AT291155B - Verfahren zum enzymatischen Abbau von Mikroorganismen, insbesondere Hefe - Google Patents
Verfahren zum enzymatischen Abbau von Mikroorganismen, insbesondere HefeInfo
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Description
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Verfahren zum enzymatischen Abbau von Mikroorganismen, insbesondere Hefe
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können z. B. Sojamehl, tierische Organe oder Pilzmycel mitverarbeitet werden. Dass man jedoch dann, wenn man einen lebend zur Autolyse gebrachten Mikroorganismus wiederholt den Enzymen von zur Autolyse gebrachten gleichen Mikroorganismen aussetzt, eine höhere Ausbeute erzielt, war umso überraschender, als es beim Aufschluss artfremde Eiweissstoffe vorkommen kann, dass wohl das artfremde Eiweiss gut, jedoch der autolysierende Mikroorganismus selbst nur mangelhaft abgebaut wird.
Vorteilhafterweise kann man hiebei den Zellrückstand, vor oder nach seiner Abtrennung von der Lösung, vor der nochmaligen Einwirkung von in Autolyse befindlichen gleichartigen Mikroorganismen auf Sterilisationstemperatur, etwa 90 bis 140 C, erhitzen. Dadurch wird einerseits dem Aufkommen von Infektionen vorgebeugt, anderseits werden noch im Zellrückstand vorhandene Eiweissstoffe denaturiert und damit für die Enzyme leichter abbaubar gemacht.
Es hat sich gezeigt, dass sich durch Anwendung der Erfindung auf den Abbau von Hefe eine in der Grössenordnung von etwa 10% liegende Steigerung der Ausbeute an gelösten Stoffen erreichen lässt, verglichen mit bisher bekannten einfachen Autolysen. Dieser Wert unterliegt naturgemäss gewissen Schwankungen je nach Art der verwendeten Hefe und je nach den Versuchsbedingungen.
Im praktischen Betrieb kann in weiterer Ausbildung der Erfindung so vorgegangen werden, dass von mehreren, in zeitlichem Abstand zur Autolyse angestellten Chargen von Mikroorganismen jeweils ein Teil des Zellrückstandes einer früheren Charge einer später angestellten Charge vor oder während deren Autolyse zugesetzt wird. Man wird dann die Zumischung jeweils bei niedrigeren Temperaturen, bei Hefe z. B. 35 bis 45 C, vornehmen und das Gemisch nach einiger Zeit auf höhere Temperaturen, bei Hefe z. B. 45 bis 55 C, bringen. Von dem nach dem Aufschluss abgetrennten Zellrückstand kann ein Teil wieder einer weiteren, späteren Charge zugemischt werden. Beim Abbau von Hefe erfolgt die erste Autolyse, also die Autolyse der gesamten Zellen, wenigstens teilweise bei Temperaturen zwischen 45 und 55 C.
Dem nach dieser Autolyse abgetrennten Zellrückstand werden Hefe, die dann zur Autolyse gebracht wird oder die bereits in Autolyse befindlich ist, sowie gegebenenfalls Verdünnungswasser und allenfalls noch weitere Stoffe, wie organische Lösungsmittel, Kochsalz od. dgl., zugesetzt, wobei das so erhaltene Gemisch auf Temperaturen zwischen 35 und 450C gehalten wird. Nach der Einwirkung der in Autolyse befindlichen Hefe auf den Zellrückstand kann die dabei entstandene Lösung wieder abgetrennt, gegebenenfalls mit der nach der ersten Autolyse gewonnenen Lösung vereinigt, konzentriert und weiter aufgearbeitet werden.
Beispiel : l kg Presshefe mit 30% Trockensubstanz, entsprechend 300 g Hefetrockensubstanz, wird mit 11 Wasser zu einem Rahm angerührt, mit 5 ml Trichloräthylen versetzt, 12 h auf 400C und dann 36 h auf 50 C unter Rühren gehalten. Danach wird der Rückstand abzentrifugiert und zweimal mit Wasser gewaschen. Die vereinigten Lösungen enthalten 133 g gelöste Trockensubstanz, d. i. 44, 3% der eingesetzten Hefetrockensubstanzmenge.
Der Rückstand wird nun mit Wasser aufgerührt und unter Druck bei 1200C 1 h lang sterilisiert.
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gerührt. Danach wird abzentrifugiert und der Rückstand gewaschen. Diesmal enthalten die gewonnenen Lösungen zusammen 82 g gelöste Trockensubstanz. Insgesamt wurden also von 450 g eingesetzter Hefetrockensubstanz 215 g in Lösung gebracht, d. S. 47, 8%. Verglichen mit 44, 3% bei einfacher Autolyse, entspricht dies einer Ausbeutesteigerung von 7, 9%, wenn die Ausbeute bei einfacher Autolyse als 100% in Rechnung gestellt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum enzymatischen Abbau von Mikroorganismen, insbesondere Hefe, wobei diese einer Autolyse unterworfen werden und der Zellrückstand von der dabei entstandenen Lösung getrennt
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erhitzte und wieder abgekühlte, abgetrennte Zellrückstand nochmals der Wirkung von in Autolyse befindlichen, gleichartigen Mikroorganismen ausgesetzt wird.
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Claims (1)
- oder nach seiner Abtrennung von der Lösung, einer Sterilisationstemperatur von 90 bis 1400C ausgesetzt wird. EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> des Zellrückstandes einer früheren Charge einer später angestellten Charge vor oder während deren Autolyse zugefügt wird.
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1969
- 1969-06-26 AT AT606169A patent/AT291155B/de not_active IP Right Cessation
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