AT281236B - Elektrophoretisches Beschichtungsverfahren - Google Patents

Elektrophoretisches Beschichtungsverfahren

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Stolllack Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrophoretisches Beschichtungsverfahren 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 beispielsweise in der Nacht, dadurch aus dem Elektrophoresebad entfernt, dass die mit gewöhnlichem Leitungswasser bespülte Diaphragmenelektrode während dieser Zeit als Anode geschaltet wird. 



   Zur kontinuierlichen Entfernung der an der Anode nicht abscheidbaren Anionen wird erfindungsgemäss mindestens eine zusätzliche, mit gewöhnlichem Leitungswasser bespülte Diaphragmenelektrode in das Elektrophoresebad eingesetzt und als Anode geschaltet. 



   Während des Betriebsstillstandes wird die während des Beschichtungsvorganges als Kathode wirkende Diaphragmenelektrode als zweite Anode geschaltet, während eine im Bad befindliche Elektrode als Kathode geschaltet wird. Als Kathode kann beispielsweise ein zu beschichtender Gegenstand oder eine im Bad verbleibende Elektrode verwendet werden. 



   Für die Elektrobeschichtung können nach dem erfindungsgemässen Verfahren alle an sich bekannten wässerigen Anstrichmittel, die in herkömmlichen Anlagen verwendet werden, eingesetzt werden. Der wesentliche Vorteil ist darin zu sehen, dass an Stelle von destilliertem Wasser   gewöhnliches   Leitungwasser mit einer Härte von bis zu 300dH verwendet werden kann. 



   Beispiel einer geeigneten Badzusammensetzung : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Aluminiumsilikat <SEP> 57,0 <SEP> g
<tb> Molybdatorange <SEP> 19, <SEP> 4 <SEP> g <SEP> 
<tb> Permanentviolett <SEP> MR <SEP> 15, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Eisenoxydrot <SEP> 5, <SEP> 8 <SEP> g
<tb> Titandioxyd <SEP> 3,6 <SEP> g
<tb> Acrylharz <SEP> (60%ig) <SEP> 835, <SEP> 0 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> 64, <SEP> 1 <SEP> g <SEP> 
<tb> 1000, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Dieses Konzentrat wird mit 5000 g Wasser verdünnt, mit Ammoniak neutralisiert. 



   Die Badflüssigkeit weist einen Festkörpergehalt von 10%   (Gew.-lo)   auf. 



   Filme mit guten Oberflächeneigenschaften sind in diesem Bad zu erreichen, wenn eine Leitfähigkeit von 1, 7 bis 2, 2 m/sec eingehalten wird. Im folgenden werden zwei Beispiele von Vorrichtungen, die dem erfindungsgemässen Verfahren entsprechen, beschrieben. Als Badflüssigkeit soll in beiden Fällen das oben beschriebene Anstrichmittel verwendet werden. 



     Beispiel l : Die   Vorrichtung besteht aus einem elektrisch   isolierten Metallbecken,   in dem ein Diaphragmenraum vorgesehen ist. In diesen taucht eine plattenförmige Elektrode. An einer Transportvorrichtung werden die zu beschichtenden metallischen Gegenstände in das Bad eingefahren. Für den Beschichtungsvorgang werden die Gegenstände als Anoden, die Diaphragmenelektrode wird als Kathode geschaltet. 



   Während des Beschichtungsvorganges werden die Kationen,   z.   B. Härtebildner und Amine des Anstrichmittels, die sich sonst anreichern und so zu Störungen Anlass geben würden, mittels der Diaphragmenelektrode entfernt. Das Bad weist zu Beginn des Beschichtungsvorganges eine Leitfähigkeit von 1, 7 m/sec auf. Innerhalb von 12 Betriebsstunden steigt die Leitfähigkeit auf 3, 5 m/sec an. Dies bedeutet die äusserste Grenze der Leitfähigkeit, bei der noch befriedigende Filmqualitäten erreicht werden können. Darauf wird bei Betriebsstillstand eine plattenförmige Elektrode in das Bad eingefahren und als Kathode geschaltet, während die Diaphragmenelektrode als Anode geschaltet wird. Nun werden die im Bad angereicherten und nicht an der Anode abscheidbaren Anionen aus dem Bad entfernt.

   Die Leitfähigkeit des Bades sinkt innerhalb von 15 min auf   I, 7 rn/sec   ab, das Bad ist somit wieder betriebsbereit. 



     Beispiel 2 :   Die Vorrichtung enthält in dem elektrisch isolierten Metallbecken zwei Diaphragmenräume, in denen je eine plattenförmige Elektrode eingebaut ist. Die eine der Diaphragmenelektroden ist als Anode, die andere als Kathode geschaltet. Die Diaphragmenräume sind mit Leitungswasser gefüllt und werden ständig mit Leitungswasser gespült. In das Elektrobeschichtungsbad selbst werden die zu beschichtenden Gegenstände eingefahren und als Anode   geschaltet. Die als Anode wirkende Diaphrag-   menelektrode und die zu beschichtenden Gegenstände sind dabei parallelgeschaltet.   Somitwerdenwäh-   rend des Beschichtungsvorganges gleichzeitig überschüssige Kationen der Harzkomponenten sowie der Härtebildner und Anionen, die nicht an der Anode abgeschieden werden können, entfernt. 



   Wird dabei Wasser mit einer Härte von 300dH verwendet, so steigt die Leitfähigkeit des Bades in 12 Betriebsstunden nur von 1, 7 auf 2, 0 m/sec an. 



   Während des Betriebsstillstandes wird eine im Bad vorgesehene und während des Beschichtungsvorganges nicht unter Strom stehende Metallplatte als Kathode geschaltet, während die zuvor als Kathode 

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 wirkende Diaphragmenelektrode als 2. Anode geschaltet wird. Dadurch wird es möglich, die im Bad befindlichen restlichen Anionen der Härtebildner zu entfernen. Die Leitfähigkeit des Bades fällt dabei innerhalb von zirka 5 min auf   1, 7 rn/sec.   Bei Verwendung von weicherem Wasser ist das Umschalten und Entionisieren während des Betriebsstillstandes nicht erforderlich. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist es möglich, nicht nur das überall und sehr billig zur Verfügung stehende Leitungswasser zu verwenden, sondern auch alle kostspieligen Ionenaustauscher wegzulassen und teure Arbeitskräfte einzusparen und betriebsstörende Fehlerquellen auszuschalten. Es hat sich gezeigt, dass bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens   der PH- Wert des Elektrophoresebades   konstant bleibt und die Leitfähigkeit in den gewünschten Grenzen gehalten werden kann. Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Überzüge sind einwandfreier Qualität, völlig gleichmässig, porenfrei und ohne fremde Einschlüsse. 



    PATENTANSPRÜCHE :      z   Verfahren zur Elektrobeschichtung von metallischen Gegenständen in einem Bad, das wasserlösliche und/oder in Wasser dispergierbare Nichtleiter, insbesondere Kunststofflacke enthält, unter Ver- 
 EMI3.1 
 Beschichtung als Kathode wirkende Elektrode als Anode geschaltet wird, wodurch die sich im Bad anreichernden, an der Anode nicht abscheidbaren Anionen, beispielsweise Anionen der Härtebildner, entfernt werden. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. dass mindestens eine zusätz-liche Diaphragmenelektrode als Anode eingesetzt wird, wodurch neben den Kationen auch die nichtan der Anode sich abscheidenden Anionen während der Beschichtung der Gegenstände aus dem Bad entfernt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entionisierung des Elektrophoresebades 10 bis 15 min vor dem eigentlichen Beginn der Elektrobeschichtung eingeleitet und gegebenenfalls während der Beschichtung aufrecht erhalten wird. EMI3.3 fernung der im Elektrobeschichtungsbad sich anreichernden, an der Anode nicht abscheidbaren Anionen während des Betriebsstillstandes die während des Beschichtungsvorganges als Kathode wirkende Diaphragmenelektrode als 2. Anode geschaltet wird, während eine im Bad befindliche Elektrode als Kathode geschaltet wird. EMI3.4
AT322166A 1966-04-05 1966-04-05 Elektrophoretisches Beschichtungsverfahren AT281236B (de)

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