN120789303A (zh) * 2025-08-26 2025-10-17 新乡市强盛医疗器械有限公司 一种手术衣用无纺布的消毒杀菌装置

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