AT215074B - Verfahren zur Herstellung von Hydroxo(aquo)cobalamin-Adsorptionsverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hydroxo(aquo)cobalamin-Adsorptionsverbindungen

Info

Publication number
AT215074B
AT215074B AT106760A AT106760A AT215074B AT 215074 B AT215074 B AT 215074B AT 106760 A AT106760 A AT 106760A AT 106760 A AT106760 A AT 106760A AT 215074 B AT215074 B AT 215074B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cobalamin
hydroxo
aquo
sep
polysaccharide
Prior art date
Application number
AT106760A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Application granted granted Critical
Publication of AT215074B publication Critical patent/AT215074B/de

Links

Landscapes

  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von   Hydroxo (aquo) cobalamin-Adsorptionsverbindungen    
Die vorliegende Erfindung betrifft ein   Verfahren zur Herstellung von Hydroxo (aquo) cobalamin-Ad-   sorptionsverbindungen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Hydroxo (aquo) cobalamin oder ein solches enthaltendes Gemisch mit einem Polysaccharidionenaustauscher in ungepuffertem wässerigem, wässerig-alkoholischem bzw. alkoholischem Medium bei etwa Raumtemperatur zur Umsetzung bringt. 



   Hydroxo (aquo) cobalamin enthaltende Gemische erhält man aus Fermentationsbrühen durch Extraktion der Mikroorganismen mit Wasser und Adsorption der Vitamin Bu-aktiven Stoffe an geeignete Adsorptionsmittel, z. B. Aktivkohle. Durch Elution der adsorbierten Stoffe, Einengen des Eluates im Vakuum und Fällung mit p-Chlorphenol auf Kieselgur gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 1016898 erhält man ein Produkt, das die Vitamine der   B-Gruppe,   verunreinigt durch meist proteinartige Stoffe, enthält. Die Vitamine können daraus   z.     B.   mit wässerigem Methanol extrahiert werden, nach dessen Verdampfung ein Konzentrat gewonnen wird, das im allgemeinen mehr als   100/D   Vitamine der    B12 -Gruppe   enthält. 



   Konzentrate   vonHydroxo (aquo) cobalaminen   lassen sich auch aus Konzentraten von   Cyano-cobalamin   durch Reduktion mittels   Titan (111)-chlorid,   Beseitigung der entstandenen Blausäure und Oxydation des reduzierten Cobalamins gewinnen. 



   Als Polysaccharid-Ionenaustauscher eignen sich Polysaccharide mit sauren funktionellen Gruppen. 



  Solche Ionenaustauscher erhält man   z. B.   aus Cellulose, wie besonders Holz-oder Linters-Cellulose durch Einführung saurer Gruppen mittels Veresterung oder Verätherung der Hydroxylgruppen, z. B. mit Chloressigsäure oder Phosphorsäure. Ebenso können Polysaccharide. verwendet werden, die bereits saure funktionelle Gruppen in ihrem Molekül besitzen, wie z. B. Alginsäure (Poly-d-mannuronsäure). Einige   bekannte und im Handel erhältliche Polysaccharid-Ionenaustauscher sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.   
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Bezeichnung <SEP> Aktive <SEP> Gruppen <SEP> und <SEP> Art <SEP> Hergestellt <SEP> aus
<tb> des <SEP> Austauschers
<tb> CM-Cellulose <SEP> Carboxymethyl-Gruppen <SEP> ; <SEP> Linterspulver <SEP> und
<tb> schwach <SEP> sauer <SEP> Monochloressigsäure
<tb> P-Cellulose <SEP> Phosphorsäure-Gruppen <SEP> ; <SEP> Linterspulver <SEP> und <SEP> 
<tb> stark <SEP> sauer <SEP> POCl3
<tb> Alginsäure <SEP> Carboxylgruppem <SEP> Algen <SEP> durch <SEP> Reinischwach <SEP> sauer <SEP> gungsprozess
<tb> 
 
Die Polysaccharid-Ionenaustauscher können   z. B. inForm   von Pulvern oder Flocken verwendet werden. 



  Sie entfalten   ihreAustauscherwirkung meist sowohl in wässerigem als   auch in alkoholischem und wässerigalkoholischem Milieu. Sie besitzen in diesen Medien eine besonders hohe   Kapazität gegenüber   hochmolekularen sauren bzw. basischen Stoffen. Diese Eigenschaft verdanken sie ihrer gestreckten, vemetzungsfreien Struktur, die auch grossen Molekülen den Zutritt zu den wirksamen Gruppen gestattet. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Polysaccharid-KationenaustauscherPATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Hydroxo (aquo) cobalamin-Adsorptionsverbindungen. dadurch gekennzeichnet, dass man Hydroxo (aquo) cobalamin oder ein solches enthaltendes Gemisch mit einem Polysaccharid-Ionenaustauscher in ungepuffertem wässerigem, wässerig-alkoholischem bzw. alkoholischem Medium bei etwa Raumtemperatur zur Umsetzung bringt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Medium einenmonofunktionellen aliphatischen Alkohol mit 1-4 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Methanol, oder eine wässerige Lösung eines solchen Alkohols verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet,dass man einen Polysaccharid-Kationenaustauscher wie insbesondere Alginsäure, Carboxymethylcellulose oder phosphorylierte Cellulose verwendet.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Hydroxo (aquo)- - cobalamin enthaltende Lösung durch eine Polysaccharid-Ionenaustauscher-Säule fliessen lässt.
AT106760A 1959-03-17 1960-02-12 Verfahren zur Herstellung von Hydroxo(aquo)cobalamin-Adsorptionsverbindungen AT215074B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH215074X 1959-03-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT215074B true AT215074B (de) 1961-05-10

Family

ID=4448956

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT106760A AT215074B (de) 1959-03-17 1960-02-12 Verfahren zur Herstellung von Hydroxo(aquo)cobalamin-Adsorptionsverbindungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT215074B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3345445A1 (de) Verfahren zur reinigung von anthracyclinon-glykosiden durch selektive adsorption an harzen
DE2224131A1 (de) Verfahren zur gewinnung von cholesterinoxydase
AT215074B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxo(aquo)cobalamin-Adsorptionsverbindungen
DE2364999A1 (de) Verfahren zur dehydroxylierung von aminoglykosid-antibiotika
DE940290C (de) Verfahren zur Wiederherstellung der Austauschfaehigkeit von Anionenaustauschern
DE1966849C3 (de) 1 zu 1 Komplex von Cephalosporin C und Zink in kristalliner Form
DE1695308C3 (de) Verfahren zur Isolierung von Adenosintriphosphat
CH386050A (de) Verfahren zur Herstellung von salzartigen Verbindungen aus Hydroxo(aquo)cobalamin und Polysaccharidionenaustauschern
DE2924566C2 (de) Eisen(III)-Chondroitinsulfat-Komplex, Verfahren zu seiner Herstellung und ihn enthaltende pharmazeutische Zusammensetzung
DE1467980C3 (de) Verfahren zur Herstellung von injizierbaren, haltbaren Eisen(lll)-hydroxyd-Polymaltose-Komplexen und diese enthaltende pharmazeutische Präparate
CH397628A (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch verwendbaren Eisen-(III)-hydroxyd-Polymaltose-Komplexen
US2655497A (en) Treatment of streptomycin solutions
US3803119A (en) Pantetheine-s-sulfonic acid derivatives and salts thereof
US3057851A (en) Process for preparing vitamin b12
DE1492049C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Cephalosporin C aus einem dieses Antibiotikum neben Cephalosporin N enthaltenden fermentierten Medium
EP0014957B1 (de) Verfahren zur Trennung von Technetium-99m von Molybdän-99
AT224807B (de) Verfahren zur Gewinnung eines neuen tumorhemmenden Polysaccharids
DE934428C (de) Verfahren zum Reinigen des Antibiotikums 106í¬7
AT250386B (de) Verfahren zur Herstellung von lagerfähiger Alkalicellulose
AT226736B (de) Verfahren zur Herstellung von Desoxy-Zuckern
DE1180727B (de) Verfahren zur Herstellung von N, N-Diaethyl-aminoaethyl-celluloseaethern mit verbesserten Eigenschaften als Anionenaustauscher
DE1196629B (de) Verfahren zur Herstellung von nichtionischen, therapeutisch verwertbaren Ferrihydroxyd-Dextran-Komplexen
AT222807B (de) Verfahren zur Herstellung eines therapeutisch wirksamen Produktes
AT264004B (de) Verfahren zur Reinigung von Moenomycin
DE631678C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten hoeherwertiger Alkohole