AT505252A1 - Fahrbahn auf brücken mit einem brückentragwerk aus beton - Google Patents

Fahrbahn auf brücken mit einem brückentragwerk aus beton Download PDF

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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01DCONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D19/00Structural or constructional details of bridges
    • E01D19/08Damp-proof or other insulating layers; Drainage arrangements or devices ; Bridge deck surfacings
    • E01D19/083Waterproofing of bridge decks; Other insulations for bridges, e.g. thermal ; Bridge deck surfacings

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrbahnaufbau auf Brücken mit einem Brückentragwerk aus Beton, dessen Oberfläche mit einer elastischen Kunststoffäbdichtung versehen ist. Ferner sind Gegenstand der Erfindung Verfahren zur Herstellung eines derartigen Fahrbahnaufbaues. 5
Brückentragwerke aus Beton müssen, wie andere Tragwerke auch, vor dem Eindringen von Wasser geschützt werden. Um dies zu erreichen ist es bekannt, Dichtungen zwischen dem Brückentragwerk und der Fahrbahn aufzubringen. Diese Dichtungen wurden vielfach aus bituminösen Abdichtungsbahnen oder auch als 10 Asphaltmastixdichtungen ausgeführt. Bei Brücken mit Betonfahrbahnen werden zwischen den Dichtungen und den Betonfahrbahnen üblicherweise Schutzschichten aus Walzasphalt angeordnet, welche die Abdichtungen vor mechanischen Beschädigungen bei der Einbringung des Fahrbahnbetons schützen und eventuell durch die Fugen der Fahrbahn eindringendes Wasser ableiten sollen. Der Fahrbahnbeton kann jedoch weder iS mit den bisher bekannten Abdichtungen noch mit den Schutzschichten dauerhaft schubfeste Verbindungen eingehen. Dadurch werden die auf die Fahrbahn wirkenden Schubkräfte nur ungenügend in das Brückentragwerk eingeleitet. Vor allem bei geneigten Brücken kann es zum Verschieben und zur Beschädigung der Fahrbahnplatten kommen. Überdies können sich Flüssigkeiten, welche in die 20 Schutzschichten eindringen, unter der Betonfahrbahn ansammeln und zum Abheben der Fahrbahn durch Frost führen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden schon Vorschläge gemacht, als Dichtung eine Kunststoffabdichtung auf die Oberfläche des aus Beton bestehenden 25 Brückentragwerkes aufzubringen. Auch hier hat es sich jedoch gezeigt, dass die auf die Fahrbahn wirkenden Schubkräfte in nicht ausreichender Weise in das Brückentragwerk eingeleitet werden. Dies hat sich insbesondere dann gezeigt, wenn die Fahrbahn eine Betonfahrbahn ist. 30 Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, in erster Linie einen Fahrbahnaufbau auf Brücken mit einem Brückentragwerk aus Beton zu schaffen, bei dem eine Betonfahrbahn aufgebracht werden kann und sowohl eine sichere Abdichtung als auch ·· ·· • I · « · • · · · • · · · ί
• · · · J ·· ·· · eine sichere und dauerhafte Übertragung der Schubkräfte von der Betonfahrbahn auf das Brückentragwerk gewährleistet ist.
Erreicht wird dies dadurch, dass auf der KunststofFabdichtung eine Haftschicht aufgebracht ist und auf die Haftschicht eine Betonfahfbahn aufgebracht ist, sodass ein dauerhafter fester Verbund zwischen Brückentragwerk, KunststofFabdichtung, Haftschicht und Betonfahrbahn gegeben ist.
Versuche haben gezeigt, dass ein solcher erfindungsgemäßer Fahrbahnaufbau alle vorstehend aufgestellten Forderungen von Abdichtung und Schubfestigkeit erfüllt.
Im Rahmen der Erfindung hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Haftschicht aus einem erhärtenden FlüssigkunststofF, vorzugsweise auf Basis von Polyurethanen oder Epoxidharzen, besteht.
Die elastische KunststofFabdichtung eines erfindungsgemäßen Fahrbahnaufbaues soll ebenfalls aus erhärtenden FlüssigkunststofFen bestehen, vorzugsweise auf Basis von Polyurethanen oder Polyhamstoffen oder Polyacrylaten oder Epoxidharzen oder Hybridharzen.
Es ist im Rahmen der Erfindung möglich, dass der frische Fahrbahnbeton auf die Haftschicht vor der Erhärtung derselben aufgebracht wird.
Es ist aber auch möglich, dass der frische Fahrbahnbeton auf die Haftschicht nach der Erhärtung der Haftschicht aufgebracht wird. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Fahrbahnaufbaues zeichnet sich dann dadurch aus, dass in die Haftschicht vor der Erhärtung anorganische Abstreumittel, vorzugsweise feuergetrockneter Quarzsand, eingestreut werden. Dadurch eignet sich die Haftschicht besonders zur Übertragung der auf die Betonfahrbahn wirkenden Schubkräfte.
Bei besonders hohen Schubbeanspruchungen ist im Rahmen der Erfindung möglich, dass der frische Fahrbahnbeton auf die Haftschicht vor der Erhärtung derselben aufgebracht wird, wobei zusätzlich, unmittelbar vor der Betoneinbringung, Abstreumittel in die Haftschicht eingestreut wird.
Zweckmäßig werden dabei die Korngröße des Abstreumittels und die Menge des 5 Flüssigkunststoffes der Haftbrücke in einem solchen Verhältnis aufgebracht, dass das Abstreumittel ungefähr gleich tief in den Flüssigkunststoff und den Fahrbahnbeton eingebettet wird.
Im Rahmen der Erfindung kann die Menge des Abstreumittels so gewählt werden, dass 10 die Oberfläche des erhärtenden Flüssigkunststoffes der Haftschicht nur teilweise bedeckt ist.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsbeispieles näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschrankt zu sein. 15 Dabei zeigt die Zeichnung den Querschnitt durch einen erfmdungsgemäßen Fahrbahnaufbau auf Brücken, wobei in der rechten Hälfte der Zeichnung dargestellt ist, dass das Abstreumittel ungefähr gleich tief in den Flüssigkunststoff und den Fahrbahnbeton eingebettet ist. 20 Gemäß der Zeichnung ist die Oberfläche eines Brückentragwerkes 1 aus Beton mit einer elastischen Kunststoffabdichtung 2 versehen. Auf die Kunststoffabdichtung 2 ist eine Haftschicht 3 aufgebracht, auf der die Betonfahrbahn 4 aufliegt. In die Haftschicht 3 aus einem erhärtenden Flüssigkunststoff sind anorganische Abstreumittel 5, vorzugsweise feuergetrockneter Quarzsand, eingestreut. 25
Gemäß der rechten Hälfte der Zeichnung sind die Abstreumittel 5 ungefähr gleich tief in die Haftschicht 3 und die Betonfahrbahn 4 eingebettet.
Nachstehend sind Versuche an Abdichtungen unter Betonfahrbahnen auf Brücken 30 beschrieben. ·· ·· · «f • · · · ·· · • · · · · ··· • ···· ··· • · · · c · • · · · D · ·· ♦· ··· ··
Durchführung:
Betonplatten 50 x 50 wurden mit einer PUR- Spritzabdeckung auf einer Epoxygrundierung beschichtet. Auf diesen Grundkörpem, die dem 5 Brückentragwerk + Abdichtung entsprechen, wurden die oben beschriebenen Haftvermittler appliziert und der Fahrbahnbeton GK 22 (GK=Größtkom) frisch aufgebracht. Nach 28 Tagen wurden Bohrkeme d= 100mm entnommen und Scherversuche in Anlehnung an Önorm B 3639-1 sowie Haftzugversuche in Anlehnung an Önorm B 3639-2 durchgeführt. Weitere Bohrkeme wurden einer Frost-10 Tauwechsellagerung über 50 Frost-Tau-Wechsel in Anlehnung an Önorm B 3303 unterzogen und danach die Haftzugfestigkeit bestimmt.
Ergebnisse:
Versuchs-Nr. 1 2 3 4 5 Abdichtung PUR PUR PUR PUR + P 691 PUR Verbindungssystem (Haftvermittler) PUR + Sand 0,3/0,9 ausgehärtet EP1 frisch EP1 + Sand 0,3/0,9 frisch EP1 frisch EP2 frisch Beton Beton frisch Beton frisch Beton frisch Beton frisch Beton frisch Schubfestigkeit [N/mm2] 1,9 1,0 2,4 1,8 3,4 Haftzugfestigkeit [N/mm2] 1,3 0,5 0,4 0,8 1,5 Bruch Prüffläche Prüffläche Prüffläche Oberbeton Oberbeton Haftzugfestigkeit nach Frost [N/mm2] 1,1 0,6 0,3 1,0 — Bruch Abdichtung Prüffläche Prüffläche Oberbeton — 15

Claims (8)

  1. ·· ··
    • · • · • · • · 61 ···
    • ·· • · · • · · · Mt« ··· • · • ·· Patentansprüche 1. Fahrbahnaufbau auf Brücken mit einem Brückentragwerk (1) aus Beton, dessen Oberfläche mit einer elastischen Kunststoffabdichtung (2) versehen ist, dadurch 5 gekennzeichnet, dass auf der Kunststoffabdichtung (2) eine Haftschicht (3) aufgebracht ist und auf die Haftschicht (3) eine Betonfahrbahn (4) aufgebracht ist, sodass ein dauerhafter fester Verbund zwischen Brückentragwerk (1), Kunststoffabdichtung (2), Haftschicht (3) und Betonfahrbahn (4) gegeben ist.
  2. 2. Fahrbahnaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftschicht (3) aus einem erhärtenden Flüssigkunststoff, vorzugsweise auf Basis von Polyurethanen oder Epoxidharzen besteht.
  3. 3. Fahrbahnaufbau nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die 15 elastische Kunststoffabdichtung (2) aus erhärtenden Flüssigkunststoffen besteht, vorzugsweise auf Basis von Polyurethanen oder Polyhamstoffen oder Polyacrylaten oder Epoxidharzen oder Hybridharzen. -"-v
  4. 4. Verfahren zur Herstellung eines Fahrbahnaufbaues nach einem der 20 Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Haftschicht (3) vor der Erhärtung anorganische Abstreumittel (5), vorzugsweise feuergetrockneter Quarzsand, eingestreut werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngröße 25 des Abstreumittels (5) und die Menge des Flüssigkunststoffes der Haftschicht (3) in einem solchen Verhältnis aufgebracht werden, dass das Abstreumittel (5) ungefähr gleich tief in den Flüssigkunststoff der Haftschicht (3) und den Fahrbahnbeton (4) eingebettet wird.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung eines Fahrbahnaufbaues nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der frische Fahrbahnbeton (4) auf die Haftschicht (3) vor der Erhärtung derselben aufgebracht wird. I 4
    tl ·· 9 • 9 9 · ·· 9 9 9 9 · • · ♦ · **· • · · · /· 99 99 99 ·· • 99 • • · · ··· 9 9 9 9 • · •99« 999 • · • ♦ 99 • ··
  7. 7. Verfahren zur Herstellung eines Fahrbahnaufbaues nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der irische Fahrbahnbeton (4) auf 5 die Haftschicht (3) nach der Erhärtung der Haftschicht (3) aufgebracht wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des Abstreumittels (5) so gewählt wird, dass die Oberfläche des erhärtenden Flüssigkunststoffes der Haftschicht (3) nur teilweise bedeckt ist.
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