AT518852A2 - Datenübertragung mittels Seilbahngondel - Google Patents

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AT518852A2
AT518852A2 ATA50260/2017A AT502602017A AT518852A2 AT 518852 A2 AT518852 A2 AT 518852A2 AT 502602017 A AT502602017 A AT 502602017A AT 518852 A2 AT518852 A2 AT 518852A2
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Zahnradfabrik Friedrichshafen
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Abstract

Seilbahn mit mindestens einer Gondel (111 ); mindestens einem Datenträger (113), mindestens einer ortsfesten Vorrichtung (115) zum Senden von Daten zu dem Datenträger (113) und mindestens einer ortsfesten Vorrichtung (119) zum Empfangen von Daten von dem Datenträger (113). Der Datenträger (113) in der Gondel (111) oder an der Gondel (111) angebracht.

Description

Datenübertragung mittels Seilbahngondel
Die Erfindung betrifft eine Seilbahn nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 und eine Gondel zur Verwendung In einer solchen Seilbahn.
Der Betrieb einer Seilbahn erfordert häufig die Übertragung von Daten von einer Bergstation zu einer Talstation. Bel den Daten kann es sich etwa urn Betriebsdaten der Seilbahn oder um Wefferdefen handeln.
Gewöhnlich werden die Daten per Funk von der Bergstetion zur Talstation übertragen. Hierzu ist In der Bergstation ein Sender und in der Talstation ein Empfänger erforderlich. Bel größeren Seilbahnen müssen zwischen dem Sender und dem Empfänger allerdings weite Distanzen uberbrückt 'werden. Sender mit einer entsprechend hohen Sendeleistung sind ailerding teuer und aufwändig zu installieren. Zudem ist der Energieverbrauch sehr hoch.
Die Druckschrift EP 1970487 Bl schlägt, vor, Daten von der Bergstation zur Talstation mittels ücbtwellenleitern zu übertragen, die in ein Tragseil der Seilbahn integriert sind. Dies verringert zwar dein Energieverbrauch, allerdings verteuert sich die Herstellung der Seile. Zudem Ist das Risiko einer Beschädigung der Glasfasern aufgrund der starken Belastung des Seils im Betrieb sehr hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Umgehung der den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen innewohnenden Nachteile, eine Seilbahn verfügbar zu machen. Insbesondere soll es möglich sein, mit geringem Aufwand Daten von einer Bergstation zu einer Talstation zu übertragen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Seilbahn nach Anspruch 1 und einer (Bendel nach Anspruch 8, Bevorzugte Weiterbildungen sind In den Unteransprüchen enthalten.
Eine Seilbahn lässt sich definieren als eine Vorrichtung mit einer ersten Seilscheibe, einer zweiten Seilscheibe, einem Seil und mindestens einer Gondel, wobei das Seil eine in sich geschlossene Schlaufe bildet wobei das Seil derail um die erste und die zweite Seilscheibe herum verlauft dass eine Drehung der ersten und der zweiten Seilscheibe mit einer Drehung dos Seils einhergeht, und wobei die Gondel an dem Seil aufgehängt bzw. an dem Seil fixiert Ist Eine Drehung der ersten und der zweiten Seilscheibe geht folglich einher mit einer Bewegung der Gondel, Dabei ist der Weg der Gondel durch den Verlaut des Seils vorgegeben.
Mindestens eine der beiden Seilscheiben wird angetneben. Hierzu dient gewöhnlich ein Elektromotor, der über ein Getriebe die entsprechende Seilscheibe ln Rotation versetzt.
Die erfindungsgemäße Seilbahn umfasst mindestens einen Datenträger, mindestens eine ortsfeste Vorrichtung zum Senden von Daten zu dem Datenträger und mindestens eine ortsfeste Vorrichtung zürn Empfangen von Daten von dem Datenträger. Der Datenträger ist ausgebildet, die von der Vorrichtung zum Senden von Daten zu dem Datenträger übertragenen Daten zu speichern und diese Daten auszulesen, damit sie zu der Vorrichtung zum Empfangen von Daten Übertragers werden können,
Ertindungsgemäß Ist der Datenträger in der Gondel oder an der Gondel angebracht. Die Gondel ist also mit dem Datenträger versehen. Insbesondere Ist der Datenträger in der Gondel oder an der Gondel fixiert. Diese Fixierung ist bevorzugt so ausgeführt, dass der Datenträger und die Gondel relativ zueinander unbeweglich sind.
Durch den In der Gondel oder an der Gondel angebrachten Datenträger eiterst die Gondel als Vorrichtung zur Übertragung von Daten, Dies macht eine aufwändige DFÜ-infrastnjktur obsolet, Bestehende Seilbahnen lassen sich auf einfache Weise mit einem solchen Datenträger und entsprechenden Vorrichtungen zürn Senden und Empfangen von Daten nachrüsten.
Die Daten werden In einer bevorzugten Weiterbildung mittels eines ersten Funksignals von der Vorrichtung zum Senden von Daten zu dem Datenträger übertragen.
Die übertragenen Daten werden auf dem Datenträger gespeichert, Ein zweites Funk- signal diem dazu, Daten, die zuvor von dem Datenträger gelesen wurden, zu der Vorrichtung zum Empfangen von Daten zu übertragen.
Der Datenträger beste! weiterbiidungsgemäß keine eigene Energieversorgung. Statfdessen bezieh! er seine Betriebsenergie aus dem ersten Funksignal und/oder dem zweiten Funksignal. Dies lässt sich etwa durch Verwendung eines passiven RFID- oder BLE-TAGs als Datenträger realisieren.
Ein Datenträger ohne eigene Energieversorgung kann sich auf besonders einfache Weise in bestehenden Seilbahnen integriert werden. Es ist lediglich erforderlich« den Datenträger in der Gondel oder an der Gondel anzubringen, Weitere Modifikationen der Seilbahn sind nicht erforderlich. in einer darüber hinaus bevorzugten Weiterbildung umfasst die Seilbahn eine Bergstation und eine Talstation. Es handelt sich jeweils um Gebäude, In denen eine der beiden Seilscheiben untergebracht ist. Die Bergsiailon zeich.net sich gegenüber der Talstation dadurch aus, dass ihre Höhe relativ zu einem beliebig gewählten Bezugspunkt größer ist, als die Höhe der Talstation relativ zu demselben Bezugspunkt,
Weiterbildungsgemäß ist die Vorrichtung zum Senden von Daten in der Bergstation und die Verrichtung zum Empfangen von Daten in der Talstation untergebracht. Die mit dem Datenträger versehene Gondel ist nun in der Lage, Daten aus der Berg station ln die Talstation zu transportieren, Eine DFÜdnirasIrnkiur in der Bergstation wird dazu nicht benötigt.
Die Daten werden in einer darüber hinaus bevorzugten Weiterbildung von der Vorrichtung zum Senden von Daten zu dem Datenträger gesendet, während die Gondel die Bergstation passiert, d h, durchfährt. Die Daten werden also gesendet zwischen einem Zeitpunkt, in dem die Gondel in die Bergstetion einfährt und einem Zeitpunkt, in dem die Gondel die Bergstation verlässt.
Analog werden die Daten von dem Datenträger zu der Vorrichtung zum Empfangen der Daten gesendet und von der Vorrichtung zum Empfangen von Daten empfangen, während die Gondel die Talstation passiert, d.h. durchfährt. Die Daten werden also empfangen zwischen einem Zeitpunkt; in dem die Gondel in die Talstation einiährl und zu einem Zeitpunkt; in dem die Gondel die Talstation verlässt.
Bevorzugt weist die Seilbahn mindestens eine Vorrichtung zum Messen mindestens einer physikalischen Größe auf. Bei einer physikalischen Größe handelt es sieh um eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines physikalischen Objekts. Vorliegend wird etwa ein physikalischer Parameter der in der Bergsfafion befindlichen Seilscheibe, eines Getriebes und/oder eines Motors zum Antrieb der Seilbahn oemessen, Auch ist es denkbar; eine meteorologische Größe zu messen.
Die gemessene physikalische Größe wird weiierbiidungsgemäß mittels mindestens eine:·' Vorrichtung zum Erzeugen von Daten codiert. Die so codierten bzw. erzeugten Daten werden mittels der Vorrichtung zum Senden von Daten zu dem Datenträger übertragen.
Ein bevorzugtes Austuhrungsbeispiel der Erfindung ist den Figuren eargesieiil Übereinstimmende Bezugs-Ziffern kennzeichnen dabei gleiche oder funktionsgieiche Merkmale, im Einzelnen zeigt:
Fig. 1 ·, eine Seiibahngondel in einer Sergstation; und Flg, 2: die Seiibahngondel in einer Talstation,
Eine in Rg, 1 dargestelite Seilbahn weist eine Bergstation 101 und eine Talstation 103 auf.. Eine erste Seilscheibe 105 ist drehbar in der Bergstation 101 gelagert. Entsprechend ist eine zweite Seilscheibe 107 drehbar In der Talstation 103 gelagert. Zwischen den beiden Seilscheiben 105, 107 ist ein Seil 109 gespannt. Das Seil 109 ist In Nuten geführt, welche die Seilscheiben 105, 107 jeweils an ihrem äußeren Umfang aufweisen.
An das Seil 109 angehängt ist sine Gondel 111, Die Gondel 111 ist mit einem Datenträger 113 versehen. Dieser dient dazu, Daten von der Bergstation 101 zur Talstation 103 zu transportieren.
Der Datenträger 113 wird mit Daten beschrieben, die ein Sender 115 über ein Daten« signal 117 zu dem Datenträger 113 überträgt, während sich die Gondel 111 in der Bergstation 101 befindet.
Die Gondel 111 fahrt, mit dem mit Daten beschriebenen Datenträger 113 zur Talstation 103. In der Talstation 103 befindet sieh ein Empfänger 113.
Sobald such die Gondel 113t wie Fig, 2 dargestellt in der Talstation 1G3 befindet, können die auf dem Datenträger 113 gespeicherten Daten ausgelesen und über ein Datensignal 201 zu dem Empfänger 119 übertragen werden.
Bezuqszeichgn 101 Bergstaiion 103 Ta [station 105 erste Seilscheibe 107 zweite Seilscheibe 109 Seil 111 Gondel 113 Datenträger 115 Sender 117 Datensignal 119 Empfänger 201 Datensignal

Claims (6)

  1. ESteDiMS.Sfy.Qllt
    1, Seilbahn mit mindestens einer Gondel (111); mindestens einem Datenträger (113), mindestens einer ortsfesten Vorrichtung (115) zum Senden von Daten zu dem Datenträger (113) und mindestens einer ortsfesten Vorrichtung (119) zum Empfangen von Daten von dem Datenträger (113); dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (113) in der Gondel (111} oder an der Gondel (1115 angebracht ist.
  2. 2, Seilbahn nach Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass die Daten mittels eines ersten Funksignals (117) von der Vorrichtung (115) zum Senden von Daten zu dem-Datenträger (113) übertragen werden; wobei die Daten mittels eines zweiten Funksignals (201) von dem Datenträger (113) zu der Vorrichtung (119) zürn Empfangen vor; Daten übertragen werden; wobei der Datenträger (113) Betnebsenergie aus dem ersten Funksignal (117) und/oder dem zweiten Funksignal (201) bezieht,
  3. 3, Seilbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche; gekennzeichnet durch eine Bergstation (101) und eine Talstation (103); wobei die Vorrichtung (115) zum Senden von Osten in der Bergstation (101) und die Vorrichtung (119) zum Empfangen von Daten In der Talslaiion angebracht ist,
  4. 4, Seilbahn nach dem vorhergehenden Anspruch; dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (115) zum Senden von Daten ausgebüdei ist, die Daten zu dem Datenträger (113) zu senden, während die Gondel (111) die Sergstation passiert; wobei die Vorrichtung (119) zum Empfangen von Daten ausgebildet ist, die Daten von dem Datenträger (113) zu empfangen, während die Gondel (111) die Talstation (103) passiert.
  5. 5, Seilbahn nach einem der vorhergehenden zwei Ansprüche; gekennzeichnet durch mindestens eine Vorrichtung zum Erzeugen von Daten, in denen der Wert mindestens einer physikalischen Grosse codiert ist; wobei die erzeugten Daten mittels der Vorrichtung (115} zum Senden von Daten zu dem Datenträger (113} übertragen werden.
  6. 6. Gondel 11) zur Verwendung in einer Seilbahn nach einem der vorhergehenden Ansprüche; wobei der Datenträger (113) in der Gondel (111} oder an der Gondel (111) angebracht ist
ATA50260/2017A 2016-04-13 2017-04-04 Datenübertragung mittels Seilbahngondel AT518852A3 (de)

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