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Lichtschranke zur Steuerung von Maschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lichtschranke zur Steuerung von Maschinen zur Herstellung von
Fertigteilen, z. B. Hohlkörperblas-, Spritz-, Pressgussautomaten od. dgl., bei welchen bei Beendigung ei- nes jeden Arbeitsganges der ausgestossene Fertigteil den Lichtstrahl der Lichtschranke unterbricht.
Es ist eine Lichtschranke bekannt, die in Tätigkeit tritt, wenn der ausfallende Fertigteil in den
Lichtstrahl einzutreten beginnt. Eine mit dieser Lichtschranke ausgerüstete Maschine läuft auf Grund ihres Steuerungsprogrammesso lange ungestört, wie im Rhythmus ihrer Arbeitsweise ein Fertigteil ausfällt.
Wird der Fertigteil innerhalb des dafür vorgesehenen Zeitintervalls nicht ausgestossen, dann wird die Ma- schine stillgesetzt. Der abfallende Fertigteil beeinflusst dagegen die Maschine so, dass die Maschine ihren Arbeitszyklus fortsetzt. Die Lichtschranke leitet also die Schliessbewegung der Form wieder ein, so- bald der Lichtstrahl der Lichtschranke unterbrochen wird.
Eine solche Lichtschranke eignet sich nur für kurze Fertigteile. Bei Hohlkörperblasmaschinen od. dgl. treten aber unter Umständen Störungen auf. Und zwar hat diese Lichtschranke den Nachteil, dass bei- spielsweise bei einem langen Schlauchrohling vor dem vollständigen Auswerfen des Schlauchrohlinges durch die Unterbrechung des Lichtstrahles der neue Schliessvorgang der Maschine eingeleitet wird, ohne dass dabei der Fertigteil vollständig aus der Maschine ausgestossen worden ist. Dies kann zu erheblichen Störungen und Beschädigungen an der Maschine führen.
Von dieser bekannten Lichtschranke unterscheidet sich die erfindungsgemässe Lichtschranke in vorteilhafter Weise dadurch, dass sie mit einer Steuervorrichtung versehen ist, die den neuen Arbeitsgang der Maschine erst nach Beendigung der Unterbrechung des Lichtstrahles auslöst und bei einer Unterbrechung während eines Arbeitsganges die Maschine stillsetzt.
Durch diese neue Lichtschranke gemäss der Erfindung ist einerseits gesichert, dass der neue Arbeitsvorgang nur dann ausgelöst werden kann, wenn der Fertigteil vollständig ausgeworfen worden ist, da nicht wie bisher sein vorderes Ende durch Eintritt in den Lichtstrahl (Verdunkelung), sondern erst sein rückwärtiges Ende durch Wiederfreigabe des Lichtstrahles den neuen Arbeitsgang der Maschine auslöst. Zudemhat die neue Lichtschranke den weiteren Vorteil, dass sie zugleich während eines Arbeitsganges als Nachgreifschutz dient.
Lichtschranken als Nachgreifschutz in Gestalt eines Lichtschranken-Schutzgitters selbst sind zwar an sich bekannt. Diese bekannten Einrichtungen wirken jedoch ausschliesslich als Nachgreifschutz, nicht aber-wie der Erfindungsgegenstand - zugleich als Auswurfkontrolle. Die erfindungsgemässe Lichtschranke vereinigt somit zwei Funktionen in sich.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Lichtschranke am Beispiel eines Blasautomaten dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Blasautomaten, und Fig. 2 ein Schaltschema einer Steuerungseinrichtung des Blasautomaten.
Der inFig. 1 dargestellte Blasautomat zeigt den Schlauchkopf 11, aus dem der strichpunktiert dargestellte Schlauchrohling 12 austritt, der nach dem Schliessen der beiden Werkzeughälften 13 zu dem Hohlkörper 14, z. B. einer Flasche, aufgeblasen wird. Nach dem Blasvorgang wird der Hohlkörper 14 entlüf- tet und der fertige Hohlkörper aus der Form ausgestossen. Er fällt dabei senkrecht nach unten und passiert die Lichtschranke 15. Durch das Passieren der Lichtschranke erfolgt ein Schaltvorgang, der nach dem Schaltbild gemäss Fig. 2 wie folgt abläuft :
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Bei geschlossener Form 13 ist der Kontakt 20, 21 unterbrochen. Mit Beginn der Öffnungsbewegung der Form 13 wird dieser Kontakt 20,21 geschlossen.
Durch Unterbrechen des Lichtstrahles durch den abfallenden, fertig geblasenen Hohlkörper 14 wird die Photozelle II unterbrochen, und das Relais III fällt ab.
Dadurch werden die Kontakte 22,23 geöffnet und die Kontakte 24,25 und 26,27 geschlossen. Über den
Kontakt 24,25 wird das Relais IV erregt und dessen Kontakte 28, 29 und 30, 31 geschlossen. Über den Endschalter 20,21 erhält nun das Relais IV Haltestrom. Die Kontakte 28,29 und 30, 31'bleiben geschlos - sen.
Hat der fertig geblasene Hohlkörper 14 die Lichtschranke 15 passiert, wird durch diePhotozelleIIaus Relais III erregt.. Die Kontakte 22,23 werden geschlossen und die Kontakte 24,25 und 26,27 unterbrochen. Nach Ablauf eines Zeitschalters erhält der Kontakt A Strom, der frei nach B fliesst. Das Schütz "Form zu"erhält Impuls, und die Schliessbewegung der Form beginnt. Bleibt ein Hohlkörper zwischen der Lichtschranke 15, wird der Kontakt 22,23 nicht geschlossen, die Form bleibt geöffnet. Nach Ablauf des Zeitschalters erhält über den Kontakt 26, 27 das SignalVStrom. Es kann dadurch ein optisches oder akustisches Signal ausgelöst werden.
Wird während der Schliessbewegung der Lichtstrahl 15 abermals unterbrochen, fällt ebenfalls das Relais III ab, und die Kontakte 22,23 werden unterbrochen und damit die Schliessbewegungstillgesetzt.
Über den Kontakt 26, 27 wird die Signaleinrichtung V wieder betätigt. Erst nach Aufheben der Störung, d. h. wenn oie l'hotozelle II das Schütz III wieder erregt, wird der Kontakt 22, 23 geschlossen und die Schliessbewegung beendet. Bei vollkommen geschlossener Form wird der Endschalter 20, 21 unterbrochen.
Damit wird der Haltestrom 28,29 unterbrochen und das Schütz IV fällt ab.