AT395031B - Oeffnungsvorrichtung fuer deckel von bodenoeffnungen, insbesondere fuer inspektionsoeffnungen von abwasseranlagen - Google Patents
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- E02D29/12—Manhole shafts; Other inspection or access chambers; Accessories therefor
- E02D29/14—Covers for manholes or the like; Frames for covers
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Description
AT395031B
Gegenstand der Erfindung ist eine Öffnungsvarrichtung für Deckel von Bodenöffnungen, insbesondere für Inspektionsöffnungen von Abwasseranlagen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Deckel in verschiedenen Ausführungen, d. h. befahrbar oder nicht befahrbar, zum Verschließen von Bodenöffnungen der genannten Gattung sind bekannt. Sie bestehen entweder aus einer einzigen massiven Platte, die, wenn sie größer als ca. 1 x 1 m ist, nur mit Hilfsmitteln, z. B. einem Kran oder einem Hubstapler oder mehreren Arbeitskräften abgehoben werden kann, oder sie sind in eine Mehrzahl von länglichen Elementen, z. B. Balken aufgeteilt, welche gerade noch von Hand abhebbar sind. Weisen diese Befestigungsschrauben auf, so sind deren Köpfe meist mit Schmutz oder Eis verlegt.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 35 25 102 ist ein Bodenablauf mit einem in einen Rahmen eingelegten Deckel bekannt. Auf der Unterseite des Deckels ist ein in einer Lagerkonsole am Rahmen längsgeführter Schwenkstift angebracht Der bekannte Deckel läßt sich nur mit Spezialwerkzeug, beispielsweise einer Saugglocke, aus dem Rahmen heben und um die Achse des Schwenkstiftes drehen. Das Öffnen eines solchen Deckels ist sehr aufwendig und kann ohne Spezialwerkzeuge bzw. Spezialmaschinen nicht vorgenommen werden. In der kalten Jahreszeit läßt sich ein solcher Deckel überhaupt nicht öffnen.
Beide Arten von Deckeln sind unbefriedigend, weil entweder zuerst ein Hebefahrzeug oder Arbeiter herangeschafft werden müssen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, einen Deckel zu schaffen, der ohne Zuhilfenahme von zusätzlichen Hebemitteln geöffnet und wieder geschlossen werden kann und dessen Öffnungsbetätigung nicht durch Schmutz behindert wird.
Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch einen Deckel gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1.
Es ist nun möglich, daß die Bedienungsperson den Deckel allein ohne Mühe öffnen und schließen kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
Die Spindel ermöglicht in einfacher Weise, den Deckel aus dem Rahmen herauszuheben, wobei die axiale Führung mit den teleskopartig ineinandergreifenden Rohren stets gewährleistet ist und die Spindel einzig auf Druck und Torsion, nicht aber auf Biegung belastet ist.
Als besonderer Vorteil erweist sich der oberhalb des Flansches an der Spindel vorgesehene Leerlaufabschnitt, weil dadurch das ein größeres Drehmoment erfordernde Abheben der Platte des Deckels erst beginnt, wenn der Schlüsselansatz vollständig aus der Platte herausragt, so daß eine Vereisung und Verschmutzung nicht abgestreift werden und der Schlüssel richüg greifen und eine Beschädigung oderein Ausleiem des Schlüsselansatzes vermieden werden kann.
Im Ruhezustand ist das Spindelende wieder bodeneben.
Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch die Decke einer Abwasseranlage mit geschlossenem Deckel,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Öffnungsvorrichtung,
Fig. 3 einen Querschnitt wie in Figur 1, jedoch bei angehobenem Deckel und
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des angehobenen Deckels.
In die Decke(l)einer Abwasseranlage isteineÖffnung(3)miteinemdieseeinfassenden Rahmen (5) eingelassen. Ein aus einer Platte (7) bestehender Deckel (9) liegt auf einem am Rahmen (5) angebrachten Flansch (11) und einer an der Platte (7) oder am Rahmen (5) befestigten Dichtung (13) auf. An der Platte (7) kann auch ein im Abstand von deren Peripherie umlaufender Steg (15) und am Rahmen (5) eine dem Steg (15) gegenüberliegende Rinne (17) angebracht sein.
An der Platte (7) ist ein Rohr (19) mit einer an dessen oberem Ende befestigten Scheibe (21) angeschweißt. Das Rohr (19) umgreift ein zweites Rohr (23), das mittels eines Supports (22) an der Decke (1) befestigt ist (Fig. 1).
Im Rohr (23) gemäß Fig. 2 ist ein Gewindeabschnitt (25) angebracht, in welchem eine Spindel (27) drehbar gelagert ist. Die oberen 2-3 Windungen befinden sich in einem konisch zulaufenden Kragen (26), wobei eine gleichmäßige Verteilung der Kräfte auf die Windungen erreicht werden kann. Der Gewindeabschnitt (25) ist auf einem umlaufenden Absatz (28) angebracht, der zusammen mit dem Kragen (26) eine umlaufende Rinne (30) bildet, die mit einer im wesentlichen parallel zur Spindel (27) verlaufenden, bis unter den Gewindeabschnitt (25) reichenden Bohrung (32) verbunden ist. Das obere Ende der Spindel (27) ragt durch eine zentrale Bohrung (29) in der Scheibe (21) und der Platte (7) und weist einen Schlüsselansatz (31), z. B. einen Mehrkant von der Länge (d) auf. In einem Abstand (D) von der Unterseite der Scheibe (21) bzw. eines unter der Scheibe (21) angeordneten Kugellagers (41) ist an der Spindel (27) ein Flansch (33) befestigt, an dessen Oberseite eine umlaufende Nut (34) eingelassen und in deren Grund eine Bohrung (36) angebracht ist. An der unteren Seite des Flansches (33) kann zudem eine Tropfkante (38) vorgesehen sein, von der von oben eindringendes Wasser in die Rinne (30) abfließen kann. -2-
Claims (10)
- AT 395 031B In der Scheibe(21)isteineHülse(39)miteinem umlaufenden Kragen (40) eingesetzt, dessen Durchmesserkleiner ist als der Innendurchmesser des Rohres (19). Unterhalb des Kragens (40) ist da- innere Laufring des Kugel-lagers (41) auf die Hülse (39) aufgezogen; der äußere Laufring des Kugellagers (41) ist drehfest im Rohr (19) befestigt und durch einen Stift (42) oder ein ähnliches Sicherungsmittel gesichert S Die Hülse (39) weist unten eine Tropfkante (43) auf, die über der Nut (34) im Flansch (33) liegt An der Spindel (27) ist im Bereich der Hülse (39) eine Dichtung (44) vorgesehen. Diese kann aus einem in eine Nut (45) eingelegten C-Ring oder aus Lippen bestehen, die in Anlage mit der Hülse (39) stehen. Die Dichtung (44) muß nicht wasserdichtsein, sondern im wesentlichen verhindern, daß Schmutz ins Innere der Rohre (19,23) gelangen kann. 10 Die Oberkante der Platte (7) liegt bei geschlossenem Deckel (9) bündig zur Oberkante (Fahrbahnfläche) der Decke (1) (Fig. 1). In Fig. 3 ist der Deckel (9) so weit angehoben worden, bis die untere Kante des Steges (15) oberhalb der Oberkante der Decke (1) liegt. Der Hubvorgang wurde vorgängig wie folgt vollzogen: Mit einem Schlüssel (35) (Fig. 4), mit dem eine drehfeste 15 Verbindung hergestellt werden kann, wurde die Spindel (27) durch einige Drehungen axial nach oben verschoben. Da anfänglich aber zwischen dem Flansch (33) und dem Kugellager (41) ein Abstand (D), welcher mindestens der Höhe (d) des Schlüsselansatzes (31) entspricht, Vorgelegen hat, hat sich in der Folge nur der Schlüsselansatz (31) aus dem Deckel (9) hinausgeschoben. Allfällig in der Bohrung (29) über der Dichtung (44) angesammelter Schmutz oder Eis werden dabei hinausgefördert und können nun leicht entfernt werden, so daß der Schlüssel (35) den Schlüssel- 20 ansatz (31) vollständig umfassen bzw. vollständig in diesen eingesteckt werden kann. Wenn nun die Spindel (27) weitergedreht wird, gleitet das äußere Rohr (19) geführt vom inneren Rohr (23) nach oben und hebt den Deckel (9) aus dem Rahmen (5). Sobald die untere Kante des Steges (15) über der Decke (1) liegt, kann der Deckel (9) um die Achse (A) der Spindel (27) und der Rohre (19) und (23) geschwenkt werden (Pfeil (B)). Als Schwenklager fungieren wiederum die auch als Längsführungen dienenden Rohre (19) und (23). 25 Das Verschließen des Deckels (9) erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Damit sich der Deckel (9) satt an den Flansch (11) des Rahmens (5) andrücken läßt, kann im Rohr (19) unterhalb des Flansches (33) ein weiterer Flansch (37) eingesetzt sein (in gebrochenen Linien in Fig. 1 sichtbar), an den der Flansch (33), nachdem die Spindel (27) wieder einige Leergänge gemacht hat, in Anlage gelangt und so den Deckel (9) nach unten preßt. 30 Anstelle des Flansches (37) zum Mimehmen des Deckels (9) kann unten am Rohr (19) ein u-förmiger Bügel (47) befestigt sein, der von unten mit dem Schenkel (48) in das Innere des Rohres (23) eingreift und bei vollständig geschlossenem Deckel (9) bündig am Ende der Spindel (27) anliegt. Auf das Ende der Spindel (27) kann eine Überwurfmutter (49) oder ein ähnliches, eine gute Auflage bildendes Element aufgesetzt sein. Ist der Deckel (9) nicht vollständig geschlossen, so ragt der Schenkel (48) so weit in das Rohr (23) hinein, daß 35 dieser durch das Ende der Spindel (27) nach unten gedrückt wird und den Deckel (9) nach unten schiebt. Selbstverständlich kann die Spindel (27) bzw. die Drehachse für den Deckel (9) auch außerhalb der Öffnung bzw. des Rahmens (5) angeordnet sein, so daß der Querschnitt der Öffnung nicht durch die Spindel (27) beeinträchtigt wird. Die Spindel (27) ist in dieser Ausführung entweder im Rahmen (5) oder in der Decke (1) befestigt. 40 PATENTANSPRÜCHE 45 1. Öffnungsvorrichtung für Deckel von Bodenöffnungen, insbesondere für Inspektionsöffhungen von Abwasseranlagen, mit einem der Belastung angepaßten, in einem Rahmen auf liegenden bündig zum Boden angebrachten Deckel, 50 dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (9) eine in dessen Platte (7) gelagerte Spindel (27) auf weist, mit der der Deckel (9) aus dem Rahmen (5) heraushebbar ist und daß der Deckel (9) um die Achse (A) der Spindel (27), wie an sich bekannt, drehbar angeordnet ist
- 2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (27) innerhalb zweier teleskopartig inein- 55 andergeschobenerRohre (19,23) angeordnetund von einem am innenliegendenRohr (23) angebrachten Geschwindeab- schnitt (25) axial geführt ist. AT395031B
- 3. Deckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das innenliegende Rohr (23) mit einem Support (22) an der die Bodenöffnung (3) umgebenden Decke (1) und das außenliegende Rohr (19) über eine Scheibe (21) am Deckel (9) befestigt ist.
- 4. Deckel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das als Schlüsselansatz (31) ausgebildete obere Ende der Spindel (27) durch eine zentrale Öffnung (23) in einer das äußere Rohr (19) oben abschließenden Scheibe (21) hindurchgeführt ist, und daß an der Spindel (27) unterhalb der Scheibe (21) in einem Abstand (D) ein Flansch (33) befestigt ist
- 5. Deckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüsselansatz (31) um eine Distanz (d) in einer Hülse (39) am oberen Ende des Rohres (19) einschiebbar ist und in eingeschobenem Zustand bündig zur Oberfläche des Deckels (9) liegt
- 6. Deckel nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindeabschnitt (25) oben einen sich konisch veijüngenden Kragen (26) aufweist.
- 7. Deckel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß um den Kragen (26) herum eine umlaufende Rinne (30) mit einer zur Spindelachse (A) im wesentlichen parallel verlaufenden Bohrung (32) zum Raum unter dem Gewindeabschnitt (25) angebracht ist.
- 8. Deckel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß oben im Flansch (33) eine Nut (34) mit einer durch den Flansch (33) hindurch nach unten führenden Bohrung (36) vorgesehen ist.
- 9. Deckel nach den Ansprüchen 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Flansch (33) am Rohr (23) ein Flansch (37) zum Mitnehmen des Deckels (9) angebracht ist.
- 10. Deckel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unten am Rohr (19) ein in das innere Rohr (23) hineinragender Bügel (47) befestigt ist, dessen Schenkel (48) die Spindel (27) beim Absenken des Deckels (9) nach unten schiebt. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -4-
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