AT528495B1 - Einfassung einer Öffnung in einer Gebäudewand - Google Patents

Einfassung einer Öffnung in einer Gebäudewand

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AT528495B1
AT528495B1 ATA5/2025A AT52025A AT528495B1 AT 528495 B1 AT528495 B1 AT 528495B1 AT 52025 A AT52025 A AT 52025A AT 528495 B1 AT528495 B1 AT 528495B1
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    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B1/00Border constructions of openings in walls, floors, or ceilings; Frames to be rigidly mounted in such openings
    • E06B1/62Tightening or covering joints between the border of openings and the frame or between contiguous frames
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F13/00Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
    • E04F13/02Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings of plastic materials hardening after applying, e.g. plaster
    • E04F13/04Bases for plaster
    • E04F13/06Edge-protecting borders

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  • Architecture (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einfassung einer Öffnung (2) in einer Gebäudewand (1) unter Anwendung einer wandbündigen Zarge (3, 12, 16) wobei die Zarge (3, 12, 16) ein tragendes Profil (4, 13) und ein damit verbundenes und dazu parallel verlaufendes Kantenschutzprofil (5, 14) umfasst, wobei das Kantenschutzprofil (5, 14) mit einer zur Ebene der Gebäudewand (1) parallel liegenden Seitenfläche (6) der Gebäudewand (1) bündig liegt, und das tragende Profil (4, 13) zu dieser Seitenfläche (6) hin vollständig abdeckt.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft die Einfassung einer Öffnung in einer Gebäudewand unter Anwendung einer wandbündigen Zarge.
[0002] Mit dem Begriff „Zarge" ist in diesem Dokument ein Teil oder eine Baugruppe gemeint, welche eine Laibungsfläche einer Öffnung in einer Gebäudewand zumindest bereichsweise abdeckt. Wenn eine Zarge dazu vorgesehen ist, gemeinsam, mit einem schwenkbaren Türflügel zusammenzuwirken um die Öffnung wahlweise verschließbar zu machen, wird die Zarge umgangssprachlich auch oft als „Türstock" bezeichnet.
[0003] Mit der Wortfolge „wandbündige Zarge" ist in diesem Dokument eine Zarge gemeint, bei welcher der in Richtung normal zur Wandebene zu äußerst liegende Oberflächenbereich bündig mit einer der beiden zur Wandebene parallel liegenden Seitenflächen der Gebäudewand abschließt. Derartige Zargen werden häufig in Kombination mit einem Türflügel verwendet, welcher in geschlossenem Zustand vollständig innerhalb der Gebäudeöffnung liegt, wobei eine seiner Seitenflächen genau in der wandparallelen Ebene liegt, mit der auch die Zarge bündig liegt. Dadurch wird der besondere optische Effekt erzielt, dass bei geschlossenem Türflügel an einer Seite der Gebäudewand weder die Zarge noch der Türflügel einen Vorsprung oder Rücksprung gegenüber der Seitenfläche der Gebäudewand bilden. Bei diesem Anwendungsfall ist es besonders wünschenswert, dass zwischen Zarge und Seitenfläche der Gebäudewand keinerlei Spalt sichtbar wird.
[0004] Die IT 201900000466 A1 zeigt mehrere Varianten einer Wandöffnung mit wandbündiger Zarge für das Halten eines in Schließstellung wahdbündig liegenden Türflügels. Die Zarge ist ein metallisches Profil, welches einen Teil der Laibungsfläche einer Öffnung in der Gebäudewand abdeckt und mit einem sehr schmalen Profilbereich bis an jene zur Ebene der Gebäudewand parallel liegende Seitenfläche (401) der Gebäudewand ragt, zu welcher der Türflügel wie zuvor beschrieben bündig liegt. Der überwiegende Teil der Querschnittsfläche des metallischen Profils ist zu jener Seitenfläche der Gebäudewand hin, die mit dem Türflügel bündig liegt, durch Material der Gebäudewand abgedeckt, sodass die Zarge bei geschlossenem Türflügel von dieser Seitenfläche der Gebäudewand her, kaum sichtbar ist, bei Ubermalung evtl, gar nicht sichtbar ist. Nachteilig an dieser Bauweise ist, dass sich im Lauf der Zeit an jener wandparallelen Seitenfläche der Gebäudewand an welche das metallische Profil heranreicht, an der Grenzlinie zwischen dem metallischen Profil und dem Material der Gebäudewand ein sichtbaren Spalt und teils unschöne Ausbrüchen aus der Gebäudewand bilden. Typischerweise entstehen diese Schäden wenn der Türflügel zu heftig zugeschlagen wird. Dabei werden Erschütterungen in das metallische Profil eingeleitet, und die damit verbundenen kleinen Bewegungen des metallischen Profils können durch das spröde mineralische Material der Gebäudewand nicht mitgemacht werden.
[0005] Die EP 2559837 B1 zeigt eine Bauweise mit wandbündiger Zarge die gegenüber jener der IT 201900000466 A1 dahingehend verbessert ist, dass ein Armierungsnetz (2a) verwendet wird, welches einen profilartigen Randbereich aufweist und mit diesem mit der metallischen Zarge verbunden ist, und bei der Montage in Verputzmaterial der Gebäudewand eingebettet wird und damit das Wegbröckeln von Material aus der Gebäudewand im kritischen Bereich erschwert. Es verbleibt aber dennoch eine von einer Seite der Gebäudewand her sichtbare Grenzlinie zwischen einem schmalen Oberflächenbereich des metallischen Profils und dem Material der Gebäudewand, an welcher es im Lauf der Benutzungsdauer zu Spaltbildung und Ausbrüchen kommt.
[0006] Auch die AT 506 226 B1 zeigt eine Bauweise mit wandbündiger Zarge, bei welcher ein metallisches Profil der Zarge mit einer schmalen Profilwand (24) bis an jene zur Ebene der Gebäudewand parallel liegende Seitenfläche der Gebäudewand ragt, zu welcher ein Türflügel wie eingangs beschrieben bündig liegt, wobei es zu einer sichtbaren Grenzlinie zwischen dem Material der Gebäudewand und dieser metallischen Profilwand kommt. Ohne an diesem Nachteil etwas zu ändern wird gemäß einer Variante zu dieser Bauweise ein Teil des metallischen Profils durch eine separate Leiste, welche mit besagter Seitenfläche der Gebäudewand bündig liegt, abgedeckt .
[0007] Von diesem Stand der Technik ausgehend besteht die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe darin, die Einfassung einer Öffnung in einer Gebäudewand unter Anwendung einer wandbündigen Zarge derart verbessert auszubilden, dass deutlich besser verhindert wird, dass es an jener zur Wandebene parallel liegenden Seitenfläche der Gebäudewand, mit welcher die Zarge bündig abschließt, zu einem sichtbaren Spalt und/oder zu sichtbaren Ausbrüchen kommt.
[0008] Zum Lösen der Aufgabe wird vorgeschlagen die Zarge aus einem Verbund eines sogenannten tragenden Profils und einem daran anliegenden und dazu parallel verlaufenden sogenannten Kantenschutzprofil auszubilden, wobei das Kantenschutzprofil mit einer zur Ebene der Gebäudewand parallel liegenden Seitenfläche der Gebäudewand bündig liegt, und das tragende Profil zu dieser Seitenfläche der Gebäudewand hin vollständig abdeckt. Die Bezeichnung "tragendes Profil" rührt daher, dass dieses Profil jenes ist, welches ggf. einen zum Verschließen der Gebäudeöffnung dienenden flächigen Körper wie einen Türflügel oder eine Fixverglasung etc. halten muss. Das tragende Profil besteht in den allermeisten Fällen aus Metall, typischerweise Stahl oder Aluminium, es kann aber auch möglich sein, es aus einem anderen Material, beispielsweise aus Holz auszubilden.
[0009] Indem damit das Kantenschutzprofil der Zarge mit einer zur Ebene der Gebäudewand parallel liegenden Seitenfläche der Gebäudewand bündig liegt, und nicht das tragende Profil der Zarge, werden Vibrationen, welche in das tragende Profil der Zarge eingeleitet werden, nicht oder nur sehr abgeschwächt im Bereich besagter Seitenfläche der Gebäudewand an das Material der Gebäudewand übertragen. Dadurch kann die störende Bildung von Rissen und Ausbrüchen an dieser Seitenfläche vermieden werden.
[0010] Bevorzugt weist das Material aus welchem das Kantenschutzprofil besteht einen gegenüber Metallen wie beispielsweise Aluminium sehr niedrigen Elastizitätsmodul auf. Die damit verbundene Weichheit des Materials bewirkt, dass Vibrationen des tragenden Profils nur sehr gedämpft weiter geleitet werden. Dazu kann das Material aus welchem das Kantenschutzprofil besteht, ein Kunststoff oder Gummi, oder ein Verbundstoff aus Fasern und einem Kunststoff oder Gummi sein. Derartige Stoffe können einfach mit einem Elastizitätsmodul von 3 kN/mm®* oder weniger ausgebildet sein, während beispielsweise Aluminium einen Elastizitätsmodul von 70 kN/mm®? aufweist.
[0011] Bevorzugt liegen das tragende Profil und das Kantenschutzprofil in einer Steckverbindung aneinander an wobei eine Profilwand des einen Profils in eine Nut des anderen Profils ragt. Eine derartige Verbindung ist bei Verwendung von Profilen extrem einfach herstellbar, und sie bietet auch den Vorteil, dass sie mit so viel Spiel bzw. so wenig fest ausgebildet werden kann, dass Vibrationen des einen Profils kaum an das andere Profil übertragen werden. Insbesondere wenn auch das Kantenschutzprofil aus einem Material mit hohem Elastizitätsmodul besteht - beispielsweise aus Aluminium - ist es sehr vorteilhaft wenn die Steckverbindung nicht strenggängig ist, sondern Spiel hat, da damit die notwendige Vibrationsdämpfung vorwiegend in der Steckverbindung stattfindeh kann.
[0012] Die Oberfläche des Kantenschutzprofils sollte eher rau sein als glatt, um die Haftung von Verputzmasse und Wandfarbe zu verbessern.
[0013] Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen veranschaulicht:
[0014] Fig 1 zeigt stilisiert in Schnittansicht mit Blickrichtung parallel zu den Richtungen der Profile die für das Verständnis der Erfindung relevanten Teile einer ersten beispielhaften erfindungsgemäßen Einfassung einer Wandöffnung.
[0015] Fig 2 zeigt in gleicher Art wie Fig 1 eine zweite beispielhafte erfindungsgemäße Einfassung einer Wandöffnung.
[0016] Fig 3 zeigt eine dritte beispielhafte erfindungsgemäße Einfassung einer Wandöffnung im Stile einer Zusammenstellungszeichnung mit ergänzenden Teilen in Schnittansicht mit Blickrichtung parallel zu den Richtungen der Profile.
[0017] Fig. 1 zeigt an einer Gebäudewand 1, welche eine Öffnung 2 aufweist, deren Laibungs-
fläche partiell durch eine erfindungsgemäß wandbündig angeordnete Zarge 3 abgedeckt wird. Die Zarge 3 umfasst ein - typischerweise aus Stahlblech bestehendes - tragendes Profil 4 und ein Kantenschutzprofil 5. Die Zarge 3 liegt zur Gänze innerhalb einer Öffnung 2 in der Gebäudewand 1, und sie liegt bündig mit der zur Wandebene parallel liegende Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1, das heißt, sie reicht von der Öffnung 2 in der Gebäudewand 1 her bis an die Seitenfläche 6 heran, steht aber nicht darüber vor.
[0018] Es sei angemerkt, dass die Zarge 3 im Allgemeinen noch weitere Teile als das tragende Profil 4 und das Kantenschutzprofil 5 aufweisen kann. Derartige Teile sind beispielsweise Teile zu Verbindung der Zarge 3 selbst mit der Gebäudewand 1 und Teile zur Befestigung von Beschlägen und einem Türflügel an der Zarge 3. Da diese weiteren Teile entsprechend den in der Fachwelt bekannten Regeln wie bei anderen Zargen auch ausgebildet und befestigt werden können, wird hier nicht weiter darauf eingegangen.
[0019] Das Kantenschutzprofil 5 bildet die Kante zwischen der Laibungsfläche der Öffnung 2 und der Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1. Da das Kantenschutzprofil 5 Teil der Zarge 3 ist, liegt damit die Zarge 3 bündig mit der Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1.
[0020] Kantenschutzprofil 5 und tragendes Profil 4 sind durch eine Nut- Feder-Verbindung aneinander gehalten. In diesem Fall ragt dazu die zu äußerst liegende kurze Profilwand 7 des tragenden Profils 4 in eine durch zwei Profilwände begrenzte Nut des Kantenschutzprofils 5. Wenn das Kantenschutzprofil 5 aus einem Material mit hohem Elastizitätsmodul besteht (beispielsweise Stahl oder Aluminium) ist es es wichtig, dass die Nut in dem Kantenschutzprofil 5 und die Profilwand 7 des tragenden Profils 4 so bemessen, sind, dass sie nicht in Presspassung aneinander anliegen sondern in einer Spielbassung, da ansonsten Vibrationen des tragenden Profils 4 zu sehr an das Kantenschutzprofil 5 weitergeleitet werden.
[0021] Das Kantenschutzprofil 5 erstreckt sich mit einem schmalen, relativ langen Profilfortsatz 8 parallel zur Ebene der Gebäudewand 1 von der Öffnung 2 weg. Ahnlich wie der Armierungseinsatz aus eingangs besprochenen EP 2559837 B1 ist der Profilfortsatz 8 des Kantenschutzprofils 5 in aushärtbare Verputzmasse 9 eingebettet deren sichtbar bleibende Oberfläche einen Teil der Seitenfläche 6 bildet.
[0022] Das Kantenschutzprofil 5 kann vor dem Überspachteln und dem Aufbringen von Wandfarbe mechanisch, beispielsweise durch auftackern von Klammern, zusätzlich an der Gebäudewand 1 befestigt werden. Der Profilfortsatz 8 des Kantenschutzprofils 5 kann einen Raster von Durchbrüchen aufweisen, durch welche hindurch Verputzmasse fließen kann um mit dem Untergrund einen optimalen Verbund zu bilden.
[0023] Wenn wie dargestellt der Profilfortsatz 8 das Kantenschutzprofils 5 deutlich gegenüber der Seitenfläche 6 versetzt ist, kann im Volumenbereich dieses Versatzes auch eine Glasfaserbandage oder ein Gewebegitter in Verputzmasse eingebettet werden.
[0024] Die Zarge 3 ist am Beispiel von Fig. 1 passend für einen nach innen öffnenden Türflügel angeordnet, das heißt, ein Türflügel welcher an der Zarge 3 schwenkbar gehalten ist, würde bei seiner Öffnungsbewegung von jener Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1 weg, zu der die Zarge 3 bündig liegt, in die Öffnung 2 in der Gebäudewand 1 hinein schwenken, und nicht davon weg.
[0025] Von erfindungsgemäß wesentlicher Bedeutung ist, dass sich das tragende Profil 4 nicht bis an jene Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1 hin erstreckt, mit welcher die Zarge 3 bündig liegt, sondern zu dieser Seitenfläche 6 hin dort durch das Kantenschutzprofil 5 abgedeckt ist, wo es nicht ohnedies durch Material der Gebäüdewand 1 selbst abgedeckt ist. Der nur unter Anwendung von zusätzlichen Teilen vermeidbare Stoß 11, an welchem eine Sichtfläche des tragenden Profils 4 und eine Sichtfläche des Kantenschutzprofils 5 aneinander angrenzen, liegt damit nicht an der Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1, sondern innerhalb der Öffnung 2 in der Gebäudewand 1. Damit ist dieser Stoß 11 bei geschlossenem Türflügel abgedeckt. Innerhalb der Öffnung 2 stört der Stoß optisch nicht, da in diesem Bereich auf Grund vorhandener Dichtflächen, Falzflächen, Beschlägen keine total ebenmäßige Optik erwartet wird. Unvermeidbare kleine Relativbewegungen des tragenden Profils 4 gegenüber der Gebäudewand 1 können am Stoß 11 zu Verschie-
bungen zwischen tragendem Profil 4 und Kantenschutzprofil 5 führen, welche unter Umständen bei genauer Betrachtung auch sichtbar sein können. Das stört aber nicht, da es nicht zu unschön ausgefransten oder ausgebrochen Bereichen kommt, und da der Stoß 11 ohnedies nicht in der wandparallelen Seitenfläche 6 liegt, sondern innerhalb der Öffnung 2.
[0026] Am Stoß 11 können das tragende Profil 4 und das Kantenschutzprofil 5 somit die beiden Seiten einer Haarfuge begrenzen, welche unverspachtelt bleiben kann.
[0027] Das tragende Profil 4 der Zarge 3 ist gemeinsam mit dem Kantenschutzprofil 5 auch erfindungsgemäß als wandbündige Einfassung einer Öffnung 2 in einer Gebäudewand 1 anwendbar, wenn die Zarge einen nach außen öffnenden Türflügel tragen soll. In diesem Fall ist das tragende Profil 4 gegenüber der in Fig. 1 gezeigten Ausrichtung um eine horizontale, zur Ebene der Gebäudewand 1 parallel liegende Achse um 180° gedreht zu denken. Das Kantenschutzprofil 5 ist dann auf jene Profilswand 10 des tragenden Profils 4 aufzustecken, welche bei der Anordnung von Fig. 1 noch am weitesten innerhalb der Öffnung 2 liegt.
[0028] Damit sowohl das tragende Profil 4 als auch das Kantenschutzprofil 5 der Zarge 3 gemeinsam sowohl für die Anordnung mit nach innen öffnendem Türflügel als auch für die Anordnung mit nach außen öffnendem Türflügel anwendbar sind, ist es wichtig, dass am tragenden Profil 4 die Verbindungsgeometrie zum Kantenschutzprofil 5 zweimal vorkommt, nämlich bezüglich der Öffnung 2 am innersten und am äußersten Bereich der Sichtfläche des tragenden Profils 4, und dass diese beiden Geometrien bezüglich einer zur Ebene der Gebäudewand 1 parallel liegenden Ebene spiegelverkehrt ausgerichtet sind, dabei aber parallel zu dieser Ebene gegeneinander verschoben sind.
[0029] Fig. 2 zeigt ein weiteres Beispiel einer erfindungsgemäßen Einfassung einer Öffnung 2 in einer Gebäudewand 1 unter Anwendung einer wandbündigen Zarge 12, welche ein tragendes Profil 13 und ein Kantenschutzprofil 14 umfasst und welche zu einer Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1 bündig liegt.
[0030] Unterschiede zur Bauweise gemäß Fig. 1 sind: - Die Anordnung der Zarge 12 passt für einen nach außen öffnenden Türflügel. - Das tragende Profil 13 der Zarge 12 ist typischerweise ein Strangpressprofil aus Aluminium. - Bei der Steckverbindung durch welche das Kantenschutzprofil 14 und das tragende Profil 13 miteinander verbunden sind, ragt eine Profilwand des Kantenschutzprofiles 14 in eine Nut 15 im tragenden Profil 13.
[0031] Ansonsten sind die zur Bauweise gemäß Fig. 1 gemachten Aussagen analog auch für die Bauweise gemäß Fig. 2 gültig: - Das tragende Profil 13 reicht nicht bis zu der Seitenfläche 6 hin, sondern das Kantenschutzprofil 14 bildet die Kante zwischen der Wand der Öffnung 2 und der Seitenfläche 6. - Der sichtbare Stoß 11 an welchem Oberflächen des tragenden Profils 13 und das Kantenschutzprofils 14 aneinander angrenzen liegt im Bereich der Öffnung 2. - Die Verbindungsgeometrie am tragenden Profil 13 zum Kantenschutzprofil 14 kommt spiegelverkehrt ausgerichtet und parallel zueinander verschoben zweimal vor, sodass die Kombination aus tragendem Profil 13 und Kantenschutzprofil 14 auch für nach innen öffnende Türflügel verwendbar ist.
[0032] Zur weiteren Veranschaulichung zeigt Fig. 3 eine erfindungsgemäß eingebaute Zarge 16 für einen nach innen öffnenden Türflügel 17 als weitgehend vollständige Zusammenstellungszeichnung. Die Zarge 16 beinhaltet das gleiche tragende Profil 13 und das gleiche Kantenschutzprofil 14 wie die Zarge 12 von Fig. 2, jedoch ist das Kantenschutzprofil 14 in diesem Fall am tragenden Profil 13 auf die andere der beiden Geometrien zum Verbinden mit dem Kantenschutzprofils 14 aufgesteckt. Die Nut 15, welche am Beispiel von Fig. 2 zum Aufstecken des dortigen Kantenschutzprofils 14 diente dient am Beispiel von Fig. 3 zum Aufstecken eines Randprofils 18.
[0033] Um Vibrationsdämpfung am Übergang zwischen tragendem Profil und Kantenschutzprofil zu erreichen ist es auch möglich ein Kantenschutzprofil als Materialverbund auszubilden, wobei ein Teil des Verbundes, welcher aus Material mit niedrigem Elastizitätsmodul besteht (beispiels-
weise aus Schaumstoff) , am Verbindungsbereich zum tragenden Profil zum Einsatz kommt, und ein weiterer Teil des Verbundes, welcher aus Material mit hohem Elastizitätsmodul besteht (beispielsweise aus Aluminium oder Stahl) den bündig mit der Seitenfläche 6 der Gebäudewand 1 liegenden Profilbereich umfasst.
[0034] Es sei klargestellt, dass die Verbindung zwischen tragendem Profil und Kantenschutzprofil nicht unbedingt eine Steckverbindung sein muss. Es ist sehr vorteilhaft, wenn diese Verbindung vibrationsdämpfend ausgelegt wird. Da im Rahmen des Könnens diesbezüglicher Fachleute vielerlei Arten von Verbindungen mit dieser Eigenschaft gebildet werden können, wird hier nicht vertieft weiter darauf eingegangen. Als ein Beispiel sei genannt, dass die beiden Profile auch durch ein starkes doppelseitiges Klebeband aus einem vibrationsdämpfenden Material aneinander geklebt werden können.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Einfassung einer Öffnung (2) in einer Gebäudewand (1) unter Anwendung einer wandbündigen Zarge (3, 12, 16) wobei die Zarge (3, 12, 16) ein tragendes Profil (4, 13) und ein weiteres damit verbundenes und dazu parallel verlaufendes Profil umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Profil ein Kantenschutzprofil (5, 14) ist, welches mit einer zur Ebene der Gebäudewand (1) parallel liegenden Seitenfläche (6) der Gebäudewand bündig liegt, und das tragende Profil (4, 13) zu dieser Seitenfläche (6) hin vollständig abdeckt.
2. Einfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kantenschutzprofil (5, 14) aus einem Material besteht, dessen Elastizitätsmodul nur ein Bruchteil jenes Elastizitätsmoduls ist, welchen das Material des tragenden Profils (4, 13) hat.
3. Einfassung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das tragende Profil (4, 13) und das Kantenschutzprofil (5, 14) durch eine vibrationsdämpfende Verbindung miteinander verbunden sind.
4. Einfassung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das tragende Profil (4, 13) und das Kantenschutzprofil (5, 14) durch eine Steckverbindung miteinander verbunden sind indem entweder eine Profilwand des tragenden Profils (4) in einen Nut des Kantenschutzprofils (5) ragt, oder indem eine Profilwand des Kantenschutzprofils (14) in eine Nut des tragenden Profils (13) ragt.
5. Einfassung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilwand und die Nut in einer Spielpassung ineinander gesteckt sind.
6. Einfassung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sichtfläche des tragenden Profils (4, 13) und eine Sichtfläche des Kantenschutzprofils (5, 14) an einem Stoß (11) aneinander angrenzen, welcher innerhalb der Öffnung (2) in der Gebäudewand (1) liegt.
7. Einfassung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Ausbildung des tragenden Profils (4, 13) in jenem Bereich, in dem das tragende Profil (4, 13) mit dem Kantenschutzprofil (5, 14) verbunden ist, am tragenden Profil (4, 13) ein zweites mal vorkommt, wobei diese beiden Ausbildungen um eine zur Ebene der Gebäudewand (1) parallele Ebene Spiegelverkehr ausgerichtet sind, und entlang dieser Ebene zueinander parallel verschoben sind.
8. Einfassung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kantenschutzprofil (5) einen Profilfortsatz (8) aufweist, welcher sich parallel zur Ebene der Gebäudewand (1) von der Öffnung (2) weg erstreckt, und Durchbrüche aufweist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
ATA5/2025A 2025-01-09 2025-01-09 Einfassung einer Öffnung in einer Gebäudewand AT528495B1 (de)

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