AT410516B - Verfahren und vorrichtung zur brandbekämpfung in einem staubabscheider - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur brandbekämpfung in einem staubabscheider Download PDF

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AT410516B
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    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C3/00Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places
    • A62C3/04Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places for dust or loosely-baled or loosely-piled materials, e.g. in silos, in chimneys

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Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Brandbekämpfung in einem Staubabscheider, der einen Rohgasschacht mit an einen Reingasschacht angeschlossenen
Filterelementen aufweist, wobei ein Löschmittel mit Hilfe eines inerten Druckgases in den Rohgas- schacht eingeblasen wird. 



   Bei Staubabscheidern mit einem Rohgasschacht, in dem an einen Reingasschacht ange- schlossene Filterelemente vorgesehen sind, wird das staubbelastete Rohgas mit Hilfe eines Saug- gebläses durch die Filterelemente in den Reingasschacht abgesaugt, wobei sich die Staubanteile an den Filterelementen anlagern. Besteht die Gefahr eines Brandes der sich an den Filterelementen anlagernden Abscheidungen, so werden im Rohgasschacht Löschvorrichtungen vorgesehen. 



   Diese Löschvorrichtungen arbeiten entweder mit einem Inertgas oder einem Löschpulver als
Löschmittel. Die sich bildenden Flammen können mit Hilfe dieser   Löschmittel   ohne weiteres ge- löscht werden. Während beim Einblasen eines inerten Gases der Luftsauerstoff aus dem Bereich des Brandherdes verdrängt wird, soll beim Einsatz eines pulverförmigen Löschmittels der Brandherd mit dem zum Teil chemisch reagierenden Pulver abgedeckt und damit der Zutritt von Luftsauerstoff zum Brandherd unterbunden werden. Das zum Einblasen des Löschpulvers in den Rohgasschacht eingesetzte, inerte Druckgas dient dabei aufgrund seines beschränkten Volumens im wesentlichen nur als Fördermittel für das Löschpulver.

   Unabhängig davon, ob   als Löschmittel ein   Löschpulver oder ein Inertgas eingesetzt wird, besteht jedoch die Gefahr, dass beim Auftreten von   Schwel- und Glühbränden   zwar die auftretenden Flammen gelöscht werden, die Glutnester aber zu einer Rückzündung führen. Dazu kommen beim Einsatz von   Löschpulvem   aufwendige Reinigungsarbeiten nach einer Brandbekämpfung. 



   Um die mit Wasser oder chemischen Feuerlöschmitteln auftretenden Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung in einem Staubabscheider zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen (US 4 637 473 A), an den Rohgasschacht des Staubabscheiders einen Druckbehälter für verflüssigtes   Halon   über ein Steuerventil anzuschliessen, das im Brandfall geöffnet wird, so dass das Halon über Düsen in den Rohgasschacht strömt und das Feuer unter Verdrängung des Luftsauerstoffes erstickt. Mit solchen Löscheinrichtungen lassen sich allerdings Rückzündungen durch Glutnester nicht verhindern. 



   Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Brandbekämpfung in einem Staubabscheider der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass die Gefahr von Rückzündungen aufgrund bestehender Glutnester ausgeschlossen werden kann. Ausserdem sollen nach einer Brandbekämpfung die Reinigungs- und Wartungsarbeiten am Staubabscheider   möglichst   gering gehalten werden. 



   Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass im Rohgasschacht eine Löschflüssigkeit mit Hilfe des zusätzlich als Löschmittel wirksamen Inertgases in Form eines Flüssigkeitsnebels versprüht wird. 



   Durch den Einsatz einer Löschflüssigkeit, die in Form eines Flüssigkeitsnebels auf den Brandherd aufgesprüht wird, ergeben sich im Zusammenhang mit dem Einsatz eines Inertgases vorteilhafte Löschbedingungen, weil der erzeugte   Flüssigkeitsnebel   für eine wirksame Abkühlung des Brandherdes und damit auch allfälliger Glutnester sorgt, so dass es zu keiner Rückzündung kommen kann. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass beim Verdampfen der Tröpfchen des Flüssigkeitsnebels dem Brandherd die Verdampfungswärme entzogen werden muss.

   Der entstehende Dampf bedingt zwar eine Verdrängung des Luftsauerstoffes aus dem Bereich des Brandherdes, doch reicht diese Verdrängung nicht für ein sicheres Löschen auftretender Flammen aus, so dass hiefür das Inertgas ähnlich der bekannten Brandbekämpfung eingesetzt werden muss, die ausschliesslich Inertgas verwendet. Das Inertgas dient daher nicht nur zum Zerstäuben der Löschflüssigkeit in einen Flüssigkeitsnebel, sondern auch zur Brandbekämpfung selbst.

   Zur kontinuierlichen Bekämpfung von Brandherden ist es zwar bekannt (JP 11 070 180 A), Löschwasser mit Hilfe von Inertgas im Bereich des Brandherdes zu einem Flüssigkeitsnebel zu versprühen, wobei das Löschwasser auch nach der Beendigung der Inertgaszufuhr gegen den Brandherd gesprüht wird, doch eignen sich diese bekannten Löscheinrichtungen nicht für die Brandbekämpfung in Staubabscheidern, weil das in einer beschränkten Menge zugeführte Inertgas nur zur Zerstäubung des Löschwassers dient und nicht als   Löschmittel   wirksam werden kann. 



   Da sich der in den Rohgasschacht eingeblasene Flüssigkeitsnebel auch auf die dem Brandherd benachbarten Filterelemente absetzt - obwohl nach einer Branderkennung das Sauggebläse 

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 abgeschaltet wird, bedingt der durch das auslaufende Sauggebläse erzeugte Unterdruck ein Ansaugen des Flüssigkeitsnebels an die Filterelemente -, werden auch die benachbarten Filterelemente mit Löschflüssigkeit benetzt und   gekühlt,   so dass ein Übergriff des Brandes auf benachbarte
Filterelemente wirksam unterbunden ist. Die nicht verdampfte Löschflüssigkeit sammelt sich mit dem Kondensat der verdampften Löschflüssigkeit im Rohgasschacht und kann ohne besonderen Aufwand abgeführt werden. Dies gilt insbesondere beim Einsatz von Wasser als Löschflüssigkeit. 



  In diesem Fall beschränken sich die Wartungsarbeiten auf den Austausch der durch den Brand beeinträchtigten Filterelemente, weil ja das eingesprühte Wasser keine Rückstände hinterlässt. 



   Damit die Löschwirkung des Inertgases besonders wirkungsvoll ausgenützt werden kann, kann das Inertgas länger als die Löschflüssigkeit in den Rohgasschacht eingeblasen werden, so dass nach dem Einsprühen des Flüssigkeitsnebels allenfalls noch vorhandene Flammen sicher gelöscht werden. 



   Zur Durchführung des Löschungsverfahrens kann von einer Vorrichtung ausgegangen werden, die einen Staubabscheider, der einen Rohgasschacht mit an einen Reingasschacht angeschlossenen Filterelementen aufweist, einen an einen Druckbehälter des Inertgases angeschlossenen Löschmittelbehälter und Löschdüsen im Rohgasschacht umfasst, die über eine   Löschmitteldruck-   leitung an den Löschmittelbehälter angeschlossen sind. Wird der Löschmittelbehälter aus einem Flüssigkeitsbehälter gebildet, so brauchen lediglich die Löschdüsen aus Nebeldüsen für die Löschflüssigkeit zu bestehen, um über den Druckbehälter für das Inertgas die Löschflüssigkeit zu einem Nebel im Rohgasschacht zu zerstäuben.

   Die Löschwirkung des Inertgases kann allerdings nur dann sichergestellt werden, wenn die im Druckbehälter speicherbare Inertgasmenge die zum Versprühen der Löschflüssigkeit aus dem Löschmittelbehälter erforderliche Gasmenge übersteigt. 



   Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemässe Verfahren näher erläutert, und zwar wird eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Brandbekämpfung in einem Staubabscheider in einem vereinfachten Blockschaltbild gezeigt. 



   Der schematisch angedeutete Staubabscheider 1 weist einen Rohgasschacht 2 auf, der durch eine Trennwand 3 von einem Reingasschacht 4 getrennt ist und Filterelemente 5 beispielsweise in Form von Filterpatronen aufnimmt, die die Trennwand 3 durchsetzen. Das über eine Zuleitung 6 zugeführte, staubbelastete Rohgas wird durch die Filterelemente 5 in den Reingasschacht 4 abgesaugt, wobei sich die mit dem Rohgas mitgeführten Feststoffe an den Filterelementen 5 ablagern. Das von diesen Feststoffen gereinigte Reingas wird über eine Ableitung 7 aus dem Staubabscheider 1 ausgetragen, und zwar mit Hilfe eines an die Ableitung 7 angeschlossenen Sauggebläses 8. 



   Im Rohgasschacht 2 sind in Strömungsrichtung des Rohgases vor den Filterelementen 5 Nebeldüsen 9 installiert, die über eine Druckleitung 10 mit einem Löschmittelbehälter 11 verbunden sind, der über ein Steuerventil 12 von einem Druckbehälter 13 her mit Inertgas beaufschlagt werden kann. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass der Druckbehälter 13 eine   Inertgasmenge   aufnimmt, die die zum Vernebeln der Löschflüssigkeit aus dem   Löschmittelbehälter   11 erforderliche Gasmenge übersteigt. Ausserdem muss der Inertgasdruck für eine Zerstäubung der Löschflüssigkeit zu einem Nebel ausreichen. 



   Wird beispielsweise über Temperaturfühler 14 ein Brand innerhalb des Rohgasschachtes 2 festgestellt, so wird über eine Steuereinrichtung 15 das Steuerventil 12 mit Hilfe eines Stelltriebes 16 geöffnet, so dass das im Druckbehälter 13 vorgespannte Inertgas, beispielsweise Stickstoff, die Löschflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, aus dem Behälter 11 über die Druckleitung 10 zu den Nebeldüsen 9 fördert, wo die Löschflüssigkeit zu einem   Flüssigkeitsnebel   zerstäubt wird. Obwohl mit der Branderkennung das Sauggebläse 8 über die Steuereinrichtung 15 abgeschaltet wird, ist durch das auslaufende Gebläse 8 für einen ausreichenden Unterdruck gesorgt, um den Flüssigkeitsnebel an die Filterelemente 5 anzusaugen.

   Die im Bereich des Brandherdes verdampfenden Tröpfchen des Flüssigkeitsnebels entziehen dem Brandherd die Verdampfungswärme und kühlen dadurch den Brandherd in vorteilhafter Weise ab. Gleichzeitig werden die benachbarten Filterelemente mit der Löschflüssigkeit benetzt, wodurch eine Übertragung des Brandherdes auf benachbarte Filterelemente 5 unterdrückt wird. Da die Kühlung des Brandherdes mit einer Sauerstoffverdrängung vor allem durch das mit der Löschflüssigkeit eingetragene Inertgas einhergeht, kann ein entstehender Brand wirksam bekämpft werden, und zwar auch im Falle von   Schwel- und Glutbrän-   den, weil die Glutnester unter die Zündtemperatur   abgekühlt   werden können, was die Gefahr von Rückzündungen ausschliesst. 

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   Wegen der hinsichtlich der Zerstäubung der Löschflüssigkeit überdimensionierten Inertgasmenge kann nach dem Flüssigkeitseintrag noch Inertgas stossartig in den Rohgasschacht 2 eingeblasen werden, um allfällige Restflammen auszulöschen. Die nicht verdampfte Löschflüssigkeit sammelt sich mit dem kondensierenden Dampf der Löschflüssigkeit nach der Brandbekämpfung im Rohgasschacht und kann aus diesem einfach abgeführt werden, wobei beim Einsatz von Wasser als Löschflüssigkeit ein rückstandsloser Austrag ohne zusätzliche Reinigungsarbeiten möglich ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Brandbekämpfung in einem Staubabscheider, der einen Rohgasschacht mit an einen Reingasschacht angeschlossenen Filterelementen aufweist, wobei ein Löschmit- tel mit Hilfe eines inerten Druckgases in den Rohgasschacht eingeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Rohgasschacht eine Löschflüssigkeit mit Hilfe des zusätzlich als
Löschmittel wirksamen Inertgases in Form eines Flüssigkeitsnebels versprüht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Inertgas länger als die Löschflüssigkeit in den Rohgasschacht eingeblasen wird.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Staubab- scheider, der einen Rohgasschacht mit an einen Reingasschacht angeschlossenen Filter- elementen aufweist, mit einem an einen Druckbehälter des Inertgases angeschlossenen Löschmittelbehälter und mit Löschdüsen im Rohgasschacht, die über eine Löschmittel- druckleitung an den Löschmittelbehälter angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Löschmittelbehälter (11) aus einem Flüssigkeitsbehälter besteht, dass die Lösch- düsen als Nebeldüsen (9) für die Löschflüssigkeit ausgebildet sind und dass die im Druck- behälter (13) speicherbare Inertgasmenge die zum Versprühen der Löschflüssigkeit aus dem Löschmittelbehälter (11) erforderliche Gasmenge übersteigt.
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