AT520298A4 - Verfahren und Vorrichtung zum Garen von Eiern - Google Patents

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AT520298A4
AT520298A4 ATA112/2018A AT1122018A AT520298A4 AT 520298 A4 AT520298 A4 AT 520298A4 AT 1122018 A AT1122018 A AT 1122018A AT 520298 A4 AT520298 A4 AT 520298A4
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    • A47J29/02Egg-cookers for eggs or poached eggs; Time-controlled cookers
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
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Abstract

Ein Verfahren zum Garen von Eiern, um Eier (4) nach Art von Onsen- Eiern zu erhalten, umfasst einen Schritt des Erwärmens der Eier (4) in einem Wasserbad (5) auf eine Temperatur unterhalb der Gerinnungstemperatur von Eigelb, weiters Erhöhen der Temperatur des Wasserbades (5) auf die Gerinnungstemperatur von Eiweiß und Absanken der Temperatur des Wasserbades (5) nach Halten der Gerinnungstemperatur von Eiweiß auf eine Temperatur unter der Gerinnungstemperatur von Eigelb. An diese Schritte kann sich noch ein Warmhalteschritt der Eier (4} anschließen . Zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine Vorrichtung (1) vorgesehen , die einen Behälter (3) und einen dem Behälter (1} zugeordneten Deckel (7) aufweist , wobei alle elektrischen Bauteile , wie Heizung, Steuerung, Temperaturfühler usw . im Deckel (7) vorgesehen sind . Beim Aufsetzen des Deckels (7} wird eine Aufnahme (19) für zu garende Eier (4) zusammen mit den Eiern (4} entgegen der Kraft einer Feder (27) in das im Behälter (3) angeordnete Wasserbad (5) untergetaucht und das Verfahren zum Garen der Eier (4) durch Betätigen eines Schalters oder automatisch gestartet.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Garen von wenigstens einem Ei in einem Wasserbad.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung, mit der das erfindungsgemäße Verfahren zum Garen von Eiern ausgeführt werden kann.
Normale Eierkocher verdampfen kochendes Wasser und der Garpunkt wird über die Menge des hinzugefügten Wassers und die Anzahl der
Eier im Eierkocher bestimmt. Die Größe der Eier, die Temperatur sowie die Menge des zu verdampfenden Wassers sind entscheidende
Parameter für das Kochen von Eiern.
Es ist auch bekannt, Eier direkt in einem Topf zu kochen, wobei entscheidende Kriterien die Größe der Eier und die Kochdauer sind.
Problematisch beim Garen von Eiern ist es, ein Ei mit dem gewünschten Härtegrad zu erzielen, wobei die unterschiedlichen
Gerinnungstemperaturen von Eiweiß einerseits und Eigelb anderseits zu berücksichtigen sind.
Bei herkömmlichen Verfahren zum Garen von Eiern ist das Eiweiß im Idealfall fest und das Eigelb hat eine Konsistenz zwischen „flüssig und „bröselig hart oder „ganz hart.
Aus DE 10 2005 032 361 Al ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Garen von Eiern bekannt. Bei dem bekannten Verfahren wird ein erhitztes gasförmiges Medium, Wasser, Dampf oder Luft verwendet, um den gewünschten Härtegrad der Eier zu erreichen.
In DE 10 2005 032 361 Al wird vorgeschlagen, ausschließlich durch Wahl der Temperatur des gasförmigen Mediums den gewünschten Härtegrad zu erreichen, wobei das gasförmige Medium wenigstens eine vorbestimmte minimale Zeit lang angewendet werden soll. Gemäß dem bekannten Verfahren soll der Härtegrad
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Problematisch bei dem aus DE 10 2005 032 361 Al bekannten Verfahren ist es, dass ein gasförmiges Medium angewendet wird, das die exakte Steuerung des Garverfahrens schwierig macht, da ein gasförmiges Medium wegen seiner inhärenten kleinen spezifischen Wärme schwer auf die gewünschte Temperatur einzustellen ist, und diese Temperatur auch nicht einfach zu halten ist. Zusätzlich ist in DE 10 2005 032 361 Al die tatsächliche Einwirkzeit des dort vorgeschlagenen gasförmigen Mediums (Wasserdampf oder Luft) offengelassen, sodass das dort vorgeschlagene Verfahren zum Kochen/Garen von Eiern nicht ohne Weiteres umgesetzt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung anzugeben, mit denen nach einem vorgegebenen Programm (programmierbare Steuerung oder Temperaturregelung) Eier bei niedriger Temperatur so gegart werden, dass das Eiweiß gerinnt und das Eigelb eine weiche, wachsartige Konsistenz erfährt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäße mit einem Verfahren, welches die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.
Diese Aufgabe wird, insoweit die erfindungsgemäße Vorrichtung
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Figure AT520298A4_D0001
betroffen ist, mit einer Vorrichtung gelöst, welche die Merkmale des auf die Vorrichtung gerichteten Anspruchs 10 aufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Unteransprüche.
Anders als bei bekannten Verfahren werden Eier mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht wie üblich gekocht, sondern mittels speziellen Temperaturprofilen gegart.
Anders als bei dem aus DE 10 2005 032 361 Al bekannten Verfahren werden die Eier beim erfindungsgemäßen Verfahren in einem Wasserbad, in dem sie bevorzugt vollständig untergetaucht sind, gegart, wobei im Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens unterschiedliche Temperaturen angewendet werden.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es weiters, dass, unabhängig von der Größe der Eier, Eier mit dem gewünschten Härtegrad des Eigelbes erhalten werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die folgenden Schritte angewendet werden:
Eier, ganz gleich, ob sie einem Kühlschrank entnommen oder bei Raumtemperatur gelagert worden sind, werden im Wasserbad erhitzt und bei „Plateautemperatur, die unterhalb der
Gerinnungstemperatur von Eigelb liegt, eine Zeit lang angewärmt, damit die Eier am Beginn des Verfahrens zum Garen von Eiern gemäß der Erfindung immer die gewünschte und genau gleiche Ausgangstemperatur haben. Dabei kann die „Plateautemperatur bei einer Temperatur zwischen 40 und 50° C, und insbesondere bei 45° C, liegen.
In einem nächsten Schritt wird die Temperatur des Wasserbades
4/25 von der „Plateautemperatur auf eine Temperatur zwischen 70 und
Figure AT520298A4_D0002
80° C, insbesondere auf 74° C, erhöht, um das Eiweiß zum
Gerinnen zu bringen.
Dieses Denaturieren des Eiweiß wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren insbesondere eine Zeit lang, nämlich vorzugsweise 10 bis 15 Minuten, insbesondere 13 Minuten lang, ausgeführt. So kann verhindert werden, dass das Eigelb komplett stockt, also hart wird.
Im Anschluss daran wird auf eine Temperatur zwischen 60 und 70° C, insbesondere auf 64° C, abgesenkt, um das Weitergaren bis zu der gewünschten Konsistenz des Eigelbes zu erreichen. Nach diesem Schritt wird die Temperatur zum Warmhalten des Eies weiter abgesenkt, z.B. auf eine Temperatur zwischen 55 und 60° C, wobei erreicht wird, dass die Konsistenz des Eies nicht mehr verändert wird, sondern erhalten bleibt.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung als wesentliche Bestandteile einen Wasserbehälter, eine beispielsweise aus Silikon gefertigte Aufnahme für Eier und einen Deckel, in den insbesondere die Bedienung/Anzeige, ein Heizelement, ein Temperatursensor, ein Gegenstück („Halterung) für die Aufnahme von Eiern und eine Regelplatine zur Temperatursteuerung integriert sein können.
In einer bevorzugten Ausführungsform erlaubt die erfindungsgemäße Vorrichtung die nachstehend skizzierte Handhabung:
Durch Druck auf den Deckel des Gerätes öffnet sich das Gerät über eine vorgespannte Feder, die insbesondere die Aufnahme für die Eier belastet.
Darauf können Eier auf die Aufnahme für Eier aufgelegt werden.
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Figure AT520298A4_D0003
Im Anschluss daran wird der Deckel gegen die Federkraft nach unten gedrückt.
Im Bereich des Deckels ist eine Halterung für Eier vorgesehen, die Eier fixiert, ohne auf die Eier Druck auszuüben, da die Aufnahme für Eier durch Niederdrücken des Deckels entgegen der Kraft der Feder nach unten gedrückt wird.
Beim Nach-unten-Bewegen der Aufnahme für die Eier kann Wasser durch die Aufnahme strömen, wenn in der Aufnahme kleine Öffnungen vorgesehen sind.
Sobald der Deckel die untere Endstellung gegenüber dem Behälter eingenommen hat, wird - vorzugsweise automatisch - der erfindungsgemäße Garprozess gestartet.
Am Deckel kann eine Anzeige oder ein Timer aufleuchten und die Restdauer des Garens der Eier anzeigen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es nicht erforderlich, dass ein Alarm ertönt, wenn die Eier fertig gegart sind, da ein Übergaren bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ausgeschlossen ist.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind je nach Ausführungsform folgende:
ein Übergaren der Eier ist nicht möglich, eine automatische Temperaturregelung des Garverfahrens einschließlich einer Warmhaltefunktion ist gegeben, das erfindungsgemäße Verfahren ergibt bei Eiern mit Raumtemperatur oder Kühlschranktemperatur als Ausgangstemperatur immer das gleiche Ergebnis, es ist möglich, den Essenszeitpunkt vorzuwählen,
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Figure AT520298A4_D0004
Salmonellen werden durch die definierte Minimumgarzeit bei einer Temperatur über 60° C erfolgreich abgetötet, der Wasserbehälter und die Aufnahme für Eier können beispielsweise auch im Geschirrspüler gereinigt werden, da in diesem Teilen keine Elektronik oder sonstige feuchtigkeitsempfindliche Bauteile enthalten sind,
Technik und Elektronik einerseits und Wasserbehälter anderseits sind voneinander getrennt.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, dass die Einrichtung für Heizung, Temperatursensor, Elektronik, Display usw. im Deckel der erfindungsgemäßen Vorrichtung integriert ist, sodass der bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehene Behälter hauptsächlich dazu dient, einen Garraum zu schaffen.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es auch, dass das Garen der Eier in einem Wasserbad erfolgt, anstatt - wie aus DE 10 2005 032 361 Al bekannt - im Wasserdampf.
In einer Ausführungsform besteht die Möglichkeit, dass zwischen dem oberen Rand des Behälters und dem Deckel im Betriebszustand ein Spalt verbleibt, durch den entstehender Wasserdampf entweichen kann. Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Deckel mit Hilfe eines Verschlusses, beispielsweise mit Hilfe eines Magnetverschlusses am oberen Rand des Deckels, festgelegt wird. Diese Ausführungsform erlaubt es, das Einschalten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne mechanischen Schalter, sondern mit Hilfe eines Reed-Kontaktes oder eines kapazitiven Schalters vorzunehmen. Bei dieser Ausführungsform kann ein definierter Dampfaustritt aus der Vorrichtung im Behälter vorgesehen sein.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die nachstehend beispielhaft genannten Parameter angewendet und, wie in den nachstehenden Beispielen angegeben, vorgegangen werden:
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Figure AT520298A4_D0005
• · ···· ·· • · • ··· • · ·
Ausgangspunkt für das erfindungsgemäße Verfahren sind beispielsweise Eier der Größe S (bis 53 Gramm, 41,11 mm Durchmesser), Größe M (53 bis 63 Gramm, 41,11 bis 43,55 mm Durchmesser) und Größe L (63 bis 73 Gramm, 43,55 bis 45,74 mm Durchmesser) eingesetzt werden.
Wenn Eier dem Kühlschrank entnommen werden, haben sie eine Ausgangstemperatur von beispielsweise 4° C.
Werden bei Raumtemperatur gelagerte Eier eingesetzt, haben diese eine Ausgangstemperatur von beispielsweise 22° C.
Die einzelnen Phasen des erfindungsgemäßen Verfahrens können beispielhaft wie folgt definiert sein:
Plateauphase (Erwärmen des Eies in dem Wasserbad, das eine
Temperatur unterhalb der Gerinnungstemperatur von Eigelb hat) 12 bis 15 Minuten lang (insbesondere 13 Minuten lang) bei einer Temperatur von 45° C
Garen bei 74° C für einen Zeitraum von 12 bis 14 Minuten, beispielsweise 13 Minuten, je nach gewünschter Konsistenz des Eigelbes
Abkühlen nach dem Garen auf 64,5° C (wenigstens 10 Minuten lang)
Warmhalten bei 55° C, wobei hier die Zeit unkritisch ist, da unterhalb der Gerinnungstemperatur von Eiweiß einerseits und Eigelb anderseits.
Für das Gerinnen von Eiweiß sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:
Eiklar (Eiweiß) hat einen durchschnittlichen Gewichtsanteil von 58% eines geronnenen Eies. In der Fachliteratur wird das Eiklar als 10%-ige wässerige Lösung mit verschiedenen globulären
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Proteinen beschrieben.
Eiklar besteht aus drei Hauptkomponenten, dem Conalbumin, das bereits ab einer Temperatur von 61,5° C gerinnt, dem Ovalbumin, welches erst bei 84,5° C fest wird, und dem Ovomucoid. Ovalbumin hat 54,0 % Anteil am gesamten Protein des Hühnereies und dieses begünstigt das Gerinnen beim Erhitzen. Erfindungsgemäß erfolgt das Denaturieren des Proteins bevorzugt bei 74° C über einen Zeitraum von beispielsweise 13 bzw. 14 Minuten, abhängig von der Größe S, M oder L.
Das Gerinnen von Eigelb (Dotter) erfolgt bei einer Temperatur zwischen 65 und 70°C.
Nachstehend werden zwei Beispiele für das erfindungsgemäße Verfahren wiedergegeben:
Beispiel 1:
Ausgangstemperatur Ei: 4° C, Größe M
Plateauphase bei 45° C für 12 Minuten
Garen bei Prozesstemperatur 74° C für 13 Minuten Abkühlen nach dem Garen auf 64,5° C (Dauer 12 Minuten) Ei ist ab jetzt fertig gegart und kann bei 55° C warmgehalten werden (Zeit ist unkritisch, da Temperatur unterhalb beider Gerinnungstemperaturen)
Beispiel 2:
Ausgangstemperatur Ei: 22° C, Größe L
Plateauphase bei 45° C für 12 Minuten
Garen bei Prozesstemperatur 74° C für 14 Minuten Abkühlen nach dem Garen auf 64,8° C (Dauer 17 Minuten) Ei ist ab jetzt fertig gegart und kann bei 55° C warmgehalten werden (Zeit ist unkritisch, da Temperatur
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Figure AT520298A4_D0006
• · · ·· · · • · · ·· • a · ·· • -3 · ·· ·· ·· ···· · unterhalb beider Gerinnungstemperaturen)
Um das Abkühlen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, wenn von Schritt c) auf Schritt d) übergegangen wird, zu beschleunigen, können der erfindungsgemäßen Vorrichtung Kühleinrichtungen zugeordnet sein, welche das Wasserbad im Behälter der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf die für Schritt d) vorgesehene Temperatur senken. Solche Kühleinrichtungen können beispielsweise Peltier-Elemente sein, die dem Deckel des erfindungsgemäßen Gerätes zugeordnet sind und bei in Gebrauchsstellung befindlichem Deckel mit dem Wasserbad in Wirkverbindung stehen.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung in geöffnetem Zustand,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Ansicht von schräg oben,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Ansicht von schräg unten,
Fig. 4 eine geöffnete, erfindungsgemäße Vorrichtung in Ansicht von schräg oben,
Fig. 5 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in auseinandergezogenem Zustand in Ansicht von schräg oben,
Fig. 6 eine mit Eiern bestückte, erfindungsgemäße Vorrichtung und
Fig. 7 eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Schnitt.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfasst in dem in Fig. 1 gezeigten, grundsätzlichen Aufbau einen Behälter 3, in dem ein Wasserbad 5 aufgenommen ist, wobei im Behälter 3 eine Aufnahme
10/25 *··· ·· ··· • · • · ·· ·· ·· ·· • · · · · · · • · · · · : w: : .· ·« ·· ···· ··· · für ein Ei 4 vorgesehen ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfasst weiters einen Deckel 7 mit einem Ansatz 9, der bei auf dem Behälter aufgesetzten Deckel 7 in den Behälter 3 ragt und die Aufnahme 19 entgegen der Kraft der Feder 27 nach unten drückt, sodass das Ei 4 zur Gänze im Wasserbad 5 untergetaucht ist.
Die Fig. 2 und 3 zeigen, dass bei geschlossenem Deckel in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen dem oberen Rand des Behälters 3 und dem Deckel 7 ein Spalt 29 vorliegt.
An der vom Behälter 3 abgekehrten Seite des Deckels 7 sind Bedien- und Anzeigeelemente 11 vorgesehen, wobei die Anzeigeelemente 11 beispielsweise die Temperatur und die noch für das Garen von Eiern verbleibende Zeit anzeigen können. Mit dem Bedienelement kann auch die Größe des zu garenden Eies eingestellt werden, um das Verfahren an die Größe des Eies anzupassen.
Von dem Deckel 7, in welchem Elemente für die Steuerung und den Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 vorgesehen sind, führt ein Kabel 13 zur Stromversorgung weg.
Insbesondere sind in dem Ansatz 9 des Deckels 7 ein Temperaturfühler, eine Heizeinrichtung und gegebenenfalls Kühleinrichtungen in Form von Peltier-Elementen vorgesehen.
Im Boden des Behälters 3 ist eine Entleeröffnung 15 vorgesehen, der ein Verschlusselement zugeordnet ist (nicht dargestellt), welches durch Betätigen eines Betätigungselementes 17 geöffnet werden kann, sodass das Wasser des Wasserbades 5 aus dem Behälter 3 entleert werden kann.
In dem Behälter 3 ist eine Aufnahme 19 aufgenommen, in der mehrere muldenartige Vertiefungen 23, im gezeigten
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Figure AT520298A4_D0007
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Ausführungsbeispiel fünf muldenartige Vertiefungen 23, vorgesehen sind. Zusätzlich sind in der Aufnahme 19 Öffnungen 21 vorgesehen, durch welche das Wasser des Wasserbades 5 treten kann, wenn die Aufnahme 19 beim Aufsetzen des Deckels 7 auf den Behälter 3 durch den Ansatz 9 entgegen der Kraft der Feder 27 nach unten gedrückt wird, sodass die Eier 4, welche auf der Aufnahme sitzen, in das Wasserbad 5 vollständig eingetaucht werden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass das freie Ende des Ansatzes 9 als mehrkantiges Ende 33 ausgebildet ist, welches in eine Öffnung, die als mehrkantige Vertiefung 31 ausgebildet ist, im Ansatz 9 greift.
An der dem Behälter 3 zugekehrten Seite des Deckels 7 können Halterungen 25 für Eier 4 vorgesehen sein, welche diese in der für das Garen richtigen Stellung halten und verhindern, dass die Eier 4 umfallen.
Dabei ist vorgesehen, dass die Halterungen 25 die Eier 4 lediglich am Umkippen hindern, aber auf die Eier 4 selbst keinen Druck ausüben, da die Aufnahme 19 ja vom Ansatz 9 des Deckels 7 entgegen der Kraft der Feder 27 nach unten gedrückt wird, wenn der Deckel 7 auf den Behälter 3 aufgesetzt wird und sich die Vorrichtung 1 in der Betriebsstellung (Fig. 2, 3 und 7) befindet.
Bei der in Fig. 7 im Schnitt gezeigten Ausführungsform ist zwischen dem Deckel 7 und dem oberen freien Rand des Behälters 3 kein Spalt 29 vorgesehen und es ist dort ein Verschluss 35 vorgesehen, der beispielsweise als Magnetverschluss ausgebildet ist, wozu Magnete und Gegenmagnete oder ferromagnetische Bauteile vorgesehen sind. Diese Ausführungsform erlaubt es, das Einschalten der Vorrichtung 1 automatisch auszuführen, indem beispielsweise ein Schalter in Form eines Reed-Kontaktes oder in
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Form eines kapazitativen Schalters vorgesehen ist.
Wenn, wie in Fig. 7 gezeigt wird, der Deckel 7 dicht auf dem freien Rand des Behälters 3 aufsitzt, kann in der Wand des Behälters 3 eine Öffnung 37 vorgesehen sein, die einen Druckausgleich durch Ein-/Austritt von Luft und Wasserdampf erlaubt.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden:
Ein Verfahren zum Garen von Eiern, um Eier 4 nach Art von OnsenEiern zu erhalten, umfasst einen Schritt des Erwärmens der Eier 4 in einem Wasserbad 5 auf eine Temperatur unterhalb der Gerinnungstemperatur von Eigelb, weiters Erhöhen der Temperatur des Wasserbades 5 auf die Gerinnungstemperatur von Eiweiß und Absenken der Temperatur des Wasserbades 5 nach Halten der Gerinnungstemperatur von Eiweiß auf eine Temperatur unter der Gerinnungstemperatur von Eigelb. An diese Schritte kann sich noch ein Warmhalteschritt der Eier 4 anschließen.
Zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine Vorrichtung 1 vorgesehen, die einen Behälter 3 und einen dem Behälter 1 zugeordneten Deckel 7 aufweist, wobei alle elektrischen Bauteile, wie Heizung, Steuerung, Temperaturfühler usw. im Deckel 7 vorgesehen sind. Beim Aufsetzen des Deckels 7 wird eine Aufnahme 19 für zu garende Eier 4 zusammen mit den Eiern 4 entgegen der Kraft einer Feder 27 in das im Behälter 3 angeordnete Wasserbad 5 untergetaucht und das Verfahren zum Garen der Eier 4 durch Betätigen eines Schalters oder automatisch gestartet.

Claims (28)

  1. Patentansprüche :
    1. Verfahren zum Garen von wenigstens einem Ei (4) in einem Wasserbad (5), gekennzeichnet durch folgende Schritte:
    a) Erwärmen des Eies in dem Wasserbad (5) , welches eine Temperatur unterhalb der Gerinnungstemperatur von Eigelb hat,
    b) Erhöhen der Temperatur des Wasserbades (5) auf die Gerinnungstemperatur von Eiweiß,
    c) Halten der Temperatur von Schritt b),
    d) Absenken der Temperatur des Wasserbades (5) auf eine Temperatur unter der Gerinnungstemperatur von Eigelb und
    e) Halten der Temperatur von Schritt d).
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserbad (5) in Schritt a) eine Temperatur von 40 bis 50° C, insbesondere 45° C, hat.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Wasserbades (5) in Schritt b) auf 70 bis 80° C, insbesondere auf 74° C, erhöht wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt c) die Temperatur 10 bis 15 Minuten, insbesondere 13 Minuten, lang gehalten wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Wasserbades (5) in Schritt d) auf 60 bis 70° C, insbesondere auf 64,8° C, gesenkt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur durch eine dem Wasserbad (5) zugeordnete Kühleinrichtung, insbesondere eine mit wenigstens einem
    14/25 ·· ·· .« • · · · · i4 ;; : .
    ·· ·· ·· — ··· ·
    Peltier-Element ausgestatte Kühleinrichtung, aktiv gesenkt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Wasserbades (5) in Schritt e) gehalten wird, bis das Eigelb eine weiche, wachsartige Konsistenz angenommen hat.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an Schritt e) das gegarte Ei (4) entnommen oder ein Schritt f) als Warmhalteschritt des Eies ausgeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserbad in Schritt f) als Warmhalteschritt auf einer Temperatur zwischen 55 und 60° C gehalten wird.
  10. 10. Vorrichtung (1) zum Ausführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch
    - einen Behälter (3) für das Wasserbad (5),
    - eine im Behälter (3) angeordnete Aufnahme (19) für Eier (4) ,
    - einen Deckel (7) für den Behälter (3),
    - eine an dem Deckel (7) angeordnete Heizeinrichtung für das Wasserbad (5),
    - einen an dem Deckel (7) angeordneten und dem Wasserbad (5) zugeordneten Temperaturfühler und durch
    - eine an dem Deckel (7) angeordnete, der Heizeinrichtung zugeordnete Zeitsteuerung.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (19) für Eier (4) im Behälter (3) entgegen der Kraft einer Feder (27) in das Wasserbad (5) absenkbar ist.
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  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Behälter (3) zugewendeten Seite des Deckels (7) eine Halterung (25) für Eier (4) angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahme (19 und in der Halterung (25) muldenartige Vertiefungen (23) für Eier (4) vorgesehen sind.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (19) und die Halterung (25) plattenförmig ausgebildet sind und aus elastischem Kunststoff, insbesondere Silikon, bestehen.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der im Behälter (3) angeordneten Aufnahme (19) für Eier (4) Öffnungen (21) vorgesehen sind.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung und der Temperaturfühler in einem vom Deckel (7) in den Behälter (3) ragenden Ansatz (9) angeordnet sind.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (9) bei auf den Behälter (3) aufgesetztem Deckel (7) die Aufnahme (19) für Eier (4) und das auf der Aufnahme (19) angeordnete Ei (4) in das Wasserbad (5) untergetaucht hält.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass auf der vom Behälter (3) abgewendeten Seite des Deckels (7) Bedien- und/oder Anzeigeelemente (11) vorgesehen sind.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch
    16/25 • Ί gekennzeichnet, dass im Boden des Behälters (3) eine ·· ·· .. • :: :· 16.·: : .· ·· ·· ···.
    der ein Verschlussorgan zugeordnet ist, vorgesehen ist.
  20. 20.
    Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass dem Verschlussorgan ein Betätigungselement (17), das in einer Seitenwand des Behälters (3) vorgesehen ist, zugeordnet ist.
    Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Deckel (7) ein Kabel (13) zum
    Versorgen der Heizeinrichtung mit elektrischer Energie ausgeht.
  21. 22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass bei auf den Behälter (3) aufgesetztem Deckel (7) zwischen der dem Behälter (3) zugewendeten Fläche des Deckels (7) und dem Rand des Behälters (3), welcher dem Deckel (7) zugeordnet ist, ein Spalt (29) vorliegt.
  22. 23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorrichtung (1) eine Einrichtung zum aktiven Kühlen des Wasserbades (5), die vorzugsweise wenigstens ein Peltier-Element aufweist, zugeordnet ist.
  23. 24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Deckel (7) und dem Behälter (3) für das Wasserbad (5) ein, vorzugsweise mit wenigstens einem Magneten ausgestatteter, Verschluss (35) vorgesehen ist.
  24. 25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckel (7) ein Schalter, der auf den Verschluss (35) anspricht und der die Vorrichtung (1) ein- und
    17/25 ···· ausschaltet, vorgesehen ist.
  25. 26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter einen Reed-Kontakt umfasst.
  26. 27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckel (7) ein kapazitativer Schalter, der die Vorrichtung (1) ein- und ausschaltet, vorgesehen ist.
  27. 28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) für das Wasserbad (5) eine Öffnung (37) für den Druckausgleich, insbesondere den Ein- und Austritt von Wasserdampf und/oder Luft, aufweist.
  28. 29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement zum Einstellen der Größe des zu garenden Eis eingerichtet ist.
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