<Desc/Clms Page number 1>
Abdichtung für Blend- und Flügelrahmen aus Kunststoffprofilen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdichtung für Blend - und Flügelrahmen aus Kunststoffprofilen, die einen gegenseitigen, sogenannten Überschlag mit einem elastischen Profildichtungskörper in einer Haltenut aufweisen. Bei bekannten Ausführungen erfüllt der Profildichtungskörper seine Dichtungsfunktion dadurch, data er bei geschlossenem Flügelrahmen zwischen Überschlag und Kante des Gegenprofiles gepresst wird und dabei eine zwischen Blend-und Flügelrahmen befindliche Kammer nach aussen hin abdichtet.
Man verfolgt mit der Kammer das Prinzip der Bildung eines beständigen Luftpolsters, der die bei starKem, auf der äusserenDichtung lastendem Druck in die Kammer eintretende Zugluft durch das Entstehen von Wirbel abbremst und mithin am Durchtritt durch die Kammer hindert. Die Dichtung durch Zugluftbremsung hat sich aber nicht als vollkommen erwiesen, da auf dem Umfang des Blend-und Flügelrahmens der Anpressdruck nicht gleichmässig ist und sich dies-insbesondere bei grösseren Fensterabmessungen-auch nicht ohne weiteres erreichen lässt. Dieser Mangel konnte trotz Weiterentwicklung der Profile für Blendund Flügelrahmen sowohl von der Material- als auch der konstruktiven Seite her nicht behoben werden.
Die Erfindung wendet sich deshalb bewusst von dem Prinzip der Abdichtung durch Zugluftbremsung in einem Luftpolster ab. Sie sieht dafür bei Blend-und Flügelrahmen aus Kunststoffprofilen, die einen gegenseitigen, sogenannten Überschlag mit einem elastischen Schlauch aufweisen, der dem Gegenprofil als Anschlag dient, erfindungsgemäss eine Abdichtung vor, bei der der Schlauch mit einem Öffnungsschlitz versehen und der Schlitz der Lufteintrittsseite zugewendet ist. Die Aussenluft tritt somit in den Schlauch ein und erzeugt dabei durch Aufblähen desselben einen Innendruck, der das Aufeinanderpressen der Dichtflächen verstärkt, u.zw. in Abhängigkeit von dem auf der Schlauchmündung liegenden Aussendruck. Damit ist der Blend- und Flügelrahmen praktisch zugluftsicher abgedichtet.
Im folgenden sind an Hand der Zeichnungen weitere Einzelheiten der Erfindung an einem Ausführungbeispiel beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in Fig. 1 einen horizontalen Schnitt durch den Blend- und Flügelrahmen und in Fig. 2 einen Querschnitt durch den Dichtungsschlauch.
Blendrahmen 1 und Flügelrahmen 2 bestehen aus einem Hohlprofil aus Kunststoff. Die Rahmen 1,2 sind in geschlossener Fensterstellung dargestellt, wo jeweils einer der beiden Überschläge 3,4 sich an der Kante des Gegenprofiles 1, 2 anlegt. Die Überschläge 3, 4 sind mit einem in einer Nut ge- haltenen Schlauch 5 für die Abdichtung des Spaltes zwischen Überschlag 3,4 und Gegenprofil 1, 2 versehen. Nach der Erfindung besitzt der Schlauch 5 einen Öffnungsschlitz 6, u. zw. ist dieser Schlitz der Lufteintrittsseite zugewendet. Die Zugluft tritt somit in den Schlauch 5 ein und wird von demselben aufgefangen. Der Schlauch 5 blaht sich auf und erzeugt dabei einen Expansionsdruck, der dem Anpressdruck entgegenwirkt.
Auf diese Weise wird die Presswirkung auf die Dichtfläche verstärkt und eine praktisch zugluftsichere Abdichtung unter den Rahmen 1, 2 hergestellt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet der Schlauch 5 (vgl. Fig. 2) im Querschnitt ein Dreieck, u. zw. ein leicht stumpfwinkeliges, ungleichschenkeliges Dreieck mit einem Winkel von zirka 950, das die durch die Überschläge 3,4 an den einen Längsseiten 7,8 der Rahmen 1, 2 gebildeten Winkel ausfüllt. Im Querschnitt gesehen liegen die Kurzseiten des dreieckigen Schlauches 5
<Desc/Clms Page number 2>
im Winkel, während die längste Seite als Dichtleiste 9 dient. Im geschlossenen Zustand des Flügelrahmens 2 drückt die Kante des Gegenprofiles auf die Dichtleiste 9 und bewirkt dabei ein leichtes Auseinanderfedern des mündungsartigen Schlitzes 6 im Schlauch 5.
Das Ende der Dichtleiste 9 ist lippenartig umgebogen, womit der Zuglufteintritt in den Schlauch 5 noch weiter gefördert wird und wirbelfrei erfolgen kann.
Durch den an den Längsseiten 7 und 8 gelegenen stumpfen Winkel werden die Federungseigenschaften des Schlauches 5 begünstigt. Zum gleichen Zweck hat die Dichtleiste 9 des Schlauches 5 eine geringere Querschnittsstärke.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abdichtung für Blend-und Flügelrahmen aus Kunststoffprofilen, die einen gegenseitigen, sogenannten Überschlag mit einem elastischen Schlauch aufweisen, der dem Gegenprofil als Anschlag dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (5) mit einem Öffnungsschlitz (6) versehen ist, der der Lufteintrittsseite zugewendet ist.