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Die Erfindung betrifft eine Spritzgiessmaschine mit einer Bedieneinrichtung, die m t einem Kontaktbildschirm und mindestens einem stiftartigen Zeigegerät zum Auslöse n von Bedienoperationen durch Berühren des Kontakbildschirmes ausgestattet is.
Weiters betrifft die Erfindung eine Spritzgiessmaschine mit einer mit einem Bildschirm ausgestatteten Bedienvorrichtung.
Kontaktbildschirme (Touch-Screens) sind bereits bekannt und werden zusätzlich und anstelle einer Tastatur bei Bedienvorrichtungen von Steuerungen von Spritzgie - maschinen eingesetzt. Ein Touch-Screen weist eine auf das Display aufgebrachte transparente Matrixfolie auf, sie ermöglicht im Berührungspunkt die Positionbestimmung und leitet die Koordinaten des Punktes in den Rechner der Bedien- vorrichtung. Sie kann die manuelle Bewegung eines Cursors und somit eine Maus oder einen Track-Ball bzw. Pfeiltasten einer Tastatur ersetzen. Eine präzise Betätigung eines solchen Touch-Screens ist mittels eines stiftähnlichen Zeigegerätes möglich.
Bei solchen Bedienvorrichtungen ist es üblich, dass mehrere Personen an derselben Bedienvorrichtung bzw. am selben Touch-Screen arbeiten, wobei die einzelnen Bediener unterschiedliche Berechtigungen haben.
Um die Eingabe von Passwörtern zu vermeiden und auch Schlüsselschalter oder Magnetkartenlesegeräte weglassen zu können, ist es bereits bekannt, dem Bediener ein mit einem Mikroprozessor versehenes Armband zuzuordnen, weiches einen
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Die Grundidee der Erfindung besteht nun gemäss einem ersten Aspekt darin, den lodentifikationscode in das Zeigegerät zu integrieren, womit dieses eine Doppelfunktion au -
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und andererseits dazu drahtlos (berührungslos) den im bzw. am Zeigegerät gesp icherten Identifikationscode des Besitzers (Bedieners) an eine Empfangseinrichtung X tu schicken, die dem Kontaktbildschirm zugeordnet ist, damit kann ein zusätzliches Armband vermieden werden.
Ausserdem besteht die Möglichkeit, die Berechtigung in wesentlichen nur für die Dauer der Eingabeaufforderung eines Wertes zu erteilen ur d nach Abschluss dieser Eingabe den Berechtigungslevel wieder auf ein eingestellt s Minimum abzusenken. Dies lässt sich beispielsweise dadurch realisieren, dass eire Überprüfung und Freigabe durch Lesen des Identifikationscodes nur unterhalb ein s
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minimalen Abstandes zum Bildschirm, beispielsweise 10 cm, erfolgt. Eine andere Art der Auslösung zur Übermittlung des Identifikationscodes besteht beispielsweise in einem mechanischen Kontakt, z. B. einer gefederten Griffelspitze, die beim Eindrücken einen Mikroschalter und damit die Übertragung des Identifikationscodes auslöst.
Eine Alternative der Erfindung besteht darin, eine biometrische Einrichtung zum Erfassen einer körpereigenen Eigenschaft eines Benutzers vorzusehen, wobei eine Speichereinrichtung zum Speichern von berechtigten Codes sowie eine Vergleichseinrichtung vorgesehen sind. Die Vergleichseinrichtung vergleicht die von der biometrischen Einrichtung abgegebenen Signale mit den gespeicherten Codes und gibt in Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis bestimmte Bedienoperationen der Bedienvorrichtung der Spritzgiessmaschine frei oder sperrt diese.
Als biometrische Einrichtungen eignen sich insbesondere solche zum Erfassen der Handgeometrie, der Netzhautstruktur, der Gesichtsform, des Fingerabdrucks, der Stimme und/oder der Unterschrift des Benutzers.
Derartige biometrische Systeme sind an sich bereits bekannt und werden beispielsweise zur Zutrittskontrolle in Gebäuden bzw. bei der Zeiterfassung eingesetzt.
Sie zeichnen sich gegenüber Systemen mit Magnetkarten od. dgl. dadurch aus, dass kein Verlust möglich ist, weil physiologische- oder Verhaltensmerkmale der benutzenden Personen getestet werden. Ausserdem ist der Code nahezu unveränderlich, was eine hohe Fälschungssicherheit erlaubt. Die Betriebskosten sind aufgrund der geringen Verwaltungskosten auch gering. Biometrische Systeme sind beispielsweise in der Zeitschrift PC Magazine vom 23. 2. 1999 auf Seite 160 ff sowie in der Zeitschrift c"t 1988, Heft 8, Seite 100 ff beschrieben.
Überraschenderweise lassen sich diese, hauptsächlich für den Bankensektor entwickelten Systeme, in der rauhen Umgebung von Spritzgiessmaschinen einsetzen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Spritzgiessmaschine,
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Die Fig. 2 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe Bedienvorrichtung, die Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Zeigegerätes einer solche Bedienvorrichtung, die Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines solchen Zeigegerätes, und die Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einer biometrischen Erfassung.
Die in Fig. 1 dargestellte Spritzgiessmaschine 15 weist eine allgemein mit 1 bezeichnete Bedienvorrichtung 1 auf, welche einen Bildschirm 16 und ein Tastaturfel 17 umfasst.
Die Zugangskontrolle zur Bedienvorrichtung 1 erfolgt nun gemäss einem ersten Aspe t der Erfindung über ein spezielles stiftartiges Zeigegerät (Fig. 2 bis 4) oder über ein biometrische Erfassung von personenspezifischen Daten des Benutzers.
Die in Fig. 2 dargestellte Bedienvorrichtung 1 der Steuerung ist mit einem Teuer- Screen 2 ausgestattet. Der Einsatz dieser Technologie erfordert die Durchführung voi Eingabeoperationen, die direkt auf den Bildschirm wirken. Der Bediener verwendet f r diese eingaben ein stiftähnliches, persönliches Zeigegerät 3, welche mit einen Mikrochip 4 ausgerüstet ist (siehe Fig. 2). Dieser Mikrochip 4 ist in der Lage, eine eindeutigen Identifizierungscode zu senden.
An der Bedienvorrichtung 1 der Steuerung ist eine Sende-und Empfangseinrichtung 5 installiert, die mit dem Mikrochip 4 im Zeigegerät 3 drahtlos kommuniziert.
Wird nun durch den Bediener ein Zeigegerät 3 an die Bedienvorrichtung 1 der
Steuerung herangeführt, gerät der Mikrochip 4 im Zeigegerät in den Sendebereich de r
Sende- und Empfangseinrichtung 5. Diese erfrägt beim Mikrochip 4 des Zeigegerätes
3 dessen eindeutigen Identifizierungscode den sie nach Erhalt an den Rechner der
Bedienvorrichtung weiterleitet.
Im Rechner ist eine Speichereinrichtung 6 mit verschiedenen berechtigten Codes vorgesehen. Diese Codes werden in einer Vergleicheinrichtung 7 mit den empfangenen Identifikationscode verglichen und dann einem vorgespeicherte i
Berechtigungsprofil 8 zugeordnet, welches festlegt, zu welchen Bedienoperationen de r
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erkannte Benutzer berechtigt ist. Die vorgenannten Einheiten sind in Fig. 2 stark schematisch dargestellt. Selbstverständlich können diese Einheiten im Rechner im wesentlichen softwaremässig realisiert sein. Grundsätzlich ist aber auch eine dem Rechner vorgeschaltete sonderte hardwaremässige Lösung denkbar und möglich.
Alle, in der Folge vom solcherart identifizierten Bediener durchgeführten Bedienoperationen, werden gemäss den, in seinem Berechtigungsprofil hinterlegten Autorisierungsinformationen, erlaubt oder gesperrt. Überdies werden jegliche Bedienaktivitäten - verknüpft mit den Identifikationsdaten des Bedieners - mitprotokolliert.
Befindet sich kein Zeigegerät 3 bzw. Mikrochip 4 im Sendebereich der Sende- und Empfangsstation 5 kann auch kein Bediener identifiziert werden. In diesem fall sind an der Bedienstation der Steuerung nur Operationen möglich, die einem gewissen definierten Mindestberechtigungslevels entsprechen.
Die Sende- und Empfangsstation 5 kann aus einem oder mehreren Sendern bzw.
Empfängern bestehen. Die Sendestation baut im Bereich unmittelbar vor dem Bildschirm (Touch-Screen) ein elektromagnetisches Sendefeld auf. Die Reichweite dieses Sendefeldes erstreckt sich bis etwa 10 c. vor den Bildschirm 2 der Bedienvorrichtung.
Wird nun ein Mikrochip 4 in einem Zeigegerät 3 in den Sendebereich der Sendestation gebracht, wird dieser angeregt, seinen eindeutigen Identifizierungscode zu senden.
Diese Sendesignale werden von der Empfangsstation der Bedienvorrichtung aufgenommen und in zyklischen Zeitabschnitten an den Rechner der Bedienstation weitergeleitet. Für diese Zeitabschnitte sind Werte von 200 msec bis 1 sec denkbar.
Der Mikrochip 4 im Zeigegerät 3 kann in mehreren Ausführungen existieren. In einer Variante ist er mit einer eigenen Spannungsversorgung-z. B. einer Batterie 9 ausgestattet (siehe Fig. 4). In einer anderen Variante (Fig. 3) besitzt er keine eigene Spannungsversorgung, sondern bezieht seine Sendeenergie aus dem von der Sendestation 5 des Bedienrechners aufgebauten Feld.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel ist denkbar einfach aufgebaut. Es weist einen Griffelschaft 11 und eine Griffelspitze 12 auf, die mechanisch miteinander
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verbunden sind, beispielsweise durch Zusammenschrauben oder Zusammenstecken, dazwischen liegt der Mikrochip 4. Es ist natürlich auch möglich, die beiden Teile 1 und 12 miteinander zu verkleben oder durch Kunststoffschweissen zu verbinden.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine gefederte Griffelspitze 2 vorgesehen, die über eine Feder 13 relativ zum Griffeischaft 11 bewegbar ist. Der Mikrochip 4 ist so ausgelegt, dass er bei eingedrückter Griffelspitze 12 und danit geschlossenem Schalter 14 seinen Identifikationscode aussendet. Dies spiert einerseits Energie, weil der Mikrochip nicht dauernd senden muss, wodurch die Batte ie 9 länger hält. Andererseits ist es über diese Ausbildung möglich, d n Identifikationscode tatsächlich bei jeder einzelnen Bedienoperation zu senden, we in nämlich die Griffelspitze 12 durch Berührung am Kontaktbildschirm 2 eingedrückt ist.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt eine biometrische Identifikation, und zwar über den Fingerabdruck des Benutzers. Dazu weist Bedienvorrichtung entweder eingebaut oder über ein Verbindungskabel 18
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des Fingers 20 auf. Diese Einrichtung ist, wie an sich bekannt, aufgebaut und weist eine Dichtquelle 1, ein optisches Übertragungssystem 22 sowie einen CCD-Bildsenor 23 auf, dessen Signal über eine elektronische Schaltung 24 an die Schnittstelle 5 gelangt. Die Bedienvorrichtung 1 weist weiters eine Speichervorrichtung 26 auf, in er Fingerabdrucksdaten gespeichert sind.
Diese gespeicherten Daten werden dann von der Vergleichseinrichtung 27 mit aktuell erfassten Daten verglichen und damit der Zugang für bestimmte Bedienoperationen freigegeben oder gesperrt, woei beispielsweise die Zeitdauer der Freigabe beliebig voreinstellbar ist.
Neben der Erfassung des Fingerabdruckes können auch andere biometrische Merkmale, wie die Handgeometrie, die Netzhautstruktur, die Gesichtsform, aber at ch die Stimme oder die Unterschrift erfasst und zur Freigabe von Bedienoperationen für bestimmte Benutzer herangezogen werden.