AT514938A4 - Außenform einer Gießform zum Herstellen rohrförmiger Betonfertigteile - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Außenform einer Gießform zum Herstellen rohrförmiger Betonfertigteile mit einem zumindest eine axiale Stoßfuge (4) bildenden Mantel (1) beschrieben, dessen entlang der Stoßfuge (4) verlaufende Randflansche (5, 6) über eine Spanneinrichtung lösbar verbunden sind, die über die Länge der Stoßfuge (4) verteilte, einem der beiden Randflansche (5, 6) zugehörige und durch einen Spanntrieb (9) beaufschlagbare Zuganker (8) aufweist, die mit einem verbreiterten Spannkopf (10) an außen am gegenüberliegenden Randflansch (6) anliegende Druckstücke (11) angreifen, die aus einer vom Spannkopf (10) der Zuganker (8) übergriffenen Verriegelungsstellung in eine Freigabestellung für den Spannkopf (10) verlagerbar sind. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass die Druckstücke (11) eine in Fugenlängsrichtung verschiebbar gelagerte Stellleiste (12) bilden und dass die Zuganker (8) den Randflansch (6) mit der anliegenden Stellleiste (12) in Durchtrittsöffnungen (17) durchsetzen, die einen größeren Querschnitt als die Spannköpfe (10) aufweisen, während die Durchtrittsöffnungen (17) für die Zuganker (8) in der Stellleiste (12) als Langlöcher (14) mit einem verbreiterten Abschnitt (15) für den Spannkopfdurchtritt und einen daran in Stellrichtung der Stellleiste (12) anschließenden, engeren Abschnitt (16) für eine randseitige Spannkopfabstützung ausgebildet sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Außenform einer Gießform zum Herstellen rohr¬förmiger Betonfertigteile mit einem zumindest eine axiale Stoßfuge bildenden Man¬tel, dessen entlang der Stoßfuge verlaufende Randflansche über eine Spanneinrich¬tung lösbar verbunden sind.
Zum Entformen von in Gießformen hergestellten, rohrförmigen Betonfertigteilen istes insbesondere dann, wenn die Betonfertigteile in der Gießform weitgehend aus¬härten, erforderlich, die Außenform zu öffnen. Zu diesem Zweck ist es bekannt, denMantel der Außenform geschlitzt auszuführen und zum Verbinden der zwischen sichdie Stoßfuge bildenden Randflansche des Mantels eine Spanneinrichtung vorzuse¬hen, die die Stoßfuge überbrückende, über deren Länge verteilte Spanntriebe um¬fasst, sodass der Mantel der Außenform über diese Spanntriebe für das Gießen derBetonfertigteile geschlossen und zum Entformen aufgespreizt werden kann. Nach¬teilig bei diesen bekannten Spanneinrichtungen ist allerdings, dass sie die beiden zuverbindenden Randflansche des Mantels beim Öffnen des Mantels nicht freigeben,sodass das Entformen des Betonfertigteils ausschließlich in axialer Richtung vorge¬nommen werden muss. Bei einer zwei- oder mehrteiligen Außenform können dieMantelsegmente radial vom Betonfertigteil abgezogen werden. Die einzelnen Man¬telsegmente erlauben außerdem eine einfache Handhabung bei der Reinigung oderdem Aufträgen eines Trennmittels. Die Verbindung der die Stoßfugen zwischen deneinzelnen Mantelsegmenten begrenzenden Randflansche erfolgt bei bekanntenGießformen dieser Bauart über an einem der zu verbindenden Randflansche vorge¬sehene Schnellspannverschlüsse, die am jeweils gegenüberliegenden Randflanschlösbar angreifen. Diese bekannten Schnellspannverschlüsse eigenen sich allerdings nicht für eine automatische Verbindung bzw. Lösung der entlang der Stoßfugen ver¬laufenden Randflansche der Mantelsegmente.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, für die Außenform einer Gießformzum Herstellen rohrförmige Betonfertigteile eine Spanneinrichtung vorzusehen, dieautomatisch betätigt werden kann und ein Freigeben der zu verbindenden Rand¬flansche erlaubt, um beispielsweise Mantelsegmente der Außenform voneinanderlösen zu können.
Ausgehend von einer Außenform der eingangs geschilderten Art löst die Erfindungdie gestellte Aufgabe dadurch, dass die Spanneinrichtung über die Länge der Sto߬fuge verteilte, einem der beiden Randflansche zugehörige und durch einen Spann¬trieb beaufschlagbare Zuganker aufweist, die mit einem verbreiterten Spannkopf anwenigstens einem außen am gegenüberliegenden Randflansch anliegenden Druck¬stück angreifen, das aus einer vom Spannkopf der Zuganker übergriffenen Verrie¬gelungsstellung in eine Freigabestellung für den Spannkopf verlagerbar ist.
Durch das Vorsehen von einem der beiden Randflansche zugehörigen Zugankern,die mit einem verbreiterten Spannkopf an einem Druckstück auf der Außenseite desgegenüberliegenden Randflansches angreifen, können bei einer entsprechendenBeaufschlagung der Zuganker über einen Spanntrieb die beiden Randflansche inder Schließstellung der Außenform zusammengespannt gehalten werden. Die Ver¬lagerung des Druckstücks aus einer vom Spannkopf der Zuganker übergriffenenVerriegelungsstellung in eine Freigabestellung für den Spannkopf erlaubt in einfa¬cher Weise eine Entriegelung, sodass die beiden Randflansche voneinander gelöstwerden können. Es ist lediglich dafür zu sorgen, dass der mit dem Druckstück ver¬sehene Randflansch unbehindert an den Spannköpfen der Zuganker vorbeibewegtwerden kann, die ja dem anderen Randflansch zugehören.
Die Übertragung der Spannkräfte von den Spannköpfen auf den Randflansch mitdem Druckstück kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Kommt ein für alle Zug¬anker gemeinsames Druckstück zum Einsatz, so kann das Druckstück eine inLängsrichtung der Stoßfuge verschiebbar gelagerte Stellleiste bilden, wobei die
Zuganker den Randflansch mit der anliegenden Stellleiste in Durchtrittsöffnungendurchsetzen, die einen größeren Querschnitt als die Spannköpfe aufweisen, wäh¬rend die Durchtrittsöffnungen für die Zuganker in der Stellleiste als Langlöcher miteinem verbreiterten Abschnitt für den Spannkopfdurchtritt und einen daran in Stell¬richtung der Stellleiste anschließenden, engeren Abschnitt für eine randseitigeSpannkopfabstützung ausgebildet sind. Durch das Vorsehen von an einem der bei¬den Randflansche abgestützten Zugankern, die den anderen Randflansch auf dergegenüberliegenden Seite der Stoßfuge zusammen mit der an diesem Randflanschanliegenden Stellleiste durchsetzen und sich mit einem Spannkopf an dieser Stell¬leiste abstützen, kann der Randflansch auf der Seite der Stellleiste über die Zugan¬ker zwischen der Stellleiste und dem Randflansch auf der der Stellleiste gegenüber¬liegenden Fugenseite festgeklemmt werden, wenn die Zuganker über entsprechen¬de Spanntriebe beaufschlagt werden. Da die Stellleiste zur Aufnahme der ZugankerLanglöcher aufweist, die einen verbreiterten Abschnitt für den Spannkopfdurchtrittund einen daran in Stellrichtung der Stellleiste anschließenden, engeren Abschnittfür eine randseitige Abstützung des Spannkopfs der Zuganker bilden, kann durchein Verstellen der Stellleiste der Spannkopf der Zuganker freigestellt werden, so-dass er durch den verbreiterten Abschnitt der Langlöcher der Stellleiste und durchdie Durchtrittöffnung im anliegenden Randflansch hindurchtreten kann, wenn diebeiden Randflansche in Umfangsrichtung des Mantels auseinandergezogen wer¬den. Mit der Verstellung der Stellleiste in die Freigabestellung für die Zuganker kön¬nen somit die zwischen sich eine Stoßfuge des Mantels bildenden Randflanscheunbehindert voneinander gelöst werden. Da die Freigabe der Zuganker und dasverbindende Spannen der Randflansche von der Verschiebestellung der Stellleisteabhängt, eignet sich eine solche Spanneinrichtung in vorteilhafterweise für eine au¬tomatische Betätigung.
Eine andere Möglichkeit der gegenseitigen Verspannung der beiden Randflanschekann dadurch erreicht werden, dass jedem Zuganker ein gesondertes Druckstückzugeordnet ist und dass die Druckstücke über einen gemeinsamen Stelltrieb verla¬gerbar sind. Die Auflösung einer allen Zugankern gemeinsamen Stellleiste in ein¬zelne, jedem Zuganker gesondert zugeordnete Druckstücke erlaubt ein Spannen der Spanneinrichtung, ohne die Druckstücke hierfür über einen Stelltrieb verlagernzu müssen, wenn die Druckstücke auf einer gemeinsamen, in Längsrichtung derStoßfuge verlaufenden, im Verriegelungssinn federbeaufschlagten Welle sitzen undauf der der Stoßfuge zugekehrten Seite eine Anlauffläche für die Spannköpfe auf¬weisen. Beim Vorbeiführen der Spannköpfe der Zuganker an den Druckstückenwerden diese aufgrund der vorgesehenen Anlaufflächen entgegen dem Federmo¬ment ausgeschwenkt, sodass die Spannköpfe an den Druckstücken vorbeibewegtwerden können, die nach der Freigabe durch die Spannköpfe wieder in die Verrie¬gelungsstellung zurückschwenken, um das Verspannen der Randflansche über dienunmehr die Druckstücke übergreifenden Spannköpfe sicherzustellen.
Die den einzelnen Zugankern zugeordneten Spanntriebe können unterschiedlichausgeführt sein. Eine einfache Konstruktion ergibt sich, wenn die Zuganker denRandflansch auf der dem Druckstück bzw. den Druckstücken gegenüberliegendenFugenseite axial verschiebbar durchsetzen und diesem Randflansch gegenüberdurch eine Spannfeder als Spanntrieb abgestützt sind. Die Klemmung zwischen denzu verbindenden Randflanschen wird in diesem Fall durch die Spannfedern für dieeinzelnen Zuganker bewirkt, was die geschlossene Außenform unabhängig von ei¬ner Energiezufuhr für die Spanntriebe macht. Die Spannfedern können beispiels¬weise durch ein Tellerfederpaket gebildet werden. Es ist aber auch möglich, die Fe¬derkräfte über Kolben aufzubringen, die von einem Druckspeicher her beaufschlagtwerden.
Das Lösen dieser als Spannfedern ausgebildeten Spanntriebe durch eine Verlage¬rung des Druckstücks bzw. der Druckstücke ist jedoch wegen der auftretendenKlemmkräfte schwierig, wenn die Spannfedern hierfür nicht im Sinne eines Abhe¬bens des Spannkopfs der Zuganker von den Druckstücken beaufschlagt werden.Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, die Zuganker an Kolben von gegensinnig zuden Spannfedern beaufschlagbaren Stellzylindern anzuschließen. Zum Lösen derSpanntriebe brauchen daher die Stellzylinder lediglich mit einer Druckmittelquelleverbunden zu werden, um die Kolben gegensinnig zur Federbeaufschlagung derZuganker zu verlagern, wodurch die Spannköpfe der Zuganker vom Druckstück bzw. von den Druckstücken abgehoben werden, sodass die Druckstücke unbelastetin die Freigabestellung für die Zuganker verlagert werden können.
Beaufschlagen die Spannfedern die mit den Zugankern verbundenen Kolben derStellzylinder, so ergibt sich eine einfache Konstruktion mit Stellzylindern, deren Kol¬ben auf der einen Seite durch die Spannfedern im Spannsinn der Zuganker belastetwerden und auf der gegenüberliegenden Seite zur Aufhebung der Spannkraft miteinem Druckmittel beaufschlagbar sind.
Die Spanntriebe für die Zuganker brauchen keineswegs Spannfedern zu umfassen.Weist das als Stellleiste ausgebildete Druckstück mit den Spannköpfen der Zugan¬ker zusammenwirkende Spannkeile als Spanntriebe auf, so bedingt die Stellbewe¬gung der Stellleiste das Spannen der Zuganker bzw. deren Lösung über die durchdie Spannkeile gebildeten Keilgetriebe, was besonders einfache Konstruktionsbe¬dingungen schafft, weil keine zusätzlichen Antriebe zur Entlastung der Spanntriebeerforderlich werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zei¬gen
Fig. 1 eine Gießform zum Herstellen rohrförmiger Betonfertigteile mit einem erfin¬dungsgemäßen Außenmantel in einer vereinfachten Seitenansicht,
Fig. 2 das auf einem Randflansch des Mantels längsverschiebbar geführte, alsStellleiste ausgeführte Druckstück ausschnittsweise in einer vereinfachtenDraufsicht in einem größeren Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 2,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante einesSpanntriebs,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform eines Spanntriebs für die Zuganker in einerDraufsicht auf die Stellleiste in einem größeren Maßstab,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie Vl-Vl der Fig. 5 und
Fig. 7 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung einer weiteren Konstruktionsvari¬ante einer erfindungsgemäßen Spanneinrichtung.
Die Gießform zum Herstellen rohrförmiger Betonfertigteile weist gemäß der Fig. 1 inherkömmlicherweise einen Kern und eine den Kern mit radialem Abstand umschlie¬ßende Außenform auf, deren Mantel 1 aus zwei Mantelsegmenten 2 und 3 zusam¬mengesetzt ist. Entlang der in einer Durchmesserebene liegenden Stoßfugen 4 sinddie Mantelsegmente 2 und 3 mit Randflanschen 5, 6 versehen, über die die Man¬telsegmente 2, 3 unter Zwischenlage einer Dichtung 7 zum Mantel 1 der Außenformverbunden sind. Diese Verbindung erfolgt mit Hilfe einer Spanneinrichtung, die überdie Länge der Randflansche 5, 6 verteilte Zuganker 8 umfasst. Die Zuganker 8 wer¬den über Spanntriebe 9 beaufschlagt, stützen sich an dem einen Randflansch 5 abund durchsetzen den anderen bezüglich der Stoßfuge 4 gegenüberliegenden Rand¬flansch 6 axial. Die Zuganker 8 stützen sich jedoch mit ihrem verbreiterten Spann¬kopf 10 nicht unmittelbar auf dem Randflansch 6, sondern an einem Druckstück 11ab, das eine Stellleiste 12 bildet, die am Randflansch 6 anliegt und gegenüber die¬sem Randflansch 6 mit Hilfe eines Stelltriebs 13, beispielsweise eines Stellzylinders,der Länge nach verschiebbar ist. Die Stellleiste 12 ist im Bereich der Zuganker 8 mitLanglöchern 14 versehen, die einen verbreiterten Abschnitt 15 für den Durchtritt desSpannkopfs 10 und einen daran in Stellrichtung der Stellleiste 12 anschließenden,engeren Abschnitt 16 für eine randseitige Spannkopfabstützung aufweisen. In derbeispielsweise in den Fig. 2 und 3 dargestellten Spannstellung befinden sich dieZuganker 8 im Bereich des engeren Langlochabschnitts 16, sodass sich die überdie Spanntriebe 9 beaufschlagten Zuganker 8 mit Ihren Spannköpfen 10 randseitigan den Langlöchern 14 der Stellleiste 12 abstützen können und der Randflansch 6über die Stellleiste 12 gegen den Randflansch 5 gezogen wird, wodurch die Man¬telsegmente 2 und 3 der Außenform zusammengespannt festgehalten werden. ZumLösen dieser Verbindung wird die Stellleiste 12 über den Stelltrieb 13 verschoben,bis die Spannköpfe 10 der Zuganker 8 in den erweiterten Abschnitt 15 der Langlö¬cher 14 gelangen. In dieser Freigabestellung können die Spannköpfe 10 der Zugan¬ker 8 durch die Langlöcher 14 und durch die Durchtrittsöffnungen 17 im Rand¬flansch 6 durchtreten, die einen größeren Querschnitt als die Spannköpfe 10 auf¬weisen. Die beiden Mantelsegmente 2, 3 können dann voneinander gelöst werden.
Die Spanntriebe 9 können unterschiedlich ausgeführt sein. Gemäß der Fig. 3 um¬fassen die Spanntriebe 9 Spannfedern 18 in Form eines Tellerfederpakets 19, dassich an einem Kolben 20 in einem mit dem Randflansch 5 verbundenen Stellzylinder21 abstützt. Die Zuganker 8 sind in den Kolben 20 eingeschraubt und bilden somitKolbenstangen, die durch die Spannfedern 18 im Spannsinn belastet werden. Dadas Verschieben der Stellleiste 12 im Spannzustand der Spanntriebe 9 wegen derauftretenden Reibungskräfte schwierig ist, können die Kolben 20 der Stellzylinder21 entgegen der Federkraft der Spannfedern 18 beaufschlagt werden, und zwarüber einen Druckmittelanschluss 22. Die Stellzylinder 21 auf dem Randflansch 5sind miteinander strömungstechnisch verbunden, sodass für den Anschluss dieserStellzylinder 21 an eine Druckmittelquelle lediglich eine entsprechende Kupplung zubetätigen ist.
Die Fig. 4 zeigt einen Spanntrieb 9, der zwar ebenfalls auf einer Spannfeder beruht,doch wird diese Spannfeder durch einen aus Übersichtlichkeitsgründen nicht darge¬stellten Druckspeicher gebildet, über den die Kolben 20 der Stellzylinder 21 über ei¬nen Anschluss 23 beaufschlagt werden, sodass die Zuganker 8, die den Zylinder¬kopf 24 durchsetzen, wiederum in Spannrichtung federnd beaufschlagt werden. DieWirkung der Spanntriebe 9 mit einem Druckspeicher als Spannfeder bleibt gleich.Selbstverständlich kann für alle Spanntriebe 9 ein gemeinsamer Druckspeicher ein¬gesetzt werden.
In den Fig. 5 und 6 ist eine weitere Ausführungsform eines Spanntriebs 9 für dieZuganker 8 dargestellt. Die Stellleiste 12 bildet wiederum ein Langloch 14 mit einemverbreiterten Abschnitt 15 und einem engeren Abschnitt 16, doch sind die Randbe¬reiche des engeren Abschnitts 16 in Form von Spannkeilen 25 ausgebildet, die mitdem Gegenkeile 26 bildenden Spannkopf 10 der stegförmigen Zuganker 8 Zusam¬menwirken. Die zugfest mit dem Randflansch 5 verbundenen Zuganker 8 werdensomit beim Beaufschlagen des Stelltriebs 13 durch die Verlagerung der Stellleiste12 aus der dargestellten Freigabestellung über das durch die Spannkeile 25 und dieGegenkeile 26 gebildete Keilgetriebe einer Zugbelastung unterworfen, die die bei¬den Randflansche 5 und 6 unter einer Klemmung der Dichtung 7 zusammenspannt und zugleich verriegelt. Zum Lösen dieser Verriegelung ist der Stelltrieb 13 gegen¬sinnig zu beaufschlagen, um die Stellleiste 12 aus der Spannstellung wieder in diegezeichnete Freigabestellung für die Zuganker 8 zu verlagern, sodass die Rand¬flansche 5 und 6 voneinander gelöst werden können.
Zur gegenseitigen Führung der Randflansche 5 und 6 dienen gemäß der Fig. 1 Füh¬rungsbolzen 27, die gemäß dem Ausführungsbeispiel auf dem Randflansch 5 ange¬ordnet sind und in entsprechende Zentrieröffnungen im Randflansch 6 eingreifen.Diese Führungsbolzen 27, die das Auseinanderbewegen der Randflansche 5 und 6nicht behindern, durchsetzen die Stellleiste 12 in Langlöchern, die den für die Ver-und Entriegelung der Randflansche 5, 6 erforderlichen Stellweg für die Stellleiste 12sicherstellen.
Wie der Fig. 7 entnommen werden kann, braucht den Zugankern 8 nicht eine ge¬meinsame Stellleistel 2 zugeordnet zu werden, um die erfindungsgemäßen Vorteilenützen zu können. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 7 ist jedem Zug¬anker 8 ein gesondertes Druckstück 11 auf dem Randflansch 6 zugeordnet, wobeidie Druckstücke 11 auf einer gemeinsamen in Längsrichtung der Stoßfuge 4 verlau¬fenden Welle 28 sitzen. Die Welle 28 wird durch eine vorgespannte Torsionsfeder 29 im Verriegelungssinn der Spanneinrichtung beaufschlagt, sodass die Druckstü¬cke 11 an der Außenseite des Randflansches 6 lastabtragend anliegen. Auf der derStoßfuge 4 zugekehrten Seite bilden die Druckstücke 11 eine geneigte Anlauffläche 30 für die Spannköpfe 10 der Zuganker 8. Werden demnach beim Schließen derMantelsegmente 2, 3 der Außenform die beiden Randflansche 5, 6 zusammenge¬führt und die Spanntriebe 9 entgegen ihrer Federkraft über den Anschluss 23 mit ei¬nem Druckmittel beaufschlagt, so werden die Druckstücke 11 durch die entlang derAnlaufflächen 30 gleitenden Spannköpfe 10 ausgeschwenkt, bis sie wieder durchdie Spannköpfe 10 freigegeben werden und aufgrund der Drehmomentbelastungder Welle 28 in die Verriegelungsstellung zurückschwenken. Nach einer Entlastungdes Kolbens 20 des Zylinders 21 durch das Druckmittel werden die Zuganker 8 imSpannsinn beaufschlagt und die beiden Randflansche 5 und 6 gemäß der Fig. 7gegeneinander verspannt. Zum Lösen dieser Verspannung ist der Zylinder 21 über den Anschluss 23 mit dem Druckmittel zu beaufschlagen, wodurch die Spannköpfe 10 der Zuganker 8 von den Druckstücken 11 abgehoben werden. Die Druckstücke 11 können daher entgegen der Kraft der Torsionsfeder 29 über einen entsprechen¬den Stelltrieb für die Welle 28 ausgeschwenkt werden, um die Spannköpfe 10 beimLösen der Randflansche 5 und 6 an den ausgeschwenkten Druckstücken 11 vor¬beibewegen zu können.
Claims (8)
- Patentansprüche 1. Außenform einer Gießform zum Herstellen rohrförmiger Betonfertigteile miteinem zumindest eine axiale Stoßfuge (4) bildenden Mantel (1), dessen entlang derStoßfuge (4) verlaufende Randflansche (5, 6) über eine Spanneinrichtung lösbarverbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung über die Län¬ge der Stoßfuge (4) verteilte, einem der beiden Randflansche (5, 6) zugehörige unddurch einen Spanntrieb (9) beaufschlagbare Zuganker (8) aufweist, die mit einemverbreiterten Spannkopf (10) an wenigstens einem außen am gegenüberliegendenRandflansch (6) anliegenden Druckstück (11) angreifen, das aus einer vom Spann¬kopf (10) der Zuganker (8) übergriffenen Verriegelungsstellung in eine Freigabestel¬lung für den Spannkopf (10) verlagerbar ist.
- 2. Außenform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (11) eine in Fugenlängsrichtung verschiebbar gelagerte Stellleiste (12) bildet unddass die Zuganker (8) den Randflansch (6) mit der anliegenden Stellleiste (12) inDurchtrittsöffnungen (17) durchsetzen, die einen größeren Querschnitt als dieSpannköpfe (10) aufweisen, während die Durchtrittsöffnungen (17) für die Zuganker (8) in der Stellleiste (12) als Langlöcher (14) mit einem verbreiterten Abschnitt (15)für den Spannkopfdurchtritt und einen daran in Stellrichtung der Stellleiste (12) an¬schließenden, engeren Abschnitt (16) für eine randseitige Spannkopfabstützungausgebildet sind.
- 3. Außenform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Zuganker(8) ein gesondertes Druckstück (11) zugeordnet ist und dass die Druckstücke (11)über einen gemeinsamen Stelltrieb verlagerbar sind.
- 4. Außenform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstücke (11) auf einer gemeinsamen, in Längsrichtung der Stoßfuge (4) verlaufenden, imVerriegelungssinn federbeaufschlagten Welle (28) sitzen und auf der der Stoßfuge (4) zugekehrten Seite eine Anlauffläche (30) für die Spannköpfe (10) aufweisen.
- 5. Außenform nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,dass die Zuganker (8) den ihnen zugeordneten Randflansch (5) axial verschiebbardurchsetzen und diesem Randflansch (5) gegenüber durch eine Spannfeder (18) alsSpanntrieb (9) abgestützt sind.
- 6. Außenform nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Zuganker (8)an Kolben (20) von gegensinnig zu den Spannfedern (18) beaufschlagbaren Stellzy¬lindern (21) angeschlossen sind.
- 7. Außenform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannfe¬dern (18) die mit den Zugankern (8) verbundenen Kolben (20) der Stellzylinder (21)beaufschlagen.
- 8. Außenform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellleiste (12) mit den Spannköpfen der Zuganker (8) zusammenwirkende Spannkeile (25) alsSpanntriebe (9) aufweist.
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