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Österreichische
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FIRMA J. J. TILLMANNS IN NEU-CRONENBERG B. OPLADEN (PREUSZEN).
Werkzeug zum Schneiden von Schraubengewinden.
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welcher eine Anzahl Schnitte an dem Bolzen ausführt, bis die Tiefe des Gewindes erreicht ist. Um diese Anzahl der Schnitte zu verringern und dadurch die Schraube schneller anschneiden zu können, hat man Meissel verwendet, die ans zwei Schneiden bestehen, welche so dicht zusammenhängen, dass die benachbarte Schneidfläche in den anstossenden Gewindegang eingreift. Mit diesen Meisseln war aber ein Vorteil nicht zu erzielen, weil eine brauch- hare Schraube sich nicht schneiden liess.
Die vorliegende Erfindung hat ein Werkzeug zum Anschneiden von Gewinden, hauptsächlich Holzschraubengewinden, zum Gegenstand, welches gleichfalls aus mehreren Schneiden
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schlichten. Gegenüber der bekannten Einrichtung unterscheidet sich der Erfindungsgegf'nstand aber dadurch, dass die einzelnen Schneiden nicht für zwei benachbarte Gewindegänge zusammenhängen, sondern so weit auseinander gerückt sind, dass zwischen denselben ein Gewindegang oder mehrere freibleiben.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Späne Platz finden und Werkzeug sowie Werkstück weniger beansprucht werden, so dass mit diesem Werkzoug ein vollkommenes Gewinde bei einer kehrleistung von 25 bis zoo erzielt wird. Letztere beruht darauf, dass zum Anschneiden weniger Schnitte des Werkzeuges erforderlich sind.
Auf der Zeichnung ist das Werkzeug dargestellt.
Die Fig. 1 veranschaulicht den eingangs erwähnten, früher benutzten Meisse ! a, dessen Schneiden, wie ersichtlich, so dicht nebeneinander liegen, dass zwei nebeneinander liegende Gewindegänge geschnitten werden sollen. Diese Anordnung ist nicht brauchbar und hat sich in der Praxis nicht bewährt.
Die Fig. 3,4 und 5 zeigen die neue Einrichtung, bei welcher die Schneiden d und e so weit auseinander stehen, dass mindestens ein Gewindegang zwischen beiden liegt. Die Schneide e ist dabei schmäler und dient zum Schruppen, während die Schneide d das Fertigprofil der Schraube besitzt und dementsprechend das Gewinde vollendet.
Die Fig. 4 ! ässt deutlich erkennen, in welcher Weise sich die Wirkungsweise dieses Werkzeuges vollzieht. Es ist ohne weiteres erklärlich, dass durch die Schruppschneide ein stärkerer Span genommen werden kann als bei der Einrichtung nach Fig. 1, bei welcher die Schneiden lediglich schabend wirken können ; dazu hindern dort die Späne, die nicht
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dadurch die Spitze des Gewindekammes beschädigen, während hiefür bei dem'neuen Werkzeug die Lücke x vorhanden und so eine Beschädigung des Gewindes unmöglich ist. Die Beanspruchung des Bolzens während der Schneidoperation ist ebenfalls günstiger, so dass ein glatter Schnitt erzielt wird.
Es ist gleichgiltig, ob die Meissel zusammenhängen oder getrennt in den Halter gespannt sind.