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Danach sind auf beiden Seiten der Randabschnitte Seitenstreifen als Haftvermittler aufgebracht, die insbesondere mit Dichtungs- und/oder Klebemittel tränkbar sind. Damit hat das Dehnfugenband einen bezüglich seiner Oberseite und seiner Unterseite symmetrischen Aufbau. Es lässt sich glatt und ohne Wellenbildung verlegen und verkleben. Wegen seiner Armierung oder Beschichtung der Randabschnitte mittels der Seitenstreifen ist die Dehnfähigkeit des Dehnfugenbandes praktisch auf dessen Mittelabschnitt beschränkt, während die Randabschnitte durch die darauf aufgebrachten Seitenstreifen im wesentlichen undehnbar sind.
In Folge der als Haftvermittler dienenden Seitenstreifen ergeben sich an der Oberseite und an der Unterseite verhältnismässig rauhe Oberflächen, die sich glatt verlegen und vollflächig einwandfrei verkleben lassen, so dass sich zusammen mit weiteren flächigen Bauteilen, z. B.
Dachabdichtungsbahnen, ein Sandwich-Aufbau ergibt, durch den die am Dehnfugenband bzw. an dessen Mittelabschnitt auftretenden Zugkräfte aufgenommen und übertragen werden können, ohne dass das Dehnfugenband aus der Baukonstruktion herausreisst. Dabei sind Bewegungen der beiderseits der Bautrennfuge liegenden Teile des Bauwerks in Längsrichtung und in Querrichtung der Fuge sowie senkrecht zu dem Mittelabschnitt möglich.
Das bekannte Dehnfugenband wird an der Baustelle mittels Heissbitumen verlegt. Bei einer horizontalen Anordnung wird also auf die zu beiden Seiten der Fuge liegenden unteren flächigen Bauteile zunächst eine Schicht aus Heissbitumen aufgegossen, auf die das Dehnfugenband überbrückend aufgelegt und angedrückt wird. Über das Dehnfugenband werden dann
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mittels einer weiteren Heissbitumenschicht eine oder mehrere weitere flächige Abdeckungen aufgebracht. Bei allen diesen flächigen Bauteilen kann es sich insbesondere um Dichtungsbahnen handeln.
Bei dem bekannten Dehnfugenband bestehen die an der Ober- und Unterseite freiliegenden Seitenstreifen insbesondere aus einem Gewebe, einem Vlies oder aus einer bituminösen Masse. Das elastische Grundmaterial des Dehnfugenbandes besteht aus einem EthylenPropylen-Dien-Kautschuk (EPDM-Elastomer). Solches Material hat zwar gute Eigenschaften gegen Ozonangnff und gute Flexibilität bei hohen und tiefen Temperaturen, wie auch eine gute allgemei é Beständigkeit gegen Chemikalien. Seine Langzeit-Hitzebeständigkeit ist aber auf etwa 90 C begrenzt.
Obwohl bei dem bekannten Dehnfugenband die Seitenstreifen auf den Randabschnitten ein Hitzeschild bilden, besteht aber beim Verlegen mittels Heissbitumen (etwa 220 C) die Gefahr, dass die an der Oberseite und an der Unterseite freiliegenden Seitenstreifen (Gewebe, Vlies) mehr oder weniger verbrennen mit der Folge, dass nach dem Verlegen durch die Seitenstreifen nur eine ungenügende Haftvermittlung zwischen dem Grundmaterial des Dehnfugenbandes und dem flächigen Bauteil besteht, also eine nicht ausreichende Verbindung des Dehnfugenbandes mit dem Baukörper.
Durch die Erfindung sollen diese Nachteile überwunden werden.
Erfindungsgemäss ist das Dehnfugenband aus einem Butyl-Elastomer gebildet. Dieses hat eine sehr gute Hitze- und Feuerbeständigkeit. Freiliegende Seitenstreifen aus Gewebe oder Vlies an der Ober- oder Unterseite des Dehnfugenbandes sind damit nicht mehr erforderlich.
Vielmehr kann das Dehnfugenband mit dem benachbarten flächigen Bauteil unmittelbar durch Einflämrnen oder Aufflämmen verbunden werden, indem zwischen das flächige Bauteil (Abdichtungsbahn) und die Randabschnitte des Dehnfugenbandes die Flamme eines Brenners zur Erwärmung dieser Bauteile eingebracht wird. Damit wird das Material des Dehnfugenbandes und/oder des benachbarten flächigen Bauteils (Abdichtungsbahn) derart erwärmt und angeschmolzen, dass beim anschliessenden Andrücken des Dehnfugenbandes eine innige, feste und dichte Verbindung, z. B. nach Art einer Vulkanisierung, entsteht.
Auf das so verlegte Dehnfugenband kann dann in gleicher Weise ein zweites flächiges Bauteil, z. B. eine zweite Abdichtungsbahn oder ein Zusatzstreifen aufgebracht werden. Dabei bleibt an den beiden, zu beiden Seiten des Dehnfugenbandes liegenden flächigen Bauteilen oder Abdichtungsbahnen jeweils ein der Bautrennfuge entsprechender Bereich frei, der nur durch den elastisch-dehnbaren Mittelabschnitt des Dehnfugenbandes überbrückt wird.
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Nach der Verlegung des Dehnfugenbandes kann anschliessend in bekannter Weise der dehnbare Mittelabschnitt mit einem mechanischen Schutz versehen werden, z. B. einer bekannten Bautenschutzmatte oder Polymer-Bitumenbahn, die zur Abdeckung nur punktweise befestigt wird.
Vorzugsweise ist das bei dem erfindungsgemässen Dehnfugenband verwendete Butyl-Elastomer gegen Erhitzung oder Feuer besonders gut widerstandsfähig, so dass das Einflämmen oder Aufflämmen mit einer Brennerflamme ohne Nachteile möglich ist.
Vorzugsweise hat das Butyl-Elastomer ein Brandverhalten entsprechend DIN 4102-B2.
Das Butyl-Elastomer zeigt, wie das vorbekannte Material, ausgezeichnete Eigenschaften gegenüber einem Ozonangriff und sehr gute Flexibilität auch bei tiefen Temperaturen bis etwa -40oC. Der Butyl-Werkstoff hat ferner eine gute allgemeine Beständigkeit gegenüber Chemikalien und auch gegen gegenüber Wasser und Wasserdampf. Der Kurzzeitkontakt mit der offenen Flamme während der Einbauphase bewirkt keine Beeinträchtigung der Werkstoffeigenschaften.
Um die Randabschnitte des Dehnfugenbandes im wesentlichen undehnbar und damit zur Verankerung in dem Sandwich-Verbund besser geeignet zu machen, kann in die Randabschnitte ein Gewebe, Gelege oder Vlies, insbesondere aus Polyester-Material, oder als Glasgewebe, eingebettet sein.
Ein Ausfiihrungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung beschrieben.
Die Zeichnung zeigt in einer Schrägansicht einen Endabschnitt eines erfindungsgemässen Dehnfugenbandes.
Das Dehnfugenband besteht über seine ganze Breite (quer zur Längsrichtung) im wesentlichen aus einem Butyl-Elastomer, wie zuvor beschrieben. Der Mittelabschnitt 1 des Dehnfugenbandes ist elastisch-dehnbar. Auf beiden Seiten des Mittelabschnitts l weist das Dehnfugenband Randabschnitte 3 aus dem gleichen Material auf. In diese Randabschnitte ist zur Armierung oder Verstärkung ein Gewebe oder Vlies 5 eingebettet, das insbesondere aus einem PolyesterMaterial besteht. Hierdurch werden die Randabschnitte in Quer- und Längsrichtung des Dehnfugenbandes im wesentlichen undehnbar.
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Die Randabschnitte dienen in der zuvor beschriebenen Weise als Haftvermittler gegenüber und zwischen anderen flächigen Bauteilen, so dass mit dem Dehnfugenband eine Trennfuge in einem Bauwerk überbrückt werden kann.
Der Mittelabschnitt 1 nimmt dabei die Bewegungen der zu beiden Seiten der Fuge liegenden Bauteile in Längsrichtung, in Querrichtung und senkrecht zu dem Mittelstreifen, also in allen drei Koordinatenrichtungen, elastisch-flexibel auf.
Das Butyl-Elastomer-Material des Dehnfugenbands ist gegen Erhitzung und Feuer widerstandsfähig. Es weist insbesondere ein Brandverhalten entsprechend DIN 4102-B2 auf.
Das Dehnfugenband kann in Rollen an die Baustelle geliefert und dort auf die erforderliche Länge abgeschnitten werden. Grössere Längen können durch Vulkanisierung der Enden benachbarter Dehnfugenbänder miteinander erreicht werden. Es lassen sich auf diese Weise auch Anschlussstücke oder Formstücke vielfältiger Formen an der Baustelle herstellen, wie auch durch Vorfertigung in einer Werkstatt.