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Schalteinrichtung für Filmrollen-Umspulapparate
Zum Umspulen der Filme in Filmtheatern dienen meist Umspuleinrichtungen, die einen Tragbock mit Spindeln vorstellen, auf die die leere bzw. volle Spule aufgesteckt wird. Das eigentliche Um- spulen kann mit Antrieb von Hand aus oder mittels eines elektromotorischen Antriebs erfolgen. Da im zweiten Fall die Gefahr besteht, dass am Ende des Umspulvorganges das Endstück des Films von der nicht rechtzeitig gebremsten Abwickelspule freigegeben wird, auf Tischkanten u. dgl. aufschlägt und dadurch beschädigt wird, ist es bekannt, den elektrischen Antrieb der Aufwickelspule automatisch abzuschalten, wenn der Abwickelvorgang beendet ist.
Die automatische Schalteinrichtung wird auf das die beiden
Spulen verbindende Filmstück aufgesetzt und vom Film unterfahren ; sie schaltet ab, wenn das Filmende diese Vorrichtung durchläuft. Da aber das freie Bandende in dem Augenblick des Abschaltens ebenso wie die Aufwickelspule unter der Wirkung praktisch der gesamten Bewegungsenergie des Umspulvorganges steht, kann es wieder zu dem Aufschlagen des Filmendes auf Kanten und Unterlagen kommen.
Gegen diese Schalteinrichtung besteht ausserdem der Einwand, dass sie den Film durchbiegt und dabei am meisten in seinem schwächsten Bereich, nämlich der Perforation, beansprucht ; ausserdem kommt es leicht zu Kratzern auf der Filmbildfläche.
Die vorliegende Umspuleinrichtung ist frei von diesem Nachteil, weil sie zwar eine automatische Abschaltung des Elektromotors vorsieht, den Zeitpunkt dieser Abschaltung jedoch zweckentsprechend festzulegen erlaubt, wozu die Abschaltung von dem Gewicht der Abspulrolle abhängig gemacht wird, d. h. die Abschaltung tritt ein, wenn der auf der Abspulrolle noch vorhandene Filmrest ein bestimmtes Gewicht zeigt, das ein Mass dafür ist, dass das Filmende naht. Die vorliegende Abschalteinrichtung ist dabei so beschaffen, dass sie nicht nur den Antriebsmotor ausschaltet, sondern auch gleichzeitig in sehr einfacher Weise einen Bremsvorgang einleitet.
Auf diese Weise wird erreicht, dass die Aufspultrommel, die speziell bei 70 mm breiten Filmen eine erhebliche Masse vorstellt (Gewichte von 25 bis 35 kg der vollen Spule sind normal) langsam abgebremst wird, so dass das freie Filmende, ohne auf Unterlagen aufzuschlagen, frei auf den Umfang der Aufwickelspule aufläuft. All dies wird ohne mechanische Beanspruchung des Filmes bei voller Schonung der Bildfläche erreicht.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalteinrichtung für Filmrollen-Umspulapparate, bei welchen die Filmspule auf einer zur Horizontalen geneigten, axial beweglichen Tragachse aufgesetzt ist und eine Bremsfläche vorgesehen ist, an welche sich die Spule bei axialer Verschiebung anlegt.
Bei dieser Bauweise kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass die Tragachse mit ihrem tiefer liegenden Ende auf einer Feder aufliegt, ein unter Federspannung stehender verriegelter Steuerhebel vorgesehen ist, der nach Lösung seiner Verriegelung auf die Feder einwirkt und sie von der Tragachse weg verschiebt, an der Feder ein Ansatz angebracht ist, der auf eine Federzunge auftritt und diese verschiebt, wenn die Feder eine vorbestimmte Lage durchläuft, und an der Federzunge ein Anschlag für die Verriegelung des Steuerhebels angebracht ist, wobei die Feder ausserdem auf eine im Motorstromkreis des Spulenantriebs liegende Kontaktfeder einwirkt und bei ihrer Verschiebung durch den Steuerhebel deren Kontakt öffnet.
Zur Erläuterung der Erfindung und ihrer Ausgestaltungen sei auf die Zeichnungen verwiesen, in de- nen einAusführungsbeispiel der vorliegenden Umspuleinrichtung schematisch dargestellt ist. Fig. l zeigt einen an sich bekannten Tragbock der Aufwickelspule im Teilquerschnitt, wobei die erfindungsgemässe
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