AT528569A1 - Musiksaite - Google Patents
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- AT528569A1 AT528569A1 ATA50634/2024A AT506342024A AT528569A1 AT 528569 A1 AT528569 A1 AT 528569A1 AT 506342024 A AT506342024 A AT 506342024A AT 528569 A1 AT528569 A1 AT 528569A1
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Abstract
Bei einer Musiksaite (1) mit einem tragenden Saitenkern (2), welcher als Drahtseil (3) ausgebildet ist, wobei das Drahtseil (3) eine Seele (4) und einen Mantel (5) aufweist, wobei die Seele (4) wenigstens drei Seelen-Drähte (6, 7, 8) umfasst, und wobei der Mantel (5) wenigstens sechs Mantel-Drähte (9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17) umfasst, wobei wenigstens ein erster Mantel-Draht (9) einen ersten E-Modul und eine erste Zugfestigkeit und ein erstes Rückfederungsverhältnis aufweist, wobei wenigstens ein zweiter Mantel-Draht (10) einen zweiten E-Modul und eine zweite Zugfestigkeit und ein zweites Rückfederungsverhältnis aufweist, wird vorgeschlagen, dass der zweite E-Modul vorgebbar unterschiedlich zum ersten E- Modul ist, und/oder dass die zweite Zugfestigkeit vorgebbar unterschiedlich zur ersten Zugfestigkeit, und/oder dass und das zweite Rückfederungsverhältnis vorgebbar unterschiedlich zum ersten Rückfederungsverhältnis ist.
Description
MUSIKSAITE [0001] Die Erfindung betrifft eine Musiksaite gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Es gibt verschiedene bzw. unterschiedliche Musikrichtungen bzw. Genres, wie beispielsweise klassische Musik, Jazz und Pop-Musik.
[0003] Musiksaiten haben bestimmte Eigenschaften, welche deren Klang aber auch die Art und Weise bestimmen, wie diese vom Musiker am Instrument gespielt bzw. angeregt werden können. Entsprechende Eigenarten sind — entsprechend den fachüblichen Bezeichnungen — insbesondere die Ansprache, die Dämpfung, die Klangfarbe, das Pfeifen, die Modulationsfähigkeit und die Klangformen.
[0004] Es hat sich gezeigt, dass etwa Musiksaiten, welche perfekt für das Spielen klassischer Musik geeignet sind, und Musikstücke dieses Genres auf wunderbare Weise wiedergeben können, bei anderen Musikrichtungen erhebliche Nachteile bei der individuellen Tonerzeugungen und Widergabe eines Musikstückes aufweisen können. Insbesondere bei Jazz können KlassikMusiksaiten den Musiker in dessen Interpretations- und Ausdrucksmöglichkeit begrenzen. Der Musiker kann sich nicht entfalten und wird bei der Widergabe eingeschränkt. Der Musiker wird bei dessen Interpretation eines Musikstückes behindert. Der Künstler kann sich deshalb nicht verwirklichen. Neben Jazz betrifft dieser Nachteil auch unterschiedliche national überlieferte und vom Volk ausgeübte Musikrichtungen. Beispiele für eine derartige Musikrichtung sind jeweils sog. „Volksmusiken“ in Ostasien sowie dem Nahen Osten.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Musiksaite der eingangs genannten Art anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, und welche für die Medergabe einer bestimmten Musikrichtung ausgebildet ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[9007] Dadurch kann eine Musiksaite geschaffen werden, welche gezielt für die Medergabe einer, vorzugsweise nur einer, bestimmten Musikrichtung vorgesehen und entsprechend ausgebildet ist. Dadurch kann eine Musiksaite geschaffen werden, welche derart ausgebildet ist, dass diese den Wünschen bzw. Anforderungen der Musiker, insbesondere eines individuellen Musikers, entspricht. Dadurch können sich Künstler voll entfalten und die Menschen an deren Fähigkeiten, insbesondere deren Genialität, teilhaben lassen. Derartige Musiksaiten können so ausgebildet und entsprechend hergestellt werden, dass diese spieltechnische Eigenschaften aufweisen, welche sich bei der Medergabe bestimmter Musikrichtungen bzw. Musikstücke als vorteilhaft erwiesen haben.
[0008] Dadurch kann eine Musiksaite mit einer vorgebbar nicht konstanten Torsionsschwingungen erzeugt werden. Eigenschaften der Musiksaite, insbesondere Ansprache, Dämpfung, Klangfarbe, Pfeif-Charakteristik, Modulationsfähigkeit und/oder die Klangformen, können dadurch vorgebbar beeinflusst und gezielt eingestellt werden.
[0009] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite gemäß Patentanspruch 16.
[0010] Die Erfindung hat daher weiters die Aufgabe ein Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite der vorstehend genannten Art anzugeben, mit welchem die genannten Nachteile vermieden werden können, mit welchem Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 16 erreicht.
[0011] Dadurch kann gezielt der E-Modul und/oder die Zugfestigkeit und/oder das Rückfederungsverhältnis eines Drahtes gezielt bzw. vorgebbare beeinflusst werden. Dadurch kann insbesondere erreicht werden, dass zwei Drähte aus identischen Werkstoffen jeweils vorgebbar unterschiedliche Rückfederungsverhältnisse aufweisen. Dadurch kann einfach erreicht werden, dass sich der erste Längenabschnitt auf einzelne Bereiche der Musiksaite erstreckt.
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[0012] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0013] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben. Dabei zeigt:
[0014] Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Musiksaite in teilweise geschnittener Darstellung;
[0015] Fig. 2 eine erste Ausführungsform eines Saitenkerns einer erfindungsgemäßen Musiksaite in geschnittener Darstellung;
[0016] Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines Saitenkerns einer erfindungsgemäßen Musiksaite in geschnittener Darstellung; und
[0017] Fig. 4 eine Geige.
[0018] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Musiksaite 1 für ein Saiteninstrument 27 mit vorgegebener Mensur 28, insbesondere eine Gitarre und/oder ein Streichinstrument, vorzugsweise ein Streichinstrument der Geigenfamilie, mit einem tragenden Saitenkern 2, welcher als Drahtseil 3 ausgebildet ist, wobei das Drahtseil 3 eine Seele 4 und einen Mantel 5 aufweist, wobei die Seele 4 wenigstens drei Seelen-Drähte 6, 7, 8 umfasst, und wobei der Mantel 5 wenigstens sechs nebeneinander angeordnete Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 umfasst, wobei wenigstens ein erster Mantel-Draht 9 einen ersten E-Modul und eine erste Zugfestigkeit und ein erstes Rückfederungsverhältnis aufweist, wobei wenigstens ein zweiter Mantel-Draht 10 einen zweiten E-Modul und eine zweite Zugfestigkeit und ein zweites Rückfederungsverhältnis aufweist, wobei wenigstens in einem vorgebbaren ersten Längenabschnitt 37 der Musiksaite 1
- der zweite E-Modul vorgebbar unterschiedlich zum ersten E-Modul ist, und/oder
- die zweite Zugfestigkeit vorgebbar unterschiedlich zur ersten Zugfestigkeit ist, und/oder
- das zweite Rückfederungsverhältnis vorgebbar unterschiedlich zum ersten Rückfederungsverhältnis ist.
[0019] Dadurch kann eine Musiksaite 1 geschaffen werden, welche gezielt für die Wiedergabe einer, vorzugsweise nur einer, bestimmten Musikrichtung, insbesondere Jazz, vorgesehen und entsprechend ausgebildet ist. Dadurch kann eine Musiksaite 1 geschaffen werden, welche derart ausgebildet ist, dass diese den Wünschen bzw. Anforderungen der Musiker, insbesondere eines individuellen Musikers, entspricht. Dadurch können sich Künstler voll entfalten und die Menschen an deren Fähigkeiten, insbesondere deren Genialität, teilhaben lassen. Derartige Musiksaiten 1 können so ausgebildet und entsprechend hergestellt werden, dass diese spieltechnische Eigenschaften aufweisen, welche sich bei der Medergabe bestimmter Musikrichtungen bzw. Musikstücke als vorteilhaft erwiesen haben.
[0020] Dadurch kann eine Musiksaite 1 mit einer vorgebbar nicht konstanten Torsionsschwingungen erzeugt werden. Eigenschaften der Musiksaite 1, insbesondere Ansprache, Dämpfung, Klangfarbe, Pfeif-Charakteristik, Modulationsfähigkeit und/oder die Klangformen, können dadurch vorgebbar beeinflusst und gezielt eingestellt werden.
[0021] Die in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsformen bzw. Detailansichten sind vereinfachte Darstellungen. Die Proportionen müssen nicht den vorgesehenen realen Proportionen entsprechen. Zum besseren Verständnis können einzelne Teile in stark vergrößerter Ansicht bzw. deutlich überzeichneten Proportionen dargestellt sein.
[0022] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 sind zum Erzeugen tongebender Schwingungen vorgesehen. Eine bestimmte Musiksaite 1 ist für den Einsatz an einer bestimmten Art von Musikinstrument vorgesehen. Das entsprechende Instrument, für welches eine Musiksaite 1 vorgesehen bzw. ausgebildet ist, ist auch an der betreffenden Musiksaite 1 bzw. an der Verpackung dieser Musiksaite 1 angegeben.
[0023] Gegenständliche Musiksaiten 1 sind für Saiteninstrumente 27 vorgesehen. Insbesondere sind diese Musiksaiten 1 für Gitarren oder Streichinstrument vorgesehen. Ein bevorzugtes Einsatzgebiet derartiger Musiksaiten 1 sind Streichinstrumente wie die Instrumente der Geigen-Fa-
milie, daher die Violine bzw. Geige 30, die Bratsche bzw. Viola, das Violoncello bzw. Cello, und der Bass bzw. Kontrabass bzw. die Bassgeige. Weitere bevorzugte Instrumente zum Einsatz erfindungsgemäßer Musiksaiten 1 sind Viola da Gamba und Viola d’Amore. Weiters können diese auch für Gitarren, insbesondere den unterschiedlichen Arten von Gitarren, vorteilhaft eingesetzt werden. Derartige, erfindungsgemäße Musiksaiten 1 können bevorzugt für alle gestrichenen und/oder gezupften Saiteninstrumente 27 vorgesehen sein, bei welchen die schwingende Länge der Musiksaite 1 zum Erzeugen von Klängen mit unterschiedlichen Grundschwingungen verändert wird. Bei solchen Saiteninstrumenten 27 werden die Musiksaiten 1 während des Spielens vom Musiksaite 1 mit dessen Fingern auf das Griffbett des Saiteninstrumentes 27 gedrückt und derart die schwingende Länge und folglich auch die Tonhöhe zu variieren. Bevorzugte weitere Saiteninstrumente 27 sind: Banjos, Sitar, Lauten, Ud, P’i-P’a, Gekkin, Balalaika, Vina sowie Tampura.
[0024] Die gegenständlichen Musiksaiten 1 sind vorzugsweise nicht für Instrument vorgesehen und/oder ausgebildet, welche für jeden Ton eigene Saiten aufweist, welche in einem Gehäuse befestigt sind, wobei die Saiten nicht vom Musiker abgegriffen werden, um unterschiedliche Tonhöhen zu erzeugen. Dies sind insbesondere die Klaviere, das Cembalo, die Zither, die Harfe und ähnliche Instrumente.
[0025] Ein Saiteninstrument 27, insbesondere die Saiteninstrumente 27 der Gitarrenfamilie und der Geigenfamilie, weist eine sog. Mensur 28 auf. Der Begriff „Mensur“ bezeichnet bei Streichinstrumenten der Geigenfamilie 30, den Abstand zwischen dem Steg 34 und dem Obersattel 35 des Streichinstrumentes. Bei Gitarren ist dies der Abstand zwischen Sattel und Steg. Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Geige im Grundriss. Die betreffenden Teile sind jeweils mit Bezugszeichen versehen. Jedes Streichinstrument der Gegenfamilie weist sowohl einen Steg 34 als auch einen Obersattel 35 auf. Die einzelnen Streichinstrumente der Geigenfamilie 30 weisen jeweils folgende Mensur 28 auf:
Streichinstrument: Mensur: 4/4-Geige 32,5 cm 3/4-Geige 30,5 cm 1/2-Geige 28,3 cm 1/4-Geige 25,5 —- 26 cm 1/8-Geige 23-24 cm 1/16-Geige 21,5 cm 4/4-Bratsche 37 —- 37,5 cm 4/4-Cello 68 — 70 cm 3/4-Cello 62,2 —- 65 cm 1/2-Cello 58,8 — 60 cm 1/4-Cello 52,3 — 54,5 cm 1/8-Cello 46 — 48 cm 4/4-Bass 110 cm 3/4-Bass 104 - 105 cm 1/2-Bass 96,5 cm 1/4-Bass 90 — 90,5 cm
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[0026] Die einzelnen Mensuren 28 weisen in der Praxis eine Längentoleranz von weniger als 5%, vorzugsweise weniger als 3%, insbesondere ca. 1,5%, auf. Die Mensur
[0027] Wie bereits angesprochen, sind Musiksaiten 1 zum Erzeugen tongebender Schwingungen vorgesehen. Die Musiksaite 1 weist einen Stimmton und ein sog. Stimmgewicht als Merkmale auf, wobei der Stimmton den Grundton angibt, mit welchem die Mensur 28 schwingt, wenn die Musiksaite 1 mit dem Stimmgewicht belastet, daher gespannt, ist, und zu einer Schwingung angeregt wurde. Mit dem Begriff „Stimmgewicht“ wird in diesem technischen Feld die Kraft bezeichnet, mit welcher die Musiksaite 1 zu spannen ist. Eine andere Bezeichnung für das Stimmgewicht ist Saitenspannkraft.
[0028] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 weisen einen Saitenkern 2 auf, welcher dazu vorgesehen und ausgebildet ist die Kraft bzw. die Spannung, welcher die Musiksaite 1 im, auf einem Musikinstrument aufgespannten Zustand ausgesetzt ist, aufzunehmen. Der Saitenkern 2 ist daher lasttragend.
[0029] Die Musiksaite 1 weist weiters vorzugsweise wenigstens ein erstes Wickelelement auf, welches erste Wickelelement in Form einer Schraubenlinie um den Saitenkern 2 gewickelt ist. Das erste Wickelelement ist dabei Teil einer ersten Wickellage 19, welche erste Wickellage 19 auch weitere Wickelelemente umfassen kann. Die bevorzugte Ausführungsform gemäß Fig. 1 weist zusätzlich zu der ersten Wickellage 19 weiters eine, die erste Wickellage 19 umfassende zweite Wickellage 20 auf. Um die zweite Wickellage 20 herum ist weiters eine bevorzugte dritte Wickellage 21 angeordnet. Die Wickelelemente der unterschiedlichen Wickellagen 19, 20, 21 weisen dabei unterschiedliche Querschnitte auf.
[0030] Der Saitenkern 2 ist als Drahtseil 3 ausgebildet. Ein Saitenkern 2 aus einem Drahtseil 3 ist etwa aus der EP 2 131 352 A1 der Anmelderin bekannt.
[0031] Das Drahtseil 3 weist eine Seele 4 und einen Mantel 5 auf, wobei der Mantel 5 die Seele 4 umgibt bzw. umschließt.
[0032] Die Seele 4 bildet dabei den inneren Kernbereich des Drahtseiles 3. Die Seele 4 umfasst zumindest drei Seelen-Drähte 6, 7, 8: den ersten Seelen-Draht 6, den zweiten Seelen-Draht 7 und den dritten Seelen-Draht 8. Die wenigstens drei SeelenDrähte 6, 7, 8 sind schraublinienförmig um ein geometrisches Zentrum des Saitenkerns 2 gewickelt sind.
[0033] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass im Wesentlichen im Zentrum des Drahtseiles 3 eine Kerneinlage 18 umfassend eine vorgebbare Anzahl Polymerfäden angeordnet ist, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass die Polymerfäden umfassend Polyamide, Aramidfasern, PEK, PEEK, PBT, Polyester, Nylon, Polyethylen, PET, PEET, PES, PE, PP, POM, PTFE, PVDF, PVDC und/oder PVC ausgebildet sind. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Polymerfäden aus Polyamid 6.4, 6.6, 6.10 oder 6.12 mit einer Feinheit von 32 dtex bis 200 dtex bzw. aus Polyester PES mit einer Feinheit zwischen 60 dtex und 500 dtex gebildet ist, wobei auch Kombinationen unterschiedlicher Polymerfäden vorgesehen sein können.
[0034] Der Mantel 5 umfasst wenigstens sechs Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, welche schraublinienförmig bzw. helixförmig um die Seele 4 gewickelt sind. Die wenigstens sechs Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 umfassen den ersten Mantel-Draht 9, den zweiten Mantel-Draht 10, den dritten Mantel-Draht 11, den vierten Mantel-Draht 12, den fünften MantelDraht 13 und den sechsten Mantel-Draht 14. Die in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführungsform eines Saitenkerns 2 weist weiters einen siebenten Mantel-Draht 15, einen achten Mantel-Draht 16 und einen neunten Mantel-Draht 17 auf.
[0035] In den Fig. 2 und 3 ist jeweils eine Umhüllende 23 des Mantels 5 dargestellt.
[0036] Ein jeder der Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 weist jeweils einen E- Modul, daher einen sog. Elastizitätsmodul, auf.
[0037] Ein jeder der Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 weist jeweils eine Zugfestigkeit auf. Die Zugfestigkeit ist die Spannung, die sich aus der auf den Anfangsquerschnitt bezogenen Höchstkraft ergibt.
[0038] Ein jeder der Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 weist jeweils ein Rückfederungsverhältnis auf. Das Rückfederungsverhältnis ist — gemäß Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau — das Verhältnis des entlasteten Biegewinkels nach der Beendigung eines Biegevorganges zu dem maximal erreichten Biegewinkel unter Belastung des Drahtes mit der Biegekraft, bei dem Biegevorgang. Das Rückfederungsverhältnis ist unter anderem auch anhängig vom Biegeradius, sodass bei Vergleichs-Messungen stehts der selbe Biegeradius anzuwenden ist.
[0039] Der erste Mantel-Draht 9 weist einen ersten E-Modul, eine erste Zugfestigkeit und ein erstes Rückfederungsverhältnis auf.
[0040] Der zweite Mantel-Draht 10 weist einen zweiten E-Modul, eine zweite Zugfestigkeit und ein zweites Rückfederungsverhältnis auf.
[0041] Vorzugsweise ist der erste Mantel-Draht 9 Teil einer ersten Mantel-Draht-Gruppe, welche erste Mantel-Draht-Gruppe neben dem ersten Mantel-Draht 9 noch wenigstens einen weiteren Mantel-Draht 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der verbleibenden wenigstens vier Mantel-Drähte 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 umfasst. Insbesondere weist jeder der Mantel-Drähte 9, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der erste Mantel-Draht-Gruppe jeweils den ersten E-Modul, die erste Zugfestigkeit und das erste Rückfederungsverhältnis auf.
[0042] Vorzugsweise ist der zweite Mantel-Draht 10 Teil einer zweiten Mantel-Draht-Gruppe, welche zweite Mantel-Draht-Gruppe neben dem zweiten Mantel-Draht 10 noch wenigstens einen weiteren Mantel-Draht 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der verbleibenden wenigstens vier Mantel-Drähte 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 umfasst. Insbesondere weist jeder der Mantel-Drähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der zweiten Mantel-Draht-Gruppe jeweils den zweiten E-Modul, die zweite Zugfestigkeit und das zweite Rückfederungsverhältnis auf.
[0043] Der Mantel 5 kann weiters auch eine dritte Mantel-Draht-Gruppe mit wenigstens einem Mantel-Draht 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 aufweist, welche dritte Mantel-Draht-Gruppe einen dritten E-Modul, eine dritte Zugfestigkeit und ein drittes Rückfederungsverhältnis aufweist.
[0044] Ein jeder Mantel-Draht 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 ist lediglich Teil einer einzigen der Mantel-Draht-Gruppen.
[0045] Erfindungsgemäß unterscheidet sich der erste Mantel-Draht 9 vom zweiten Mantel-Draht 10 hinsichtlich des E-Moduls und/oder der Zugfestigkeit und/oder dem Rückfederungsverhältnis.
[0046] Sofern der Mantel 5 auch wenigstens einen Mantel-Draht 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 mit einem dritten E-Modul, eine dritte Zugfestigkeit und ein drittes Rückfederungsverhältnis aufweist, so unterscheidet sich der dritten E-Modul und/oder die dritte Zugfestigkeit und/oder das dritte Rückfederungsverhältnis sowohl von den entsprechenden Eigenschaften des ersten MantelDrahtes 9 als auch des zweiten Mantel-Drahtes 10.
[0047] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich der zweite E-Modul wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, besonders bevorzugt um wenigstens 10%, vom ersten E-Modul unterscheidet. Daher, dass der zweite E-Modul vorgebbar größer oder kleiner dem ersten E-Modul ist. Die Prozentangaben beziehen sich auf den ersten E-Modul als Bezugsgröße.
[0048] Insbesondere ist vorgesehen, dass sich die zweite Zugfestigkeit wenigstens um 2%, iInsbesondere um 5%, besonders bevorzugt um wenigstens 10%, vom der ersten Zugfestigkeit unterscheidet. Daher, dass die zweite Zugfestigkeit vorgebbar größer oder kleiner der ersten Zugfestigkeit ist. Die Prozentangaben beziehen sich auf die ersten Zugfestigkeit als Bezugsgröße.
[0049] Bevorzugt ist vorgesehen, dass sich das zweite Rückfederungsverhältnis wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, besonders bevorzugt um wenigstens 10%, von dem ersten Rückfederungsverhältnis unterscheidet. Daher, dass das zweite Rückfederungsverhältnis vorgebbar gröBer oder kleiner dem ersten Rückfederungsverhältnis ist. Die Prozentangaben beziehen sich auf das erste Rückfederungsverhältnis als Bezugsgröße.
[0050] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass sich der E-Modul und/oder die Zugfestigkeit und/oder das Rückfederungsverhältnis des ersten Mantel-Drahtes 9 und des zweiten Mantel-
Drahtes wenigstens in einem ersten Längenabschnitt 37 der Musiksaite 1 voneinander unterscheiden.
[0051] Der erste Längenabschnitt 37 kann sich dabei im Wesentlichen über die gesamte Länge der Musiksaite 1 erstrecken. Dies ist vor allem fertigungstechnisch sehr einfach umsetzbar.
[0052] Gemäß einer ersten alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Längenabschnitt 37 wenigstens, insbesondere im Wesentlichen genau, die Mensur 28 ausmacht. Dadurch können die Unterschiede der betreffenden Eigenschaften auf den Bereich der Musiksaite 1 beschränkt werden, welcher von den Händen des jeweiligen Musikers verändert werden. In den anderen Bereichen, bei der Geige der Bereich zwischen Steg 34 und Seitenhalter 36, jedoch weisen die betreffenden Eigenschaften weiterhin die im Wesentlichen identischen Werte auf. Dadurch kann ein gezielter Einfluss auf die Dämpfung in bestimmten Frequenzbereichen getätigt werden.
[0053] Gemäß einer zweiten alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Längenabschnitt 37 innerhalb der Mensur 28 angeordnet ist und zwischen 8% und 80% der Mensur 28, insbesondere zwischen 15% und 65% der Mensur 28, beträgt. Dadurch können ganz gezielt einzelne Bereiche mit bestimmten unterschiedlichen Eigenschaften gebildet werden und die Musiksaite 1 noch viel differenzierte und gezielter individuell gestaltet werden.
[0054] Gemäß einer dritten alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Musiksaite 1 weiters zumindest einen zweiten Längenabschnitt, vorzugsweise eine dritten Längenabschnitt, insbesondere ein vorgebbare Mehrzahl an Längenabschnitten, aufweist, deren jeweilige Länge jeweils zwischen 5% und 15% der Mensur beträgt. Dabei ist vorgesehen, dass zwischen dem ersten Längenabschnitt 37 und dem zweiten Längenabschnitt mit im Wesentliche den selben Unterschieden des E-Moduls und/oder der Zugfestigkeit und/oder des Rückfederungsverhältnisses jeweils ein Längenabschnitt angeordnet ist, in welchem keine entsprechenden Unterschiede vorliegend. Die Bereiche, in welchen erfindungsgemäß unterschiedliche E-Module und/oder unterschiedliche Zugfestigkeiten und/oder unterschiedliche Rückfederungsverhältnisse des ersten Mantel-Drahtes 9 und des zweiten Mantel-Drahtes vorherrschend sind, und solche Bereiche, in welchen dies nicht der Fall ist würden alternierend aufeinander folgen.
[0055] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der erste Mantel-Draht 9, insbesondere alle MantelDrähte 9, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der ersten Mantel-Draht-Gruppe, einen Stahl umfassen bzw. aus einem Stahl bestehen. Insbesondere umfassend der Stahl wenigstens einen Legierungsbestandteil ausgewählt aus der Gruppe: Kohlenstoff, Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium, Mangan, Wolfram. Stähle mit diesen Werkstoffen und deren unterschiedlichen Eigenschaften sind bekannt.
[0056] Besonders bevorzugt umfasst der erste Mantel-Draht 9, und insbesondere alle MantelDrähte 9, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der ersten Mantel-Draht-Gruppe, einen sog. Kohlenstoffstahl, vorzugsweise mit einem C-Gehalt zwischen 0,01% und 0,03%, oder einen sog. Chrom-NickelStahl, vorzugsweise mit einem Cr-Gehalt zwischen 17% und 20% sowie einem Ni-Gehalt zwischen 8% und 10%. Diese beiden Stahlarten haben sich als besonders vorteilhaft in einem tragenden Saitenkern einer Musiksaite erwiesen.
[0057] Der E-Modul der bevorzugten Stahlarten beträgt zwischen 180 GPa und 210 GPa.
[0058] Es sind unterschiedliche Stähle mit unterschiedlichen Zugfestigkeiten bekannt. Erfahrungsgemäß können sich die Zugfestigkeiten zweier unterschiedlicher Stahlarten erheblich unterscheiden.
[0059] Der zweite Mantel-Draht 10, insbesondere alle Mantel-Drähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der zweiten Mantel-Draht-Gruppe, sind vorzugsweise aus einem Metall, insbesondere einem Reinmetall, ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silizium, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal, Mangan, Molybdän, gebildet. Diese Metalle haben unterschiedliche Eigenschaften, sowohl hinsichtlich deren E-Modul als auch deren Zugfestigkeit, und haben sich als vorteilhaft erwiesen um gezielt die Klagcharakteristik und die Spielbarkeit einer Musiksaite 1 vorgebbar zu beeinflus-
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sen und in eine gezielte Art einzustellen.
[0060] Bevorzugt ist der zweite Mantel-Draht 10, insbesondere alle Mantel-Drähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der zweiten Mantel-Draht-Gruppe, aus einer Legierung umfassend ein Metall, insbesondere ein Basismetall, ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silizium, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal, Mangan, Molybdän, gebildet. Besonders bevorzugt ist der zweite Mantel-Draht 10 aus einer Legierung ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium-Magnesiumlegierungen, Aluminium-Magnesium-Manganlegierungen, Silber-Kupferlegierungen, Silber-Platinlegierungen, Silber-Rhodiumlegierungen, Silber-Palladiumlegierungen, Eisen-Chrom-Nickel-Silizium-AluminiumLegierungen, Beryllium-Legierung, Phosphorbronze, Eisen-Aluminium-Chrom-Legierungen, Eisen-Chrom-Aluminium-Legierungen, Aluminium-Eisen-Chrom-Legierungen, Aluminium-SiliziumChrom-Legierungen, gebildet. Legierungen weisen sehr unterschiedliche E-Module als auch deren Zugfestigkeiten auf. Der E-Modul liegt insbesondere zwischen 50 und 700 GPa. Diese weisen auch weitere Unterschiede auf, welche bei deren Verwendung in einem Saitenkern 2 einer Musiksaite erwünscht sein können. Legierungen mit den angegebenen Basismetallen, und insbesondere die angeführten Legierungen, haben sich bereits bei deren Verwendung bei Musiksaiten als Vorteilhaft erwiesen.
[0061] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der gegenständlichen Erfindung ist vorgesehen, dass der erste Mantel-Draht 9, und insbesondere alle Mantel-Drähte 9, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der ersten Mantel-Draht-Gruppe, und/oder der zweite Mantel-Draht 10, und insbesondere alle Mantel-Drähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 der zweiten Mantel-Draht-Gruppe, eine Oberflächenbeschichtung, insbesondere umfassend ein Metall, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe Messing, Zinn, Nickel, und/oder einem Kunststoff, vorzugsweise einem Polymer, aufweist. Derartige Beschichtungen haben sich hinsichtlich der Langzeitfestigkeit des Saitenkern bewehrt. Weiters kann damit der Klangcharakter geringfügig mit beeinflusst und feinjustiert werden.
[0062] Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite 1 ist vorgesehen, dass drei SeelenDrähte 6, 7, 8 zu einer Seele 4 eines Drahtseiles 3 zusammengedreht werden.
[0063] Nachfolgend wird um die Seele 4 herum ein Mantel 5 gebildet. Dazu wird der erste MantelDraht 9 von einer ersten Rolle abgewickelt und nachfolgend wenigstens ein vorgebbarer Längenteil einer vorgebbaren Wärmebehandlung unterzogen. Im Wesentlichen gleichzeitig wird der zweite Mantel-Draht 10 von einer zweiten Rolle abgewickelt und wärmebehandlungsfrei belassen. Der zweite Mantel-Draht 10 wird daher nicht wärmebehandelt. Im Wesentlichen gleichzeitig wird weiters der dritte Mantel-Draht 11 von einer dritten Rolle, der vierte Mantel-Draht 12 von einer vierten Rolle, der fünfte Mantel-Draht 13 von einer fünften Rolle und der sechste MantelDraht 14 von einer sechsten Rolle abgewickelt. Bei weiteren Mantel-Drähten 15, 16, 17 werden diese ebenfalls von deren jeweiligen Rollen abgewickelt.
[0064] Die derart von deren Rollen abgewickelten Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 werden um die Seele 4 herum zusammengedreht und bilden zusammen mit der Seele 4 ein Drahtseil 3 aus. Dieses Drahtseil 3 bildet den tragenden Saitenkern 2 der Musiksaite 1 aus.
[0065] Nachfolgend wird wenigstens ein erstes Wickelelement schraublinienförmig um den Saitenkern gewickelt und bildet die erste Wickellage 19 aus.
[0066] Dadurch kann gezielt der E-Modul und/oder die Zugfestigkeit und/oder das Rückfederungsverhältnis eines Drahtes gezielt bzw. vorgebbar beeinflusst werden. Dadurch kann insbesondere erreicht werden, dass zwei Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 aus identischen Werkstoffen jeweils vorgebbar unterschiedliche Rückfederungsverhältnisse aufweisen. Dadurch kann einfach erreicht werden, dass sich der erste Längenabschnitt 37 auf einzelne Bereiche der Musiksaite 1 erstreckt, indem die Wärmebehandlung nur Abschnittsweise an dem abgerollten Mantel-Draht 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 durchgeführt wird.
[0067] Es haben sich drei Wärmebehandlungsverfahren als besonders Vorteilhaft bei der Herstellung von Musiksaiten erwiesen. Jedes dieser Verfahren hat unterschiedliche Wirkungen auf die behandelten Mantel-Drähte 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17. Diese sind zudem Werkstoffab-
hängig, weshalb insbesondere vorgesehen ist, diese zusammen mit der Wahl eines Werkstoffes für den betreffenden Mantel-Draht auszuwählen.
[0068] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Längenabschnitt 37 des ersten Mantel-Drahtes 9 und/oder wenigstens eines weiteren der MantelDrähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 im Zuge der Wärmebehandlung entspannungsgeglüht wird.
[0069] Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Längenabschnitt 37 des ersten Mantel-Drahtes 9 und/oder wenigstens eines weiteren der MantelDrähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 im Zuge der Wärmebehandlung gehärtet wird.
[0070] Gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Längenabschnitt 37 des ersten Mantel-Drahtes 9 und/oder wenigstens eines weiteren der MantelDrähte 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 im Zuge der Wärmebehandlung vergütet wird.
[0071] Nachfolgend werden Grundsätze für das Verständnis und die Auslegung gegenständlicher Offenbarung angeführt.
[0072] Merkmale werden üblicherweise mit einem unbestimmten Artikel „ein, eine, eines, einer“ eingeführt. Sofern es sich aus dem Kontext nicht anders ergibt, ist daher „ein, eine, eines, einer“ nicht als Zahlwort zu verstehen.
Patentansprüche
1. Musiksaite (1) für ein Saiteninstrument (27) mit vorgegebener Mensur (28), insbesondere eine Gitarre und/oder ein Streichinstrument, vorzugsweise ein Streichinstrument der Geigenfamilie, mit einem tragenden Saitenkern (2), welcher als Drahtseil (3) ausgebildet ist, wobei das Drahtseil (3) eine Seele (4) und einen Mantel (5) aufweist, wobei die Seele (4) wenigstens drei Seelen-Drähte (6, 7, 8) umfasst, und wobei der Mantel (5) wenigstens sechs nebeneinander angeordnete Mantel-Drähte (9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17) umfasst, wobei wenigstens ein erster Mantel-Draht (9) einen ersten E-Modul und eine erste Zugfestigkeit und ein erstes Rückfederungsverhältnis aufweist, wobei wenigstens ein zweiter Mantel-Draht (10) einen zweiten E-Modul und eine zweite Zugfestigkeit und ein zweites Rückfederungsverhältnis aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in einem vorgebbaren ersten Längenabschnitt (37) der Musiksaite (1)
- der zweite E-Modul vorgebbar unterschiedlich zum ersten E-Modul ist, und/oder
- die zweite Zugfestigkeit vorgebbar unterschiedlich zur ersten Zugfestigkeit ist, und/oder
- das zweite Rückfederungsverhältnis vorgebbar unterschiedlich zum ersten Rückfederungsverhältnis ist.
2. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Längenabschnitt (37) im Wesentlichen über die gesamte Länge der Musiksaite (1) erstreckt.
3. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) wenigstens die Mensur (28) ausmacht.
4. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) innerhalb der Mensur (28) angeordnet ist und zwischen 8% und 80% der Mensur (28), insbesondere zwischen 15% und 65% der Mensur (28), beträgt.
5. Musiksaite (1) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zweite EModul wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, vom ersten E-Modul unterscheidet.
6. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Zugfestigkeit wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, von der ersten Zugfestigkeit unterscheidet.
7. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das zweite Rückfederungsverhältnis wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, von dem ersten Rückfederungsverhältnis unterscheidet.
8. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) und der zweite Mantel-Draht (10) aus dem gleichen Werkstoff bestehen.
9. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) einen Stahl, insbesondere umfassend wenigstens einen Legierungsbestandteil ausgewählt aus der Gruppe: Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium, Mangan, Wolfram, umfasst.
10. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) einen Kohlenstoffstahl, vorzugsweise mit einem C-Gehalt zwischen 0,01% und 0,03%, oder einen Chrom-Nickel-Stahl, vorzugsweise mit einem Cr-Gehalt zwischen 17% und 20% sowie einem Ni-Gehalt zwischen 8% und 10%, umfasst.
11. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Mantel-Draht (10) aus einem Metall ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal, Mangan, Molybdän, gebildet ist.
12. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Mantel-Draht (10) aus einer Legierung umfassend ein Metall, insbesondere ein Basismetall ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal,
Mangan, Molybdän, gebildet ist.
13. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Mantel-Draht (10) aus einer Legierung ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium-Magnesiumlegierungen, Aluminium-Magnesium-Manganlegierungen, Silber-Kupferlegierungen, Silber-Platinlegierungen, Silber-Rhodiumlegierungen, Silber-Palladiumlegierungen, EisenChrom-Nickel-Silizium- Aluminium-Legierungen, Beryllium-Legierung, Phosphorbronze, Eisen-Aluminium-Chrom-Legierungen, Eisen-Chrom-Aluminium-Legierungen, Aluminium-Eisen-Chrom-Legierungen, Aluminium-Silizium-Chrom-Legierungen, gebildet ist.
14. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) und/oder der zweite Mantel-Draht (10) eine Oberflächenbeschichtung, insbesondere umfassend ein Metall, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe Messing, Zinn, Nickel, und/oder einem Kunststoff, vorzugsweise ein Polymer, aufweist.
15. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Musiksaite (1) wenigstens eine erste Wickellage (19) aufweist, welche um den Saitenkern (2) herum angeordnet ist, und welche zumindest ein erstes Wickelelement umfasst.
16. Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite (1), insbesondere einer Musiksaite nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei drei Seelen-Drähte (6, 7, 8) zu einer Seele (4) eines Drahtseiles zusammengedreht werden, wobei ein erster Mantel-Draht (9) von einer ersten Rolle abgewickelt und nachfolgend wenigstens ein vorgebbarer Längenteil einer vorgebbaren Wärmebehandlung unterzogen wird, wobei ein zweiter Mantel-Draht (10) von einer zweiten Rolle abgewickelt und wärmebehandlungsfrei belassen wird, wobei ein dritter Mantel-Draht (11) von einer dritten Rolle abgewickelt wird, wobei ein vierter Mantel-Draht (12) von einer vierten Rolle abgewickelt wird, wobei ein fünfter Mantel-Draht (13) von einer fünften Rolle abgewickelt wird, wobei ein sechster Mantel-Draht (14) von einer sechsten Rolle abgewickelt wird, wobei der erste Mantel-Draht (9), der zweiter Mantel-Draht (10), der dritter Mantel-Draht (11), der vierter Mantel-Draht (12), der fünfte Mantel-Draht (13) und der sechste Mantel-Draht (14) um die Seele (4) herum zu einem Mantel (5) zusammengedreht werden, welcher Mantel (5) zusammen mit der Seele (4) ein Drahtseil ausbildet, welches Drahtseil einen tragenden Saitenkern (2) der Musiksaite (1) ausbildet, wobei nachfolgend wenigstens ein erstes Wickelelement schraublinienförmig um den Saitenkern gewickelt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) des ersten Mantel-Drahtes (9) im Zuge der Wärmebehandlung entspannungsgeglüht wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) des ersten Mantel-Drahtes (9) im Zuge der Wärmebehandlung gehärtet wird.
19. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) des ersten Mantel-Drahtes (9) im Zuge der Wärmebehandlung vergütet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
11715
Claims (19)
1. Musiksaite (1) für ein Saiteninstrument (27) mit vorgegebener Mensur (28), insbesondere eine Gitarre und/oder ein Streichinstrument, vorzugsweise ein Streichinstrument der Geigenfamilie, mit einem tragenden Saitenkern (2), welcher als Drahtseil (3) ausgebildet ist, wobei das Drahtseil (3) eine Seele (4) und einen Mantel (5) aufweist, wobei die Seele (4) wenigstens drei Seelen-Drähte (6, 7, 8) umfasst, und wobei der Mantel (5) wenigstens sechs nebeneinander angeordnete Mantel-Drähte (9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17) umfasst, wobei wenigstens ein erster Mantel-Draht (9) einen ersten E-Modul und eine erste Zugfestigkeit und ein erstes Rückfederungsverhältnis aufweist, wobei wenigstens ein zweiter Mantel-Draht (10) einen zweiten E-Modul und eine zweite Zugfestigkeit und ein zweites Rückfederungsverhältnis aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in einem ersten Längenabschnitt (37) der Musiksaite (1), welcher innerhalb der Mensur (28) angeordnet ist und zwischen 8% und 80% der Mensur (28) beträgt - der zweite E-Modul vorgebbar unterschiedlich zum ersten E-Modul ist, und/oder - die zweite Zugfestigkeit vorgebbar unterschiedlich zur ersten Zugfestigkeit ist, und/oder - das zweite Rückfederungsverhältnis vorgebbar unterschiedlich zum ersten Rückfederungsverhältnis ist.
2. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Längenabschnitt (37) im Wesentlichen über die gesamte Länge der Musiksaite (1) erstreckt.
3. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) wenigstens die Mensur (28) ausmacht.
4. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) zwischen 15% und 65% der Mensur (28) beträgt.
5. Musiksaite (1) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zweite EModul wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, vom ersten E-Modul unterscheidet.
6. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die zweite Zugfestigkeit wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, von der ersten Zugfestigkeit unterscheidet.
7. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das zweite Rückfederungsverhältnis wenigstens um 2%, insbesondere um 5%, von dem ersten Rückfederungsverhältnis unterscheidet.
8. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) und der zweite Mantel-Draht (10) aus dem gleichen Werkstoff bestehen.
9. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) einen Stahl, insbesondere umfassend wenigstens einen Legierungsbestandteil ausgewählt aus der Gruppe: Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium, Mangan, Wolfram, umfasst.
10. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) einen Kohlenstoffstahl, vorzugsweise mit einem C-Gehalt zwischen 0,01% und 0,03%, oder einen Chrom-Nickel-Stahl, vorzugsweise mit einem Cr-Gehalt zwischen 17% und 20% sowie einem Ni-Gehalt zwischen 8% und 10%, umfasst.
11. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Mantel-Draht (10) aus einem Metall ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal, Mangan, Molybdän, gebildet ist.
12. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Mantel-Draht (10) aus einer Legierung umfassend ein Metall, insbesondere ein Basismetall ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal,
14115
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
AT 528 569 A1 2026-02-15
Mangan, Molybdän, gebildet ist.
Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Mantel-Draht (10) aus einer Legierung ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium-Magnesiumlegierungen, Aluminium-Magnesium-Manganlegierungen, Silber-Kupferlegierungen, Silber-Platinlegierungen, Silber-Rhodiumlegierungen, Silber-Palladiumlegierungen, EisenChrom-Nickel-Silizium- Aluminium-Legierungen, Beryllium-Legierung, Phosphorbronze, Eisen-Aluminium-Chrom-Legierungen, Eisen-Chrom-Aluminium-Legierungen, Aluminium-Eisen-Chrom-Legierungen, Aluminium-Silizium-Chrom-Legierungen, gebildet ist.
Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mantel-Draht (9) und/oder der zweite Mantel-Draht (10) eine Oberflächenbeschichtung, insbesondere umfassend ein Metall, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe Messing, Zinn, Nickel, und/oder einem Kunststoff, vorzugsweise ein Polymer, aufweist.
Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Musiksaite (1) wenigstens eine erste Wickellage (19) aufweist, welche um den Saitenkern (2) herum angeordnet ist, und welche zumindest ein erstes Wickelelement umfasst.
Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
wobei drei Seelen-Drähte (6, 7, 8) zu einer Seele (4) eines Drahtseiles zusammengedreht werden,
wobei ein erster Mantel-Draht (9) von einer ersten Rolle abgewickelt und nachfolgend wenigstens ein vorgebbarer Längenteil einer vorgebbaren Wärmebehandlung unterzogen wird, wobei ein zweiter Mantel-Draht (10) von einer zweiten Rolle abgewickelt und wärmebehandlungsfrei belassen wird,
wobei ein dritter Mantel-Draht (11) von einer dritten Rolle abgewickelt wird, wobei ein vierter Mantel-Draht (12) von einer vierten Rolle abgewickelt wird, wobei ein fünfter Mantel-Draht (13) von einer fünften Rolle abgewickelt wird,
wobei ein sechster Mantel-Draht (14) von einer sechsten Rolle abgewickelt wird, wobei der erste Mantel-Draht (9), der zweiter Mantel-Draht (10), der dritter Mantel-Draht (11), der vierter Mantel-Draht (12), der fünfte Mantel-Draht (13) und der sechste Mantel-Draht (14) um die Seele (4) herum zu einem Mantel (5) zusammengedreht werden, welcher Mantel (5) zusammen mit der Seele (4) ein Drahtseil ausbildet, welches Drahtseil einen tragenden Saitenkern (2) der Musiksaite (1) ausbildet,
wobei nachfolgend wenigstens ein erstes Wickelelement schraublinienförmig um den Saitenkern gewickelt wird.
Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) des ersten Mantel-Drahtes (9) im Zuge der Wärmebehandlung entspannungsgeglüht wird.
Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) des ersten Mantel-Drahtes (9) im Zuge der Wärmebehandlung gehärtet wird.
Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (37) des ersten Mantel-Drahtes (9) im Zuge der Wärmebehandlung vergütet wird.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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2025
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Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US20230260483A1 (en) * | 2022-02-14 | 2023-08-17 | Thomastik-Infeld Gesellschaft M.B.H. | Musical string |
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