AT210630B - Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen aus Polypropylen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen aus Polypropylen

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AT210630B AT336258A AT336258A AT210630B AT 210630 B AT210630 B AT 210630B AT 336258 A AT336258 A AT 336258A AT 336258 A AT336258 A AT 336258A AT 210630 B AT210630 B AT 210630B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/24Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof by surface fusion and bonding of particles to form voids, e.g. sintering

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  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen aus Polypropylen 
Im Patent   Nr.   200799 wurde ein Verfahren beschrieben zur Herstellung von porösen   Formkörpern   aus Polypropylen. Dieses Material wurde vor seiner Verarbeitung zur Entfernung der niedrigmolekularen Anteile einer Extraktion unterworfen,   u. zw.   zunächst mit sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen, wie Äther und Aceton, und anschliessend mit Kohlenwasserstoffen, besonders Heptan oder Oktan. 



   Es wurde gefunden, dass man zur Herstellung von porösen   Formkörpern   aus Polypropylen durch Sintern bei erhöhter Temperatur und vorzugsweise erhöhtem Druck so verfährt, dass man das zu verarbeitende Polypropylen vor dem Sintern ausschliesslich einer Extraktion mit Kohlenwasserstoffen unterwirft. Verwendet man für diese Extraktion Kohlenwasserstoffe, die zwischen 30 und 2000 sieden, vorzugsweise solche, die zwischen 75 und 160  sieden, so gelingt es, ein Ergebnis zu erzielen, das dem gemäss Stammpatent nicht nachsteht. Man erspart jedoch bei dieser Vereinfachung die Verwendung kostspieliger Extraktionsmittel, wie Aceton, Äther oder Alkohol, vermag den erforderlichen Aufwand an technischen Anlagen und Investitionen beträchtlich zu verringern und erzielt darüber hinaus eine wesentliche Beschleunigung im Gang der Aufarbeitung des Materials. 



     Erfindungsgemäss   wird so gearbeitet, dass das zur Verwendung kommende Polymerisat, insbesondere Polypropylen, mit einem beträchtlichen Überschuss an Kohlenwasserstoffen, beispielsweise Hexan, Heptan oder Oktan, behandelt wird. Diese Behandlung kann schon in der Kälte vorgenommen werden. Jedoch sind in solchen Fällen grosse Mengen Lösungsmittel erforderlich, um einen ausreichenden Extraktionseffekt zu erzielen. Beispielsweise muss man, wenn die Extraktmenge um etwa 10%, bezogen auf das Rohpolymerisat, liegt, mit einer Menge von etwa 11   Extraktionsflüssigkeit   pro 10-20 g Rohpolymerisat rechnen. 



  Zweckmässiger ist eine Behandlung bei erhöhten Temperaturen, besonders vorteilhaft beim Siedepunkt des jeweils zur Anwendung kommenden Kohlenwasserstoffs bzw. der Kohlenwasserstoffgemische. Unter Umständen können auch andere Kohlenwasserstoffe, z. B. Naphthene oder Aromaten, gegebenenfalls in Mischung mit Aliphaten, verwendet werden. Jedoch haben sich gerade aliphatische, gesättigte Kohlenwasserstoffe, die gegebenenfalls einen gewissen Anteil an ungesättigten Kohlenwasserstoffen enthalten können, besonders bewährt. 



   Es ist zweckmässig, die Extraktion unter Ausschluss von Luft oder Sauerstoff in jeglicher Form durchzuführen, besonders dann, wenn man bei erhöhter Temperatur arbeitet. Hiedurch wird vermieden, dass eine mehr oder weniger starke Oxydation des Polymerisats und unter Umständen ein gewisser Abbau erfolgt. Vorteilhaft ist es weiterhin, während   der Extraktion die gesamte Apparatur unter sauerstofffreiem   Stickstoff zu halten und wenn möglich, die Behandlung im Dunkeln durchzuführen. Die Extraktion wird zweckmässig bei Normaldruck ausgeführt, die Anwendung eines schwachen Unterdrucks ist jedoch ebenso möglich wie die eines Überdrucks. Überdruck empfiehlt sich besonders dann, wenn zur Extraktion niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe benutzt werden. 



   Beispiel : Unter Anwendung von kristallisiertem   TiCl,   welches durch Reduktion von   Tical,   in Gegenwart von Wasserstoff bei 6500 erhalten worden   war. einerseits sowie Aluminiumtriäthyl   anderseits (beide Komponenten im Molverhältnis 1 : 1) wurde bei einem Druck von 10 atü durch Polymerisation von Propylen ein Polypropylen mit einem Molekulargewicht von   150000 (viskosimetrisch   gemessen) hergestellt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Dieses Produkt wurde in einer Menge von 15g mit einem Liter einer hydrierten C7-Fraktion aus der Fischer-Tropsch-Synthese während 6 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abfiltrieren des Lösungmittels   hinterblieben   14, 2g Polypropylen. Dieses Material wurde für die erfindungsgemässe Arbeitsweise verwendet. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen aus Polypropylen durch Sintern bei erhöhter Temperatur und vorzugsweise erhöhtem Druck nach Stammpatent Nr. 200 799, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu verarbeitende Polypropylen ausschliesslich einer Extraktion mit Kohlenwasserstoffen unterwirft.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Kohlenwasserstoffe in der Siedelage zwischen 30 und 2000, vorzugsweise 75 und 160 , verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man aliphatische, laphthenische oder aromatische Kohlenwasserstoffe allein oder in Mischung verwendet.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Extraktion unter Ausschluss von Sauerstoff und Luft ausführt.
AT336258A 1956-11-08 1958-05-09 Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen aus Polypropylen AT210630B (de)

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