AT203726B - Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten

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AT203726B AT496158A AT496158A AT203726B AT 203726 B AT203726 B AT 203726B AT 496158 A AT496158 A AT 496158A AT 496158 A AT496158 A AT 496158A AT 203726 B AT203726 B AT 203726B
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polycarbonates
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Bayer Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten 
Es ist bekannt, Polycarbonate durch Umsetzung von aromatischen oder aliphatischen Dioxyverbin- dungen mit Phosgen oder mit   Bis- chlorkohlensäureestern   solcher Dioxyverbindungen herzustellen. Tech- nisch besonders wertvolle, hochmolekulare Polycarbonate erhält man   z.

   B.   durch Umsetzung von Di- monooxyarylalkanen, gegebenenfalls im Gemisch mit andern   Dioxyvrbindungen,   oder von Di-mono- oxyaryl-sulfonen, wiederum gegebenenfalls im Gemisch mit andern Dioxyverbindungen, oder von Gemi- schen aus solchen oder andern aromatischenDioxyverbindungen und aliphatischen oder/und   cycloaliphati-     schen   Dioxyverbindungen mit Derivaten der Kohlensäure, wie Kohlensäurediestern,   Bis-chlorkohlen-   säureestern von Dioxyverbindungen und Phosgen. 



   Die Umsetzung der   erwähnten   Dioxyverbindungen mit Phosgen oder mit Bis-chlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen in wässerig-alkalischer Lösung oder Suspension, gegebenenfalls in Gegenwart in- differenter Lösungsmittel, wird durch Zusatz geringer Mengen quarternärer Ammoniumverbindungen in
Form der freien Basen oder als Salze gefördert. 



   Es wurde nun gefunden, dass man bei der Herstellung von Polycarbonaten unter Verwendung von Bis- chlorkohlensäureestern von Dioxyverbindungen oder von Phosgen und insbesondere bei der Herstellung hochmolekularer Polycarbonate nach den zuletzt genannten Verfahren auch dann nur relativ kurze Re- aktionszeiten benötigt, wenn man dem Reaktionsgemisch geringe Mengen von tertiären Aminen allein oder in Verbindung mit oberflächenaktiven Stoffen zusetzt, insbesondere, wenn man in Gegenwart inerter organischer Lösungsmittel arbeitet. Die Verwendung der tertiären Amine, gegebenenfalls in Verbindung mit oberflächenaktiven Substanzen, führt zu besser reproduzierbaren Ergebnissen als die Verwendung der   quaternären   Ammoniumverbindungen. 



   Tertiäre Amine, die erfindungsgemäss zugesetzt werden können, sind z. B. : Trimethylamin, Triäthyl- amin, Tripropylamin, N, N-Dimethylcyclohexylamin, N,   N-Diäthylcyclohexylamin,   N, N- Dimethyl - anilin, N, N-Diäthylanilin, Pyridin, Picolin, Chinolin oder deren Salze. 



   Der Zusatz der tertiären Amine beschleunigt die Kondensation zu den Polycarbonaten derart, dass meist schon in 1/2 bis 2 1/2 Stunden gegebenenfalls hochmolekulare Polycarbonate erhalten werden kön- nen. Hiezu genügen im allgemeinen Mengen von 0, 05-1   Gew. -0/0,   bezogen auf die eingesetzte Menge der Dioxyverbindungen. Die Amine können vor oder während der Umsetzung dem Reaktionsgemisch zu- gesetzt werden. 



   Oberflächenaktive Stoffe, die erfindungsgemäss weiterhin dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden können, sind ionogene Netzmittel, wie Fettsäuren oder deren. Salze, saure Schwefelsäureester von Fett- alkoholen oder deren Salze, aliphatische oder aromatische Sulfonsäuren oder deren Salze, Säureamide aus aliphatischen Carbonsäuren mit Alkylaminosulfonsäuren oder deren Salze, quaternäre Ammonium- verbindungen, und nicht   lOnogel1e   oberflächenaktive Substanzen, wie Polyglykoläther oder deren Ester mit Fettsäuren und   Alkylarylpolyglykoläther.   



   Der gleichzeitige Zusatz dieser Stoffe vermag die Reaktionsgeschwindigkeit noch weiter zu erhöhen. 



  Im allgemeinen genügen   0,     5- 5 Gew.-Tb   der   oberflächenaktiven Stoffe,   bezogen auf die eingesetzte Menge der   Dioxyverbindungen. Auch   diese Stoffe können dem Reaktionsgemisch vor oder während der Kondensation zugesetzt werden. In der dem Beispiel 1 folgenden Tabelle sind Reaktionszeiten aufgeführt, die bei . Verwendung verschiedener Amine und oberflächenaktiver Stoffe gemessen wurden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel l : In ein Gemisch aus   137, 6 Gew.-Teilen 2, 2- (4, 4'-Dioxydiphenyl)-propan,   69   Gew.'   Teilen Natriumhydroxyd, 700   Gew.-Teilen   Wasser und 330   Gew. -Te1len Methylenchlorid   werden unter Rühren bei   250C   in 2 Stunden   71, 6 Gew. - Teile   Phosgen gasförmig eingeleitet. Dann werden die in der folgenden Tabelle angegebenen Mengen tertiärer Amine bzw. Netzmittel zugegeben. Die Zeit in Minuten gibt an, wann das Polycarbonat nach Zugabe der angegebenen Stoffe seine Endviskosität erreicht hat. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Zugesetztes <SEP> Amin <SEP> Gew.-Teile <SEP> oberflachenaktive <SEP> !' <SEP> Stofi <SEP> Gew.-Teile <SEP> Kondensations- <SEP> 
<tb> zeit <SEP> in <SEP> Minuten
<tb> Triäthylamin <SEP> 0, <SEP> 5--120 <SEP> 
<tb> Triäthylamin <SEP> 1, <SEP> 0--90
<tb> Tributylamin <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> - <SEP> 100 <SEP> 
<tb> N, <SEP> N-Dimethyl- <SEP> 0, <SEP> 6--30 <SEP> 
<tb> cyclohexylamin
<tb> Triäthylamin <SEP> 0,24 <SEP> alkylsulfonsaures <SEP> Natrium <SEP> 2 <SEP> 40
<tb> Triäthylamin <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP> diisobutylnaphthalinsulfon-2 <SEP> 25
<tb> saures <SEP> Natrium
<tb> Triäthylamin <SEP> 0,24 <SEP> Polyglykoläther <SEP> von <SEP> Oleylalkohol <SEP> 2 <SEP> 150
<tb> mit <SEP> 15 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd
<tb> Triäthylamin <SEP> 0,

   <SEP> 24 <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Sulfoesters <SEP> des <SEP> aus <SEP> 2 <SEP> 100
<tb> 1 <SEP> Mol <SEP> Alkylphenol <SEP> und <SEP> 3 <SEP> Mol
<tb> Äthylenoxyd <SEP> erhaltenen <SEP> Polyglykol-
<tb> äthers
<tb> Triäthylamin <SEP> 0,24 <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Ölsäuremethyl- <SEP> 2 <SEP> 120
<tb> taurids
<tb> Triäthylamin <SEP> 0,24 <SEP> Polyglykoläther <SEP> von <SEP> benzyliertem <SEP> 4 <SEP> 150
<tb> p- <SEP> Oxydiphenyl <SEP> 
<tb> Triäthylamin <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP> Ester <SEP> aus <SEP> Abietinsäure <SEP> und <SEP> Poly- <SEP> 2 <SEP> 90
<tb> glykoläther
<tb> 
 
Beispiel 2 : In ein Gemisch aus 68,8 Gew.-Teilen 2,2-(4,4'-Dioxydiphenyl)-propan (0,5 Mol), 80,3 Gew.-Teilen 4,4'-Dioxydiphenylsulfon (0,5 Mol), 330 Gew. - Teilen Methylenchlorid, 700 Gew.

   Teilen Wasser und 69   Gew.-Teilen   Natriumhydroxyd werden unter Rühren bei   250C   in 2 Stunden 71, 6 Gew. - Teile Phosgen eingeleitet. Dann werden 0,24   Gew.-Teile Triäthylamin   und 2 Gew.-Teile diisobutylnaphthalinsulfosaures Natrium zugegeben. Bei weiterem Rühren bei Zimmertemperatur erreicht die Methylenchloridlösung des gebildeten Polycarbonats nach 50 Minuten ihre Endviskosität. 



     Beispiel 3 : In   ein Gemisch aus 68,8 Gew.-Teilen 2,2-(4,4'-Dioxydiphenyl)-pripan (0,5 Mol),   56, 2 Gew.-Teilen 4, 4'-Dioxydiphenyl (0, 5   Mol), 330   Gew. - Teilen Methylenchlorid,   700   Gel. - teilen   Wasser und 69 gew.-Teilen Natriumhydroxyd werden unter Rühren bei   250C   in 2 Stunden 71, 6 Gew.Teile Phosgen eingeleitet. Dann werden   0, 24 Gew.-Teile   Triäthylamin und 2   Gew.-Teile   diisobutylnaphthalinsulfosaures Natrium zugegeben. Bei weiterem Rühren bei Zimmertemperatur erreicht die Methylenchloridlösung des gebildeten Polycarbonats schon nach 15 Minuten ihre Endviskosität. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten durch Umsetzung von Dioxyverbindungen mit Phosgen oder   Bis- chlorkohlensäureestern   von Dioxyverbindungen in   wässerig-alkalischer   Lösung oder Suspension insbesondere   durch Umsetzung vonDi-monooxyarylalkanen,   gegebenenfalls im Gemisch mit andern Polyoxyverbindungen oder von   Di-monooxyarylsulfonen,   wiederum gegebenenfalls im Gemisch mit andern Dioxyverbindungen, oder von Gemischen aus solchen oder andern aromatischen Dioxyverbindungen und aliphatischen oder/und cycloaliphatischen Dioxyverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Reaktionsgemisch vor oder während der Reaktion geringe Mengen von tertiären Aminen oder deren Salzen, vorzugsweise in Gegenwart inerter organischer Lösungsmittel, zusetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Reaktionsgemisch ausserdem noch oberflächenaktive Stoffe zusetzt.
AT496158A 1956-04-06 1957-03-16 Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten AT203726B (de)

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