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Die Erfindung betrifft eine Steuer vonicht mg für die Entriegelung der Etagentür bei einer Aufzugsanlage mit einem auf Parallelogrammlenkern gelagerten Trapez und einer Betätigungsvorrichtung für die Verschwenkung des Trapezes. Bisher wurden zur Steuerung der Türöffnungseinrichtung bei Aufzügen ausschliesslich starke Elektromagnete für die schwenkbare Betätigung des Trapezes verwendet. Diese müssen ständig gereinigt und geschmiert werden, um ohne Störungen zu funktionieren. Bei länger anste-
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gestört. Weiters kommt es durch die hohe Wärmeentwicklung der Magnetspule bedingt auch zu nicht unerheblichen verschmutzungen der Anlage.
Weiters nachteilig sind die hohen Kosten dieser bekannten Vorrichtung sowie der erhöhte Platzbedarf in der Einbausituation. Dadurch ist ein Ein- fädeln des Rollenhebels im Trapez und damit eine mechanische Beschädigung durch abreissen des Rollenhebels aufgrund der Bewegung der Liftkabine nicht auszuschliessen.
Die Erfindung bezweckt hier Abhilfe zu schaffen und eine Steuervorrichtung für Dreh- Hub- und Schiebetüren bei türlosen Kabinen von Aufzugsanlagen anzugeben, die bei verbesserten Einbaumasse (Verringerung des massgebenden Platzbedarfes um ca. zwei Drittel) und erhöhter Betriebssicherheit auch einen nicht zu übersehenden wirtschaftlichen Aspekt aufweist. (Produktionskosten sinken auf ca. 30-40%).
Erfindungsgemäss Werden diese Ziele dadurch erreicht, dass eine das Trapez verschwenkende pneumatische Betätigungsvorrichtung vorgesehen ist, die das Trapez von einer Grundschiene weg in eine gehobene Endlage verschwenkt, dass ein Pneumatik-Zylinder von einem am Trapez angelenkten Sicherheitsabweiser dreiseitig geschützt umgeben ist, und dass bei Druckluftabfall im Pneumatik-Zylinder eine Rückholfeder das Trapez in eine vollständig zusammengeklappte Stellung zieht. Dabei können die Rückholfeder und der Pneumatik-Zylinder zwischen Trapez und Grundschiene angeomet sein.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausfiihrungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt die Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Aufzugschachtes und die Fig. 2 sowohl eine axonometrische als auch eine frontale Ansicht der pneumatischen Türöffnungs-Einrichtung.
In Fig. 1 ist ein Teil einer Aufzugsanlage ersichtlich mit einer in einem Aufzugsschacht verfahrbaren Aufzugskabine A. Im dargestellten Beispiel besitzt die Aufzugskabine A beidseitig Ausgänge, die zu um einen Halbstock versetzte Etagen führen. Die entsprechenden Etagenzugangstüren sind in der Fig. 1 mit dem Bezugszeichen E versehen.
Nach dem Einfahren und Stillstand der Aufzugskabine A auf dem Niveau einer durch die Rufsteuerung vorbestimmten Station wird über die Liftsteuerung ein Magnetventil 7 angesteuert, welches aus dem Druckluft-
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speicher 8 Pressluft an den Pnemcatik-Zyünder cigibt (siehe Fig. 2). Der Pneumatik-Zylinder 5 schwenkt das an einer Seitenwand der Aufzugskabine A angeordnete Trapez 2 mittels Parallelogrammlenkem 3 aus einer Grundschiene 1 in die gehobene Endlage, wodurch das Trapez 2, der Abweiser 4'und der Sicherheitsabweiser 4 gegen den an der Schachtwand installierten Rollenhebel R verschwenkt werden. Dieser Rollenhebel R zieht den Türverriegelungsbolzen der Etagentür E aus dem Türblatt, womit die Etagentüre E des betreffenden Stockwerkes zur Öffnung freigegeben wird.
Nach dem schliessen der Etagentüre E und Anliegen eines Rufkommandos von seiten der Aufzugsteuerung wird das Magnetventil 7 abgeschaltet und die Rückholfeder 6 zieht das Trapez 2 mit seinem Abweiserblechen 4'und 4 in seine Ruhelage zurück, bei welcher eine Berührung des Trapezes 2 mit der Rolle des Rollenhebels R nicht stattfindet und somit eine unterbrechungsfrei Fahrt der Aufzugskabine A gewährleistet ist. Dies bringt auch den sicherheitstechnischen Vorteil, dass bei Druckluftausfall, respektive bei kaputter Magnetspule 7 der Rollenhebel R nicht vom Trapez 2 betätigt werden kann, da die Rückholfeder 6 das Trapez 2 in eine vollständig mit der Grundschiene 1 zusammengeklappte Stellung zieht.
Dies bedeutet aber keine Beeinflussung der Aufzugssteuerung, so dass ein Verlassen der Aufzugskabine A bei gegenüberliegenden Etagentüren E (soweit vorhanden) in dieser Situation trotzdem problemlos möglich ist. Selbst bei Anordnung der Türen E nur an einer Seite des Liftes ist eine Befreiung von eingeschossenen Personen unproblematischer, wenn sich das Trapez 2 in eingezogener Stellung befindet und nicht befürchtet werden muss, dass sich durch das Vorbeibewegen des ausgefahrenen Trapezes 2 (wie bisher üblich) eine Türe E öffnet, wo das Aussteigen von Personen nicht wünschenswert ist. Zumal es durch den betätigten Rollenhebel R ja zum Stillstand der Kabine kommt.
In nachteiliger Weise kommt es beim bekannten Stand der Technik im Störungsfall bei permanent angezogener Magnetspule zu einem ausschwenken des Trapezes 2, wodurch die Normalfahrt der Aufzugskabine A gestoppt wird, da das Trapez 2 den in der Fahrtrichtung nächsten Rollenhebel R berührt und dadurch die Steuerkette der Aufzugssteuerung unterbrochen wird, womit die Aufzugskabine A nach einem Bremsweg ausserhalb des Etagenniveaus zum Stillstand kommt. Somit ist nur bei der erfindungsgemässen Ausführung gemäss der geoffenbarten Steuervorrichtung ein weiterhin normales Funtionieren der Liftanlage gewährleistet und allenfalls können eingeschlossene Personen auf dem gewünschten Stockwerkniveau befreit werden, da die Aufzugskabine A alle Stockwerke normal ansteuern kann.
Über dem die Vorrichtung betätigten Pneumatik-Zylinder 5 ist ein Sicher- heitsabweiser 4 schwenkbar montiert, der als dreiseitig schützendes Abdeckblech ausgeführt ist und zwei Funktionen erfüllt. Zum Ersten schützt es den
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Pneumatik-Zylinder 5 gegen mechanische Beschädigung, zum Zweiten fungiert es als Verlängerung des Abweisers (Trapezes 2) in geöffneter Stellung bei dem Falle eines Bruches der Rückholfeder 6 und verhindert so ein Einhängen der Rolle hinter dem Abweiser und der darauf folgenden Beschädigung des Rollenhebels R. Auf Grund des vollständigen Zusammenklappens des Trapezes 2 ist zwischen Schachtwand und Aufzugskabine A lediglich der Platz für den Weg des Rollenhebels R plus dem geringen Einbaumass des erfindungsgemässen Trapezes 2 (ca. 5 cm) nötig.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Gleichheit der Grundausstattung alle Pneumatik-Zylinder 5. Lediglich die Magnetspule für das Magnetventil 7 muss an die jeweils vorhandenen Betriebsspannung angepasst werden.
Der Pneumatik-Zylinder 5 bedarf keiner besonderen Wartung und Schmierung um unbeschadet funktionieren zu können, da eine Lebenserwartung von bis zu zwei Millionen Schaltwegen zu erwarten ist.
Der Betriebsdruck des Druckluftspeichers 8 mit 24 Liter Inhalt beträgt 10 bar und sorgt bei einem Betriebsdruck des Pneumatik-Zylinder 5 von 2, 5 bar für ca. 600-800 Öffnungsbewegungen des Zylinders, was auch bei Ausfall des Kompressors 9 zu keinen ernstlichen Störungen des Liftbetriebes führen würde.