AT3496U1 - Verfahren zum verfestigen pulverförmiger zuschlags- und legierungsstoffe - Google Patents

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Abstract

Verfahren zur Verfestigung pulverförmiger Zuschlags- oder Legierungsstoffe, insbesondere zur Herstellung von Stählen: Um den Energieeinsatz bei der Verfestigung solcher Zuschlags- und Legierungsstoffe zu vermindern, ist vorgesehen, daß die pulverförmigen Zuschlags- oder Legierungsstoffe mit einem erhärtenden pastösen Bindemittel zu einem Brei verrührt und dieser in Formen eingebracht, insbesondere eingegossen, und zu Formteilen erhärten gelassen wird, die einer Schmelze zugegeben werden.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verfesti- gung pulverförmiger Zuschlags- oder Legierungsstoffe gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1. 



   Bei der Herstellung von Stählen ergibt sich die Notwendig- keit Zuschlags- und Legierungsstoffe in eine Schmelze   einzu-   bringen, wobei diese Stoffe häufig als Pulver vorliegen. Um bei der Zugabe unerwünschte Reaktionen zu vermeiden, werden diese Zuschlags- und Legierungsstoffe in einem verfestigten Zustand der Schmelze zugesetzt. 



   Bei den bisher bekannten Verfahren werden die pulverförmi- gen Zuschlags- und Legierungsstoffe unter hohem Druck zu Pel- letts oder Kissen verfestigt. 



   Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass diese Art der Verfestigung einen sehr hohen Energieaufwand erfordern und an die Verfestigungseinrichtung höchste Ansprüche im Hinblick auf Abrassion gestellt werden müssen. Ausserdem erweisen sich die so hergestellten   Pelletcs   als nicht besonders abriebfest, so- dass erhebliche Verluste bei der Handhabung der   Pellets   erge- ben. 



   Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das mit geringem Energieeinsatz die Verfestigung von in Pul- verform vorliegenden Zuschlags- und Legierungsstoffen ermög- licht. 



   Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des An- spruches 1 erreicht. 



   Durch die vorgeschlagenen Massnahmen wird auf einfache Weise eine sehr sicherer Abbindung der pulverförmigen Zu- schlags- und Legierungsstoffe sichergestellt. Dabei ist nur ein geringer Energieeinsatz erforderlich, der im wesentlichen durch das Verrühren des Bindemittels mit den Legierungs- bzw. 



  Zuschlagsstoffen bedingt ist. Bei dem Bindemittel kann es sich um beliebige Bindemitteln, z. B. auch Kunststoffe, Bitumen od. dgl. handeln. 

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   Durch die Verwendung von Bindemitteln ergibt sich auch der Vorteil, dass die so hergestellten Formteile eine entsprechend hohe Abrassinosfestigekeit aufweisen, bzw. es lässt sich die Ab-   rasionsfestigkeit   und die Festigkeit des Formteiles gemäss den jeweiligen Bedürfnissen bzw. Kundenwunsches einstellen. Bei den gemäss dem vorgeschlagenen Verfahren hergestellten Formtei- len lässt sich daher bei deren Handhabung eine Staubbelastung und Verlust an Legierungsstoffen sehr weitgehend vermeiden. 



   Die Herstellung der Formteile aus der mit Bindemittel her- gestellten versetzten pastösen Masse kann nach den aus der Kunst- und Betonsteinerzeugung bekannten Verfahren erfolgen, wie sie z. B. bei der Herstellung von Formsteinen zur Befesti- gung von Wegen und. dgl. verwendet werden. 



   Besonders vorteilhaft ist es jedoch die Merkmale des An- spruches 2 vorzusehen. 



   Hydraulische Bindemittel lassen sich durch einfache Zugabe von Wasser in einen pastösen Zustand bringen, ohne dass sich ein Bedarf an Energiezufuhr in nennenswertem Ausmass ergibt. 



  Dabei ergibt sich bei der Verwendung von Zement und bzw. oder Silikat auch noch der Vorteil, dass durch den Kalziumgehalt des Zementes oder der Silikate dazu beträgt, die Schmelze von al- lenfalls vorhandenen Restverunreinigungen wie Schwefel und Phosphor zu befreien. Darüberhinaus stellen Silikate einen hervorragenden Schlackenbildner dar. 



   Durch die Verwendung von Zement mit unterschiedlichen Qua- litäten und Variation der zugesetzten Zementanteilen lässt sich die Abrassionsfestigkeit und die Festigkeit der hergestellten Formteile in weiten Grenzen an die jeweiligen Erfordernisse anpassen. 
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 nicht-oxidische Zuschlags- und Legierungsstoffe, die sich nur schwer binden lassen, sicher zu Formteilen zu verarbeiten. Da nur relativ wenige Mengen an Dispersion zugesetzt zu werden brauchen, wird auch nur relativ wenig Kohlenstoff in die Schmelze eingetragen. 



   Für die sehr häufig in der Stahlerzeugung eingesetzten Le- gierungsstoffe, wie Nickeloxid und Ferrochrom ist es vorteil- haft die Merkmale des Anspruches 4 und 5 vorzusehen. 



   Bei der Verfestigung von nicht-oxidischen Zuschlags- oder Legierungsstoffen ist es vorteilhaft die Merkmale des An- spruches 6 vorzusehen. 

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   Durch diese Massnahmen lässt sich auf einfache Weise eine sichere Benetzung der zu verfestigenden Partikel auf einfache Weise erreichen. 



   Grundsätzlich lassen sich neben den bereits genannten Le- gierungsstoffen, wie Nickeloxid und Ferrochrom auch alle übri- gen Zuschlags- und Legierungsstofe nach dem erfindungsgemässen Verfahren verfestigen. In diesem Zusammenhang sei nur bei- spielsweise auf Flugasche, Schlacke, Gichtstaub u.s.w. verwie- sen. 



  Beispiel 1: Eine Masse bestehend aus 25 Gew.% Zement und 65 Gew.% Nickeloxid-Pulver wurde mit 10 Gew. % Wasser angerührt und die so hergestellte pastöse Masse in eine Form gegossen und trock- nen gelassen. Der so erhaltenen Formkörper zeichnete sich durch eine hohe Festigkeit und eine hohe   Abrasionsfestigkeit   aus und kann problemlos gehandhabt und in eine Schmelze einge- bracht werden. 



  Beispiel 2: Eine Masse bestehend aus 15 Gew. % Zement, 10 Gew.% Silikat und 65 Gew.% Nickeloxid-Pulver wurde mit 10 Gew. % Wasser angerührt und die so hergestellte pastöse Masse in eine Form gegossen und trocknen gelassen. Der so erhaltenen Formkörper zeichnete sich durch eine hohe Festigkeit und eine hohe   Abrasions-   festigkeit aus und kann problemlos gehandhabt und in eine Schmelze eingebracht werden. 



  Beispiel 3: Eine Masse bestehend aus 25 Gew.% Zement, 5 Gew.% Dispersion (Acryldispersion) als Haftvermittler und 60 Gew.% Ferrochrom- Pulver wurde mit 10 Gew.% Wasser angerührt und die so herge- stellte pastöse Masse in eine Form gegossen und trocknen ge- lassen. Der so erhaltenen Formkörper wie eine hohe Festigkeit und eine hohe   Abrasionsfestigkeit   auf und kann daher problem- los gehandhabt und in eine Schmelze eingebracht werden.

Claims (2)

  1. A N S P R Ü C H E 1. Verfahren zur Verfestigung pulverförmiger Zuschlags- oder Legierungsstoffe, insbesondere zur Herstellung von Stählen, wobei die pulverförmigen Zuschlags- oder Legierungsstoffe mit einem erhartenden pastösen Bindemittel zu einem Brei verrührt und dieser in Formen eingebracht, insbesondere eingegossen, und zu Formteilen erhärten gelassen wird, die einer Schmelze zugegeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass Nickeloxidpulver mit 5 bis 40 Gew. %, vorzugsweise 25 Gew. % Zement unter Beigabe von 5 bis 20%, vorzugsweise 10% Wasser, vermengt wird, wobei diesem Brei gegebenenfalls 3 bis 15 Gew.% Silikat zugesetzt ist, und in Formen eingebracht und getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren zur Verfestigung pulverförmiger Zuschlags- oder Legierungsstoffe, insbesondere zur Herstellung von Stahlen, wobei die pulverförmigen Zuschlags- oder Legierungsstoffe mit einem erhärtenden pastösen Bindemittel zu einem Brei verrührt und dieser in Formen eingebracht, insbesondere eingegossen, und zu Formteilen erhärten gelassen wird, die einer Schmelze zugegeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass Ferrochrom- Pulver mit 5 bis 40 Gew. %, vorzugsweise 25 Gew. % Zement und 1 bis 10 Gew. %, vorzugsweise 5 Gew. % Dispersion unter Zugabe von 5 bis 20 Gew. %, vorzugsweise 10 Gew. % Wasser vermengt wird und dieser Brei in Formen eingebracht und getrocknet wird.
AT0026399U 1999-04-20 1999-04-20 Verfahren zum verfestigen pulverförmiger zuschlags- und legierungsstoffe AT3496U1 (de)

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