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. Walze für Walzenpressen, insbesondere Kalander
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walze für Walzenpressen, insbesondere Kalander, für die Druckbehandlung von Warenbahnen, vornehmlich Papierbahnen und Textilbahnen, bei welchen eine aus einem rohrförmigen, zum Umlauf bestimmten, den arbeitenden Umfang bildenden Hohlkörper aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff mit einer inneren Abstützung auf der Seite der Anlage gegen die Warenbahn bestehende Walze mit einer andern Walze, insbesondere Stahlwalze zusammenarbeitet.
Für die Druckbehandlung von Warenbahnen werden im allgemeinen Papierwalzen oder Baumwollwalzen verwendet. Diese Walzen sind recht empfindlich. So hinterlassen beispielsweise Falten, Nähte, Er- höhungen, Knoten, Kanten usw. der zu behandelnden Warenbahn Spuren in der Walzenoberfläche, die sich nur durch z. B. Nachschleifen beseitigen lassen.
Je nach der Art und Güte der zu behandelnden Ware und je nach dem durch die Druckbehandlung erstrebten Effekt werden bis jetzt vier verschiedene Arten solcher Walzen angewendet, u. zw. hochelastische Baumwollwalzen. elastische Baumwollwalzen, Papierwalzen mit hartem Überzug und Papierwalzen mit weichem Überzug.
Zur Milderung der vorerwähnten Übelstände ist schon dazu übergegangen worden, die Ware zuerst durch einen älteren Kalander hindurchzuleiten, um die Erhöhungen der Ware herunterzudrücken, und anschliessend die vorgeglättete Ware einer Druckbehandlung in einem zweiten Kalander zu unterwerfen.
Es sind auch bereits Walzen der eingangs erwähnten Art für die Druckbehandlung von Warenbahnen bekanntgeworden, bei denen der den arbeitenden Walzenumfang bildende Hohlzylinder schwebend um einen Kern, d. h. unter Belassung eines Zwischenraumes zwischen dem Kernumfang und dem Innenumfang des Hohlzylinders, angeordnet und der Zwischenraum durch vom Kern aus gegen den Innenumfang des Hohlzylinders ausladende sowie am Innenumfang des Hohlzylinders anliegende Dichtungsleisten in zwei Längskammern geteilt ist, von denen sich die eine auf der Seite der Anlage des Hohlzylinders an eine Gegenwalze bzw. die Warenbahn befindet. Diese Längskammer ist mit einer Druckflüssigkeit oder einem einen Druck ausübenden gasförmigen Medium ausgefüllt. Bei dieser bekannten Walze kann der Hohlzylinder auch aus Kunststoff auf der Basis der Polyamide oder Superpolyamide bestehen.
Es ist aber bei einer solchen Walze nicht oder zum wenigsten nur verhältnismässig unwesentlich möglich, die elastischen
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Durch die Erfindung wird diese Möglichkeit geschaffen.
Nach der Erfindung ist im Hohlzylinder als Abstützung eine Hartwalze, insbesondere Stahlwalze kleineren Aussendurchmessers als der Innendurchmesser des Hohlzylinders angeordnet.
Hiedurch kann der Hohlzylinder aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff an der Anlagestelle an der Gegenwalze bzw. an der zwischen dem Hohlzylinder und der Gegenwalze befindlichen Warenbahn eine Verformung unter dem Anpressungsdruck erleiden.
Diese Verformung hat ein Wandern der Kunststoffteilchen an der Anlagestelle zur Folge. Das Wandern der Kunststoffteilchen äussert sich in einem besonderen Friktionseffekt auf der Warenbahn. Nach dem Verlassen der Anlagestelle wandern die Kunststoffteilchen in ihre Ursprungslage zurück. Da die Anlage des Aussenumfanges des rohrförmigen Körpers nur einseitig ist und ebenso die Anlage der inneren Stütz-
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walze am Innenumfang des Hohlzylinders, haben bei der erfindungsgemässen Walze die Kunststoffteilchen hinreichend Zeit, um in ihre Ursprungslage zurückzuwandern, bevor sie zur erneuten Anlage gegen die Gegenwalze oder die Warenbahn gelangen, so dass eine Zerstörung des Hohlzylinders durch eine sich ständig steigernde Verformung nicht zu befürchten ist.
Der zum Zurückwandern der Teilchen in ihre Ursprungslage zur Verfügung stehende Weg und der Spalt zwischen dem Innenumfang des Hohlzylinders und der inneren Stützwalze, welcher von der Anlagestelle der Innenwalze an den Innenumfang des Hohlzylinders ausgeht, lassen ein Abströmen von Wärme zu, die sich an der Anlagestelle des Hohlzylinders durch das Wandern der Kunststoffteilchen entwickelt.
Der Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff zeichnet sich unter anderem durch hervorragende mechanische Eigenschaften und in sich elastische Eigenschaften aus. Bei der erfindungsgemässen Walzenausbildung braucht kein abträgliches Recken des Kunststoffes bei der Arbeit befürchtet zu werden, so dass die Walze eine grosse Lebensdauer besitzt.
Es kann zweckmässig sein, die bei Walzen von Kalandern an sich bekannte Wärmeabfuhr im Bereich der inneren Walze vorzusehen.
Hiezu kann die innere Walze gekühlt sein.
Bei einer Kühlung der inneren Walze lässt sich auch eine Beheizung auf der der Anlagestelle der in-
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keiten möglich sind, ohne eine schädliche Erwärmung des Hohlzylinders aus Kunststoff befürchten zu müssen.
Vorzugsweise besteht zwischen der inneren Walze und dem Innenumfang des Hohlzylinders mit Ausnahme ihrer Anlagestelle ein Spiel von etwa 1 bis 3 mm.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ; Fig. 1 gibt eine mit einer Gegenwalze aus Stahl zusammenarbeitende Walze im Querschnitt wieder ; Fig. 2 zeigt einen Dreiwalzensatz im Querschnitt.
Die Gegenwalze, welche z. B. aus Stahl besteht, ist mit 1 bezeichnet. Wenn die Gegenwalze beheizt werden soll, dann können in ihr nicht wiedergegebene elektrische Heizkörper angeordnet sein.
Die Arbeitswalze ist durch den Hohlzylinder 2 gebildet. Dieser Hohlzylinder besteht aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff oder einem sich gleich od. ähnl. verhaltenden Kunststoff.
Der Kunststoff ist blockpolymerisiert und zur Walzenbildung geschleudert. Hohlzylinder, die nach diesem Verfahren hergestellt sind, besitzen gegenüber den vergossenen bzw. gegossenen blockpolymerisiertem Hohlzylindern aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff vor allen Dingen den Vorteil einer grösseren Lebensdauer.
Der den Hohlzylinder bildende Kunststoff weist einen Elastizitätsmodul von über 15000 kg/cm2. ge- messen im konditionierten Zustand auf, der nach einer Alterung von wenigstens 14 Tagen gegeben ist. Durch einen solchen Kunststoff ergeben sich günstigste Verhältnisse, insbesondere für die Lebensdauer der Walze.
Der Hohlzylinder liegt nur auf einer Seite gegen eine Gegenwalze an.
Im Hohlzylinder ist eine mitumlaufende Stützwalze 3 angeordnet, die beim gezeigten Ausführungsbeispiel aus Stahl besteht. Diese Stützwalze kann nicht wiedergegebene Längsbohrungen zum Hindurchleiten eines Kühlmittels aufweisen.
Die an der Gegenwalze 1 anliegende Längslinie oder Längszone des Aussenumfanges des Hohlzylinders entspricht der Längslinie oder Längszone, an welcher die Stützwalze 3 am Innenumfang des Hohlzylinders anliegt. Letztgenannte Längslinie oder Längszone ist mit 4 bezeichnet. Die Stützwalze hat einen solchen Durchmesser, dass der Arbeitshohlzylinder mit Ausnahme der Anlagestelle der Stützwalze am Innenumfang des Hohlzylinders Spiel gegenüber der Stützwalze hat. Dieses Spiel braucht nur 1 bis 3 mm zu betragen. In der Zeichnung ist das Spiel des besseren Verständnisses halber grösser wiedergegeben.
Wie Fig. 2 erkennen lässt, sind bei einem Dreiwalzensatz die Aussenwalzen durch eine erfindungsgemässe Walze gebildet, d. h. die Gegenwalze 1 aus Stahl liegt zwischen den beiden Hohlwalzen aus Kunststoff.
In Fig. 2 ist die rechts der Stahlwalze 1 liegende erfindungsgemässe Walze durch den Hohlzylinder 2 aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff und der inneren Stützwalze 3 gebildet. Die Anlagestelle der inneren Stützwalze ist mit 4 bezeichnet. Auf der linken Seite der Stahlwalze 1 ist der Hohlzylinder aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff mit 2'und die innere Stützwalze mit 31 bezeichnet. 41 bezeichnet die Anlagestelle der inneren Stützwalze.
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Die Stützwalze 3 bzw. 31 kann in jeder geeigneten Weise gelagert sein.
Die Kühlung der inneren Stützwalze führt auch die durch die Walkarbeit entstehende Wärme wenigstens zum Teil ab. Sie kann auch bei unbeheizter Gegenwalze zweckmässig sein. Vorteilhaft ist die vorhandene Wandstärke des rohrförmigen Hohlkörpers, so dass sich die innere Walkzone und die äussere Walkzone nicht oder nicht wesentlich überschneiden.
Der Antrieb kann beispielsweise über die Gegenwalze 1 vorgenommen werden, welche den Hohlzylinder mitnimmt, wobei die Stützwalze ihrerseits vom Hohlzylinder mitgenommen wird. Es kann auch die Stützwalze oder es können auch die Stützwalze und die Gegenwalze angetrieben werden. Ebenso ist ein Antrieb des Hohlzylinders möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Walze für Walzenpressen, insbesondere Kalander, für die Druckbehandlung von Warenbahnen, vornehmlich Papierbahnen und Textilbahnen, bei welchen eine aus einem rohrförmigen, zum Umlauf bestimmen, dem arbeitenden Umfang bildenden Hohlkörper aus Polyamidkunststoff bzw. Superpolyamidkunststoff mit einer inneren Abstützung auf der Seite der Anlage gegen die Warenbahn bestehende Walze
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dass im Hohlzylinder (2) als Abstützung eine Hartwalze, insbesondere Stahlwalze, kleineren Aussendurchmessers als der Innendurchmesser des Hohlzylinders angeordnet ist.