AT501358A1 - Neue rutheniumkomplexe, verfahren zu ihrer herstellung und deren verwendung bei der bekämpfung von tumorerkrankungen - Google Patents

Neue rutheniumkomplexe, verfahren zu ihrer herstellung und deren verwendung bei der bekämpfung von tumorerkrankungen Download PDF

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AT501358A1
AT501358A1 AT1822005A AT1822005A AT501358A1 AT 501358 A1 AT501358 A1 AT 501358A1 AT 1822005 A AT1822005 A AT 1822005A AT 1822005 A AT1822005 A AT 1822005A AT 501358 A1 AT501358 A1 AT 501358A1
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Neue Rutheniumkomplexe, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen
Die vorliegende Erfindung Verbindungen, die einen Ruthenium(lll)-Komplex koordiniert durch mindestens 4 heterocylische Liganden umfassen, deren Herstellung, sowie deren Verwendung als Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen .
Die mögliche Verwendbarkeit von Rutheniumkomplexen zur Behandlung von Krebserkrankungen wurde von M.J. Clarke, ACS Symp. Ser. 140 (1980) 157180 diskutiert.
Komplexverbindungen des dreiwertigen Rutheniums mit Pyrazol und Imidazol wurden von F. Kralik et al., Collection Czeckoslov. Chem. Commun. 26 (1961) 1298 und von B. K. Keppler et al., Inorg. Chem., 26 (1987) 4366-4370 beschrieben.
Femer wurden Ruthenium(lll)-Komplexe mit Indazol und Dimethylsulfoxid von B.K. Keppler et al., AnticancerRes., 9 (1989) 761-766, G. Mestroni et al., J. Am.

   Chem. Soc. 111 (1989) 7068-7071 und G. Mestroni et al., Inorg. Chem., 34 (1995), 4722-4734 untersucht.
Die tumorhemmenden Eigenschaften von Ruthenium(lll)-Komplexen mit einem basischen Heterocyclus, wie Indazol, werden fe er in Eur. J. Inorg. Chem. 1999, 9, S. 1551-1555, Met-Based Drugs 1994, 1 (2-3), S. 145-150, und J. Cancer Res. Clin.

   On[infinity]l. 1992, 118(3), S. 195-200, beschrieben.
In der US-PS 4,843,069 werden Arzneimittel beschrieben, die Ruthenium(lll)Komplexe mit einem ein- oder mehrkernigen basischen Heterocyclus enthalten.
Die WO97/36595 offenbart Ruthenium(lll)-Komplexe mit einem Alkalimetallkation oder mit Ammonium, die gut wasserlöslich und ebenfalls wirksam zur Behandlung von Krebserkrankungen sind.
In der WO 02/059135 werden Zusammensetzungen aus einem Rutheniumkomplex-Natriumsalz und einem geladenen Heteroaromaten beschrieben, die eine hohe Wirksamkeit bei der Behandlung von Tumorerkrankungen aufweisen.
Ruiz-Ramirez et al. (J. Chem. Soc, Dalton Trans. 1973, 1770-1982) und ElHendawy (J. Chem.

   Soc. , Dalton Trans. 1989, 901-906) beschreiben Tetrapyridin-ruthenium(ll)-Komplexe, die jedoch keine Antitumorwirkung besitzen.
Anderson et al. beschreibt die Kristallstruktur von trans[Ru(lll)(OH)2(im)4]trans[Ru(lll)Cl4(im)2] (Inorg. Chem. 1995, 34, 6065-6073).
Pieper et al. beschreiben die einen mit vier Indazol-Liganden substituierten Ru(ll) Komplex, der in geringer Ausbeute als Reaktionsprodukt bei der \ Aufbewahrung von Hlnd [Ru(lll)lnd2CI ] in 2-Pyrrolidon isoliert werden konnte I (Z. Anorg. Allg. Chem. 2001 , 627, 261-265).
In beiden Fällen konnten die Verbindungen jedoch nur in äusserst geringen Ausbeuten isoliert werden.

   Ein Charakterisierung des biologischen Verhaltens erfolgte nicht. Überraschend wurde gefunden, dass Aktivität von mit heterocyclischen Liganden zweifach oder dreifach koordinierten Rutheniumkomplexen durch Erhöhung der Koordinationszahl auf vier noch weiter gesteigert werden kann.
Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, neue Komplexverbindungen des Rutheniums bereitzustellen, die eine hohe Wirksamkeit zur Behandlung von Krebserkrankungen besitzen.

   Gleichzeitig sollen die erfindungsgemässen Verbindungen synthetisch gut zugänglich sein. a*   a
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Komplexverbindung der aligemeinen Formel (I)
[Ru<i+>X<n'>[chi] Bz(H2O)p(OHJjP-"*^ [i-nx-qj/n G<[pi]'>
worin
G, ein geeignetes Gegenion, aber kein geladener Rutheniumkomplex ist B ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2">, NO3-, SO4<2">, HSO4<">, Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<¯>, oder RCOO<">, worin R ein substituiertes oder unsuhstituiertes C^ - C6-Alkyl oder C2- C6Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
z = 4 oder 5, x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1oder 2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q < i ist,
mit der Massgabe, dass es sich, wenn X = Chlor und i = 2 ist,

   es sich bei dem basischen Heterocyclus B nicht um Indazol oder Pyridin handelt, und dass es sich, wenn X = Chlor, i = 3 und G = [H(ONO )2] ist, bei dem basischen Heterocyclus nicht um Pyridin handelt.
Weiteriiin wird die Aufgabe gelöst durch eine Zusammensetzung (A), erhältlich durch Mischen einer Komplexverbindung der allgemeinen Formel (II)
[Ru<i+>X^x Bz(H2O)p(OH f<1>* [i-nx-q]/n G"<">(II) worin
G ein geeignetes Gegenion ist
B, ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen, X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2¯>, NO3<">, SO4<2>\ HSO4<">,
Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<¯>, oder RCOO<">, worin
R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta]-Alkyl oder C2- C6-
Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, z = 4 oder 5, x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0,

   1 oder 2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q < i ist,
mit einer Verbindung der Formel (III)
MX' (III)
worin
M ein Alkalimetallkation oder Ammonium und
X' ein Halogenid, Pseudohalogenid, HCO3<¯>oder RCOO-, worin R Wasserstoff oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C6-Alkyl oder C2- C6-Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, Phosphat, Sulfat oder Acetat ist.
B in den Formeln (I) oder (II) kann Purin, Adenin, Guanin, Cytosin, Indazol, Imidazol, Pyrazol, Pyridin, Pyrimidin, Pyridazin, Pyrrol, Tetrazol, Triazol, Benzimidazol und/oder Triazin sein, die substituiejl sein können durch einen oder mehrere Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus:

  
Hydroxyl, Amino, Halogen, CrC4-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, C[iota]-C4-Alkylmercapto, Formyl-, C[iota]-C4-Alkoxycarbonyl, C[iota]-C4-Alkoxycarbonyl-O[iota]-C4-alkylen, Da-C[iota]-C4 alkyl-amino, Di-C C -alkylamino-C[iota]-C4-alkylen, Di-C[iota]-C4-alkylaminocarbonyl, DJ-C[iota]-C4-alkylaminocart)onyl-C[iota]-C4-alkylen, Hydroxyiminomethin, Phenyl, Benzyl, Benzoyl, Pyrrolidino, Piperidino, Pyrrol-1-yl und Pyrrol-1-yl-C[iota]-C4alkylen oder einen Ring
W Y
R[iota]' worin
-R1' Wasserstoff, Natrium, CrC4-Alkyl oder Phenyl ist, und
-R2' Wasserstoff, C[iota]-C4-Alkyl, Amino, oder Phenyl ist, oder R1' und R2' zusammen eine Gruppe -(CH2)S- darstellen, worin s eine gerade Zahl von 4 bis 8 ist,
-W ein Stickstoff oder CR3', worin R3' ein Wasserstoff, C[iota]-C4-Alkyl, Amino oder Phenyl, vorzugsweise Wasserstoff oder Methyl, ist,
-Y Stickstoff oder CR4' ist, worin R4' ein Wasserstoff,

   C[iota]-C4-Alkyl, Amino oder Phenyl, vorzugsweise Wasserstoff oder Methyl, ist, und
-Z Stickstoff oder CR5', worin R5' ein Wasserstoff, C[iota]-C4-Alkyl, Amino oder Phenyl, vorzugsweise Wasserstoff oder Methyl, ist, wobei der Ring über mindestens einen der Substituenten RV und R2' an den basischen
Heterocyclus B oder B' gebunden ist.
Mit der Massgabe, dass B<'>im in Verbindungen der Formel (I) nicht Indazol, Imidazol oder Pyrazol ist.
Vorzugsweise ist wenigstens eine der Gruppen R3\ R4' oder R5" ein Wasserstoff.

   Bevorzugt ist der wenigstens eine Substitutent ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Chlor, Diethylamino, Dimethylamino und Pyrrol-1-yl-methyl.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann B in den Formeln (I) oder (II) 1Methylimidazol, 4-Methylimidazol, 4-Methylpyrazol, 1-Natriumpyrazol, 1Phenyltetrazol oder 5-Phenyltetrazol sein, die substituiert sein können, vorzugsweise in der 4-Position, durch einen oder mehrere Substituenten, wie vorstehend definiert.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist B in den Formeln (I) oder (II), Indazol, Imidazol, Pyrazol, Benzimidazol oder Triazol, besonders bevorzugt Triazol.
G kann ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2">, NO3<">, SO<2">, HSO4<">, Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<¯>, oder RCOO<">,

   worin R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C6-Alkyl oder C2- C6-Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, sein.
Weiterhin ist M in den Formel (III) bevorzugt Lithium, Natrium oder Kalium, insbesondere Natrium.
In bevorzugten Ausführungsformen ist n für X und/oder G in den Formeln (I), (II) oder (lil) gleich 1. Besonders bevorzugt sind X und/oder G in den Formeln (I), (II) oder (III) ein Halogenid und ganz besonders bevorzugt sind X und/oder G Chlor oder Brom, insbesondere Chlor.
Das molare Verhältnis der Verbindung der Formel (II) zur Verbindung der Formel (III) in der erfindungsgemässen Zusammensetzung (A) ist vorzugsweise ein Verhältnis zwischen 1 :2 und 1:30, besonders bevorzugt 1:5 und 1 :15, insbesondere 1:10.

   Die Verbindung der Formel (III) ist vorzugsweise Natriumchlorid.
Die erfindungsgemässe Verbindung der Formel (I) oder der Zusammensetzung (A) kann in Form einer wässrigen Lösung vorliegen.
Die Zusammensetzung (A) kann durch Verreiben einer Verbindung der Formel (II) mit einer Verbindung der Formel (III) im Mörser oder in Mühlen, wie Luftstrahl- oder Kugelmühlen, erhalten werden.
Weiterhin wird die Aufgabe der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel (I)
[Ru<i+>X Bz(H2O)p(OH)J<M>"<Hat>[i-nx-qj7n G<n">(I)
worin G, ein geeignetes Gegenion ist
B ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2>\ NO3<">, SO4<2">, HSO<">,
Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<">, oder RCOO<">,

   worin R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta]-Alkyl oder C2- C6-
Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
z = 4 oder 5, x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1 oder 2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q < i ist, #
8 oder eine Zusammensetzung (A) erhältlich durch Mischen einer Komplexverbindung der allgemeinen Formel (II)
[Ru<i+>X"-[chi]Bz(H2O)p(OH)q]<rHUH[upsilon]+>[i-nx-q]/n G<0->(II)
worin
G, ein geeignetes Gegenion ist
B ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2">, NO3<">, SO4<2">, HSO4\
Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<¯>, oder RCOO<">, worin
R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C6-Alkyl oder C2- C6-
Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
z = 4 oder 5,

   x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1oder 2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q < i ist,
mit einer Verbindung der Formel (III)
MX' (III)
worin
M ein Alkalimetallkation oder Ammonium und
X' ein Halogenid, Pseudohalogenid, HCO3<¯>oder RCOO<">, worin R Wasserstoff oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta] -Alkyl oder C2- C6-Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, Phosphat, Sulfat oder Acetat ist, zur Behandlung von Tumorerkrankungen gelöst.
Weiterhin wird die Aufgabe der voriiegenden Erfindung durch ein Verfahren gelöst, das die Verbindungen der Formel (I) zugänglich macht.
Dabei wird eine Verbindung der Formel (IV)
[Ru Xa Bb] d(BH)<+>(IV) wobei a 3 oder 4,

   b 2 oder 3 c 0 oder -1 d 0 oder 1 ist
mit einem Überschuss des basischen Heterocyclus B in einem protischen Lösungsmittel zum Sieden erhitzt.
Das Verhältnis zwischen (IV) und dem basischen Heterocyclus beträgt 1:1.1 bis 1:10, vorzugsweise 1:1.1 bis 1:5 und ganz bevorzug 1:1.5.
X und B in der allgemeinen Formel (IV) sind wie oben definiert, vorzugsweise ist X ein Halogenid, ganz besonders bevorzugt ist X Chlor.
B ist vorzugsweise, Adenin, Guanin, Cytosin, Indazol, Imidazol, Pyrazol, Pyridin, Pyrimidin, Benzimidazol, Pyridazin, Pyrrol, Tetrazol, und/oder Triazin, besonders bevorzugt ist B Indazol, Imidazol, Pyrazol, Pyrimidin, Pyridazin, Pyrrol, Benzimidazol, Triazol, Tetrazol, und/oder Triazin.
Als Lösungsmittel kommen Wasser, Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol Toluol, oder auch Gemische davon in Frage. Vorzugsweise wird Ethanol im Gemisch mit Wasser verwendet.

   Sofern in diesem Reaktionsschritt der korrespondierende neutrale Ruthenium(ll)-Komplex isoliert wird, so kann dieser gegebenenfalls durch Oxidation mit einem geeigneten Oxidationsmittel wie z.B. H2O2in den kationischen Ruthenium(lll)-Komplex überführt werden.
In einigen Fällen kann es auch vorteilhaft sein einen mit geeigneten substituierbaren Gruppen versehenen Ruthenium(lll)-Komplex mit einem Überschuss des gewünschten heterocyclischen Liganden umzusetzen. Als Abgangsgruppe kommt beispielsweise Ethylphenylsulfid, das vorzugsweise den Ruthenium(lll)-Komplex in dreifacher Koordination umgibt. Auch die Verwendung einer mit koordinierenden Lösungsmitteln wie DMSO oder Acetonitril komplexierten Rutheniumverbindung ist möglich.

   Auch der Verzicht auf ein Lösungsmittel, z.B. die Synthese in geschmolzenem Liganden, kann sinnvoll sein.
Weiterhin wird die Aufgabe der vorliegenden Erfindung durch ein Arzneimittel gelöst, das die erfindungsgemässe Verbindung (I) oder die Zusammensetzung A enthält.
Die Verbindungen der Formel (I) sowie die Zusammensetzungen (A) können weiterhin zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden.
Im folgenden wird das erfindungsgemasse Arzneimittel genauer beschrieben.
Die erfindungsgemässen Arzneimittel werden vor allem intravenös, aber auch intramuskulär, intraperitoneal, subkutan oder peroral verabreicht. Auch eine äusserliche Applikation ist möglich.

   Bevorzugt ist die Verabreichung durch intravenöse Injektion oder intravenöse Infusion.
Die Arzneimittelzubereitungen werden nach an sich bekannten Verfahren hergestellt, wobei die erfindungsgemässe Zusammensetzung als solche oder gegebenenfalls in Kombination mit geeigneten pharmazeutischen Trägerstoffen eingesetzt wird. Enthalten die Arzneimittelzubereitungen neben dem Wirkstoff pharmazeutische Trägerstoffe, beträgt der Wirkstoffgehalt dieser Mischungen 0,1 bis 99,5, vorzugsweise 0,5 bis 95 Gew.-% der Gesamtmischung.
Der Wirkstoff kann in jeder geeigneten Formulierung angewandt werden unter der Voraussetzung, dass die Ausbildung bzw. Aufrechterhaltung von ausreichenden Wirkstoffpegeln gewährleistet ist. Das kann beispielsweise durch orale oder parenterale Gabe in geeigneten Dosen erreicht werden.

   Vorteilhafterweise liegt die pharmazeutische Zubereitung des Wirkstoffs in Form von Einheitsdosen vor, die auf die gewünschte Verabreichung abgestimmt sind. Eine Einheitsdosis kann zum Beispiel eine Tablette, ein Dragee, eine Kapsel, ein Suppositorium oder eine gemessene Volumenmenge eines Pulvers, eines Granulates, einer Lösung, einer Emulsion oder einer Suspension sein.
Unter "Einheitsdosis" im Sinne der voriiegenden Erfindung wird eine physikalisch bestimmte Einheit verstanden, die eine individuelle Menge des aktiven Bestandteils in Kombination mit einem pharmazeutischen Trägerstoff enthält und deren Wirkstoffgehalt einem Bruchteil oder Vielfachen einer therapeutischen Einzeldosis entspricht.

   Eine Einzeldosis enthält vorzugsweise die Menge Wirkstoff, die bei einer Applikation verabreicht wird und die gewöhnlich einer ganzen, einer halben, einer drittel oder einer viertel Tagesdosis entspricht. Wenn für eine einzelne therapeutische Verabreichung nur ein Bruchteil, wie die Hälfte oder ein Viertel, der Einheitedosis benötigt wird, ist die Einheitsdosis vorteilhafterweise teilbar, z.B. in Form einer Tablette mit Bruchkerbe.
Die erfindungsgemässen Arzneimittel können, wenn sie in Einheitsdosen vorliegen und für Applikationen z.B.

   am Menschen bestimmt sind, etwa 0,1 bis 500 mg, bevorzugt 10 bis 200 mg und insbesondere 50 bis 150 mg Wirkstoff enthalten.
Im allgemeinen werden in der Humanmedizin der oder die Wirkstoffe in einer Tagesdosis von 0,1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 3 mg/kg Körpergewicht, gegebenenfalls in Form mehrerer, vorzugsweise 1 bis 3 Einzelgaben zur Erzielung der gewünschten Ergebnisse verabreicht. Eine Einzelgabe enthält den oder die Wirkstoffe in Mengen von 0,1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 3 mg/kg Körpergewicht. Bei einer oralen Behandlung können ähnliche Dosierungen zur Anwendung kommen.
Die therapeutische Verabreichung der pharmazeutischen Zubereitung kann 1 bis 4 mal am Tage zu festgelegten oder variierenden Zeitpunkten erfolgen, z.B. jeweils vor den Mahlzeiten und/oder am Abend.

   Es kann jedoch erforderlich sein, von den genannten Dosierungen abzuweichen, und zwar in Abhängigkeit von der Art, dem Körpergewicht und dem Alter der zu behandelnden Individuen, der Art und Schwere der Erkrankung, der Art der Zubereitung und der Applikation der Arzneimittelzubereitungen sowie dem Zeitraum bzw. Intervall, innerhalb welchem die Verabreichung erfolgt. So kann es in einigen Fällen ausreichend sein, mit weniger als der oben genannten Menge Wirkstoff auszukommen, während in anderen Fällen die oben angeführte Wirkstoffmenge überschritten werden muss.

   Es kann sich auch als zweckmässig erweisen, die Arzneimittelzubereitungen nur einmalig oder im Abstand von mehreren Tagen zu verabreichen.
Die Festlegung der erforderlichen optimalen Dosierung und Applikationsart der Wirkstoffe kann durch jeden Fachmann aufgrund seines Fachwissens erfolgen.
Die pharmazeutischen Zubereitungen bestehen in der Regel aus der erfindungsgemässen Zusammensetzung und nichttoxischen, pharmazeutisch verträglichen Arzneimittelträgern, die als Zumischung oder Verdünnungsmittel, beispielsweise in fester, halbfester oder flüssiger Form oder als Umhüllungsmittel, beispielsweise in Form einer Kapsel, eines Tablettenüberzugs, eines Beutels oder eines anderen Behältnisses für den therapeutisch aktiven Bestandteil in Anwendung kommen.

   Ein Trägerstoff kann z.B. als Vermittler für die Arzneimittelaufnahme durch den Körper, als Formulierungshilfsmittel, als Süssungsmittel, als Geschmackskorrigens, als Farbstoff oder als Konservierungsmittel dienen.
Zur oralen Anwendung können z.B. Tabletten, Dragees, harte und weiche Kapseln, z.B. aus Gelatine, dispergierbare Pulver, Granulate, wässrige und ölige Suspensionen, Emulsionen, Lösungen oder Sirupe kommen.
Tabletten können inerte Verdünnungsmittel, z.B. Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Natriumphosphat oder Lactose; Granulierungs- und Verteilungsmittel, z.B. Maisstärke oder Alginate; Bindemitte, z.B. Stärke, Gelatine oder Akaziengummi; und Gleitmittel, z.B. Aluminium- oder Magnesiumstearat, Talkum oder Silikonöl, enthalten.

   Sie können zusätzlich mit einem Überzug versehen sein, der auch so beschaffen sein kann, dass er eine verzögerte Auflösung und Resorption der Arzneimittelzubereitung im Gastrointestinaltrakt bewirkt, so dass z.B. eine bessere Verträglichkeit, Protahierung oder Retardierung erreicht wird. Gelatinekapseln können den Arzneistoff vermischt mit einem festen, z.B. Calciumcarbonat oder Kaolin, oder einem öligen, z.B. Oliven-, Erdnuss-, oder Paraffinöl, Verdünnungsmittel enthalten.
Wässrige Suspensionen können Suspendiermittel, z.B.
Natriumcarboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Natriumalginat, Polyvinylpyrrolidon, Traganthgummi oder Akaziengummi; Dispergier- und Benetzungsmittel, z.B. Polyoxyethylenstearat, Heptadecaethylenoxycatanol, Polyoxyethylensorbitolmonooleat oder Lecithin; Konservierungsmittel, z.B.

   Methyl- oder Propylhydroxybenzoate; Geschmacksmittel; Süssungsmittel, z.B. Saccharose, Lactose, Natriumcyclamat, Dextrose, Invertzuckersirup, enthalten.
ölige Suspensionen können z.B. Erdnuss-, Oliven-, Sesam-, Kokos- oder Paraffinöl und Verdickungsmittel, wie z.B. Bienenwachs, Hartparaffin oder
Cetylalkohol, enthalten; ferner Süssungsmittel, Geschmacksmittel und Antioxidantien. In Wasser dispergierbare Pulver und Granulate können die erfindungsgemässe Zusammensetzung in Mischung mit Dispergier-, Benetzungs- und Suspendiermitteln, z.B. den oben genannten, sowie mit Süssu[pi]gsmitteln, Geschmacksmitteln und Farbstoffen entharten.
Emulsionen können z.B. Oliven-, Erdnuss-, oder Paraffinöl neben Emulgiermitteln, wie z.B.

   Akaziengummi, Traganthgummi, Phosphatiden, Sorbitanmonooleat, Polyoxyethylensorbitanmonooleat, und Süssungs- und Geschmacksmittel enthalten.
Wässrige Lösungen können Konservierungsmittel, z.B. Methyl- oder Propylhydroxybenzoate; Verdickungsmittel; Geschmacksmittel; Süssungsmittel, z.B. Saccharose, Lactose, Natriumcyclamat, Dextrose, Invertzuckersirup, sowie Geschmacksmittel und Farbstoffe enthalten.
Zur parenteralen Anwendung der Arzneistoffe dienen steril injizierbare, wässrige Lösungen, isotonische Salzlösungen oder sonstige Lösungen.
Als Lösemittel zur Infusion kann jede geeignete Lösung eingesetzt werden. Bevorzugt sind Wasser und Haemaccel<(R)>.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung (A) umfasst das Mischen einer Komplexverbindung der Formel (II) mit einer Verbindung der Formel (III).

   Dabei wird eine Verbindung der Formel (II) mit einer Verbindung der Formel (III) z.B. im Mörser oder in Kugelmühlen verrieben. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen erläutert.
Beispiel 1
Dichlorotetraindazolruthenium(ll) (KP1410)
 <EMI ID=15.1> 

 <EMI ID=15.2> 

 <EMI ID=15.3> 

M = 644.55, RuCI2N8C28H24Durchführung: (Hind)[RuCI4ind2] (0.7 g) und Indazol (0.2 g) werden in einem Gemisch aus Ethanol Wasser 70:30 5 Stunden am Rückfluss gekocht. Dabei verfärbt sich die anfangs hellrote Lösung zunächst dunkelrot dann, nach ca. 3 h grün. Nach 4 h kann ein hellgrüner Niederschlag beobachtet werden, der aus heissen Lösung wird abfiltriert. Dieser wird anschliessend mit Wasser gewaschen und im Exikator über Silicagel getrocknet.
AW: 0,31 g (61 % d.

   Theorie)
nmr: 12.6 ppm (s), 8.6 ppm (s), 7.6 ppm (d), 7.5 ppm (t), 7.0 ppm (t) ANTR 287 in DMSO
ESI-MS: m/z: 644 [RuCI2(ind)4]<+> Elementaranalvse:
C H N Cl
52.18 3.75 17.39 11.00 Berechnet
52.46 3.59 17.17 10.92 Gefunden
 <EMI ID=16.3> 

Dichlorot[theta]traindazolruthenium(lll)chlorid (KP1411 )
 <EMI ID=16.1> 

/ r
C[lambda]<'>
/
 <EMI ID=16.2> 

M=680.00, RuCI3N8C28H2 Durchführung: Zu einer Lösung von [RuCl2(ind)4] (0.2 g) und Indazol (0.06 g) in 1 N HCI (20 ml) und Methanol (400 ml) wird Wasserstoffperoxid (20 ml) zugegeben. Die Lösung wird 10 min bei Raumtemperatur gerührt, wobei sie sich von hellgrün auf dunkelrot verfärbt. Die Lösung wird abfiltriert und dann am Rotavapor eingeengt bis ein schwarzer Niederschlag ausfällt. Dieser wird abfiltriert und dann mit Wasser (100 ml) gewaschen und im Exikator über Silikagel getrocknet.
AW: 0.18 g (85.2 % d.

   Th.)
NMR: 5.6 ppm, 4.7 ppm, 0.2 ppm, -2.6 ppm, -3.0 ppm, -26.8 ppm
ESI-MS: mlz: 644 [RuCI2(ind)4]<+>Elementaranalvse: c H N Cl
49.46 3.56 16.48 15.64 Berechnet
49.35 4.01 16.73 15.16 Gefunden
 <EMI ID=16.4> 
 Beispiel 2
Synthese von Dichlorotetrapyrazolruthenium(lll)chlorid (KP1418) er

 <EMI ID=17.1> 

NH y
\_
RuClaC^H^N[beta], M=479.76
Durchführung: Hpz[RuCUpz2] (4.0 g) und Pyrazol (1.2 g) in
Ethanol/Wasser 70:30 (150 ml) (gelbe Lösung mit rotem Bodenkörper) werden am Rückfluss 7 Stunden gekocht. Die Lösung wird innerhalb einer Stunde rot, der Bodenkörper löst sich vollständig. Danach wird die Lösung auskühlen gelassen und am Rotavapor auf wenige ml eingeeingt. Über Nacht in den Kühlschrank bilden sich weinrote Nadeln.

   Diese werden abfiltriert, mit wenig Wasser gewaschen und im Exikator über Silicagel getrocknet.
AW: 3.6 g (84.5 d.Th.)
Ansatz(zur Reinigung): 3.0 g [RuCI2py4]CI (6.3 mmol) 0.8 g Pyrazol (11.8 mmol)
300 ml Ethanol/Wasser dest. (70:30)
Der Niederschlag [RuCI2pz4]CI (3.0 g) und Pyrazol (0.8 g) werden zur Reinigung des Produkte weitere 3 Stunden in 300 ml Ethanol/Wasser 70:30 (300 ml) am
Rückfluss gekocht, auf RT abgekühlt, dann am Rotavapor eingeengt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Die roten Mikrokristalle werden abfiltriert und mit wenig Wasser gewaschen und im Exikator über Silicagel getrocknet.
AW: 2.9 g (96 % d. Th.) 1H NMR: 6.5 ppm, -2.5 ppm, -20.1 ppm, -23.7 ppm
ESI-MS: mir.

   AAA [RuCl^py)
C H N Cl
30.04 3.36 23.36 22.17 berechnet
30.29 3.31 23.05 21.99 gefunden
 <EMI ID=18.3> 

Beispiel 3
Dichlorotetrabenzimidazolrutheniumdll.chlorid (KP 1470)
 <EMI ID=18.1> 

 <EMI ID=18.1> 

L V
 <EMI ID=18.2> 

M=680.00, RuCI3N8C28H24
Ansatz: 0.1257 g HbenzIRuCUbenzJ (0.2 mmol) benz= Benzimidazol
0.0393 g Benzimidazol (0.3 mmol)
50 ml Ethanol /Wasser (70:30)
Durchführung: Hbenz[RuCI4benz2] (0.13 g) und Benzimidazol (0.04 g) in Ethanol / Wasser 70:30 (50 ml) werden am Rückfluss 4 Stunden gekocht, auf Raumtemperatur abgekühlt und über Nacht stehen gelassen. Die Lösung wird am Rotavapor eingeengt, abfiltriert und zuerst aus Essigester und danach aus Aceton umkristallisiert. Man erhält ein oranges Pulver. Dieses wird bei 200 [deg.]C unter Argon getrocknet.
AW: 0.1430 (61.9 % d.

   Th.)
ESI-MS: lz: 644 [RuCI2(benz)4]<+>
<><1>H NMR: 4.4 ppm, 0.7 ppm, 0.5 ppm, 0.2 ppm, -21.4 ppm, -23.8 ppm
Elementaranalyse:
C H N Cl
49.48 3.55 16.47 15.63 berechnet
49.40 3..31 16.19 15.41 gefunden
 <EMI ID=19.3> 

Beispiel 4 Dichlorotetraimidazolruthenium(lll)chlorid (KP1471) I
 <EMI ID=19.1> 

 <EMI ID=19.2> 
cr
O nn
RuCI3N[beta]C[iota]2H[iota][beta], M= 479.76
Ansatz: 2.0 g [RuCWCHaCH^S-Phfe]
2.0 g Imidazol
125mlToluol 20 ml Ethanol
Durchführung: Zu der frisch hergestellten [RuCI3(CH3CH2-S-Ph)3] (2.0 g) in Toluol (125 ml) wird eine Lösung von Imidazol (2.0 g) in Ethanol (20 ml) zugegeben. Die Mischung wird dann am Rückfluss eine halbe Stunde gekocht. Der schwarze Niederschlag wird abfiitriert, 3 mal mit heissem Chloroform (3 x 25 ml) digeriert und kurz im Ultraschallbad gestellt.

   Das Produkt wird abgesaugt, mit Chloroform nachgewaschen und im Exikator über Silicagel getrocknet.
AW= 1.4 g (94 % d. Th.)
Reinigung: Das Rohprodukt wird in Methanol (40 ml) suspendiert. Der graue nicht lösliche Niederschlag wird abfiltriert und verworfen. Zu dem Filtrat wird Diethylether zugefügt bis eine Trübung auftritt. Der grüne Niederschlag wird abfiitriert. Das Filtrat am Rotavapor eingeengt. Es entsteht ein roter Niederschlag. Der Vorgang wird noch einmal wiederholt.

   Besonders sauber wird die Substanz, wenn man sie in Methanol löst und Ether langsam eindiffundieren lässt.
AW 0.66 g
ESI-MS: mlz: 443.9 [RuCI2(im)4]<+>
<1>H NMR: 2.86 ppm, -1.34 ppm, -7.36 ppm, -17.28 ppm
Beispiel 5: Dichlorotetratriazolruthenium(lll)chlorid (KP 1484)
mer-[RuCI3(Htrz)3][Eta]2O (0.20 g, 0.46 mmol) wurde geschmolzenem 1H,2,4triazole (0.70 g, 10.14 mmol) zugefügt, und die Reaktion für 45 min auf 130[deg.]C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die feste Reaktionsmischung vom überschüssigen 1 ,2,4-Triazol durch mehrmaliges suspendieren in Ethanol (5 ml) befreit. Der Komplex wurde mit Ethanol, Diethylether gewaschen und bei Raumtemperatur getrocknet. Ausbeute: 0.09 g, 40%. Anstatt mer-[RuCI3(Htrz)3] H2O kann auch (DMSO)2H[RuCI4(DMSO)2] oder (Et4N)[frans-Ru'"Cl (MeCN)2] als Edukt verwendet werden.

   ESI-MS(+ve), m/z: AAS [RuCI2(Htrz)4f; 379 [RuCI2(Htrz)3f ; 310 [RuCI2(Htrz)2]<+>. IR spectrum in KBr, selected bands, cm<-1>: 3118 s, 1523 vs, 1503 vs, 1416 vs, 1303 vs, 1153 vs, 1053 vs, 970 vs, 769 vs, br, 626 vs. UV-vis (MeOH), nax, nm ([epsilon], mM<"1>cm<"1>): 400 (2.77). Elementaranalyse berechnet für C8H12N[iota]2CI3Ru (Mr= 483.69 g/mol): C, 19.87; H, 2.50; N, 34.75; Cl, 21.99. Gefunden: C, 19.85; H, 2.51; N, 34.58; Cl, 21.59.
Beispiel 6:
Biologische Aktivität
Bei der zytotoxischen Testung in der Zellkultur zeigte der Tetraindazolkoordinierte Ruthenium(lll)-Komp!ex KP1411 in beiden Tumorzellinien (CH1: humanes Ovarialkarzinom, SW480: humanes Adenokarzinoma des Kolon) gegenüber der zweifach mit Indazol substituierten Stammverbindung KP1019 ((Hind)[RuCUind2]) eine um zwei Zehnerpotenzen höhere Aktivität. Die Ergebnisse sind in Figur 1 zusammengefasst.

Claims (14)

Patentansprüche
1. (geändert) Eine Verbindung der Formel (I)
[Ru<i+>X% Bz(H20)p(OH)q<n[chi]>-<ql+>[i-nx-q]/n G"<">(I)
worin
G, ein geeignetes Gegenion ist aber kein geladener Rutheniumkomplex ist B 1-Methylimidazol, 4-Methylimidazol, 4-Methylpyrazol, 1-Natrium[rho]yrazol, 1Phenyltetrazol, 5-Phenyltetrazol, Indazol, Imidazol, Pyrazol, Benzimidazol oder Triazol,2.
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3 , NO3<">, SO4 , H<0>O4 , Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<">, oder RCOO-, worin R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta]-Alkyl oder C2- C6-Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
z = 4 oder 5, x - 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1oder2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q <= i ist,
mit der Massgabe, dass es sich, wenn X Chlor und i = 2 ist, es sich bei dem basischen Heterocyclus B nicht um Indazol handelt.
1. Eine Verbindung der Formel (I)
[Ru<i+>X"-[chi]Bz(H2O)p(OH)q]<[iota][mu]nx>^<+>[i-nx-qj/n G<n'>(I)
worin
G, ein geeignetes Gegenion ist aber kein geladener Rutheniumkomplex ist B ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2">, NO3<">, SO4<2">, HSO4<">, Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<_>, oder RCOO<">, worin R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C6-Alkyl oder C2- CeAlkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
z = 4 oder 5, x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1 oder 2 p + q <= 2 und x + z + p + g = 6 und nx + q < i ist,
mit der Massgabe, dass es sich, wenn X Chlor und i = 2 ist, es sich bei dem basischen Heterocyclus B nicht um Indazol oder Pyridin handelt und dass es sich, wenn X Chlor, i = 3 und G = [H(ON[theta]2)i] ist, bei dem basischen Heterocyclus nicht um Pyridin handelt.
2. (Geändert) Zusammensetzung (A), bestehend aus einer Komplexverbindung der allgemeinen Formel (II)
[Ru<i+>X<n>-XBz(H20)p(OH)q<n[chi]>-<<,1+>[i-nx-q]/n G"- (II)
worin
G ein geeignetes Gegenion ist
B, ein ein- oder mehrkemiger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3 , N03<">, S04, HSO4 l
Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HC03<_>, oder RCOO<">, worin R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta]-Alkyl oder C2- C6-Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,zs 4 oder 5, x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1oder2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q <= i ist, und einer Verbindung der Formel (III)
MX'
(III)
NACHGEREICHT worin
M ein Alkalimetallkation oder Ammonium und
X' ein Halogenid, Pseudohalogenid, HC03<">oder RCOO<">, worin R Wasserstoff oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta] -Alkyl oder C2- C[beta] -
Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, Phosphat, Sulfat oder Acetat ist.
2. Zusammensetzung (A), erhältlich durch Mischen einer
Komplexverbindung der allgemeinen Formel (II)
[Ru* X\ Bz(H2O)p(OHJqf(TM)" [i-nx-q]/n G"<">(II) worin
G ein geeignetes Gegenion ist
B, ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2">, NO3<">, SO4<2">, HSO4<">,
Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<">, oder RCOO<">, worin
R ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C6-Alkyl oder C2- C6-
Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, z = 4 oder 5, x = 1 oder 2 i = 2 oder 3 n = 1 oder 2 p, q = 0, 1oder 2 p + q <= 2 und x + z + p + q = 6 und nx + q < i ist,
mit einer Verbindung der Formel (III)
MX' (III)
worin
M ein Alkalimetallkation oder Ammonium und
X' ein Halogenid, Pseudohalogenid, HCO3<">oder RCOO<">, worin R
Wasserstoff oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Ci - C[beta] -Alkyl oder C2- C[beta] -Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
Phosphat, Sulfat oder Acetat ist.
3. (Geändert) Verbindung nach Anspruch 1, worin B in der Formel (I) Indazol, Imidazol, Pyrazol, Triazol, Benzimidazol oder Tetrazol, ist.
3. Verbindung nach Anspruch 1 , worin B in der Formel (I) Indazol, Imidazol, Pyrazol, Triazol, Benzimidazol oder Tetrazol, sind.
4. (Geändert) Zusammensetzung nach Anspruch 2, worin B in der Formel (II) Pyrazol, Triazol, Benzimidazol, Tetrazol, Imidazol oder Indazol ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 2, worin B in der Formel (I) Pyrazol, Triazol, Benzimidazol, Tetrazol, Imidazol oder Indazol sind.
5. (Geändert) Verbindung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, worin G in der Formel (I) Chlor oder Brom ist.
5. Verbindung oder Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, worin G in den Formeln (I) oder (II) Chlor oder Brom ist.
6. (neu) Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 oder 4, worin G in der Formel (II) Chlor oder Brom ist.
6. Verbindung oder Zusammensetzung nach mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 5, worin X in der Formel (I) oder (II) Chlor oder Brom ist.
7. (neu, ursprünglich Anspruch 6) Verbindung nach einem der Ansprüche 1 , 3 oder 5, worin X in der Formel (I) Chlor oder Brom ist.
7. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei das molare Verhältnis der Verbindung der Formel (II) zur Verbindung der Formel (III) zwischen 1 :2 und 1 :30 liegt.
8. (neu) Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2, 4 oder 6, worin X in der Formel (II) Chlor oder Brom ist.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei das molare Verhältnis der Verbindung der Formel (II) zur Verbindung der Formel (III) zwischen 1:5 und 1:15 liegt.
9. (neu, ursprünglich Anspruch 7) Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2, 4, 6 oder 8 wobei das molare Verhältnis der Verbindung der Formel (II) zur Verbindung der Formel (III) zwischen 1 :2 und 1 :30 liegt.
9. Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorotetrapyrazolruthenium(lll)chlorid ist.
10. (neu, ursprünglich Anspruch 8) Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das molare Verhältnis der Verbindung der Formel (II) zur Verbindung der Formel (III) zwischen 1:5 und 1:15 liegt.
10. Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6, wobei die Verbindung der Formel (I)
Dichlorotetrabenzimidazolruthenium(lll)chlorid ist.
11. (neu, ursprünglich Anspruch 9) Verbindung nach einem der Ansprüche 1 , 3, 5 oder 7, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorot[theta]tra[rho]yrazolruthenium(lll)chlorid ist.
11. Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorotetra(1 ,2,4)triazolruthenium(lll)chlorid ist.
12. (neu, ursprünglich Anspruch 10) Verbindung nach einem der Ansprüche 1 , 3, 5 oder 7, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorotetrabenzimidazolruthenium(lll)chlorid ist.
12. Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6, wobei die Verbindung der Fo[pi]nel (I) Dichlorotetraindazolruthenium(lll)chlorid ist. >*
25
13. (neu, ursprünglich Anspruch 11) Verbindung nach einem der Ansprüche 1, 3, 5 oder 7, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorotetra(1 ,2,4)triazolruthenium(lll)chlorid ist.
13. Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 3 bis 6, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorotetraimidazolruthenium(lll)chlorid ist.
14. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8 wobei die Verbindung der Formel (II)
Dichlorotetraindazolruthenium(lll)chlorid ist.
15. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8 wobei die Verbindung der Formel (II)
Dichlorotetraimidazoloiruthenium(lli)chlorid ist.
16. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8, wobei die Verbindung der Formel (II) Dichlorotetrapyrazolruthenium(lll)chlorid ist.
17. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8, wobei die Verbindung der Formel (II) Dichlorotetrabenzimidazolruthenium(lll)chlorid ist.
18. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8, wobei die Verbindung der Formel (II) Dichlorotetra(1 ,2,4)triazolruthenium(lll)chlorid ist.
19. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8, und 14 bis 18, wobei die Verbindung der Formel (III) Natriumchlorid ist.
20. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2, 4 bis 8 und 14 bis 19 in Form einer wässrigen Lösung.
21. Arzneimittel, enthaftend eine Venbindung oder eine Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 20.
22. Verwendung einer Verbindung oder einer Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 20 zur Herstellung eines Arzneimittels zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Krebserkrankungen.
23. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 9 bis 11 , wobei ein Rutheniumkomplex der Formel (IV)
[Ru<m>XaBb]<c>d(BH)<+>
(IV) wobei a 3 oder 4, b 2 oder 3, c 0 oder -1 , d 0 oder 1 ist,
und
B, ein ein- oder mehrkerniger basischer Heterocyclus mit einem oder mehreren Stickstoffatomen, ein Alkyl-arylsulfid, DMSO oder Acetonitril, X ein Halogenid, Pseudohalogenid, CO3<2">, NO3<">, SO4<2">, HSO4<">,
Hydrogenphosphat, Tartrat, Malonat, Oxalat, HCO3<¯>, oder RCOO<">, worin R ein substituiertes oder unsubstituiertes C1- C6-Alkyl oder C2- C6Alkenyl oder ein substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist,
mit einem Überschuss an basischem heterocyclischen Liganden B in einem protischen Lösungsmittel umgesetzt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 24, wobei die Umsetzung in einem Gemisch aus Ethanol und Wasser erfolgt.
25. Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 8 und 14 bis 20, wobei eine Komplexverbindung der Formel (II) mit einer Verbindung der Formel (III) vermischt wird.
Neue Patentansprüche
14. (neu, ursprünglich Anspruch 12) Verbindung nach einem der Ansprüche 1, 3, 5 oder 7, wobei die Verbindung der Formel (I) Dichlorotetraindazolruthenium(lll)chlorid ist.
NACHGEREICHT <EMI ID=30.1> <EMI ID=31.1>
NACHGEREICHT
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