AT413706B - Verfahren und vorrichtung zur behandlung eines metallbandes - Google Patents

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AT413706B AT17782001A AT17782001A AT413706B AT 413706 B AT413706 B AT 413706B AT 17782001 A AT17782001 A AT 17782001A AT 17782001 A AT17782001 A AT 17782001A AT 413706 B AT413706 B AT 413706B
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Description

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AT 413 706 B
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Beiz- und/oder Spülbehandlung eines Metallbandes, beispielsweise eines Stahlbandes, bei welchem das Metallband über mindestens eine Führungseinrichtung durch eine entsprechende Behandlungsanlage, insbesondere eine Beiz- und/oder Spülanlage, geführt wird. 5
Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen zur Bandbehandlung bekannt. Es ist dem Fachmann weiters geläufig, dass bei diesen Anlagen oftmals Probleme beim Einfädeln des Metallbandes auftreten. Diese Probleme entstehen vor allem dadurch, dass eine Behandlungsanlage, beispielsweise eine Beizanlage, im Allgemeinen geschlossen io betrieben wird, und somit der Einfädelvorgang, insbesondere innerhalb der Behandlungsstrecke, von außen uneinsehbar abläuft.
Im Stand der Technik wird dieses Problem dadurch gelöst, dass auf Basis von Anlagenparametern, vorzugsweise mittels einer Geschwindigkeitsmessung, die Zeit berechnet wird, die der 15 Bandanfang für einen ordnungsgemäßen Durchlauf durch die Anlage, insbesondere durch die Behandlungsstrecke, benötigt. Auf Basis dieser berechneten Zeitspanne erfolgt die Beobachtung des Austrittes des Bandanfangs aus der Behandlungseinrichtung, nach Absolvierung der Behandlungsstrecke. Sollte nach dem unmittelbaren Ablauf der berechneten Zeitspanne dieser Austritt nicht erfolgt sein, wird eine Fehlführung des Bandes vermutet, und der Antrieb bzw. die 20 Bewegung des Bandes gestoppt. In der Praxis erweist sich dieses Vorgehen als ineffizient und, da erst zu einem relativ späten Zeitpunkt Gewißheit über einen ordnungsgemäßen Durchlauf des Bandanfanges besteht, hinsichtlich möglicher Schäden an der Behandlungsanlage wie an dem zu behandelnden Band als unwirtschaftlich. 25 Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Nachteile aus dem Stand der Technik zu vermeiden und ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10 weiter zu entwickeln, sodass ein effizienterer, sicherer und wirtschaftlicherer Einfädelvorgang realisiert werden kann. 30 Diese Aufgabe wird entsprechend dem Verfahren nach dem kennzeichnehderTTeirdes^Anspruchs 1 sowie entsprechend der Vorrichtung nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 10 gelöst.
Dadurch, dass bei der Führung des Metallbandes durch die Behandlungsanlage, insbesondere 35 bei der Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungsanlage, der Durchgang des Bandanfanges an zumindest einer Stelle in einem Abstand von der Führungseinrichtung selbsttätig detektiert wird, ist eine deutlich verbesserte und effizientere Überwachung des Einfädelvorganges möglich. 40 Nachdem der Stand der Technik bisher die Detektion des Durchganges des Metallbandes allenfalls über die Stromaufnahme einer Führungseinrichtung, beispielsweise einer Treiberrolle, zu detektieren, war, ist es durch diese erfindungsgemäße Maßnahme erstmals möglich den Durchgang des Metallbandes unabhängig von einer Führungseinrichtung zu detektieren, und auf diese Weise wertvolle Informationen zum Einfädelvorgang zu sammeln. 45
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gelangen sogenannte Treibeinrichtungen oder Treiber als Führungseinrichtungen zum Einsatz.
Nach weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung gelangen Sättel und/oder Stütz-50 einrichtungen und/oder Auflager als Führungseinrichtungen zum Einsatz.
Die vorgestellte Erfindung eignet sich besonders bevorzugt zum Einsatz in Beizanlagen, insbesondere in Beiztanks, aber auch in Spülanlagen, insbesondere in Spültanks, zur Abreinigung von Metallbändern. Darüber hinaus eignet sich die Erfindung zum Einsatz in allen dem Faches mann bekannten Einrichtungen zur Behandlung eines bandförmigen, insbesondere metalli- 3
AT 413 706 B sehen Werkstoffes.
Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Metallband durch die Führungseinrichtung ausgerichtet, sowie gegebenenfalls erfasst und/oder ange-5 trieben.
Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Durchgang des Bandanfangs an zumindest einer Stelle zwischen zwei Führungseinrichtungen selbsttätig detektiert. 10
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Durchgang des Metallbandes bei der Einfädelung des Metallbandes in eine Behandlungseinrichtung der Behandlungsanlage, insbesondere in einen Beiztank der Beizanlage, vorzugsweise an zumindest einer Stelle innerhalb der Behandlungseinrichtung, vor dem Austritt des Metallban-15 des aus der Behandlungseinrichtung selbsttätig detektiert.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Durchgang des Bandanfanges, insbesondere unmittelbar, nach einer der Führungseinrichtungen - in Bandlaufrichtung gesehen - detektiert. 20
Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Durchgang des Bandanfanges über eine Anzahl von Sensoren (d.h. über einen oder mehrere Sensoren), insbesondere eine Sensor-Kaskade, detektiert. Eine Sensor-Kaskade umfasst definitionsgemäß zumindest zwei Sensoren, die in gleichmäßigen und/oder ungleichmäßigen Abständen, 25 insbesondere in Richtung der Bandlaufrichtung zunehmenden und/oder abnehmenden Abständen, angeordnet sind. Sensoren stellen eine bevorzugte Ausführungsform von Detektoren dar. Alle Ausführungen zu den Sensoren sind als beispielhaft zu sehen und schließen die Verwendung anderer dem Fachmann geläufiger Detektoren nach dem erfindungsgejnäßen Verfahren. bzw. der erfindungsgemäßen_Vorrichtung-nicht- aus.----------------------- ~ 30
Eine Fehlführung des Metallbandes kann durch die Sensoren detektiert werden, worauf Gegenmaßnahmen, insbesondere ein unmittelbarer Stopp des Antriebes bzw. der Bewegung des Metallbandes eingeleitet werden können. 35 Durch eine geeignete Positionierung der Sensoren kann überdies schnell festgestellt werden an welcher Stelle der Behandlungsanlage die Fehlführung erfolgte.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist zumindest einer der Sensoren im vorderen Drittel, insbesondere im vorderen Viertel, der Behandlungsanlage - in Bandlaufrich-40 tung gesehen -, vorzugsweise der Behandlungseinrichtung, beispielsweise eines Beiztankes, angeordnet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zumindest einer der Sensoren im Bereich der Führungseinrichtung, insbesondere der Treibeinrichtung, 45 angeordnet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Sensoren im Bereich der Führungseinrichtung, bzw. im Bereich des Ein- und/oder Austrittes in/aus der Behandlungseinrichtung, in höherer Dichte (Zahl der Sensoren pro Meter der Bandlaufstrecke) angeordnet als so im Bereich der nicht unmittelbar an die Führungseinrichtungen angrenzenden Teile der Bandlauf- bzw. Behandlungsstrecke. Durch diese Maßnahme kann verhindert werden, dass bei der Einfädelung oder Ausfädelung bzw. im Bereich der Führungseinrichtungen eine Fehlführung unentdeckt bleibt. 55 Die Sensoren können unterhalb und/oder oberhalb des Metallbandes angebracht werden. 4
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Eine Anbringung unterhalb des Metallbandes, beispielsweise im Boden der Behandlungseinrichtung ist technisch einfach realisierbar. Durch eine Anbringung der Sensoren oberhalb des Metallbandes werden diese weitestgehend von dem Behandlungsmedium, beispielsweise der aggressiven Säure im Falle eines Beiztanks, oder von Beschädigungen durch das Band ge-5 schützt.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die Sensoren am und/oder im Deckel der Behandlungsanlage und/oder der Behandlungseinrichtung angeordnet. io Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die Sensoren, insbesondere in einer Rille, am und/oder im Boden der Behandlungsanlage und/oder Behandlungseinrichtung angeordnet.
Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist die Füh-15 rungseinrichtung eine oder mehrere Treiberrollen auf, über welche das Metallband geführt und/oder angetrieben wird.
Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird während des Einfädelvorganges die Geschwindigkeit des Bandanfangs des Metallbandes, beispielswei-20 se über einen Sensor und/oder ein Messgerät am Antrieb des Metallbandes, vorzugsweise an einer Treibeinrichtung, besonders bevorzugt an einer Treiberrolle der Treibeinrichtung, bestimmt.
Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird über eine 25 Steuer- und/oder Regeleinrichtung das Signal der Detektion des Durchganges des Metallbandes sowie gegebenenfalls die Daten aus der Bestimmung der Geschwindigkeit bzw. der theoretischen Position des Bandanfanges des Metallbandes verarbeitet.
Nach einer besonderen Ausführungsform- des-erfindungsgemäßen Verfahrens werden über 30 eine-Steuer-ünd/öder Regeleinrichtung die Signale der Sensoren (zumindest eines Sensors) sowie gegebenenfalls die Daten aus der Bestimmung der Geschwindigkeit bzw. der theoretischen Position des Bandanfanges des Metallbandes verarbeitet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird bei einem Ausbleiben des Durch-35 gangssignals, insbesondere eines der Sensoren, im Zuge der Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungsanlage, insbesondere in die Behandlungseinrichtung, der Antrieb bzw. der Transport des Metallbandes geregelt, vorzugsweise verlangsamt, besonders bevorzugt gestoppt. 40 Nach einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Metallband zumindest teilweise durch die Führungseinrichtung angetrieben.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zur Bestimmung der Geschwindigkeit bzw. der theoretischen Position des Bandanfanges des Metallbandes, die Stromauf-45 nähme der Führungseinrichtung bestimmt.
Die Erfindung ist weiters durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 10 gekennzeichnet.
Nach einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zumindest so eine Führungseinrichtung zur Führung des Metallbandes sowie zumindest ein Detektor bzw. Sensor zur Detektion des Durchganges des Metallbandes vorgesehen.
Nach einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zumindest einer der Sensoren im vorderen Drittel, vorzugsweise im vorderen Viertel, einer Behandlungs-55 einrichtung der Behandlungsanlage, insbesondere einem Beiztank der Beizanlage, - in Band- 5
AT 413 706 B laufrichtung gesehen - angeordnet.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist, insbesondere unmittelbar, nach der Führungseinrichtung zur Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungseinrichtung 5 und/oder, insbesondere unmittelbar, vor der Führungseinrichtung zur Ausfädelung des Metallbandes aus der Behandlungseinrichtung zumindest ein Sensor zur Detektion des Durchganges des Metallbandes angeordnet.
Nach einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Einrich-io tung zur Bestimmung der Geschwindigkeit bzw. der theoretischen Position des Metallbandes während des Einfädelvorganges, beispielsweise ein Messgerät zur Bestimmung der Stromaufnahme der Einrichtung zum Antrieb des Metallbandes, vorgesehen.
Die theoretische Position des Bandes bestimmt sich durch die Anlagenparameter infolge der 15 Annahme eines ordnungsgemäßen Durchlaufes (ohne Fehlführung) des Bandes durch die Behandlungsanlage. Die tatsächliche Position kann durch eine Fehlführung des Bandes, beispielsweise ein Ausknicken, von der theoretischen Position abweichen.
Nach einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Steuer-20 und/oder Regeleinrichtung vorgesehen, die mit den Sensoren zur Detektion des Durchganges des Metallbandes sowie gegebenenfalls mit der Einrichtung zum Antrieb des Metallbandes insbesondere über Funk und/oder Kabel, verbunden ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist bei einem Ausbleiben des Durchgangssignals 25 eines der Sensoren zur Detektion des Durchganges im Zuge der Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungsanlage der Antrieb des Metallbandes regelbar, insbesondere stoppbar.
Nach einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung^ ist zumindest einender Sensoren als,Jnsbesondere-säuretankbeständiger; UlträschäHsehsöröder Lasersen-3Ö" sor ausgeführt.
Nach einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nach - in Bandlaufrichtung gesehen - jeder Führungseinrichtung zumindest ein Sensor angeordnet. 35 Die Erfindung erweist sich insbesondere bei diskontinuierlichen Bandbehandlungsanlagen als besonders geeignet, da bei diesen Anlagen (nachfolgend als "Schubanlagen" bezeichnet, wie z.B. Schubbeizen) die Bänder einzeln und nacheinander durch die Anlage geführt und behandelt, insbesondere gebeizt, werden. 40 Im Gegensatz zu diesem Anlagentyp werden bei kontinuierlichen Anlagen die einzelnen Bänder zu einem Endlosband zusammengeschweißt. Das Band wird so nie aus der Anlage gefädelt (ausgenommen bei Bandriß). Für den Endlosbandbetrieb sind teure Einrichtungen wie Schweißmaschinen und Bandspeicher notwendig. Gleichzeitig können in dieser Betriebsart nicht beliebige Banddimensionen und Materialsorten aneinander geschweißt werden. Es müs-45 sen daher Umstellbunde in das Programm eingebaut werden, die qualitativ abgewertet werden und/oder nicht verkaufsfähig sind.
Bei Schubanlagen gibt es in der Regel keine Schweißeinrichtung und keine Speicher, da die Bänder nicht miteinander verbunden werden (außer bei sehr dünnen Bändern). 50
Die Vorteile von Schubanlagen: • Flexibilität der Anlage durch nahezu freie Qualitäts- und Dimensionswahl der eingesetzten Bänder, je nach Auftrag. 55 · Ein Abstellen und Anfahren der Anlage ist auch jederzeit möglich. 6
AT 413 706 B • Durch Wegfall teurer Anlagenkomponenten werden die Investitionskosten geringer.
Am Beispiel einer Schubbeize kann der Prozeß-Ablauf wie folgt beschrieben werden: Das Band wird vom Coil abgewickelt und durch die Behandlungszonen: Beizen, Spülen, Passivieren und 5 Trocknen geschoben. Nach der Behandlung wird das Band wieder einzeln aufgewickelt.
Ein großes Problem bei solchen Anlagen stellt der Bandeinfädelvorgang dar. Hier muß der Bandanfang jedes Coils durch die Anlage geführt werden. Dazu werden anstellbare Treiberrollen in der Anlage eingebaut, die beim Eintreffen des Bandanfanges wahlweise angestellt oder io abgehoben werden und im angestellten Zustand den Bandanfang immer weiter durch die Anlage schieben. Dabei können die Treiberrollen das Band treiben oder bloß führen.
Da das Einfädeln durch die Prozeßteile nicht beobachtet werden kann, ist sehr schwer zu erkennen, ob das Band ohne Komplikationen durch die Behandlungsstrecke gelaufen ist. 15
Da der Abstand zweier Treiber im Prozeßteil nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung bis zu 15 Meter betragen kann, kann unplanes Band stecken bleiben (erreicht nicht den nächsten Treiber). Das kann in der Folge ein Ausknicken und Falten des Bandanfanges zur Folge haben. Zum einen ist das Entfernen dieses so geknickten Bandanfangs aus dem Bad mit 20 aggressivem Beizmedium besonders beschwerlich, zum anderen kann das geknickte Band die Behälterdeckel zum Abheben bringen, was Ausdampfen und Herausspritzen von Säure und die damit zusammenhängenden Gefahren für Umwelt und Mensch zur Folge hat.
Schubbeizanlagen werden daher insbesondere beim Einfädeln dünner, wenig knicksteifer Bän-25 der mit sehr niedriger Einfädelgeschwindigkeit betrieben. Das vermindert die Gefahr des Band-ausknickens und der damit zusammenhängenden Folgen.
Es ist also wichtig, die Position des Bandanfangs zu kennen. Außerhalb des Prozeßteils können herkömmliche Sensoren zur Banderkennung herangezogen. werden. Im ProzeßteilJBeiz- und 30 Spültanks) ist dies durch die Umgebungsbedingungen nicht möglich.
Nach dem Stand der Technik erfolgt die Überwachung des Einfädelns in den Prozeßteil bei reduzierter Bandgeschwindigkeit durch Verfolgung der Stromaufnahme der Antriebe der Abquetschrollen. Hier wird der Umstand genützt, dass beim Bandfassen die Stromaufnahme der 35 Antriebsmotoren der Treiberrollen ansteigt.
Nach einer besonderen Ausführungsform wird über Anlagenparameter die Zeit berechnet, die der Bandanfang von einer Abquetschrolle zur nächsten braucht und die Anlage schaltet ab, wenn der Stromanstieg bei den Abquetschwalzen nicht in diesem Zeitfenster (da Sicherheit 40 eingerechnet) beobachtet wird.
Probleme treten daher vor allem bei einer Geschwindigkeitsreduktion der Anlage (Behandlungszeit und Ausbringung) und in der Unsicherheit des Stromaufnahmefeststellung auf. Gerade bei dünnen Bändern ist diese Stromaufnahmeerhöhung sehr schwer erkennbar (nur geringe 45 Schwankung im Strom). So kommt es zu Anlagenstops, obwohl das Band ordnungsgemäß durchläuft.
Eine Lösung stellt beispielsweise eine Kaskade von Sensoren innerhalb des Prozeßteils dar, die die Gegenwart des Bandanfangs bestätigen oder andernfalls einen unverzüglichen Anla-50 genstop einleiten würden. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist jeweils ein Sensor hinter jeder Abquetschrolle angeordnet, um die Ergebnisse aus der Stromaufnahme zu bestätigen. Dazu ist die Verwendung säurefester - beispielsweise durch einen Schutzmantel geschützter - Sensoren geeignet. Die Sensoren sollten insbesondere einfach in der Inbetriebnahme und Wartung, beizsäuretanktauglich, zuverlässig und verschmut-55 zungsunempfindlich sein. 7
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Eine Möglichkeit stellt die Verwendung von Ultraschallsensoren dar, die sich durch verschiedene besonders günstige Eigenschaften auszeichnen.
Ultraschallsensoren sind im allgemeinen preisgünstig, und können in einfacher Weise durch 5 eine säurefeste Kapselung, beispielsweise aus Kunststoff, geschützt werden, sodass der Sensor in stark korrosivem Medien arbeiten kann. Weiters kann ein Ultraschallsensor in einigem Abstand vom Band angebracht werden (einige 100 mm sind möglich), sodass der Sensor beispielsweise an einer gut geschützter Stelle, beispielsweise zwischen zwei Granitplatten, angebracht werden kann. 10
Es können aber auch andere Sensoren zur Anwendung kommen (beispielhafte Aufzählung): Laser- oder Feldsensoren, Strahlungs- oder Induktionssensoren oder beispielsweise Einrichtungen zur Detektion des Bandanfanges mittels Radarwellen oder sonstiger elektromagnetischer Wellen. 15
Nach einer besonderen Ausführungsform wird über den Sensor die Bandposition und/oder der Fortschritt des Einfädelvorganges des Metallbandes bestimmt.
Nach einer besonderen Ausführungsform wird eine Erkennung und Überwachung des Bandan-20 fanges jedes Bundes speziell beim Einfädelvorgang über eine Kaskade von Sensoren, die im Behandlungsteil angebracht werden, sichergestellt.
Nach einer besonderen Ausführungsform sind die Sensoren im Beiztank z.B. Ultraschallsensoren, Lasersensoren, oder andere säuretankbeständige Sensoren. 25
Nach einer besonderen Ausführungsform wird die Kaskade so ausgeführt, dass zumindest hinter (in Bandlaufrichtung) jeder Treiberrolleneinheit ein Sensor angebracht wird und gemeinsam mit der Stromaufnahmeüberwachung zu Bandanfangserkennung herangezogen wird. 30 Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird eine vollautomatische Überwachung des Einfädelvorganges über Bestimmung der Bandposition und eine automatische Abschaltung der Anlage wenn der Einfädelvorgang nicht störungsfrei abläuft, durchgeführt.
Die Erfindung ist nachfolgend entsprechend eines besonderen nicht-einschränkenden Ausfüh-35 rungsbeispieles anhand von schematischen Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig.1 ein Verfahren zur Bandbehandlung, insbesondere zur Beizbehandlung, wobei der Einfädelvorgang dargestellt ist. 40 Fig. 2 ein Verfahren zur Bandbehandlung, insbesondere zur Beizbehandlung, wobei der Betriebszustand bei eingefädeltem Metallband dargestellt ist.
In Fig. 1 ist schematisch eine Beizanlage 1 dargestellt, wobei die Beizanlage 1 eine Abdeckung 2, beispielsweise hergestellt aus Granit, sowie einer ersten Führungseinrichtung, insbesondere 45 einem ersten Treiber 3, am Eingang der Beizanlage, sowie einer zweiten Führungseinrichtung, insbesondere einem zweiten Treiber 4, am Ausgang der Beizanlage aufweist. Das Band 5 wird durch den ersten Treiber 3 durch Anstellen der Treiberrollen erfasst, und in die Beizanlage gefördert. Der Bandanfang 6 bewegt sich durch den Beiztank und passiert dabei eine Reihe von Sensoren 7, die im und/oder am Boden des Beiztanks angeordnet sind. Die Sensoren sind über so Leitungen 8 mit einer zentralen Rechnereinheit 9 verbunden. Weiters ist der erste Treiber 3 über eine Leitung 10 mit der zentralen Rechnereinheit 9 verbunden. Über diese Leitung 10 wird beispielsweise die Stromaufnahme des Treibers 3 gemessen, und daraus die Geschwindigkeit des Metallbandes 5 berechnet. Auf dieser Grundlage kann das Zeitfenster bis zur Detektion des Durchganges für jeden Sensor vorausberechnet werden. 55

Claims (8)

  1. 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 8 AT 413 706 B Bleibt nun ein Sensorsignal im vorausberechneten Zeitrahmen aus, wird über eine Steuer-und/oder Regeleinrichtung der Antrieb des Metallbandes gestoppt und der Einfädelzustand kontrolliert. Im Normalfall bewegt sich der Bandanfang 6 jedoch im vorausberechneten Zeitrahmen durch die Beizanlage 1. Nachdem alle Sensoren den ordnungsgemäßen Durchgang des Metallbandanfanges 6 angezeigt haben, tritt der Bandanfang 6 in den zweiten, bislang offenen Treiber 4 ein, der in der Folge angestellt wird und das Band durch den Beiztank fördert (siehe Fig. 2). Der zweite Treiber ist nach einer besonderen Ausführungsform ebenfalls über eine Leitung 11 mit der zentralen Rechnereinheit 9 verbunden. Auf diese Weise kann die Stromaufnahme des Treibers 4 aufgezeichnet werden. In den Fig. 1 und 2 ist schematisch die Oberfläche 12 der Beizflüssigkeit in dem Beiztank skizziert. Weiters ist mittels Pfeilen 13 und 14 der Austritt der Beizflüssigkeit in die Ausgleichsbehälter 15 und 16 dargestellt. Zur ausreichenden Beizbehandlung eines Metallbandes können mehrere Beiztanks hintereinander angeordnet werden. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Beiz- und/oder Spülbehandlung eines Metallbandes, beispielsweise eines Stahlbandes, bei welchem das Metallband über mindestens eine Führungseinrichtung durch eine entsprechende Behandlungsanlage, insbesondere eine Beiz- und/oder Spülanlage, geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungsanlage, der Durchgang des Bandanfanges an zumindest einer Stelle in einem Abstand von der Führungseinrichtung durch eine entsprechende Einrichtung zur Detektion des Bandanfanges selbsttätig detektiert wird. 2. Verfahren nach Anspruch J,jdadurch~gekennzeichnet;dass"das"'Metallband" durch die - Führungseihfichtung ausgerichtet, sowie gegebenenfalls erfasst und/oder angetrieben, wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang des Bandanfangs an zumindest einer Stelle zwischen zwei Führungseinrichtungen selbsttätig detektiert wird. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang des Metallbandes bei der Einfädelung des Metallbandes in eine Behandlungseinrichtung der Behandlungsanlage, insbesondere in einen Beiztank der Beizanlage, vorzugsweise an zumindest einer Stelle innerhalb der Behandlungseinrichtung, vor dem Austritt des Metallbandes aus der Behandlungseinrichtung selbsttätig detektiert wird. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang des Bandanfanges, insbesondere unmittelbar, nach der Führungseinrichtung - in Bandlaufrichtung gesehen - detektiert wird. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang des Bandanfanges über zumindest einen Sensor, insbesondere eine Sensor-Kaskade, detektiert wird. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung eine Anzahl von Treiberrollen aufweist, über welche das Band geführt und/oder angetrieben wird.8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, 9 AT 413 706 B dass während des Einfädelvorganges die Geschwindigkeit des Bandanfanges, beispielsweise über einen weiteren Sensor und/oder ein Messgerät am Antrieb des Metallbandes, bestimmt wird.
  2. 9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung das Signal der Detektion des Durchganges des Metallbandes, insbesondere die Signale von Sensoren zur Detektion des Durchganges, sowie gegebenenfalls die Daten aus der Bestimmung der Geschwindigkeit des Bandanfanges verarbeitet, und bei einem Ausbleiben des Durchgangssignals, insbesondere eines der Sensoren zur Detektion des Durchganges, - im Zuge der Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungsanlage - der Antrieb des Metallbandes verlangsamt, insbesondere gestoppt, wird.
  3. 10. Vorrichtung zur Beiz- und/oder Spülbehandlung eines Metallbandes (5), beispielweise eines Stahlbandes, wobei zur Einfädelung des Metallbandes in eine entsprechende Behandlungsanlage (1), insbesondere in eine Beiz- und/oder Spülanlage, eine Anzahl von Führungseinrichtungen (3) zur Führung sowie gegebenenfalls zum Vorschub des Metallbandes durch die Behandlungsanlage vorgesehen ist, und das Anfangsstück (6) des Metallbandes durch die Führungseinrichtung ausrichtbar, sowie gegebenenfalls erfassbar und/oder antreibbar, ist, dadurch gekennzeichnet, dass, vorzugsweise nach einer der Führungseinrichtungen (3) - in Bandlaufrichtung gesehen -, zumindest eine Einrichtung (7), vorzugsweise zumindest ein Sensor, zur Detektion des Durchganges des Bandanfanges durch die Behandlungsanlage angeordnet ist, wobei eine erste Einrichtung im vorderen Drittel einer Behandlungseinrichtung der Behandlungsanlage - in Bandlaufrichtung gesehen - vorgesehen ist.
  4. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung zur Detektion des Durchganges des Metallbandes (5) im vorderen Viertel der Behandlungsein- ----richtung der-Behandlungsanlage-insbesondere eines Beiztanks der Beizanlage,-- in-Band- laufrichtung gesehen - angeordnet ist.
  5. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Bestimmung der Geschwindigkeit des Bandanfanges während des Einfädelvorganges, beispielsweise ein Messgerät zur Bestimmung der Stromaufnahme des Antriebs des Metallbandes, vorgesehen ist.
  6. 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung vorgesehen ist, die mit zumindest einer der Einrichtungen zur Detektion des Durchganges des Bandanfanges sowie gegebenenfalls mit einer Einrichtung zur Bestimmung der Geschwindigkeit des Bandanfanges verbunden ist, wobei durch die Steuer- und/oder Regeleinrichtung die Signale der Einrichtungen zur Detektion des Durchganges des Metallbandes sowie gegebenenfalls die Daten aus der Bestimmung der Geschwindigkeit des Metallbandes verarbeitbar sind, und bei einem Ausbleiben des Durchgangssignals der Einrichtung im Zuge der Einfädelung des Metallbandes in die Behandlungsanlage der Antrieb des Metallbandes verlangsambar, insbesondere stoppbar, ist.
  7. 14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Einrichtungen zur Detektion des Durchganges des Metallbandes als, insbesondere säuretankbeständiger, Ultraschallsensor oder Lasersensor ausgeführt ist, und oberhalb des Metallbandes angeordnet ist.
  8. 15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach - in Bandlaufrichtung gesehen - jeder Führungseinrichtung zumindest eine Einrichtung zur Detektion des Durchganges des Metallbandes, insbesondere zumindest ein Sensor, angeordnet ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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