AT519793A2 - Gefriertrocknungsanlage - Google Patents

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AT519793A2
AT519793A2 ATA50213/2018A AT502132018A AT519793A2 AT 519793 A2 AT519793 A2 AT 519793A2 AT 502132018 A AT502132018 A AT 502132018A AT 519793 A2 AT519793 A2 AT 519793A2
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Bosch Gmbh Robert
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Abstract

Die Gefriertrocknungsanlage umfasst eine Temperiervorrichtung, die dazu ausgebildet ist, ein Auflagemittel (100) für Behältnisse der Gefriertrocknungsanlage zu temperieren. Die Temperiervorrichtung umfasst wenigstens einen Kanal, der dazu ausgebildet ein strömendes Temperiermedium zu leiten. Der Kanal, welcher das strömende Temperiermedium leitet, umfasst einen ersten Kanalabschnitt (15a) mit einer ersten Längsseite (25a), der mit einem Ablauf (10b) des Kanals direkt verbunden ist. Zusätzlich umfasst der Kanal einen zweiten Kanalabschnitt (15b) mit einer zweiten Längsseite (25b), wobei die zweite Längsseite (25b) parallel zu der ersten Längsseite (25a) des ersten Kanalabschnitts (15a) angeordnet ist. Die beiden Kanalabschnitte (15a, 15b) sind hierbei so zueinander angeordnet, dass zwischen den beiden Kanalabschnitten (15a, 15b) über Wärmeübertragung ein Temperaturausgleich des strömenden Temperiermediums stattfindet. Hierzu wird das Gegenstromprinzip genutzt, indem im ersten Kanalabschnitt (15a) das Temperiermedium in einer ersten Strömungsrichtung (40a) verläuft, welche entgegengesetzt einer zweiten Strömungsrichtung (40b) im zweiten Kanalabschnitt (15b) verläuft.

Description

Beschreibung
Titel
Gefriertrocknungsanlage
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Gefriertrocknungsanlage mit wenigstens einer Temperiervorrichtung, die dazu ausgebildet ist, ein Auflagemittel für Behältnisse der Gefriertrocknungsanlage zu temperieren.
Aus dem Stand der Technik sind Stellflächen einer Gefriertrocknungsanlage bekannt, die als Auflagemittel dazu dienen, die zu trocknende Ware aufzunehmen. Die zu trocknende Ware befindet sich hierbei in kleinen Behältnissen, sogenannten Vials. Zusätzlich dienen die Stellflächen hierbei dazu, über deren Oberfläche die Vials zu kühlen oder erwärmen. Hierzu werden die Stellflächen im Inneren mit Silikonöl durchflossen, welches die Wärme an die Oberfläche der Stellfächen abgibt. Die Wärmeübertragung an die Vials erfolgt dann im Wesentlichen durch Wärmestrahlung und über Wärmeleitung der Oberfläche der Stellflächen an die darauf befindlichen Vials. Die Stellflächen selbst sind hierbei rechteckige Schweiß- und/oder Lötkonstruktionen, die im Inneren Kanäle besitzen, welche durch das Silikonöl durchströmt werden. Die Kanalabschnitte verlaufen von dem Zulauf des Silikonöls beginnend, parallel zueinander angeordnet, entlang der Oberseite und Unterseite des Auflagemittels. Zum Schluss wird das Silikonöl noch einmal vollständig umgelenkt und fließt in einem Kanalabschnitt quer zu den anderen Kanalabschnitten zu dem Abfluss des Kanals. Die Auflagemittel selbst sind in einer Produktkammer der Gefriertrocknungsanlage angeordnet.
Problem ist hierbei jedoch, dass das Silikonöl seine Wärme mit der Zeit abgibt und abkühlt oder andersherum mit der Zeit Wärme aufnimmt und aufgeheizt wird. Somit werden auch die Oberflächen der Stellflächen ungleichmäßig erwärmt oder abgekühlt, was auf die Trocknung des sich innerhalb der Vials befindlichen Trocknungsguts negative Auswirkungen haben kann. Dieser Effekt tritt besonders in dem letzten Kanalabschnitt auf, welcher am Abfluss des Kanals anliegt.
Offenbarung der Erfindung
Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Gefriertrocknungsanlage gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Zudem wird ein Verfahren vorgeschlagen, welches durch die Gefriertrocknungsanlage ausgeführt wird.
Die Gefriertrocknungsanlage umfasst eine Temperiervorrichtung, die dazu ausgebildet ist, ein Auflagemittel für Behältnisse der Gefriertrocknungsanlage zu temperieren. Insbesondere kann es sich bei den Auflagemitteln um Stellflächen für die Behältnisse handeln. Die Temperiervorrichtung umfasst wenigstens einen Kanal, der dazu ausgebildet ein strömendes Temperiermedium zu leiten. Bei dem strömenden Temperiermedium kann es sich um Silikonöl handeln. Der Kanal, welcher das strömende Temperiermedium leitet, umfasst einen ersten Kanalabschnitt mit einer ersten Längsseite, der mit einem Ablauf des Kanals direkt verbunden ist. Der Ablauf des Kanals bezeichnet hierbei den Abschnitt, bei dem das Temperiermedium wieder aus dem Auflagemittel austritt. Zusätzlich umfasst der Kanal einen zweiten Kanalabschnitt mit einer zweiten Längsseite, wobei die zweite Längsseite parallel zu der ersten Längsseite des ersten Kanalabschnitts angeordnet ist. Bei den Längsseiten handelt es sich hierbei um die Längsabschnitte der Kanalabschnitte in Strömungsrichtung. Die beiden Kanalabschnitte sind hierbei so zueinander angeordnet, dass zwischen den beiden Kanalabschnitten über Wärmeübertragung ein Temperaturausgleich des strömenden Temperiermediums stattfindet. Hierzu wird das Gegenstromprinzip genutzt, indem im ersten Kanalabschnitt das Temperiermedium in einer ersten Strömungsrichtung verläuft, welche entgegengesetzt einer zweiten Strömungsrichtung im zweiten Kanalabschnitt verläuft. Somit erhält man besonders im Bereich des Abflusses einen besseren Temperaturausgleich des Temperiermediums und somit auch eine gleichmäßigere Erwärmung oder Abkühlung der Oberfläche.
Bevorzugt ist die Temperiervorrichtung dazu ausgebildet, eine Oberseite des Auflagemittels, welche bevorzugt ein oberes Deckblech des Auflagemittels darstellt, zu temperieren. Der Kanal ist hierbei dazu ausgebildet, das Temperiermedium entlang der Oberseite des Auflagemittels zu leiten. Alternativ oder zusätzlich ist die Temperiervorrichtung dazu ausgebildet, eine Unterseite des Auflagemittels, welche bevorzugt ein unteres Deckblech des Auflagemittels darstellt, zu temperieren. Der Kanal ist hierbei dazu ausgebildet, das Temperiermedium entlang der Unterseite des Auflagemittels zu leiten. Durch Kontakt des strömenden Temperiermediums mit der Oberseite und/oder mit der Unterseite des Auflagemittels wird somit eine optimale Wärmeübertragung erreicht.
Vorzugsweise ist die erste Längsseite des ersten Kanalabschnitts länger als die zweite Längsseite des zweiten Kanalabschnitts. Weiterhin vorzugsweise ist die zweite Längsseite hierbei mindestens halb so lang wie die erste Längsseite. Durch die Wärmeübertragung zwischen Flächen, deren Größenverhältnisse sich nicht zu sehr unterscheiden, erhält man einen besseren Temperaturausgleich.
Bevorzugt erfolgt die Wärmeübertragung zwischen den ersten und zweiten Kanalabschnitt über eine gemeinsame Trennwand, die den ersten von dem zweiten Kanalabschnitt trennt. Über solche Trennwände, sowie zusätzlich über die Oberseite und/oder die Unterseite des Auflagemittels wird bevorzugt der Kanal zum Leiten des Temperiermediums gebildet. Somit lässt sich der Kanal mit möglichst wenigen Komponenten einfach, ohne zusätzliche Komponenten, wie z.B. Rohrleitungen formen.
Vorzugsweise umfasst der Kanal wenigstens einen zusätzlichen dritten Kanalabschnitt mit einer dritten Längsseite. Die dritte Längsseite ist hierbei parallel zu der ersten und zweiten Längsseite angeordnet. Über mehrere, parallel zueinander angeordnete Längsseiten von Kanalabschnitten lässt sich eine größere Fläche des Aufnahmemittels gleichmäßig erwärmen oder abkühlen. Bevorzugt ist der dritte Kanalabschnitt direkt mit einem Zulauf des Kanals verbunden. Der Zulauf des Kanals bezeichnet hierbei den Abschnitt, bei dem das Temperiermedium von außen in das Auflagemittel eintritt. Der erste und zweite Kanalabschnitt sind hierbei auf einer ersten Ebene und der dritte Kanalabschnitt auf einer zur ersten Ebene unterschiedlichen zweiten Ebene angeordnet. Vorzugsweise sind die erste und zweite Ebene vertikal übereinander angeordnet. Durch Wärmeübertragung auf den beiden Ebenen angeordneten Kanalabschnitte lässt sich ein besserer Temperaturausgleich des Temperiermediums erreichen.
Das führt dann wiederum zu einer noch gleichmäßigeren Erwärmung oder Abkühlung des Auflagemittels.
Bevorzugt ist die erste und zweite Ebene über eine Verbindungsstrecke des Kanals miteinander verbunden. Somit lassen sich auch die auf den beiden Ebenen angeordneten Kanalabschnitte einfach miteinander verbinden.
Der dritte Kanalabschnitt auf der zweiten Ebene ist vorzugsweise von dem ersten und zweiten Kanalabschnitt mittels eines Wärmeträgers, der vorzugsweise eine weitere Trennwand darstellen kann, getrennt. Durch Trennung mittels eines Wärmeträgers kommt es zu einer besseren Wärmeübertragung von den Kanalabschnitten auf der ersten Ebene zu den Kanalabschnitten auf der zweiten Ebene.
Der dritte Kanalabschnitt ist vorzugsweise parallel unterhalb des ersten Kanalabschnitts angeordnet. Somit ergibt sich eine Anordnung, bei der sich der erste Kanalabschnitt, welcher direkt am Ablauf des Kanals angeordnet ist und der erste Kanalabschnitt, welcher am Zulauf des Kanals angeordnet ist gegenüberstehen. Somit stehen sich auch die Kanalabschnitte gegenüber, bei denen der Temperaturunterschied des strömenden Temperiermediums innerhalb der Kanalabschnitte besonders groß ist und somit dessen Temperaturausgleich für eine gleichmäßige Erwärmung oder Abkühlung des Auflagemittels besonders wichtig ist.
Vorzugsweise umfasst der Kanal auf der ersten und zweiten Ebene eine Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten. Der erste, zweite, dritte und die Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten sind hierbei so angeordnet, dass die Strömungsrichtung des Temperiermediums von einem Kanalabschnitt zum folgenden Kanalabschnitt um 180° wechselt und somit immer wieder entgegengesetzt verläuft. Somit wird über Ausnutzung des Gegenstromprinzips ein optimaler Temperaturausgleich erreicht.
Bevorzugt umfasst der Kanal eine Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten, deren Längsseite zumindest teilweise quer zu der ersten, zweiten und dritten Längsseite angeordnet ist, sodass sich die Strömungsrichtung des Temperiermediums innerhalb eines Kanalabschnitts zum nächsten
Kanalabschnitt ändert. Vorzugsweise sind die Kanalabschnitte rechtwinklig zueinander angeordnet, sodass sich die Strömungsrichtung immer um 90° ändert. Der Kanal besitzt zusätzlich einen sogenannten Umkehrpunkt, wobei der Umkehrpunkt den Abschnitt des Kanals bezeichnet, bei der zwei aufeinander folgende Kanalabschnitte so zueinander angeordnet sind, dass sich die Strömungsrichtung um 180° ändert und somit entgegengesetzt verläuft. Durch diese mäanderförmige Anordnung von Kanalabschnitten zueinander erhält man einen optimalen Temperaturausgleich des strömenden Temperiermediums und somit eine gleichmäßige Erwärmung oder Abkühlung des Auflagemittels.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Figur 1 zeigt eine Temperiervorrichtung nach dem Stand der Technik.
Figur 2a zeigt eine Temperiervorrichtung von der Unterseite eines Auflagemittels.
Figur 2b zeigt die Temperiervorrichtung von der Oberseite des Auflagemittels.
Figur 2c zeigt einen Längsschnitt des Auflagemittel mit Temperiervorrichtung.
Figur 2d zeigt einen Querschnitt des Auflagemittels mit Temperiervorrichtung.
Figur 2e zeigt das Auflagemittel mit Temperiervorrichtung in der Übersicht.
Figur 3 zeigt eine alternative Ausformung des Kanals zum Leiten eines strömenden Temperiermediums.
Figur 4 zeigt in der Übersicht eine Gefriertrocknungsanlage mit einer Produktkammer, in der Auflagemittel mit einer Temperiervorrichtung übereinander angeordnet sind.
Ausführungsbeispiele
Figur 1 zeigt in der Draufsicht ein Auflagemittel 101 für Behältnisse einer Gefriertrocknungsanlage nach Stand der Technik, wobei in dieser Schnittdarstellung das obere Deckblech des Auflagemittels 101 fehlt. Hierbei strömt das Temperiermedium in der Strömungsrichtung 5a in den Zulauf ein und strömt anschließend in dem durch Stege 29 seitlich gebildeten Kanal innerhalb des Auflagemittels auf einer ersten Ebene 60a, um somit die Unterseite 80 und die nicht dargestellte Oberseite des Auflagemittels zu temperieren. Der Kanal verläuft hierbei serpentinenförmig, so dass die Strömungsrichtung 13 innerhalb eines ersten geraden Kanalabschnitts 11 entgegengesetzt zu einer Strömungsrichtung 14 innerhalb eines folgenden geraden Kanalabschnitts 12 verläuft. Die geraden Kanalabschnitten 11 und 12 sind hierbei parallel angeordnet. Mit dem Zufluss 10b ist ein weiterer Kanalabschnitt 16 direkt verbunden, der quer zu den geraden Kanalabschnitten 11 und 12 verläuft, sodass sich die Strömungsrichtung 17 des strömenden Temperiermediums hierbei noch einmal ändert. Das strömende Temperiermedium tritt auf derselben ersten Ebene 60a über den Ablauf 10b wieder aus dem Auflagemittel 101 aus.
Figur 2a zeigt eine Temperiervorrichtung des Auflagemittels 100 auf einer ersten Ebene 60a. Die Temperiervorrichtung ist hierbei dazu ausgebildet, die Oberseite und die Unterseite des Auflagemittels je nach Bedarf zu Erhitzen oder Abzukühlen. Auf der in dieser Darstellung nicht dargestellten Oberseite des Auflagemittels 100 sind die Behältnisse positioniert und werden durch die Oberseite des Auflagemittels 100 erwärmt oder abgekühlt. In einer Gefriertrocknungsanlage sind oft mehrere Auflagemittel übereinander positioniert. Die Unterseite des Auflagemittels 100, welche in dieser Schnittdarstellung nicht dargestellt ist kühlt oder erwärmt über dessen Fläche die darunter befindlichen, auf dem benachbarten Auflagemittel positionierten, Behältnisse.
Die Temperiervorrichtung umfasst einen Kanal, welcher in der auf Fig.2a dargestellten Ausführungsform seitlich mittels Stegen 70b und 70c als Trennwände gebildet wird. Der Kanal ist dazu ausgebildet, ein strömendes Temperiermedium zu leiten, mittels welchem das Auflagemittel temperiert wird. Zur Förderung des Temperiermediums kann beispielsweise eine auf dieser Figur 2a nicht dargestellte Pumpe außerhalb des Auflagemittels 100 angeordnet sein.
Der Kanal ist serpentinenförmig geformt und umfasst einen ersten Kanalabschnitt 15a mit einer ersten Längsseite 25a, der direkt mit einem Ablauf 10b des Kanals verbunden ist. Über den Ablauf 10b des Kanals tritt das Temperiermedium wieder aus dem Auflagemittel 100 aus. Parallel zu der ersten Längsseite ist ein zweiter Längsabschnitt 25b eines zweiten Kanalabschnitts 15b angeordnet und über einen gemeinsamen Steg als Trennwand 70b von dieser getrennt. Die beiden Längsseiten 25a und 25b der Kanalabschnitte 15a und 15b sind hierbei gleich lang ausgeführt. Die erste Strömungsrichtung 40a innerhalb des ersten Kanalabschnitts 15a ist entgegengesetzt zu der zweiten Strömungsrichtung 40b im zweiten Kanalabschnitt 15b ausgeführt. Parallel zu den Kanalabschnitten 15a und 15b sind hierbei eine Vielzahl von gleich langen, weiteren Kanalabschnitten 15d angeordnet, sodass die Strömungsrichtung von einem Kanalabschnitt zum nächsten Kanalabschnitt immer wieder entgegengesetzt verläuft. Hierbei wird das Gegenstromprinzip ausgenutzt und über Wärmeübertragung wird ein Temperaturausgleich zwischen den einzelnen Kanalabschnitten erreicht.
Die erste Ebene 60a ist in dieser dargestellten Ausführungsform eine waagrechte Ebene. Die Stege 70a selbst verlaufen durch ein Trennblech 30 als Wärmeträger hindurch und dienen als gemeinsame Trennwand für auf der ersten und auf einer in der folgenden Figur 2b dargestellten zweiten Ebene 60b verlaufende Kanalabschnitte. Die für diese Durchführungen der Stege 70a notwendigen weiteren Öffnungen innerhalb des Trennblechs als Wärmeträger 30 können beispielsweise mittels Laserschneiden erzeugt werden.
Figur 2b zeigt die Temperiervorrichtung des Auflagemittels 100 auf einer zweiten Ebene 60b, die vertikal zu der ersten Ebene 60a angeordnet ist und die entlang der in dieser Figur 2b nicht dargestellten Unterseite des Auflagemittels 100 verläuft. Hierbei ist ein dritter Kanalabschnitt 15c zu erkennen, der direkt mit einem Ablauf 10a des Kanals verbunden ist, über den das Temperiermedium in das Auflagemittel 100 eintritt. Der dritte Kanalabschnitt 15c ist hierbei parallel unterhalb des ersten 15a und zweiten Kanalabschnitts 15b angeordnet. Der dritte Kanalabschnitt 15c wird auch hier mittels der Stegen 70a und 70c als Trennwände seitlich gebildet.
Parallel zu dem dritten Kanalabschnitt 15c sind auch hier eine Vielzahl von gleich langen, weiteren Kanalabschnitten 15d angeordnet, sodass die Strömungsrichtung von einem Kanalabschnitt zum nächsten Kanalabschnitt immer wieder entgegengesetzt verläuft.
Am Ende der Kanalanordnung auf der zweiten Ebene 60b wird das strömende Temperiermedium mittels einer Öffnung 45 als Verbindungsstrecke innerhalb des Wärmeträgers 30 auf die in der Figur 2a dargestellten Kanalanordnung auf der ersten Ebene 60a geführt.
Figur 2c zeigt einen Schnitt senkrecht auf den Kanalabschnitten. Hierbei ist im Unterschied zu den Figuren 2a und 2b als Unterseite des Auflagemittels 100 das untere Deckblech 80 und als Oberseite des Auflagemittels 100 das obere Deckblech 90 gezeigt. Sowohl das obere Deckblech 90, wie auch das untere Deckblech 80 sind hierbei rechteckig ausgeformt. Zudem sind hierbei im Unterschied zu den Figuren 2a und 2b Winkelbleche 35a und 35b gezeigt, die mit dem unteren Deckblech 80 des Auflagemittels 100 verbunden sind und dazu ausgebildet sind, das Trennblech 30 als Wärmeträger zu tragen. Die Stege 70a verlaufen von der Unterseite 80 zur Oberseite 90 des Auflagemittels 100 durch das Trennblech 30 als Wärmeträger hindurch.
Die Seitenflächen des ersten Kanalabschnitts 15a werden mittels des zusätzlichen Stegs 70b und dem Steg 70c als Trennwände geformt. Das obere Deckblech 90 als Oberseite des Auflagemittels 100 bildet die Oberseite des ersten Kanalabschnitts 15a und die Unterseite des ersten Kanalabschnitts 15a bildet das Trennblech 30 als Wärmeträger.
Die Seitenflächen des zweiten Kanalabschnitts werden 15b mittels des Stegs 70a und des zusätzliche Stegs 70b gebildet. Das obere Deckblech 90 als Oberseite des Auflagemittels 100 bildet die Oberseite des ersten Kanalabschnitts 15a und die Unterseite des ersten Kanalabschnitts 15a bildet das Trennblech 30 als Wärmeträger.
In dieser Ausführungsform verläuft die Strömungsrichtung in parallel übereinander verlaufenden Kanalabschnitten immer entgegengesetzt. Eine Ausnahme stellen hierbei der erste und zweite Kanalabschnitt 15a und 15b dar, welche parallel über dem dritten Kanalabschnitt 15c angeordnet sind. Der zusätzliche Steg 70b verengt, wie auf dieser Fig.2c zu erkennen ist, den Durchmesser des ersten Kanalabschnitts 15a und des zweiten Kanalabschnitts 15b gegenüber dem Durchmessern der dritten Kanalabschnitts 15c und der weiteren Kanalabschnitte 15d. Somit können Zulauf 10a und der Ablauf 10b an benachbarten, gegenüberliegenden Seiten des rechteckigen Auflagemittels 100 im Übergang einer Stirnseite 20d zu den Längsseiten 20a und 20d des Auflagemittels angeordnet sein und das Auflagemittel nicht unnötig dick ausgeführt sein. Sowohl im dritten Kanalabschnitt 15c, wie auch im ersten Kanalabschnitt 15a verläuft die Richtung der Strömung somit in die gleiche Strömungsrichtung 40a.
Figur 2d zeigt einen Längsschnitt durch die Kanalabschnitte im Bereich der Öffnung 45 des Trennblechs 30. Auf der unteren Darstellung der Figur 2d ist eine Detailansicht des Längsschnitts im Bereich der Öffnung 45 zu erkennen.
Es ist hierbei zu erkennen, wie das strömende Temperiermedium die Öffnung 45 in der Strömungsrichtung 40a erreicht und über die Öffnung 45 von der ersten auf die zweite Ebene wechselt. Die Öffnung 45 dient somit als Teil des Kanals zum Verbinden der ersten Ebene mit der zweiten Ebene. Bei dem Wechsel der Ebenen ändert sich die Strömungsrichtung von der Strömungsrichtung 40a auf die Strömungsrichtung 40b.
Figur 2e zeigt übersichtlich das Auflagemittel 100, mit der innerhalb des Auflagemittels 100 angeordneten Temperiervorrichtung von dem oberen Deckblech 90 her. Hierbei sind zusätzlich Schweißnähte 105 gezeigt, mittels denen die Stege 70a, 70b, 70c und 70d mit dem oberen Deckblech 90 als Oberseite und dem auf dieser Darstellung nicht gezeigten unteren Deckblech als Unterseite des Auflagemittels 100 verbunden sind. Zudem sind auf der Figur 2e Befestigungselemente 116a, 116b, 116c, 116d, 116e und 116f dargestellt, die dazu ausgebildet sind, das Auflagemittel 100 in der in dieser Figur 2e nicht dargestellten Produktkammer einer Gefriertrocknungsanlage zu befestigen.
Figur 3 zeigt im Unterschied zu dem Kanalverlauf in den Figuren 2a, 2b, 2c, 2d und 2e, eine alternative Anordnung des Kanals zum Leiten eines strömenden Temperiermediums.
Hierbei ist eine erste Längsseite 101a eines ersten Kanalabschnitts 115a direkt mit dem Ablauf 10b verbunden und parallel zu einer zweiten Längsseite 101b eines zweiten Kanalabschnitts 115b angeordnet. Auch hier verläuft eine erste
Strömungsrichtung 43 im ersten Kanalabschnitt 115a entgegengesetzt zu einer zweiten Strömungsrichtung 42 im zweiten Kanalabschnitt 115b. Es gibt weitere dritte Kanalabschnitt 115c mit einer dritten Längsseite 101c, die parallel zu der ersten und zweiten Längsseite angeordnet sind.
Im Unterschied zu der Anordnung des Kanals in den Figuren 2a, 2b, 2c, 2d und 2e sind hierbei eine Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten 115d vorgesehen, deren Längsseite lOld rechtwinklig und somit quer zu den Längsseiten des ersten 115a, zweiten 115b und der dritten Kanalabschnitte 115c angeordnet sind. Ein Beispiel ist hierfür der weitere Kanalabschnitt 115d mit dessen Längsseite lOld, welcher direkt mit dem Zufluss 10a des Kanals verbunden ist. Durch diese rechtwinklige Anordnung von aufeinander folgenden Kanalabschnitte zueinander ändert sich die Strömungsrichtung von einem Kanalabschnitt zu dem nächsten Kanalabschnitt 115c immer um 90°. Der Kanal ist dazu ausgebildet, das strömende Temperiermedium von dem Zufluss des Kanals beginnend, in immer kleiner werdenden Radien um den Umkehrpunkt 200 herum zu leiten, wobei sich der Umkehrpunkt in dem geometrischen Mittelpunkt der Unterseite 80 des Auflagemittels 100 befindet. An dem Umkehrpunkt 200 ist der Kanal so gestaltet, dass sich die Strömungsrichtungen 37 und 42 von zwei aufeinander folgenden Kanalabschnitten um 180° unterscheiden. Hierzu liegen die zwei aufeinander folgenden Längsseiten der betreffenden Kanalabschnitte wie in den Figuren 2a, 2b, 2c, 2d und 2e parallel zueinander. Bei Strömungsrichtung von dem Umkehrpunkt 200 weg ist der Kanal wiederum dazu ausgebildet, das strömende Temperiermedium in immer größer werdenden Radien um den Umkehrpunkt 200 herum bis zu dem Abfluss 10b des Kanals zu leiten.
Im Unterschied zu der Anordnung des Kanals in den Figuren 2a, 2b, 2c, 2d und 2e ist der Kanal hierbei nur auf einer Ebene angeordnet.
Fig.4 zeigt schematisch in der Übersicht eine Gefriertrocknungsanlage 300 mit einer Produktkammer 310, in der Auflagemittel 100 übereinander aufgehängt sind. Auf der Oberseite 90 der Auflagemittel 100 sind Behältnisse 320 positioniert, welche über die Oberseite und auch über die Unterseite der darüber liegenden Auflagemittel mittels Wärmestrahlung erwärmt oder abgekühlt werden.

Claims (13)

  1. P &fttc(psprüche
    1. Gefriertrocknungsanlage (300), wenigstens umfassend - eine Temperiervorrichtung, ausgebildet zum Temperieren eines Auflagemittels (100) für Behältnisse (320) der Gefriertrocknungsanlage (300), wobei die Temperiervorrichtung - wenigstens einen Kanal, ausgebildet zum Leiten eines strömenden Temperiermediums, umfasst wobei der Kanal wenigstens - einen ersten Kanalabschnitt (15a, 115a) mit einer ersten Längsseite (25a, 101a), der mit einem Ablauf (10b) des Kanals direkt verbunden ist, und - einen zweiten Kanalabschnitt (15b, 115b) mit einer zweiten Längsseite, (25b, 101b) wobei die zweite Längsseite (25b, 101b) parallel zu der ersten Längsseite angeordnet ist, umfasst, wobei die beiden Kanalabschnitte (15a, 15b, 115a, 115b) so zueinander angeordnet sind, dass zwischen den beiden Kanalabschnitten (15a, 15b, 115a, 115b) über Wärmeübertragung ein Temperaturausgleich des strömenden Temperiermediums stattfindet und eine erste Strömungsrichtung (40a) des Temperierungmediums im ersten Kanalabschnitt (15a, 115a) entgegengesetzt einer zweiten Strömungsrichtung (40b) des Temperiermediums im zweiten Kanalabschnitt (15b, 115b) verläuft.
  2. 2. Gefriertrocknungsanlage (300) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiervorrichtung dazu ausgebildet ist, eine Oberseite (90) und/oder eine Unterseite (80) des Auflagemittels (100) zu temperieren und der wenigstens eine Kanal dazu ausgebildet ist, das Temperiermedium entlang der Oberseite (90) und der Unterseite (80) des Auflagemittels (100) zu leiten.
  3. 3. Gefriertrocknungsanlage (300) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Längsseite (101a, 25a) länger ist als die zweite Längsseite (101b, 25b), wobei die zweite Längsseite (101b, 25b) mindestens halb so lang ist wie die erste Längsseite (101a, 25a).
  4. 4. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kanalabschnitt (15a, 115a) und der zweite Kanalabschnitt (15b, 115b) mittels einer gemeinsamen Trennwand (170, 70b) voneinander getrennt sind.
  5. 5. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal über Trennwände (170, 70a, 70b) und die Oberseite (90) und/oder die Unterseite (80) des Auflagemittels (100) gebildet wird.
  6. 6. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal wenigstens einen zusätzlichen dritten Kanalabschnitt (15c, 115c) mit einer dritten Längsseite (25c, 101c) umfasst, wobei die dritte Längsseite (25c, 101c) parallel zu der ersten (25a, 101a) und zweiten Längsseite (25b, 101b) angeordnet ist.
  7. 7. Gefriertrocknungsanlage (300) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Kanalabschnitt (15c) direkt mit einem Zulauf (10a) des Kanals verbunden ist und auf einer ersten Ebene (60a) angeordnet ist, wobei der erste Kanalabschnitt (15a) und der zweite Kanalabschnitt (15b) auf einer zur ersten Ebene (60a) unterschiedlichen zweiten Ebene (60b) angeordnet sind.
  8. 8. Gefriertrocknungsanlage (300) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ebene (60a) und zweite Ebene (60b) vertikal übereinander angeordnet sind.
  9. 9. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ebene (60a) und zweite Ebene (60b) über eine Verbindungsstrecke (45) des Kanals miteinander verbunden sind.
  10. 10. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Kanalabschnitt (15c) von dem ersten (15a) und zweiten Kanalabschnitt (15b) mittels eines Wärmeträgers (30) getrennt ist.
  11. 11. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Kanalabschnitt (15c) parallel unterhalb des ersten Kanalabschnitts (15a) angeordnet ist.
  12. 12. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal auf der ersten (60a) und zweiten Ebene (60b) eine Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten (15d) umfasst, wobei der erste (15a), zweite (15b), dritte (15c) und die Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten (15d) so angeordnet sind, dass die Strömungsrichtung (40a, 40b) des Temperiermediums innerhalb eines Kanalabschnitts (15a, 15b, 15c, 15d) zum folgenden Kanalabschnitt (15a, 15b, 15c, 15d) in entgegengesetzter Richtung verläuft.
  13. 13. Gefriertrocknungsanlage (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal eine Vielzahl von weiteren Kanalabschnitten (115d) umfasst, deren Längsseite (lOld) zumindest teilweise quer zu der ersten (101a), zweiten (101b) und dritten Längsseite (lOlc)angeordnet sind, sodass sich die Strömungsrichtung (38,39,40a, 40b) des Temperiermediums innerhalb eines Kanalabschnitts (115a, 115b, 115c, 115d) zum nächsten Kanalabschnitt (115a, 115b, 115c, 115d), insbesondere um 90°, ändert, wobei der Kanal zusätzlich einen Umkehrpunkt (200) besitzt, an dem die Strömungsrichtung (38,39,40a, 40b) innerhalb eines Kanalabschnitts (115a, 115b, 115c, 115d) zum folgenden Kanalabschnitt (115a, 115b, 115c, 115d) in entgegengesetzte Richtung verläuft.
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