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prallmühle mit pneumatischem Austrag
Bei Prallmühlen wird das Mahlgut regelmässig unten abgeführt. Es ist allerdings auch bekannt, den staubförmigen Anteil des Mahlgutes durch einen pneumatischen Austrag oben abzuziehen, Dieser staubfumige Anteil des Mahlgutes beträgt regelmässig nur einen geringen Bruchteil des gesamten von der Prallmühle erzeugten Mahlgutes.
Die Luft, die einer solchen Mühle zugeführt werden muss, damit das Mahlgut pneumatisch ausgetragen werden kann, wird bei den bekannten Konstruktionen oberhalb des Rotors oder durch Öffnungen, die in der Nähe der Achse des Rotors liegen, zugeführt.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, die Zerkleinerungsleistung der Prallmühle zu vergrössern, insbesondere in dem Sinne, dass das aufgegebene Mahlgut zu einem sehr viel grösseren Teil als es bisher üblich war so sehr zerkleinert wird, dass es pneumatisch ausgetragen werden kann.
Die Erfindung ermöglicht es, das Mahlgut in der Schleuderkammer längere Zeit umherzuwirbeln, da- mit es ausser der Zerkleinerungswirkung auch einer intensiven chemischen oder physikalischen Einwirkung eines in die Schleuderkammer geblasenen Gases ausgesetzt werden kann, beispielsweise getrocknet, erhitzt, gekühlt, oder chemisch verändert wird.
Gemäss der Erfindung erfolgt das dadurch, dass in dem von einer unterhalb des Rotors am Mühlenunterteil angeschlossenen Gebläsewindzuführung am Rotor vorbei zu dem über diesen angeordneten pneu- matischen Ausirag in der Mühle führenden Weg des Gebläsewindes eine nach oben allmählich zunehmende und im Bereich des Austragspaltes zwischen der Prallplatte und dem Rotor düsenartig endende Querschnittsverengung angeordnet ist.
Auf diese Weise wird das aufgegebene Mahlgut in dem Raum oberhalb des Rotors durch den Luftstrom gehalten und von den Schlagorganen des Rotors so lange gegen die Prallplatte oder die Prallplatten geschleudert, bis es pneumatisch ausgetragen werden kann. Hiebei unterliegt es sehr lange den physikalischen oder chemischen Einwirkungen des durchgeleiteten Gases.
Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, dass der Rotor mit einer andern oberhalb der Windzufuhr. liegenden Führung für den Gebläsewind eine weitere Düse bildet, die in den Spalt mündet, der vom Rotor und einer Führung für das Mahlgut gebildet wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Prallmühle gemäss der Erfindung und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie-II-II in Fig. 1.
In dem Gehäuse 1 einer Prallmühle ist ein Rotor 2 gelagert, der von einem Motor 3 in Richtung des Pfeiles A angetrieben wird und an seinem Umfang mit auswechselbaren Schlagleisten 4 versehen ist. An einer Seite des Gehäuses 1 ist eine nach oben'herausragende Aufgabe 5 für das zu zerkleinernde Gut angebaut, in die das zu zerkleinernde Gut durch ein Laufband 6 eingebracht wird. Das zu zerkleinernde Gut fällt vom Laufband auf eine schräge Plattform 7 und eine im wesentlichen daran anschliessende Plattform 8, die bis auf einen kleinen Spalt 9 an den Kreis 10 reichen, der von den Aussenkanten der Schlagleisten 4 beschrieben wird.
Oberhalb des Rotors 2 sind zwei Prallplatten 11 und 12 angebracht, die um Zapfen 13 bzw. 14 schwenkbar sind und durch Halter 15 bzw. 16 in einem solchen Mindestabstand von dem vorgenannten Kreis 10 gehalten werden, dass ihre Vorderkanten mit den auf diesem Kreis umlaufenden Aussenkanten der Schlagleisten 4 einen schmalen Spalt 9'bzw. 9"bilden. Der Abstand kann beispielsweise bei einer Prallplatte, deren Rotor 1000 mm Durchmesser hat, 15 mm betragen.
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Um die Gasströmung möglichst verlustfrei zu gestalten, sind Leitbleche 16'so angeordnet, dass die Gasführung zu dem Spalt 9 und dem Spalt, der zwischen dem Rotor und der Prallplatte 12 gebildet wird, düsenförmig verengt wird. Diese Leitbleche können gegebenenfalls auch einen Teil der Gehäusewand bilden.
Durch die Prallplatte 11 und die Platte 8 wird zusammen mit dem Rotor 2 und den Seitenwänden der Prallmühle ein Raum17 begrenzt, der oben einerseits in den Aufgaberaum 5 und anderseits in ein Rohr 18 mündet, das an der Saugleitung angeschlossen ist und als pneumatischer Austrag dient.
Unterhalb des Rotors 2 ist ein sich trichterförmig nach unten verengender Gehäuseteil 19 angeordnet, der am unteren Ende einen Austrag 20 für solches Gut aufweist, das durch die Prallmühle nicht zerkleinert wurde, sei es, dass es überhaupt nicht geeignet ist, um durch die Prallmühle zerkleinert zu werden, sei es, dass es sich um den Anteil des Mahlgutes handelt, der so gross geblieben ist, dass er nicht pneumatisch ausgetragen wurde.
Der untere Teil 19 des Gehäuses ist auf einer Seite mit einem Rohrstutzen 21 für den Anschluss eines Druckluftrohres oder eines Gebläses versehen. Die in der Zeichnung dargestellten kräftigen Platten 23, 24, 25,26 sind dazu eingebaut, um andere Teile der Vorrichtung gegen aufprallendes Mahlgut zu schützen.
Der Rotor 2 läuft mit grosser Geschwindigkeit, beispielsweise 30 m/sec Umfangsgeschwindigkeit, um, wobei der Prallmühle über das Laufband 6 zu mahlendes Gut, beispielsweise Kalksteine, Schlacke, Klinker u. dgl.. laufend zugeführt wird. In den Stutzen 21 wird Druckluft eingeblasen und an das Rohr 18 ein Gebläse angesetzt, das einen Unterdruck erzeugt. Das aufgegebene Mahlgut wird durch die Schlagleisten4 gegen die Prallplatte 11 geschleudert. Soweit es dabei genügend feinkörnig zerkleinert wird, wird es durch den pneumatischen Austrag 18 ausgetragen. Das noch nicht soweit zerkleinerte Mahlgut fliegt von der Prallplatte 11 wieder zurück gegen den Rotor oder eine der Schlagleisten 4 des Rotors oder gegen die Platte 8 ; es wird jedenfalls wieder in den Weg der Schlagleisten 4 gebracht und erneut gegen die Prallplatte 11 geschleudert.
Soweit das Mahlgut hindurchgerät, gelangt es in den Raum 22, der von den Prallplatten 11 und 12 begrenzt wird. In diesem Raum wiederholt sich das Spiel, bis alles Material oder doch fast alles Material so fein zerkleinert ist, dass es pneumatisch ausgetragen wird. Teile des Mahlgutes, die ihrer Art nach überhaupt nicht zerkleinerbar sind, z. B. Metallstücke, können durch den Spalt zwischen den Prallplatten 11 und 12 einerseits und dem Kopfkreis 10 der Schlagleisten bzw. des Rotors anderseits hindurchtreten, weil die Prallplatten 11 und 12 beim Auftreffen solcher Teile auf die Vorderkanten der Prallplatten den Spalt kurzzeitig vergrössern.
Die Pressluftzuleitung 21 wird man je nach den Verhältnissen anordnen, beispielsweise wird man sie in manchen Fällen unmittelbar neben dem Rotor, also in Fig. 2 etwa an der linken Seite des Gehäuses in der Höhe des Rotors, anordnen.
Die Führung 16'auf der linken Seite der Zeichnung der Fig. 2 kann auch in der Form 16", wie das gestrichelt angedeutet ist, am freien Ende der Prallplatte 12 befestigt sein.