AT525151A1 - Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten Ski - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufstiegshilfe (10) zum Anbringen an einem taillierten Ski (11). Sie besteht aus einem Metall- oder Kunststoffkörper, der eine rechteckige Grundplatte (15) aufweist. An deren Längskanten (18) sind Klemmfedern (20) nach oben ausgebildet, in die ein Ski (11) eingerastet und eingeklemmt werden kann. Zwei Seitenflächenelemente (21, 22, 23) sind orthogonal zueinander angeordnet und ragen nach unten hinaus. Die Seitenflächenelemente (21, 22, 23) weisen Spitzen (25) auf, die beim bergauf Gehen in den Untergrund eingreifen und dem Skifahrer dabei Halt verleihen. Zumindest eines der Seitenflächenelemente (21, 22, 23), das quer zum Ski (11) ausgebildet ist, dient der Klemmung des Skis (11) zwischen Ausbuchtungen (28), die Teil der Klemmfedern (20) sind und in die der Ski (11) eingerastet wurde.
Description
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Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten Ski
GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten
Ski, insbesondere an einem Tourenski.
TECHNISCHER HINTERGRUND
Bei einer Skitour werden zum Aufsteigen mit Skiern Steigfelle an den Gleitflächen der Skier angebracht. Dadurch wird die Gefahr des Abrutschens verringert. Wenn jedoch der Untergrund sehr hart oder gefroren ist, so ist die Wirkung der Steigfelle stark begrenzt. Daher kommen auf besonders hartem, sogenannten harschigem Schnee, oder auf Eis
herkömmlicherweise Harscheisen als zusätzliche Aufstiegshilfen zum Einsatz.
Die Harscheisen werden herkömmlicherweise an der Oberseite des Skis zwischen Skischuh und Ski aufgelegt (siehe beispielsweise EP 2 754 469 A1). Beidseitig des Skis weisen die Harscheisen krallenartige Wirkflächen auf, die über die Gleitfläche nach unten hinausragen und somit Halt im Schnee oder Eis ermöglichen. Das Anbringen der Harscheisen geschieht oftmals in steilerem Gelände und bei eisigen Verhältnissen. Beim Anbringen der Harscheisen muss die Bindung gelöst und/oder ganz aus der Bindung ausgestiegen werden. Dadurch entsteht eine instabile Situation, bei der die Gefahr groß
ist, dass der Tourengeher ausrutscht oder die Skier verloren gehen.
Diese Situation wird verhindert durch ein bekannte Steighilfe (GB 2 224 448 A), das von unten auf die Lauffläche der Skier gesteckt wird. Diese Steighilfe weist eine etwa Uförmige Grundplatte auf die von unten her in die Skier eingerastet wird. Unter der Grundplatte ist ein Keil mithilfe von Schrauben montiert, der ein Abrutschen verhindern soll. Die Steighilfe wird nur durch Federkraft am Ski gehalten. Es kann daher aus dem Ski rausrutschen, da eine solche Fixierung nicht fest genug ist. Eine solche Steighilfe hat sich
auch am Markt überhaupt nicht durchgesetzt. Die Steighilfen können sich daher relativ
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einfach lösen und verloren gehen. Außerdem liefert der Keil nicht ausreichend Halt beim Aufstieg, insbesondere bei hartem, eisigen Untergrund. Der Keil wird beim bergauf Gehen stark mechanisch belastet. Dies kann dazu führen, dass sich der Keil mit der Zeit vom Rest der Steighilfe löst, da die Verbindung zwischen beiden eine lösbare Schraubverbindung
ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine sehr einfache Aufstiegshilfe zu schaffen, die sicher an taillierten Skiern befestigt werden kann, ohne dass aus der Skibindung ausgestiegen werden muss. Zudem soll die Aufstiegshilfe
einfach lösbar sein und dennoch immer sicher am Ski fixiert sein.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem
taillierten Ski mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Demgemänß ist eine Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten Ski mit einem einstückigen Metall- oder Kunststoffkörper vorgesehen, der eine mit zwei Querkanten und zwei Längskanten versehene, etwa rechteckförmige Grundplatte aufweist. An den beiden Längskanten des Metall- oder Kunststoffkörpers ist jeweils zumindest eine nach oben gebogene Klemmfeder angeordnet. Diese Klemmfedern sind derart elastisch ausgebildet, dass der Ski in diese eingerastet werden kann. Zudem ist zumindest ein an einer Längskante und/oder einer Querkante nach unten ragendes Seitenflächenelement
ausgebildet, wodurch der Ski beim Aufstieg einen Halt im Schnee findet.
Vorzugsweise sind zwei Seitenflächenelemente vorgesehen. Eines der beiden Seitenflächenelemente ist im Wesentlichen in Längsrichtung und das andere ist im Wesentlichen in Querrichtung ausgebildet. Vorzugsweise sind die beiden Seitenflächenelemente orthogonal zueinander in Längsrichtung beziehungsweise in Querrichtung ausgebildet. Hierdurch wird der Ski am Untergrund eindeutig fixiert und
kann weder nach vorne und hinten oder zur Seite entweichen.
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Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis/Idee besteht darin, dass durch Einstecken der Seitenflächenelemente in den Schnee die Aufstiegshilfe zunächst für den Einstieg mit den Skiern gehalten wird. Die Klemmfedern ragen dann nach oben raus. In diese kann der Ski einfach von oben eingerastet werden. Der Ski sollte dabei zwischen die Klemmfedern etwa mittig von oben her mit seiner engsten Taille zwischen die Klemmfedern eingesetzt werden. Durch Ziehe des Skis etwas nach hinten klemmen sich die Klemmfedern an den Wangen des Skis, wodurch ohne Lösen der Bindung ein Fixieren
der Steighilfe am Ski möglich ist.
Durch die in den Schnee ragenden Seitenflächenelemente wird bei den anschließenden ersten Aufstiegsschritten weiter mit dem Standbein Zug auf den Ski ausgeübt, wodurch sich die Aufstiegshilfe bzgl. des Skis leicht nach vorne gezogen wird und die Klemmung
zwischen Aufstiegshilfe und Ski weiter fixiert wird.
Durch die beiden orthogonalen Seitenflächenelemente in Längsrichtung und in Querrichtung erhält der Ski beim Aufstieg am Berg, insbesondere bei harschigem Schnee oder Eis Halt und Führung, so dass der Ski nicht zurückrutscht oder zur Seite wegrutscht. Der Ski braucht beim Anlegen der Aufstiegshilfe nicht abgeschnallt zu werden. Dies erleichtert den Einstieg in die Aufstiegshilfe enorm. Zudem kann das Anlegen der
Aufstiegshilfe sehr schnell erfolgen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der
Zeichnung.
Vorteilhafterweise weisen die Klemmfedern gegenüberliegende Ausbuchtungen nach außen auf, in die der Ski eingedrückt und eingerastet wird. Somit findet der Ski bereits einen gewissen Halt in der Aufstiegshilfe. Durch eine Vorwärtsbewegung bewegt sich die Aufstiegshilfe aufgrund ihres Halts durch die Seitenflächenelemente im Schnee etwas
nach vorne (bzw. der Ski bewegt sich etwas nach hinten), so dass der Ski aufgrund der
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Taillierung zwischen den Ausbuchtungen eingeklemmt wird. Infolgedessen stellt dies eine
einfache und sehr schnelle „Befestigung“ oder Fixierung des Skis in der Aufstiegshilfe dar.
Wenn der lichte Abstand Klemmfedern, insbesondere deren Ausbuchtungen, so
ausgestaltet ist, dass er nur um einen vorgegebenen, kleinen Abstand (z.B. 1 bis 7 mm) größer ist als die schmälste Taille des Skis und dass die lichte Höhe der Ausbuchtungen mindestens der Profilhöhe des Skis entspricht, wird schnell eine einfache Fixierung des Skis in der Aufstiegshilfe erreicht. Danach braucht der Ski nur noch geringfügig bergauf
bewegt zu werden, damit die Klemmung den Ski ausreichend fest fixiert.
Der kleine Abstand ist vorzugsweise nicht größer als 7 mm, insbesondere nicht größer als 5 mm und er kann auch nicht größer als 3 mm sein. Bei aktuellen Skiern ist die Taillierung so ausgebildet, dass sie sich von der schmalsten Stelle des jeweiligen Skis auf eine Länge von etwa 5 cm bis 15 cm in Richtung zur Skispitze um mindestens 3 bis 5 mm oder auch mehr aufweitet. Hierdurch kann einerseits der Abstand zwischen den Klemmfedern so gewählt werden, dass zum Einsetzen des Skis in die Aufstiegshilfe ausreichend Spiel vorhanden ist und der eingesetzte Ski lediglich 5 bis 15 cm relativ zur Aufstiegshilfe zurück bewegt werden muss, um die Aufstiegshilfe am Ski zu fixieren. Die Aufstiegshilfe wird dann in der Regel etwa auf Höhe des Vorderbackens oder ein kleines Stück (5 bis 10 cm) weiter vorne am Ski fixiert, wodurch ein sicherer Halt auch auf eisigem Untergrund ermöglicht wird. Je näher die Aufstiegshilfe am Vorderbacken angeordnet ist, desto
einfacher kann das Gleichgewicht gehalten werden.
Wenn der geformte Metallkörper vorteilhafterweise aus einem einzigen Teil durch Biegen von Flächenteilen hergestellt wird, kann die Aufstiegshilfe einfach und kostengünstig gefertigt werden. Somit können sich auch die Teile selbst bei stärkerer Belastung nicht
voneinander lösen.
Zum Verhindern von Abrutschen in eisigem Gelände ist es vorteilhaft, wenn das in Querrichtung ausgebildete Seitenflächenelement eine nach unten gebogene
Zackenlasche mit zumindest zwei spitzen Zacken aufweist. Somit können sich die Zacken
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ins Eis bohren und halten den Ski fest, zumal auch noch die Klemmung des Skis zwischen
den Ausbuchtungen beim Aufstieg stetig gefestigt wird.
Wenn das in Längsrichtung ausgebildete Seitenflächenelement eine nach unten gebogene Seitenlasche ist, die schräg nach unten und nach hinten hin im Wesentlichen spitz zulaufend ausgebildet ist, so führt dies einerseits zu einer guten seitlichen Führung für den Ski und andererseits gibt die Spitze einen zusätzlichen Halt. Auch das Rausziehen aus dem Schnee wird erleichtert. Die spitz zulaufende Form wirkt wie ein herkömmliches
Harscheisen.
Durch das in Querrichtung nach außen hin ausgebildete Seitenflächenelement wird die Wirkfläche quer zur Hangschräge vergrößert, so dass der Halt und die Gefahr eines Rückwärtsrutschens verringert wird. Durch einen rautenförmig ausgebildeten Flügel mit
einer unteren Spitze wird der Halt gegen Abrutschen zusätzlich verbessert.
Wenn zumindest eine Klemmfeder eine schräg nach außen gebogene Ausstiegszunge aufweist, kann durch Drücken von oben auf die Ausstiegszunge der eingeklemmte Ski aus den Klemmfedern gelöst werden. Denn durch das Niederdrücken wird die lichte Weite vergrößert und der Ski ist dann nicht mehr geklemmt. Somit ist ein einfacher Ausstieg aus der Aufstiegshilfe möglich. Die Ausstiegszunge kann mit dem Skistock oder mit einem Skischuh einfach niedergedrückt werden, sofern die Ausstiegszunge gut genug von oben
zugänglich ist und weit genug nach außen ragt.
Es ist sehr vorteilhaft, den Metallkörper aus einem korrosionsbeständigen Stahl herzustellen. Dies hat einerseits den Vorteil, dass Stahl federnd ist und somit eine gute Klemmung des Skis über die Klemmfedern ermöglicht wird. Zudem wird ein Rosten
(Korrosion) mit der Zeit verhindert.
Als Querelement kann die Zackenlasche an der vorderen oder hinteren Querkante nach unten hin ausgebildet sein. Vorteilhaft ist es, wenn die Zackenlasche eine möglichst
großen Wirkbereich in Querrichtung und mehrere Spitzen nach unten aufweist, damit ein
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guter Halt gegen Abrutschen gewährleistet ist. Daher ist es günstig, je breiter die an der vorderen Querkante um einen Winkel von etwa 90° nach unten gebogene Zackenlasche ist, bei einer ausreichend großen Anzahl von spitzen Zacken. Durch die Mehrzahl von
Zacken wird der Halt in Eis und harschigem Schnee verbessert.
Die Zackenlasche kann an ihren seitlichen Rändern eine um eine vertikale Achse abgebogene weitere Endlasche aufweisen, welche bei Gebrauch der Aufstiegshilfe einen seitlichen Halt gewährleistet. Diese Endlasche kann orthogonal oder in einem anderen beliebigen Winkel angeordnet sein. Die Endlasche ist vorzugsweise um mehr als 45° aus der Ebene der Zackenlasche abgebogen. In einer sehr einfachen Ausführungsform kann die Zackenlasche auch ohne Zacken mit z.B. lediglich einer horizontalen Kante ausgebildet
sein.
Eine solche Ausführungsform mit Endlasche kann einfach aus einem Blechstanzteil alleine
durch Biegen hergestellt werden.
Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht von schräg unten einer erfindungsgemäßen
Aufstiegshilfe, die in einen Ski eingeklemmt ist,
Figur 2 eine Hinteransicht der Aufstiegshilfe nach Figur 1,
Figur 3 eine Draufsicht von schräg vorne auf einen Ski mit eingeklemmter Aufstiegshilfe
im Bereich der vorderen Skibindung,
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Figur 4 eine Untersicht von schräg vorne auf die Aufstiegshilfe nach Figur 1, die in dem Ski
eingeklemmt ist, und
Figur 5 eine Seitenansicht von schräg oben auf die Aufstiegshilfe, die in einen Ski
eingeklemmt ist.
Die beiliegende Zeichnung soll ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulicht Ausführungsformen und dient im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Zeichnung. Die Elemente der Zeichnung sind nicht notwendigerweise
maßstabsgetreu zueinander gezeigt.
In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente, Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Aufstiegshilfe 10, die bei einem taillierten Ski 11 (hier nur gestrichelt dargestellt), insbesondere einem Tourenski als Unterstützung beim Aufstieg angebracht werden kann. Solche Aufstiegshilfen werden, insbesondere bei harschigem Schnee oder einem vereisten Untergrund am Ski 11 angebracht, damit ein Abrutschen des Skis 11 auf hartem, eisigen und rutschigem Untergrund nach hinten/unten möglichst verhindert wird. Sie ermöglichen somit das bergauf Gehen. Die Aufstiegshilfen 10 werden zusätzlich zu ohnehin verwendeten Skifellen 12 typischerweise auf den Laufflächen der Tourenskier befestigt und geben beim Skitouren-Aufstieg Halt auf
Eis und harschigem Schnee.
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Die Aufstiegshilfe 10 weist einen einstückigen Metall- oder Kunststoffkörper auf, der als zentrales Element eine etwa rechteckförmige Grundplatte 15 aufweist mit zwei quer zum
Ski 11 verlaufenden Querkanten und zwei längs des Skis 11 verlaufenden Längskanten 18.
An den beiden Längskanten 18 der Grundplatte 15 ist jeweils zumindest eine nach oben gebogene Klemmfeder 20 angeordnet, die derart elastisch ausgebildet ist, dass bei Zug nach hinten auf den Ski 11 dieser zwischen den Klemmfedern 20 eingeklemmt und somit
fixiert werden kann.
Des Weiteren weist der Metall- oder Kunststoffkörper zumindest zwei Seitenflächenelemente auf, die an einer Längskante 18 und/oder einer Querkante 17 nach unten ragend ausgebildet sind. Die beiden Seitenflächenelemente sind im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet, und zwar eine in Längsrichtung y und die andere in Querrichtung x. Die nach unten ausgebildeten Seitenflächenelemente sind so ausgestaltet, dass durch diese ein Halt im Schnee oder Eis gefunden wird. Durch die etwa orthogonal zueinander ausgebildeten Seitenflächenelemente findet der Ski 11 beim bergauf Gehen nicht nur Halt, sondern er erfährt auch eine gewisse Längsführung im
Schnee. Die Gefahr des Abrutschens oder Zurückrutschens wird dadurch verringert.
Als ein Seitenflächenelement ist in Fig. 1 an den Längskanten 18 der Grundplatte 15 jeweils eine nach unten gebogene Seitenlasche 21 ausgebildet. Die Seitenlaschen 21 sind in Längsrichtung y nach unten (z-Richtung oder vertikale Richtung) abstehend ausgebildet. Die vorderen Seitenkanten der Seitenlaschen 21 verlaufen vorteilhafterweise nach hinten und nach unten hin zu einer Spitze. Somit können die Seitenlaschen 21 gut in den Schnee greifen, sie erschweren nicht den Aufstieg und lassen sich gut aus dem Schnee oder Eis wieder heraus ziehen. Sie verleihen dem Ski 11 auch eine gewisse seitliche (parallel zum Ski 11) Führung. Die schräg verlaufenden Seitenlaschen 21 können dreieckförmig mit geraden Seitenkanten oder mit gebogenen Seitenkanten ähnlich einer Rückenflosse eines Fisches ausgebildet sein. Andere, geeignete Formen der Seitenkanten
sind selbstverständlich auch möglich, wie beispielsweise Krallen oder sägezahnartige
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Spitzen, die nach hinten und unten gerichtet sind, solange sie eben eine gewisse Schräge
nach hinten hin aufweisen, wodurch das Gehen nicht zusätzlich erschwert wird.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem das in Querrichtung x ausgerichtete Seitenflächenelement an der hinteren Seitenkante der Seitenlasche 21 ausgebildet ist. Dort ist als Seitenflächenelement ein nach außen gebogener Flügel 22 ausgebildet. Die Flügel 22 sind vorzugsweise rautenförmig ausgebildet mit einer Spitze, die nach außen und nach unten weist. Somit greifen die Flügel 22 gut in den Schnee oder
Eis beim bergauf Gehen ein.
Alternativ oder zusätzlich zu dem Flügel 22 kann als zumindest ein weiteres Seitenflächenelement in Querrichtung x an zumindest einer der Querkanten 17 der Grundplatte 15 eine um etwa 90° nach unten gebogene Zackenlasche 23 ausgebildet sein. Die Zackenlasche 23 weist vorteilhafterweise mehrere spitze Zacken 25 auf, die nach unten herausragen. Die Zacken 25 greifen beim bergauf Gehen mit den Skiern 11 mit angelegter Aufstiegshilfe 10 in den Schnee oder Eis ein und verhindern ebenfalls ein
Abrutschen oder Wegrutschen.
Eine wesentliche Funktion der quer ausgebildeten Seitenflächenelemente (d.h. der Zackenlasche 23 und/oder dem Flügel 22) ist es, dass die Klemmung der Ski 11 zwischen den beiden Klemmfedern 20 verstärkt wird. Beim Vorwärtsgehen mit dem Ski 11 drückt der Tourengeher mit dem Standbein auf den Ski 11 und nach unten auf die am Ski 11 angebrachte Aufstiegshilfe 10. Der Ski 11 würde ohne Halt durch die Skifelle 12 nach hinten weg rutschen. Denn bei sehr steilem und insbesondere eisigem Gelände reicht der Halt durch die Skifelle 12 nicht mehr aus. Die quer ausgebildeten Seitenflächenelemente,
d.h. hier die Flügel 22 und die Zackenlaschen 23, verhindern das Abrutschen.
Die Zackenlasche 23 kann an ihren seitlichen Rändern eine um eine vertikale Achse abgebogene weitere Endlasche (nicht dargestellt) aufweisen, welche bei Gebrauch der Aufstiegshilfe einen seitlichen Halt gewährleistet. Hierdurch können die Seitenlaschen 21
entfallen und die Aufstiegshilfe 10 verleiht dem Ski trotzdem einen seitlichen Halt.
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Beim Anlegen der Aufstiegshilfe an den Ski 11 bewegt sich der Ski 11 bzgl. der Aufstiegshilfe 10 solange nach hinten bis der Ski 11 zwischen die Klemmfedern 20 eingeklemmt ist. Hierbei sind die Zackenlaschen 23 und/oder Flügeln 22 in den Schnee oder Eis eingerastet oder eingekrallt. D.h. der Ski 11 bewegt sich etwas (wenige Zentimeter, beispielsweise 2 bis 10 cm) relativ zur Aufstiegshilfe 10 in Richtung einer größeren Breite des Skis. Somit wird der Ski 11 mit seinen Wangen 27 zwischen den Klemmfedern 20 weiter nach hinten geschoben. Infolgedessen wird der Ski 11 aufgrund
der Taillierung fest in die Klemmfedern 20 eingeklemmt.
Wenn der Ski 11 bereits in die Klemmfedern 20 geklemmt ist, wird die Klemmung bei jedem weiteren Schritt gefestigt, so dass die Aufstiegshilfe 10 beim Gehen immer gut am
Ski 11 fixiert ist.
Die Klemmfedern 20 sind vorzugsweise elastisch ausgebildet und weisen - wie in Figur 2 dargestellt — Ausbuchtungen 28 auf, die von ihrer Form her grob an die Wangen 27 des Skis 11 angepasst sind. In die Ausbuchtungen 28 wird der Ski 11 beim Anlegen der
Aufstiegshilfe 10 von oben eingesteckt oder eingerastet.
Die Ausbuchtungen 28 sind etwa u-förmig ausgebildet mit einer lichten Höhe 30, die zumindest der Dicke des Skis 11 plus der Dicke des aufgezogenen Skifells 12 entspricht. Die beiden Ausbuchtungen 28 haben eine lichte Weite 31 zueinander, die geringfügig weiter (vorzugsweise nicht mehr als 7 mm, insbesondere nicht mehr als 5 mm und vor allem nicht mehr als 3 mmJ)ist als die schmalste Taille des taillierten Skis 11 in Querrichtung x. So kann die lichte Weite 31 nur wenige Millimeter weiter sein als die schmalste Taille des Skis 11. Die lichte Weite 31 darf aber nicht weiter sein als die größte Breite des Skis 11, da ansonsten der Ski 11 nicht in die Aufstiegshilfe 10 eingeklemmt
werden kann, da er durchrutschen würde.
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Die Taillierung 38 und die lichte Weite 31 sind so aufeinander abgestimmt, dass der Ski 11 nicht zu weit bewegt wird, bis er klemmt. Zudem muss die lichte Weite 31 der Aufstiegshilfe 10 auf die Taillenweite des verwendeten Skis 11 angepasst sein. Dies passiert bereits bei der Fertigung der Aufstiegshilfe 10. Ebenso sollten die Form der Wände der Ausbuchtungen 28 an die Wangen 27 (Seitenkanten des Skis 11) des zu
verwendeten Typs von Ski 11 angepasst sein.
Es können einige wenige unterschiedliche Versionen der Aufstiegshilfe 10 für unterschiedliche Taillierungen vorgesehen sein, die sich vor allem in der lichten Weite der Klemmfedern 20 unterscheiden. Hiermit können fast alle gebräuchlichen Skier abgedeckt
werden.
Die Enden der Klemmfedern 20 verlaufen nach oben hin zunächst etwas nach innen und dann nach außen. Die Enden der Klemmfedern 20 sind also derart ausgebildet, dass sie eine Einrast- oder Einführhilfe für den Ski 11 bilden. Somit wird der Ski 11 entlang der Klemmfedern 20 selbsttätig zwischen die Ausbuchtungen 28 geführt, wenn mit der Unterseite 34 des Skis 11 von oben auf die Aufstiegshilfe 10 gedrückt wird. Somit wird ein
einfaches und schnelles Anbringen der Aufstiegshilfe 10 an die Ski 11 erreicht.
Eine der Klemmfedern 20 weist vorteilhafterweise eine Verlängerung nach oben auf, die (hier in den Figuren 1 und 2 auf der rechten Seite) als Ausstiegszunge 32 bezeichnet wird. Die Ausstiegszunge 32 ist nach außen weg gebogen, vorzugsweise in einem Winkel zwischen 45° und 90°. Es kann auch ein gekrümmter Verlauf der Ausstiegszunge 32 vorhanden sein. Vorzugsweise weist nur eine der beiden Klemmfedern 20 eine Ausstiegszunge 32 auf, und zwar diejenige, die auf der von dem anderen Ski 11 wegweisenden Seite angeordnet ist. Somit stört die Ausstiegszunge 32 nicht beim Gehen
mit angelegter Aufstiegshilfe 10.
Die Ausstiegszunge 32 dient dazu, einen eingeklemmten Ski 11 zu lösen, um die Aufstiegshilfe 10 abzulegen. Zum Lösen wird die Ausstiegszunge 32 von oben
niedergedrückt. Dadurch weiten sich die elastischen Klemmfedern 20 und geben den Ski
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11 zwischen den Ausbuchtungen 28 frei. Dies kann beispielsweise durch Niederdrücken mit einem Schuh, mit einem Skistock oder mit einem sonstigen, geeigneten Gegenstand
geschehen.
Vorteilhafterweise kann die Ausstiegszunge 32 ein Loch 33 aufweisen, in das die Spitze eines Skistocks von oben eingeführt werden kann, um die Ausstiegszunge 32 nach unten zu drücken. Durch das Einfädeln in das Loch 33 wird beim Niederdrücken der Ausstiegszunge 32 ein Abrutschen des Skistocks verhindert. Die Ausstiegszunge 32 kann auch wie ein Bügel ausgebildet sein, wobei eine Ausnehmung zwischen Bügel und Klemmfeder 20 gebildet wird. Das Loch 33 oder die Ausnehmung können auch zum Anbringen eines Riemens, Gummibandes oder Gurtes zur Sicherung dienen, damit die
Aufstiegshilfe 10 nicht verloren geht.
Zum Einrasten des Skis 11 wird die Aufstiegshilfe 10 mit den Flügeln 22 und der Zackenlasche 23 voraus zunächst gerade in den Schnee gesteckt. Anschließend wird der angeschnallte Ski 11 im Bereich der engsten Taille von oben zwischen die Klemmfedern 20 draufgedrückt und rastet durch die U-Form der Ausbuchtungen 28 zwischen diesen
ein.
Da sich die schmälste Taille des Skis 11 im Bereich des Skischuhs 35, insbesondere der Spitze des Skischuhs 35, d.h. im Bereich des vorderen Teils der Skibindung 36 befindet, kann der Ski 11 dann einfach und zielgenau im Bereich der engsten Taille auf die Aufstiegshilfe 10 aufgesetzt werden und zwischen den Ausbuchtungen 28 eingerastet werden, wie es in Figur 3 dargestellt ist. Figur 3 zeigt eine Ansicht von oben, bei der der
Ski 11 im Bereich der vorderen Skibindung 36 in die Aufstiegshilfe 10 eingerastet ist.
Zum Einrasten des Skis 11 in die Aufstiegshilfe 10 braucht der Ski 11 nicht aus der Skibindung 36 gelöst zu werden. Der Tourengeher oder Skifahrer kann mit den angeschnallten Skiern 11 sicher im Schnee stehen bleiben. Insbesondere in steilem Gelände hat dies besondere Vorteile, um einen Sturz zu umgehen oder die Gefahr des
Verlierers eines Skis 11 zu verhindern.
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In Figur 4 ist die auf der Unterseite 34 des Skis 11 (also auf der Lauffläche 37) fixierte Aufstiegshilfe 10 in einer Untersicht dargestellt. Hier ist zu erkennen, dass die Flügel 22 als Alternative nicht unbedingt um 90° nach außen gebogen sein müssen, sondern auch in einem etwas kleineren Winkel oder in einer gekrümmten Form nach außen geführt sein
können. Wesentlich ist es, dass die Flügel weitgehend in Querrichtung x ausgebildet sind.
Die Grundplatte 15 liegt auf dem Skifell 12 auf. Der Ski 11 braucht nur im Bereich der beiden Wangen 27 in die Ausbuchtungen 28 geklemmt zu sein, aber weder auf der Oberseite 29 noch auf der Unterseite 34 des Skis 11. Da die Wangen 27 relativ hart sind (im Gegensatz zu dem weichen Skifell 12), kann der Ski 11 fest und stabil mit den Wangen
27 zwischen den Ausbuchtungen 28 eingeklemmt werden.
In Figur 4 ist die Taillierung 38 des Skis 11 gut zu erkennen. Die engste Taille liegt etwas (wenige Zentimeter) hinter der Aufstiegshilfe 10 und die Aufstiegshilfe 10 ist bereits
soweit nach vorne geschoben, dass der Ski 11 eingeklemmt ist.
Der Metall- oder Kunststoffkörper der Aufstiegshilfe 10 kann vorteilhafterweise aus einem einzigen Teil hergestellt werden, indem die verschiedenen von der Grundplatte 15 abgebogenen Flächenteile, wie Klemmfedern 20, Seitenflächenelemente, und zwar Flügel 22, Seitenlasche 21 und/oder Zackenlasche 23 durch Biegen oder Bördeln hergestellt sind. Alternativ können einzelne Teile davon, wie die Seitenlaschen 21 und die Flügel 22 - wie in Figur 1 dargestellt -, durch eine nicht lösbare, formschlüssige Verbindung (dort ist schematisch eine Nietverbindung 40 dargestellt) an der Grundplatte 15 fixiert sein. Eine solche Verbindung kann beispielsweise eine Schweißverbindung oder eine Nietverbindung 40 sein. Wichtig dabei ist, dass sich die Befestigung der Teile an der Grundplatte 15 nicht mit der Zeit löst, da die Aufstiegshilfe 10 beim Aufstieg mit den Skiern 11 mechanisch stark belastet wird. Daher werden lösbare Verbindungen, wie
beispielsweise mittels Schrauben, vermieden.
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Der Metallkörper ist vorzugsweise aus einer korrosions- und gegebenenfalls säurebeständigen Stahlsorte mit einem hohen Elastizitätsmodul hergestellt. Stahl hat den Vorteil, dass er durch das hohe Elastizitätsmodul federelastische Eigenschaften hat und zudem sehr stabil ist. Durch die Korrosionsbeständigkeit wird auch ein Rosten im Laufe
der Zeit verhindert, da die Aufstiegshilfe 10 immer wieder durch den Schnee einer feuchten Umgebung ausgesetzt ist. Als Material kann beispielsweise Nirosta -Stahl
verwendet werden. Die Dicke des Materials kann nur wenige Millimeter betragen, so dass die Aufstiegshilfe 10 ausreichend stabil und zugleich nicht zu schwer ist. Denn sie wird bei Nichtgebrauch üblicherweise im Rucksack mitgetragen. Vorzugsweise ist die Dicke bei Nirosta-Stahl etwa 1,5 mm. Selbstverständlich können auch andere Dicken verwendet werden, insbesondere wenn leichtere Metalle mit einem ausreichend hohen
Elastizitätsmodul verwendet werden.
Die Aufstiegshilfe kann auch aus einem einteiligen Kunststoffkörper, insbesondere aus
faserverstärktem Kunststoff ausgebildet sein.
Falls nur eine Zackenlasche 23 vorhanden ist, ist diese vorzugsweise an der vorderen Querkante 17 der Grundplatte 15 angeordnet. Eine Zackenlasche 23 kann auch an der hinteren Querkante 17 ausgebildet sein oder an beiden Querkanten 17 kann jeweils eine Zackenlasche 23 ausgebildet sein. Vorteilhafterweise weist die Zackenlasche 23 mehrere Spitzen oder Zacken 25 nach unten herausragend auf, die gut in harschigen Schnee oder Eis greifen können. Um das Abrutschen zu verhindern und die Klemmwirkung des Skis 11 zwischen den Ausbuchtungen 28 zu verstärken, sollte die Zackenlasche 23 mindestens auf einer Länge von mehr als der Hälfte der Längskante 18 nach unten hin ausgebildet sein. Statt der Spitzen (in Form von Zacken 25) können auch mehrere Krallen vorhanden sein. Die Zacken 25 oder die Krallen können auch leicht nach hinten gebogen sein. Wichtig ist allerdings, dass ein ausreichend großer Flächenanteil der Zackenlasche 23 in Querrichtung x ausgebildet ist, was einerseits die Gefahr des Abrutschens verringert und anderseits die
Klemmwirkung bei Zug auf den Ski 11 beim bergauf Gehen verstärkt.
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Figur 5 zeigt ein Ansicht von seitlich oben auf die Aufstiegshilfe 10, die in den Ski 11 in der Nähe der engsten Taille eingerastet ist. Dabei ist einerseits die Form der Seitenlasche 21 gut zu erkennen, die nach unten und nach hinten hin spitz zuläuft. Auch ist der in Querrichtung x ausgebildete Flügel 22 gut zu erkennen, der wie ein Ohr nach außen absteht. Auf den Ski 11 sind die Skifelle 12 aufgezogen und die Aufstiegshilfe 10 umgreift Ski 11 und Skifell 12 im Bereich der Wangen 27. Das Skifell 12 liegt direkt auf der Grundplatte 15 auf.
Die Aufstiegshilfe 10 ist bereits in eingeklemmter Position dargestellt, wobei sich die schmälste Taille im Bereich der Spitze des Skischuhs 35 befindet. Durch das Abstoßen zum bergauf Gehen mit dem Ski 11 ist die Aufstiegshilfe 10 bereits um wenige Zentimeter nach vorne in den Bereich einer breiteren Taille geschoben worden, wodurch der Ski 11
selbsttätig zwischen den Ausbuchtungen 28 eingeklemmt ist.
Im Querschnitt (Schnitt in Querrichtung x durch den Ski 11) kann der Ski 11 trapezförmig oder rechteckig ausgebildet sein. Die untere Kante der Wangen 27 sind typischerweise aus Metall und scharfkantig, da diese eine bessere Fahrstabilität und Kurvenfahrverhalten hervorrufen. Die Metallkanten sind zusammen mit der Taillierung 38 heutzutage entscheidend für Fahrstil und Fahrsicherheit. Die oberen Kanten können eckig oder abgerundet sein. Für die Spurführung spielen die oberen Kanten keine Rolle, sondern sind lediglich aus fertigungstechnischen Gründen entsprechend ausgebildet. An die seitliche Form des Querschnitts des Skis 11 (also der Wangen 27) können die Ausbuchtungen 28 entsprechend angepasst sein. Daher ist es vorteilhaft, wenn die Ausbuchtungen 28 für den jeweiligen Skityp ausgestaltet und an diesen angepasst sind. Weder Ski 11 noch die Skibindung 36 müssen an die Aufstiegshilfe 10 angepasst sein, sondern umgekehrt die Aufstiegshilfe 10 wird an den zu verwendenden Skityp angepasst. Die U-Form der Ausbuchtungen 28 in Fig. 2 sind für einen rechteckigen Skiquerschnitt ausgebildet, also
für senkrechte Wangen 27.
Die U-Formen der Ausbuchtungen 28 sollen vorteilhafterweise passend zu der Form der
Wangen 27 ausgebildet sein. Somit wird eine möglichst gute kraftschlüssige Verbindung
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bei der Klemmung erzielt. Denn der Ski 11 klemmt dann möglichst großflächig mit seinen
Wangen 27 in den Innenwänden der Ausbuchtungen 28.
Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art
und Weise modifizierbar.
Der Begriff Taillierung 38 wird bei taillierten Ski 11 (Carvingski, Fun-Carver) allgemein verwendet. Er bedeutet eine Fertigungs- oder Bauweise, die eine betont schmale Mitte
(schmalste Taille im Bereich der Skibindung 36) aufweist.
Ein Tourenski ist ein spezieller Ski, der bei Skitouren zum Einsatz kommt und ist als solcher hinreichend bekannt. Die Erfindung kann auch bei anderen, taillierten Skiern verwendet werden und ist nicht auf Tourenski beschränkt. Für den Aufstieg bei einer Skitour schnallt oder klebt man Skifelle 12 auf die Laufflächen der Ski 11. Die Skibindung
36 eines Tourenskis hat ähnliche Sicherheitsmechanismen wie eine Alpinbindung.
Für die Beschreibung der Aufstiegshilfe 10 wird ein fiktives Koordinatensystem mit x-, y-, z-Richtung mit Referenz auf einen Ski 11 verwendet, wie es beispielsweise in Figur 2 dargestellt ist. So beziehen sich die Begriffe „oben“ und „unten“ (z-Richtung oder vertikale Richtung), „vorne“ und „hinten“ (y-Richtung), „quer“ und „längs“ sowie „außen“ (x-Richtung) hier immer auf einen Ski 11, in den die Aufstiegshilfe 10 eingerastet und/oder eingeklemmt ist. Die Skispitze (meist mit einer nach oben gebogenen Skispitze) ist dabei vorne (+ y) und das rückwärtige Ende (- y) des Skis 11 ist hinten. Die Lauffläche 37 (oder auch als Gleitfläche bezeichnet) ist unten (Unterseite 34), während die Skibindung 36 oben (Oberseite 29) ist. Außen bedeutet die Richtung seitlich weg vom Ski 11 (in Querrichtung x). Der Ski 11 selber weist im Wesentlichen eine Längsrichtung y auf. Quer dazu ist hier die Grundplatte 15 angeordnet, die vier Seitenkanten hat, zwei Seitenkanten (Längskanten 18) sind parallel zu den Wangen 27, also längs angeordnet
und zwei Seitenkanten (Querkanten 17) sind quer zur Längsrichtung y des Skis 11
angeordnet. Taillierte Ski 11 weisen eine Taillierung 38 längs des Skis 11 auf, wobei die
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schmalste Taille etwa mittig im Bereich der Skibindung 36 ausgebildet ist. Nach vorne und
nach hinten weitet sich der Ski 11 wieder, d.h. die Taille wird größer.
Weiterhin können die Seitenflächenelemente 21, 22, 23 schwenkbar an der Grundplatte 15 angeordnet sein und in ihrer Gebrauchsstellung fixierbar sein, so dass die Aufstiegshilfe beim Transport zusammengefaltet werden kann und im Gebrauch die
Seitenflächenelemente 21, 22, 23 in ihrer Position fixiert werden können.
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10 11 12 15 17 18 20 21 22 23 21,22, 23 25 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 40
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Bezugszeichenliste
Aufstiegshilfe Ski
Skifell Grundplatte Querkante Längskante Klemmfeder Seitenlasche Flügel Zackenlasche Seitenflächenelemente Zacke
Wange Ausbuchtung Oberseite lichte Höhe lichte Weite Ausstiegszunge Loch Unterseite Skischuh Skibindung Lauffläche Taillierung Nietverbindung Querrichtung Längsrichtung
vertikale Richtung (oben/unten)
Claims (12)
1. Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten Ski (11) mit einem einstückigen Metall- oder Kunststoffkörper, der eine mit zwei Querkanten (17) und zwei Längskanten (18) versehene, etwa rechteckförmige Grundplatte (15) aufweist,
- an deren beiden Längskanten (18) jeweils zumindest eine nach oben gebogene Klemmfeder (20) angeordnet ist, die derart elastisch ausgebildet ist, dass beim bergauf Gehen Zug auf den jeweiligen Ski (11) dieser zwischen den Klemmfedern (20) eingeklemmt wird, und
- an deren Längskante (18) und/oder Querkante (17) zumindest ein Seitenflächenelement (21, 22, 23) nach unten ragend ausgebildet ist, wodurch der Ski (11) beim Aufstieg
einen Halt im Schnee findet.
2. Aufstiegshilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Seitenflächenelemente (21, 22, 23) vorgesehen sind, wobei eines der Seitenflächenelemente im Wesentlichen in Längsrichtung (y) und das andere im
Wesentlichen in Querrichtung (x) ausgebildet sind.
3. Aufstiegshilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfedern (20) gegenüberliegende Ausbuchtungen (28) aufweisen, in die der Ski (11) eingerastet
und eingeklemmt werden kann.
4. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite (31) der Klemmfedern, insbesondere deren Ausbuchtungen (28), so ausgestaltet ist, dass sie nur um einen vorgegebenen, kleinen Wert größer ist als die schmälste Taille des Skis (11) und dass insbesondere die lichte Höhe (30) der Ausbuchtungen (28) mindestens der Profilhöhe des Skis (11) plus der Höhe eines
aufgezogenen Skifells (12) entspricht.
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5. Aufstiegshilfe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite um einen vorgegebenen kleinen Wert größer als die schmalste Taille
des Skis ist, der nicht größer als 7 mm ist.
5. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallkörper aus einem einzigen Teil durch Biegen von Flächenteilen (20, 21, 22, 23, 32)
hergestellt ist.
6. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das in Querrichtung (x) ausgebildete Seitenflächenelement (21, 22, 23) eine nach unten
gebogene Zackenlasche (23) mit zumindest zwei Spitzen (25) ausgebildet ist.
7. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das in Längsrichtung (y) ausgebildete Seitenflächenelement (21, 22, 23) eine schräg nach unten gebogene Seitenlasche (21) ist, die nach hinten und unten hin im Wesentlichen spitz
zulaufend ausgebildet ist.
8. Aufstiegshilfe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das in Querrichtung (x) und nach außen abstehend ausgebildete Seitenflächenelement (21, 22, 23) ein etwa rautenförmig ausgebildeter Flügel (22) ist, dessen unteres Ende ein spitz zulaufenden
Ecke aufweist.
9. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Klemmfedern (20) eine schräg nach außen gebogene Ausstiegszunge (32) aufweist, wobei durch Niederdrücken der Ausstiegszunge (32) der eingeklemmte Ski
(11) gelöst und entfernt werden kann.
10. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der
Metallkörper aus einem korrosionsbeständigen Stahl hergestellt ist.
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11. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kunststoffkörper aus einem faserverstärktem Kunststoff hergestellt ist.
12. Aufstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zackenlasche (23) an der vorderen oder hinteren Querkante (17) der Grundplatte (15) zumindest auf der Hälfte der Gesamtlänge der Längskante (18) um einen Winkel von etwa 90° nach unten gebogen ausgebildet ist und dass die untere Seitenkante mehrere Spitzen
(25) aufweist, die nach unten heraus ragen.
Priority Applications (3)
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| ATA50441/2021A AT525151B1 (de) | 2021-06-01 | 2021-06-01 | Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten Ski |
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| EP22731607.2A EP4347064A1 (de) | 2021-06-01 | 2022-06-01 | Aufstiegshilfe zum anbringen an einem taillierten ski |
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| ATA50441/2021A AT525151B1 (de) | 2021-06-01 | 2021-06-01 | Aufstiegshilfe zum Anbringen an einem taillierten Ski |
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Family Applications (1)
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- 2021-06-01 AT ATA50441/2021A patent/AT525151B1/de active
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