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Vorrichtung zum Ablenken und Abbremsen von von der Fahrbahn abkommenden Fahrzeugen
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Netz, Gewebe od. dgl. - gegebenenfalls am Kunststoff.
Es sind bereits verschiedene am Strassenrand montierbare Auffang-Voirichtungen fur Kraftfahrzeuge bekannt : so ist z. B. ! n der USA-Patentschrift Nr. 1, 795, 247 eine Einrichtung mit an starren Pfosten befestigten Rädern mit einem Gummiwulst beschrieben, durch die das Herausschleudern von Fahrzeugenaus der Fahrbahn verhindert werden soll-insbesondere also in Kurven ; beim effektiven Anfahren von Fahrzeugen wird jedoch zumindest diese Einrichtung beschädigt-wenn nicht noch grösserer Schaden auch am Fahrzeug angerichtet.
Weiters wird in der USA-Patentschrift Nr. 2,337, 626 auch eine elastische Fahrbahnbegrenzung durch ein federndes Netz vorgeschlagen, wodurch aber auch kein schadloses Abrollen der Fahrzeuge gewährleistet Ist und das Netz-insbesondere bei schweren Wagen - zerrissen oder zerstört wird.
Nach der Erfindung werden nun Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art zum Ablenken und Abbremsen von von der Fahrbahn abkommenden Fahrzeugen dadurch besonders vorteilhaft ausgestaltet, dass
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elastisch-allenfalls mittelsTräger - angeordnet ist und an vertikalen Seilen des Netzwerkes Rollen aus elastischem Werkstoff bzw. mit einem elastischen Überzug übereinander waagrecht drehbar und federnd angebracht sind.
Diese Strassenbegrenzung kann zweckmässig auch in der Strassenmitte zwischen den Fahrbahnen angeordnet und nach beiden Seiten gleicherart wirksam sein.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemässen Strassenbegrenzung ist das Netzwerk an vorzugsweise lösbar verankerten - Pfählen unter Zwischenschaltung hornartig gebogener elastischer Träger aufgehängt.
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- vorzugs-weise in zwei oder mehreren Etagen übereinander-auf einem horizontalen. Kranz von Rollen oder Kugeln ein zylindrischer Reifen mit nach aussen gerichteten federnden Elementen angebracht ist, die Ihrerseits einen elastischen Mantel tragen ; dieser von den Feder-Elementen getragene elastische Mantel kann gegebenenfalls aus mehreren Gummisegmenten bestehen.
Durch die erfindungsgemässe Strassenbegrenzung können erstmalig von der Fahrbahn abkommende Fahrzeuge ohne Gefährdung der Insassen und praktisch ohne Beschädigung des Fahrzeuges selbst in die Fahrbahn zurtickgedrilckt werden ; das Fahrzeug wird nämlich nicht nur auf die Fahrbahn zurückgelenkt und dabei in der Geschwindigkeit abgebremst, sondern es wird auch, durch die elastische Vorrichtung als solche sowie dadurch, dass die mit dem Fahrzeug in Berührung kommenden Rollen aus elastischem Werkstoff sind oder mit einem solchen überzogen sind, schonend behandelt und vor Beschädigungen geschlitzt.
Dazu kommt aber weiter, dass die Vorrichtung selbst infolge ihrer Elastizität bei dem Abrollen eines Fahrzeugs nicht beschädigt wird, Im Gegensatz zu bekannten Abweisvorrichtungen, die beim Anprall eines Fahrzeugs nicht nur das Fahrzeug beschädigen, sondern auch selbst meist zerstört werden. Darüber hinaus können die einzelnen Teile der erfindungsgemltssen Vorrichtung, falls tatsächlich einmal irgend ein Teil davon zu Brach geht, leicht ausgewechselt werden, so dass auch die Erhaltung äusserst billig ist.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung liegt darin, dass sie jeder Strassenlage und Kurve angepasst werden kann und sowohl am Strassenrand als auch z. B. in der Strassenmitte, als Abgrenzung zweier Fahrbahnen, Verwendung finden kann. Dies ist besonders bei Autobahnen von grossem Vorteil, weil der Mittelstreifen, der bisher einige Meter breit ist, sehr schmal gehalten werden kann. Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann aber auch an Mauern, Masten, Bäumen, an Hausecken sowie an Einfahren
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dgl. mehrFahrzeuge, sondern auch die Bauwerke gegen Beschädigung geschützt sind.
Besonders dann, wenn man die erfindungsgemässe Vorrichtung bei Brücken, AbgrUnden, Engpässen, hervorstehenden Hindernissen, Dämmen oder an den Rändern von Strassen, die neben Flüssen, Seen od. dgl. geführt sind, anbringt, bedeutet dies eine beachtliche Sicherung für die Kraftfahrer gegen mögliche Gefahren.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen In Verbindung mit den Zeichnungen und den Ansprüchen.
Es zeigen, in schematischen Skizzen. Fig. l eine erfindungsgemässe Vorrichtung, wie sie an einem Strassenrand oder in der Mitte einer Strasse oder Autobahn usw. vorgesehen werden kann, Fig. 2 eine Vorrichtung gemäss der Erfindung zum Umkleiden einer Säule, eines Baumes od. dgl. im Schnitt, im Grundriss, Fig. 3 eine andere Ausführungsform für die Umkleidung einer Säule od. dgl. im Schnitt, im Grundriss, Fig. 4 eine Ansicht im Aufriss von Fig. 3, Fig. 5 einen Pfahl für doppelseitige Aufhängung von Netzen für die Vorrichtung gemäss der Erfindung und Fig. 6 eine Anordnung an einer Wand bzw. einer Ecke einer Wand.
In einer Strassendecke 1, entweder am Rand oder in der Mitte der Fahrbahn, sind Tragpfähle 2 verankert, die gegebenenfalls aber auch miteiner Art Schuh oder andern Erdverankerungen lösbar verbunden sein können. An diesen Pfählen 2 ist ein Netzwerk 3 aufgehängt, das z. B. aus Kunststoffseilen hergestellt ist. An den senkrecht stehenden Seilen 4 des Netzwerks 3 sind Rollen 5 aus elastischem Werkstoff angeordnet. Diese Rollen 5 können auch aus irgendeinem harten Werkstoff angefertigt sein und mit elastischem Material überzogen sein. Die Rollen 5mUssen nicht an jedem der aufeinanderfolgenden senkrechten Seile 4 angebracht sein, sondern man kann auch in regelmässigen oder unregelmässigen Abständen senkrecht stehende Seile ohne Rollen belassen.
Wie Fig. 1 zeigt, ist das Netz 3 nicht direkt an den Pfählen 2 befestigt, sondern unter Zwischenschaltung von hornartig gebogenen nachgiebigen Trägem 6. Durch diese besondere Art der Aufhängung, ist noch ein weiterer elastischer Faktor hinzugefügt, weil nun nicht nur die Rollen 5 sowie das Netzwerk 3 nachgiebig sind, sondern auch die Aufhängung selbst des Netzwerks.
In etwa der gleichen Art und Weise kann man bei der Umkleidung von Säulen, Bäumen u. dgl. mehr vorgehen, wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt. Um eine Säule 7 sind Pfähle 2 In entsprechenden Abständen angeordnet, wobei an deren hornartig gebogenen elastischen Trägern 6 ein Netzwerk (3 rund um die Säule 7 aufgehängt ist. An den senkrechten Seilen 4 des Netzwerks 3 sind wieder Rollen 5 aus elastischem Werkstoff angeordnet.
Wie man eine erfindungsgemässe Vorrichtung an einer Wand, insbesondere an einer gefährlichen Ekke, anordnen kann, zeigt die Fig. 6. Neben einer Strasse 8 ist eine Mauer oder ein Zaun 9 vorhanden, wobei eine scharfe Ecke 10 in der Führung der Strasse und damit auch der Mauer od. dgl. gegeben ist. Ein Netzwerk 3. bei dem an senkrechten Seilen 4 wieder Rollen 5 angebracht sind, Ist entlang der Mauer 9 aufgehängt. Dies kann z. B. mittels Pfählen 2 bzw. an den elastischen Hörnern 6 geschehen, wobei man vorteilhafterweise an der Ecke 10 einen Pfahl 11 mit Doppelhörnem 12 anordnet. Ein. solcher Pfahl 11 mit den Doppelhörnem 12 ist in Fig. 5 besonders dargestellt.
Eine weitere Ausführungsform gemäss der Erfindung zum Umkleiden von Säulen u. dgl. zeigt Fig. 2.
Eine Säule 13 od. dgl. ist an mindestens zwei Stellen mit einem Reifen 14 umgeben, zu dem In einem gewissen Abstand ein zweiter Reifen 15 liegt, wobei zwischen den beiden Reifen 14 und 15 Rollen oder Kugeln 16 angebracht sind. Auf dem Umfang der Reifen 15 kann nun ein Zylinder aufgeschoben sein, auf dem eine gewellte Feder 17 angebracht Ist, oder die gewellte Feder 17 ist direkt auf die Reifen 15 entsprechend derganzen Höhe der Umkleidung aufgesetzt. Die Federung 17 ist mit einem elastischen Mantel versehen, der z. B. aus einer Mehrzahl von Gummisegmenten 18 bestehen kann, die entweder sich auch über
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zylindrischen Mantel die Federn 17 anbringen.
Bei allen den in der Zeichnung dargestellten verschiedenen Ausführungsformen handelt es sich nur um Beispiele, die noch verschiedene Abwandlungen erfahren können. Allen diesen Ausführungsformen Ist die
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wobei noch zusätzlich die Trägerelemente der Rollen, das Netz und die Aufhängung des Netzes bzw. die elastische Ummantelung und die darunter liegende Federung, nachgiebig sind.
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Schliesslich können alle diese Einrichtungen auch transportabel verwendbar sein, was insbesondere bei Verkehrszusammenballungen oder Autorennen u. dgl. mehr von grossem Vorteil ist. In diesen Fällen wird man den Mast nicht fest in der Erde versenken, sondern man wird ihn mit einem beweglichen Sockel versehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Ablenken und Abbremsen von von der Fahrbahn abkommenden Fahrzeugen, mit einem am Strassenrand an Pfosten, Bäumen, Wänden od. dgl. senkrecht verspannten Netz, Gewebe od. dgl. - gegebenenfalls aus Kunststoff-, dadurch gekennzeichnet, dass diese Strassenbegrenzung in an sich bekannter Weise elastisch - allenfalls mittels elastischer Bandstahl-Träger - angeordnet ist und an vertikalen Seilen (4) des Netzwerkes (3) Rollen (5) aus elastischem Werkstoff bzw. mit einem elastischen Überzug übereinander waagrecht drehbar und federnd angebracht sind.