<Desc/Clms Page number 1>
Bremseinrichtung für Seilbahnen
Die zunehmende Beliebtheit der Seilbahnen, insbesondere in den Wintersportzentren, bringt es mit sich, dass die Seilbahngesellschaften sich vor die Aufgabe gestellt sehen, ihre Frequenz zu steigern, d. h. es besteht der Wunsch nach immer mehr Förderleistung und diese Erhöhung der Förderleistung kann am einfachsten dadurch erreicht werden, dass man die Geschwindigkeit der Seilbahnen steigert. Diesem Wunsch der Seilbahngesellschaften steht aber die Aufsichtsbehörde entgegen, die eine Steigerung der Geschwindigkeit nicht zulässt, mit der Begründung, dass die eventuell notwendig werdende Notbremsung mit den mechanischen Bremsen zu Seilüberschlägen führen kann und dadurch die Sicherheit der Seilbahn gefährdetwird.
Das Problem, die Seilbahngesdiwindigkeit über 7 m/sec hinaus zu erhöhen, besteht also vor allem darin, die mechanischen Bremsen, die eingreifen müssen, wenn z. B. die Netzspannung ausfällt, so zu gestalten, dass sie auch bei höherer Geschwindigkeit sanft und dennoch rasch wirken.
Jede Seilbahnanlage der in Rede stehenden Art besitzt eine automatische Regelung und somit eine T achometermaschine, deren Spannung der Geschwindigkeit der Seilbahn proportional ist. Die Erfindung gestattet es, die erforderliche möglichst rasche und doch sanfte Bremsung zu erzielen.
DenGegenstandder Erfindung bildet eine Bremseinrichtung für Seilbahnen, die eine Tachometerma- schine oder eine andere, einegeschwindigkeitsproportionale elektrische Grösse liefernde Einrichtung, sowie einen hydraulischen oder pneumatischen Brems-Stellantrieb aufweisen, und sie ist dadurch gekennzeichnet, dass durch den Stellantrieb, der, wie an sich bekannt, durch die eine geschwindigkeitsproportionale Spannung liefernde Einrichtung beeinflusst ist, die Beeinflussung der Bremskraft so erfolgt, dass die Abweichung des durch den zeitlichen Differentialquotienten der geschwindigkeitsproportionalen elektrischen Grösse, z. B. der Spannung der Tachometermaschine, gebildeten Ist-Wertes (Verzögerungs-Ist-Wertes) von einem vorgegebenen Soll-Wert möglichst klein wird.
BremseinrichtungenmitselbsttätigerRegelungdesBremsmomentes, etwa in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit selbst, sind natürlich schon bekannt, doch unterscheiden sie sich von der Erfindung hinsichtlich Aufgabenstellung und Lösung. So ist es z. B. auch schon bekannt, bei gegebenem Weg (bis zum Zielpunkt) und gegebener Geschwindigkeit selbsttätig jene Bremsverzögerung wirksam werden zu lassen, die das Anhalten im vorgegebenen Zielpunkt sicherstellt. Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel einer von der Netzspannung unabhängigen erfindungsgemässen Bremseinrichtung. Mit m 1 ist der Seilbahnmotor und mit m 2 die Tachometermaschine bezeichnet. Die Spannung der letzteren wird in einem Differenziergerät ul, das auch im wesentlichen aus einem Differenziertransformator bestehen kann, differenziert.
Die elektrische Ausgangsgrösse dieses Gerätes ist also ein Mass für den Ist-WertderBeschleunigungbzw. Verzögerung. Des weiteren wird aus der in der Anlage vorhandenen Batterie n, ein Soll-Wert-Geber Ug gespeist, der einen vorzugsweise einstellbaren, konstanten oder
EMI1.1
ter mit anschliessendem Spannungsteiler und liefert so eine von Spannungsschwankungen der Batterie unabhängige Soll-Wert-Spannung, die gegebenenfalls den Anlagenverhältnissen angepasst werden kann. Im Gerät U2 werden Ist- und Soll-Wert verglichen und die sich dabei ergebende Regelabweichung wird dem
<Desc/Clms Page number 2>
Verstärker bzw.
Rcgler U5 zugeführt. Dieser wird aus der Batterie n1 über einen vorzugsweise transistorisierten Wechselrichter gespeist und kann z. B. ein Transduktorregler sein, der sich durch Betriebssicherheit und Robustheit auszeichnet. Der Ausgangsstrom des Reglers u g wird in einem elektropneumatischen Wandler S4 in einen proportionalen Druck verwandelt, der über den Stellmacher (Positioner) s3 und den Bremszylinder s2 die Bremse s1 steuert. Die Bremse wird also zufolge der getroffenen Anord- nung durch den Kolben des Bremszylinders stets so stark belastet, als zur Erzielung der vom Gerät U3 vorgegebenen Soll-Verzögerung notwendig ist.
Damit kann also erreicht werden, dass die Bremse nicht wie bisher schlagartig einsetzt, sondern nur so weit anzieht, als dies zum sanften, eine bestimmte Verzögerung ergebenden Bremsen erforderlich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bremseinrichtung für Seilbahnen, die eine Tachometermaschine oder eine andere, eine geschwindigkeitsproportionale elektrische Grösse liefernde Einrichtung, sowie einen hydraulischen oderpneumati-
EMI2.1
Brems-Stellantrieb aufweisen, d ad urc h g ek en nz eic hne t, dass durch den Stellantrieb (ss4), der wie an sich bekannt, durch die eine geschwindigkeitsproportionale Spannung liefernde Einrichtung (m) beeinflusst ist, die Beeinflussung der Bremskraft so erfolgt, dass die Abweichung des durch den zeitlichen Differentialquotienten der geschwindigkeitsproportionalen elektrischen Grösse, z. B. der Spannung der Tachometermaschine (mj, gebildeten Ist-Wertes von einem vorgegebenen Soll-Wert möglichst klein wird.