AT228782B - Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Sulfonamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Sulfonamiden

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Sulfonamiden 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer aromatischer Sulfonamide mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften. 



   Es wurde überraschenderweise gefunden, dass aromatische Sulfonamide der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der Ri Wasserstoff oder einen aliphatischen Säurerest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen,   R2   ein Halogenatom und   Rg   Wasserstoff oder einen Alkylrest mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen bedeuten, bei peroraler oder parenteraler Verabreichung eine ausgezeichnete diuretische, insbesondere saluretische Wirksamkeit besitzen, wobei die Natriumausscheidung gegenüber der Kaliumausscheidung in bemerkenswertem, für die Therapie sehr günstigem Ausmass überwiegt. Überdies besitzen die Verbindungen der allgemeinen Formel I eine sehr geringe Toxizität und sind gut verträglich. 



   Zur Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I setzt man Wasser oder eine organische Säure der allgemeinen Formel   HO-R,, (II)    in der Ri die oben angegebene Bedeutung hat, mit einem Diazoketon der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in der R2 und   Rg   die oben angegebenen Bedeutungen haben, gegebenenfalls in Gegenwart einer geringen Menge einer anorganischen Säure, insbesondere einer   Sauerstoffsäure   wie z. B. Schwefelsäure, sowie gegebenenfalls in Anwesenheit geringer Mengen von Schwermetallsalzen, insbesondere Kupfersalzen wie z. B. Kupfer- (II)-sulfat, und in An- oder Abwesenheit eines organischen Lösungsmittels wie z. B. Dioxan, um.

   Die Reaktionsbedingungen richten sich nach der Reaktionsfähigkeit der zur Umsetzung gelangenden Säure und umfassen meist kürzeres oder längeres Erwärmen der Reaktionskomponenten. 



  Der Reaktionsverlauf ist an Hand der Stickstoffentwicklung leicht verfolgbar. 



   Gegebenenfalls wird bei grösseren Ansätzen eine Reaktionskomponente allmählich, portionenweise oder kontinuierlich, zur andern gefügt, um eine gleichmässige Stickstoffentwicklung zu gewährleisten. 



   In den Verbindungen der allgemeinen Formel I und in den entsprechenden Ausgangsstoffen ist Ri beispielsweise durch den Rest einer aliphatischen Carbonsäure wie Essigsäure, Ameisensäure, Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure, Acrylsäure, Crotonsäure, Propiolsäure, Chloressigsäure, Dichloressigsäure,   ss-Chlorcrotonsäure,   Glykolsäure, Milchsäure, Glyzerinsäure, Lävulinsäure, Äthoxyessigsäure oder Acetoxyessigsäure verkörpert. 



     R2   ist beispielsweise Chlor, Brom oder Fluor und   Rg   ist Wasserstoff, ein Methyl-, Äthyl-, n-Propyloder Isopropylrest. 



   Diazoketone als Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel III sind beispielsweise durch Umsetzung der Chloride oder Bromide von Säuren der allgemeinen Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 in der R2 und   Rg   die oben angegebenen Bedeutungen haben, mit Diazomethan in einem geeigneten inerten organischen Lösungsmittel, z. B. in Diäthyläther, herstellbar. 



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen näher. Teile bedeuten darin Gewichtsteile ; diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel 1 : Zu einer Lösung von 25, 5 Teilen 3-Sulfamyl-4-chlor-benzoylchlorid in 1000 Volumteilen wasserfreiem Äther werden innerhalb 10 min 500 Volumteile einer Diazomethanlösung, hergestellt in bekannter Weise aus 35 Teilen Nitrosomethylharnstoff, bei 15-20  zufliessen gelassen. Nach 15 stündigem Stehenlassen bei Raumtemperatur wird das überschüssige Diazomethan mit dem Äther abdestilliert, wobei   3-Sulfamyl-4-chlor-&alpha;-diazo-acetophenon kristallin   zurückbleibt. 



   Dieses wird in 400 Volumteilen Dioxan bei   500 gelöst   und die Lösung innerhalb 10 min in 400 Teile kochendes Wasser, das 0, 5 Teile Schwefelsäure enthält,   einfliessen   gelassen. Nach 2 stündigem Kochen unter Rückfluss wird das Reaktionsgemisch im Vakuum zur Trockne eingedampft und das Rohprodukt aus Methanol umkristallisiert. Man erhält so das   3-Sulfamyl-4-chlor- < x-hydroxy-acetophenon   vom Fp. 209 bis   212    (unter Zersetzung). 



     Beispiel 2 :   Nach Beispiel 1 aus 25, 5 Teilen 3-Sulfamyl-4-chlor-benzoylchlorid hergestelltes 3-Sul-   famyl-4-chlor- < x-diazoacetophenon   wird in 500 Teilen Eisessig und 0, 5 Teilen Schwefelsäure eine Stunde unter Rückfluss gekocht. Die Lösung wird hierauf im Vakuum zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus Wasser umkristallisiert. Man erhält so das   3-Sulfamyl-4-chlor-ex. -acetoxy-acetophenon   vom Fp.   183-185 .   



   In analoger Weise erhält man mit Propionsäure an Stelle von Essigsäure das   3-Sulfamyl-4-chlor-ex. -   
 EMI2.2 
 Milchsäure angeschlämmt und auf   700 erwärmt.   Diese Temperatur wird eingehalten, bis nach 20-30 min die Stickstoffentwicklung aufhört und klare Lösung eingetreten ist. Hierauf wird das Reaktionsgemisch auf 0  abgekühlt, und es werden 400 Teile Eiswasser zugegeben. Das dabei ölig ausfallende Rohprodukt kristallisiert nach einigen Stunden. Es wird in Äther aufgenommen, die Lösung mit "Siccon" getrocknet und der Äther abgedampft. Der kristalline Rückstand wird aus n-Amylalkohol umkristallisiert. Man erhält so das   3-Sulfamyl-4-chlor-&alpha;-lactoyloxy-acetophenon   vom Fp.   198-199 o.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Sulfonamiden der allgemeinen Formel EMI2.3 in der Ri Wasserstoff oder einen aliphatischen Säurerest mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, R2 ein Halogenatom und R Wasserstoff oder einen Alkylrest mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Wasser oder eine organische Säure der allgemeinen Formel HO-R,, (II) in der Ri die oben angegebene Bedeutung hat, mit einem Diazoketon der allgemeinen Formel EMI2.4 in der R2 und Rg die oben angegebenen Bedeutungen haben, gegebenenfalls in Gegenwart einer geringen Menge einer anorganischen Säure umsetzt.
AT882861A 1960-11-23 1961-11-22 Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Sulfonamiden AT228782B (de)

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