Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Maschinen, z.B. Hohlkörperblas-,
Spritz- oder Pressgussautomaten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Maschinen, z. B. von Hohlkörperblas-, Spritz- oder Pressgussautomaten, zur Herstellung von Fertigteilen.
Es sind derartige Einrichtungen beispielsweise an Spritzgussautomaten bekannt, bei denen nach Beendigung eines Arbeitsganges das abfallende Fertigteil den folgenden Arbeitsgang auslöst.
Dies geschieht bisher vielfach dadurch, dass das fertige Teil eine Rinne oder einen Schacht, eine Waage oder eine elektromechanische, senkrechte oder unter 450 geneigte Kontaktplatte passieren muss. Das Waagesystem hat sich durch seine träge Reaktion weniger bewährt. Die unter 45" geneigte Kontaktplatte reagiert nur auf Stückgewichte über 10 Gramm und verschliesst während des Formschliessganges nicht die Ausfallrinne, wie die senkrechte Kontaktplatte, die jedoch bei Stückgewichten unter 2 Gramm und mehr als zehn Arbeitsgängen je Minute ebenfalls schnell genug anspricht.
Daneben ist es bekannt, sich zur selbsttätigen Steuerung einer Spritzgussmaschine einer Lichtschranke zu bedienen, die vom abfallenden Fertigteil durchfallen wird. Die bisher bekannten Lichtschranken reagieren wohl bei Gewichten unter 2 Gramm und auch bei mehr als 10 Arbeitsgängen je Minute, da sie praktisch trägheitslos arbeiten. Sie haben aber, z. B. bei Hohlkörperblasautomaten, den Nachteil, dass bei einem zu langen Schlauchrohling bei Einschalten der Lichtschranke vor dem Auswerfen des Fertigteiles der Lichtstrahl unterbrochen wird und dadurch den neuen Schliessvorgang der Maschine auslöst, ohne dass das Fertigteil auch unbedingt ausgeworfen ist. Dies kann zu Schäden an den empfindlichen Formen führen und gewährleistet keine sichere selbsttätige Steuerung der Maschinen.
Ausserdem bieten die bekannten Steuerungen mit Lichtschranken keinen Schutz gegen das Hineingreifen in den Ausfallschacht, um in der Form hängengebliebene Fertigteile zu entfernen. Durch das Hineingreifen wird nämlich ebenfalls der Lichtstrahl unterbrochen und damit die Schliessbewegung der Form ausgelöst. Geschieht dies beispielsweise durch die Hand der Bedienungsperson, so kann diese durch die sich schliessende Form zerquetscht werden. Bedient sich die Bedienungsperson eines harten Stabes als Hilfswerkzeug, dann kann die Form selbst schwer beschädigt werden.
Die Erfindung behebt diesen Mangel bei einer solchen Maschine mit Lichtschranke dadurch, dass der neue Arbeitsgang, z. B. die Schliessbewegung der Form, erst nach Beendigung der Unterbrechung des Lichtstrahles durch das abfallende Fertigteil ausgelöst und dass bei einer Unterbrechung des Lichtstrahles während des eingeleiteten Arbeitsganges dieser stillgesetzt wird.
Bei einem nicht programmgemässen Ablauf eines Arbeitsganges wird die Maschine also stillgesetzt; dadurch werden Beschädigungen, z. B. der Form und der Maschine sowie Unfälle der Bedienungsperson vermieden. Durch ein optisches oderlund akustisches Signal können etwaige Störungen leicht angezeigt werden, damit sich eine Bedienungsperson erübrigt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Steuerung am Beispiel eines Blasautomaten dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Blasautomaten und
Fig. 2 ein Schaltschema einer Steuerungseinrichtung des Blasautomaten.
Der in Fig. 1 dargestellte Blasautomat zeigt den Schlauchkopf 11, aus dem der strichpunktiert darge stellte Schlauchrohling 12 austritt, der nach dem Schliessen der beiden Werkzeughälften 13 zu dem Hohlkörper 14, z. B. einer Flasche, aufgeblasen wird.
Nach dem Blasvorgang wird der Hohlkörper 14 entlüftet und der fertige Hohlkörper aus der Form ausgestossen. Er fällt dabei senkrecht nach unten und passiert die Lichtschranke 15. Durch das Passieren der Lichtschranke erfolgt ein Schaltvorgang, der nach dem Schaltbild gemäss Fig. 2 wie folgt abläuft:
Bei geschlossener Form 13 ist der Kontakt 20, 21 unterbrochen. Mit Beginn der Öffnungsbewegung der Form 13 wird dieser Kontakt 20, 21 geschlossen.
Durch Unterbrechen des Lichtstrahles durch den abfallenden, fertig geblasenen Hohlkörper 14 wird die Photozelle II unterbrochen und das Relais III fällt ab. Dadurch werden die Kontakte 22, 23 geöffnet und die Kontakte 24, 25 und 26, 27 geschlossen.
Über den Kontakt 24, 25 wird das Relais IV erregt und dessen Kontakte 28, 29 und 30, 31 geschlossen.
Über den Endschalter 20, 21 erhält nun das Relais IV Haltestrom. Die Kontakte 28, 29 und 30, 31 bleiben geschlossen.
Hat der fertig geblasene Hohlkörper 14 die Lichtschranke 15 passiert, wird durch die Photozelle II das Relais III erregt. Die Kontakte 22, 23 werden geschlossen und die Kontakte 24, 25 und 26, 27 unterbrochen. Nach Ablauf eines Zeitschalters erhält der Kontakt A Strom, der frei nach B fliesst. Das Schütz Form zu erhält Impuls und die Schliessbewegung der Form beginnt. Bleibt ein Hohlkörper zwischen der Lichtschranke 15, wird der Kontakt 22, 23 nicht geschlossen, die Form bleibt geöffnet. Nach Ablauf des Zeitschalters erhält über den Kontakt 26, 27 das Signal V Strom. Es kann dadurch ein optisches oder akustisches Signal ausgelöst werden.
Wird während der Schliessbewegung der Lichtstrahl 15 abermals unterbrochen, fällt ebenfalls das Relais III ab, und die Kontakte 22, 23 werden unterbrochen und damit die Schliessbewegung stillgesetzt.
Über den Kontakt 26, 27 wird die Signaleinrichtung V wieder betätigt. Erst nach Aufheben der Störung. d. h. wenn die Photozelle II das Schütz III wieder erregt, wird der Kontakt 22, 23 geschlossen und die Schliessbewegung beendet. Bei vollkommen geschlossener Form wird der Endschalter 20, 21 unterbrochen.
Damit wird der Haltestrom 28, 29 unterbrochen und das Schütz IV fällt ab.