AT516255B1 - Musiksaite - Google Patents

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AT516255B1
AT516255B1 ATA756/2014A AT7562014A AT516255B1 AT 516255 B1 AT516255 B1 AT 516255B1 AT 7562014 A AT7562014 A AT 7562014A AT 516255 B1 AT516255 B1 AT 516255B1
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Franz Dipl Ing Klanner
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Thomastik Infeld Ges M B H
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Abstract

Bei einer Musiksaite (1) für Streichinstrumente, mit einem tragenden Saitenkern (2) und wenigstens einer äußeren Wickellage (6), welche wenigstens ein erstes Wickelelement (4) und wenigstens ein zweites Wickelelement (5) aufweist, wobei das wenigstens eine erste Wickelelement (4) und das wenigstens eine zweite Wickelelement (5) in Form einer mehrgängigen Schraubenlinie um den Saitenkern (2) gewickelt sind, wobei das erste Wickelelement (4) als erstes Band (10) und das zweite Wickelelement (5) als zweites Band (11) mit jeweils identischen Dicken ausgebildet sind, und wobei das erste Band (10) und das zweite Band (11) jeweils einen rechteckigem Querschnitt aufweisen, wird vorgeschlagen, dass die äußere Wickellage (6) als Verbundwickellage (3) ausgebildet ist, dass das erste Wickelelement (4) aus einem ersten Material mit einer ersten Wärmeleitfähigkeit besteht, dass das zweite Wickelelement (5) aus einem zweiten Material mit einer zweiten Wärmeleitfähigkeit besteht, und dass die erste Wärmeleitfähigkeit um wenigstens 170 W/m.K unterschiedlich zur zweiten Wärmeleitfähigkeit ist.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Musiksaite gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Musiksaiten weisen einen Saitenkern auf, welcher beim Spannen der Musiksaite belas¬tet wird. Musiksaiten für Streichinstrumente für tiefere Stimmungen weisen in der Regel Um¬wicklungen bzw. Wickellagen auf, um den Massebelag der Musiksaite zu erhöhen. Die Grund¬frequenz, mit welcher eine Musiksaite schwingt, hängt von der schwingenden Länge bzw. Men¬sur der betreffenden Musiksaite, der Kraft, mit welcher die betreffende Musiksaite gespannt ist,sowie vom Massebelag der Musiksaite ab. Dabei hat der jeweilige Aufbau der Musiksaite gro¬ßen Einfluss auf deren Klang, insbesondere deren Obertonverteilung, sowie deren Spielbarkeit,insbesondere deren Ansprache und Reaktion auf einen Bogenwechsel.
[0003] Beim Streichen wird der Bogen so über die Saite bewegt, dass seine Behaarung (Ross¬haar) mit Hilfe des aufgebrachten Kolophoniums die Saite zur Schwingung anregt. Dabei be¬wegt sich der Bogen während vieler Perioden der Saitenschwingung gleichmäßig in eine Rich¬tung, und durch den Wechsel von Haften und Gleiten (stick- slip) zwischen Bogen und Saiteentsteht eine sog. Kippschwingung. Zunächst haftet die Musiksaite mittels des Kolophoniumsan den Bogenhaaren. Durch die Haftung wird die Saite so weit aus ihrer Ruhelage bewegt, d.h.kinetische Energie zugeführt, bis die Saitenspannung so groß wird, dass sich die Musiksaitevon den Bogenhaaren losreißt, und beginnt in Richtung einer Ruhelage zurückzuschnellen.Durch die bei der auftretenden Relativbewegung entstehende Reibungswärme kommt es zueinem Aufschmelzen des Kolophoniums. Die Musiksaite schnellt über die Ruhelage hinaus,wobei die Relativgeschwindigkeit zwischen der Musiksaite und dem weiters in seine ursprüngli¬che Richtung bewegten Bogen stetig zurück, und schließlich gegen Null geht. Dabei kommt eszu einem schnellen Abkühlen des Kolophoniums, wodurch dieses wieder als Haftmittel wirksamwird, und die Musiksaite an die Bogenhaare klebt. Der Streichvorgang selbst erzeugt dabeineben dem gewollten Klang der Musiksaite ein Eigengeräusch, welches als Bogengeräuschbezeichnet wird. Das Bogengeräusch ist dabei typisch für einen bestimmten Typ Musiksaite,und kann durch einen Musiker lediglich in geringem Maß spieltechnisch beeinflusst werden,etwa durch Veränderung des Streichpunktes oder des Bogendrucks, wobei jedoch jede derbetreffenden Maßnahmen auch unmittelbaren Einfluss auf den Klang des gesamten Instru¬ments hat. So hat etwa der Streichpunkt unmittelbaren Einfluss auf die Teiltonverteilung undsomit auf die Klangfarbe, während der Bogendruck Einfluss auf die Brillanz der Saite hat.
[0004] Die DE 34 21 087 A1 beschreibt eine Darmsaite mit einer Wickellage, welche aus einemabgeschliffenen Silberfaden und einem dünnen Wolfram runddraht besteht.
[0005] Die JP S57 49996 A dürfte eine Musiksaite beschreiben, welche unterschiedlich ausge¬bildete Wickelelemente in einer Verbundwickelung aufweisen könnte.
[0006] Die FR 593 066 A beschreibt eine Klavierstahlsaite mit einer Wickellage, welche auseinem Kupferrunddraht und einem Stahlrunddraht gebildet ist.
[0007] Die FR 19 870 A beschreibt eine Musiksaite mit einer Wickellage, welche aus einemWolfram runddraht besteht, sowie einem zweiten Runddraht, welcher aus Gold, Platin, Kupfer,Blei oder Silber besteht.
[0008] Aus der EP 2 099 022 A1 geht eine Streichersaite hervor, welche eine äußere Wickella¬ge aufweist, welche aus Flachbändern besteht.
[0009] Die US 2011/219933 A1 zeigt ebenfalls eine Streichersaite mit einer äußeren Wickella¬ge, welche aus Flachbändern gebildet werden, wobei die Bänder jeweils plattiert sind.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Musiksaite der eingangs genannten Art anzu¬geben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, und bei welcher bei derKonstruktion der Musiksaite das Bogengeräusch gezielt beeinflusst bzw. eingestellt werdenkann, und welche insbesondere ein weiches, unaufdringliches Bogengeräusch aufweist.
[0011] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0012] Dadurch kann eine Musiksaite geschaffen werden, bei welcher das Bogengeräuschgezielt beeinflusst bzw. eingestellt werden kann. Dadurch kann insbesondere eine Musiksaitegeschaffen werden, welche ein sehr unaufdringliches Bogengeräusch aufweist. Untersuchun¬gen haben gezeigt, dass beim Übergang von der Haftreibung zur Gleitreibung nicht sämtlicheBogenhaare gleichzeitig von der Musiksaite „abreißen“. Es haften in der Regel, je nach Schräg¬stellung des Bogens gegenüber der Musiksaite, etwa zwischen 10 und 100 Bogenhaaren wäh¬rend der Haftphase an der Musiksaite. Im Übergang von der Haftphase zur Gleitphase derMusiksaite gegenüber dem Bogen, kommt es zu einer Ablösung der Bogenhaare einzeln oderin Gruppen, wobei jedenfalls nicht sämtliche Bogenhaare im selben Moment von der Musiksaitegetrennt werden. Es konnte festgestellt werden, dass diese Übergangsphase hauptverantwort¬lich für die Entstehung und auch die Ausprägung des Bogengeräusches ist. Selbiges gilt, wennauch in geringerem Maß, für die Übergangsphase von der Gleitphase zur Haftphase. WeitereUntersuchungen haben gezeigt, dass die Wärmeleitfähigkeit der Wickellage einen großenEinfluss auf besagte Übergangsphasen hat. Diese hat Einfluss auf die Geschwindigkeit mitwelcher das Kolophonium aufschmilzt bzw. erstarrt.
[0013] Die mit der Musiksaite in Kontakt befindlichen Bogenhaar berühren dabei, aufgrund derüblichen bzw. möglichen Abmessungen der beteiligten Teile, stets mehrere Windungen bzw.Umwicklungen der außen liegenden Wickellage. Bei einer gegenständlichen Musiksaite befin¬det sich daher beim Streichvorgang ein erster Teil der Bogenhaare in Kontakt mit Windungendes ersten Wickelelements und ein zweiter Teil der Bogenhaare mit Windungen des zweitenWickelelements. Aufgrund der deutlich unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeit, von wenigstens170 W/m.K, der beiden Wickelelemente kommt es daher bei den nebeneinander angeordnetenunterschiedlichen Windungen zu einem unterschiedlichen Verhalten während des Übergangsvon der Haftphase zur Gleitphase bzw. umgekehrt.
[0014] Derartig unterschiedliche Wickelelemente würden für sich genommen stark unterschied¬liche Bogengeräusche erzeugen, wobei sich gezeigt hat, dass eine Kombination derartigerWickelelemente mit stark unterschiedlichem Bogengeräusch eine Musiksaite mit einem, alsangenehm, sanft und unaufdringlich wahrgenommenen Bogengeräusch zur Folge hat.
[0015] Dadurch kann gezielt das Bogengeräusch einer Musiksaite bei deren Konstruktion be¬rücksichtigt bzw. eingestellt werden. Weiters kann dadurch eine Musiksaite mit einem deutlichunauffälligeren bzw. sanfteren Bogengeräusch erzeugt werden.
[0016] Weiters kann durch die gegenständliche Konstruktion einer Musiksaite der Massebelagbei der Entwicklung einer Musiksaite in weiten Bereichen gut eingestellt werden, wodurch dieMusiksaite gut an deren angestrebten Stimmton angepasst werden kann. Durch die Kombinati¬on des ersten Wickelelements mit dem zweiten Wickelelement innerhalb einer Wickellage kann,bei gegebener hoher mechanischer Festigkeit der Massebelag und der Durchmesser der Mu¬siksaite in weiten Bereichen vorteilhaft eingestellt werden. Der Durchmesser einer Musiksaitehat dabei unmittelbaren Einfluss auf die Ansprache der betreffenden Musiksaite, sowie auf dasAuftreten inharmonischer Oberschwingungen aufgrund von Torsionsschwingungen.
[0017] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0018] Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen,wodurch die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sindund als wörtlich wiedergegeben gelten.
[0019] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in wel¬chen lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.Dabei zeigt: [0020] Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer gegenständlichen Musiksaite; und [0021] Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer gegenständlichen Musiksaite.
[0022] Die Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsformen einer Musiksaite 1 für Streichinstrumente,mit einem tragenden Saitenkern 2 und wenigstens einer äußeren Wickellage 6, welche wenigs- tens ein erstes Wickelelement 4 und wenigstens ein zweites Wickelelement 5 aufweist, wobeidas wenigstens eine erste Wickelelement 4 und das wenigstens eine zweite Wickelelement 5 inForm einer mehrgängigen Schraubenlinie um den Saitenkern 2 gewickelt sind, wobei die äuße¬ren Wickellage 6 als Verbundwickellage 3 ausgebildet ist, wobei das erste Wickelelement 4 auseinem ersten Material mit einer ersten Wärmeleitfähigkeit besteht, wobei das zweite Wickelele¬ment 5 aus einem zweiten Material mit einer zweiten Wärmeleitfähigkeit besteht, und wobei dieerste Wärmeleitfähigkeit um wenigstens 170 W/m.K unterschiedlich zur zweiten Wärmeleitfä¬higkeit ist.
[0023] Dadurch kann eine Musiksaite 1 geschaffen werden, bei welcher das Bogengeräuschgezielt beeinflusst bzw. eingestellt werden kann. Dadurch kann insbesondere eine Musiksaite 1geschaffen werden, welche ein sehr unaufdringliches Bogengeräusch aufweist. Untersuchun¬gen haben gezeigt, dass beim Übergang von der Haftreibung zur Gleitreibung nicht sämtlicheBogenhaare gleichzeitig von der Musiksaite 1 „abreißen“. Es haften in der Regel, je nachSchrägstellung des Bogens gegenüber der Musiksaite 1, etwa zwischen 10 und 100 Bogenhaa¬ren an der Musiksaite 1. Im Übergang von der Haftphase zur Gleitphase der Musiksaite 1 ge¬genüber dem Bogen kommt es zu einer Ablösung der Bogenhaare einzeln oder in Gruppen,wobei jedenfalls nicht sämtliche Bogenhaare im selben Moment von der Musiksaite 1 getrenntwerden. Es konnte festgestellt werden, dass diese Übergangsphase hauptverantwortlich für dieEntstehung und auch die Ausprägung des Bogengeräusches ist. Selbiges gilt, wenn auch ingeringerem Maß, für die Übergangsphase von der Gleitphase zur Haftphase. Weitere Untersu¬chungen haben gezeigt, dass die Wärmeleitfähigkeit der äußersten bzw. außen liegendenWickellage 6 einen großen Einfluss auf besagte Übergangsphasen hat. Diese hat Einfluss aufdie Geschwindigkeit mit welcher das Kolophonium aufschmilzt bzw. erstarrt.
[0024] Die mit der Musiksaite 1 in Kontakt befindlichen Bogenhaar berühren dabei, aufgrundder üblichen bzw. möglichen Abmessungen der beteiligten Teile, stets mehrere Windungenbzw. Umwicklungen der außen liegenden Wickellage 6. Bei einer gegenständlichen Musiksaite1 befindet sich daher beim Streichvorgang ein erster Teil der Bogenhaare in Kontakt mit Win¬dungen des ersten Wickelelements 4 und ein zweiter Teil der Bogenhaare mit Windungen deszweiten Wickelelements 5. Aufgrund der deutlich unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeit, vonwenigstens 170 W/m.K, der beiden Wickelelemente 4, 5 kommt es daher bei den nebeneinan¬der angeordneten unterschiedlichen Windungen zu einem unterschiedlichen Verhalten betref¬fend den Übergang von der Haftphase zur Gleitphase bzw. umgekehrt.
[0025] Derartig unterschiedliche Wickelelemente 4, 5 erzeugen für sich genommen stark unter¬schiedliche Bogengeräusche, wobei sich gezeigt hat, dass eine Kombination derartiger Wi¬ckelelemente 4, 5 mit stark unterschiedlichem Bogengeräusch eine Musiksaite 1 mit einem, alsangenehm, sanft und unaufdringlich wahrgenommenen Bogengeräusch zur Folge hat.
[0026] Dadurch kann gezielt das Bogengeräusch einer Musiksaite 1 bei deren Konstruktionberücksichtigt bzw. eingestellt werden. Weiters kann dadurch eine Musiksaite 1 mit einemdeutlich unauffälligeren bzw. sanfteren Bogengeräusch erzeugt werden.
[0027] Weiters kann durch die gegenständliche Konstruktion einer Musiksaite 1 der Massebe¬lag bei der Entwicklung einer Musiksaite 1 in weiten Bereichen gut eingestellt werden, wodurchdie Musiksaite 1 gut an deren angestrebten Stimmton angepasst werden kann. Durch die Kom¬bination des ersten Wickelelements 4 mit dem zweiten Wickelelement 5 innerhalb einer Wickel¬lage 6 kann, bei gegebener hoher mechanischer Festigkeit der Massebelag und der Durchmes¬ser der Musiksaite 1 in weiten Bereichen vorteilhaft eingestellt werden. Der Durchmesser einerMusiksaite 1 hat dabei unmittelbaren Einfluss auf die Ansprache der betreffenden Musiksaite 1,sowie auf das Auftreten inharmonischer Oberschwingungen aufgrund von Torsionsschwingun¬gen.
[0028] Die in den Figuren dargestellten verschiedenen Ausführungsformen sind in vereinfachterDarstellung abgebildet. Die Proportionen müssen nicht den vorgesehenen realen Proportionenentsprechen. Zum besseren Verständnis können einzelne Teile in stark vergrößerter Ansichtdargestellt sein. Weiters sind in den Darstellungen die einzelnen Teile der dargestellten Mu- siksaiten 1 jeweils unmittelbar aneinander anliegend dargestellt, wobei diesbezüglich realeMusiksaiten 1 entsprechend der gegenständlichen Erfindung partielle Abstände zwischen ein¬zelnen Teilen bzw. an einzelnen Stellen aufweisen können.
[0029] Ein bevorzugtes Einsatzgebiet derartiger Musiksaiten 1 sind die Instrumente der Geigen-Familie, daher die Violine oder Geige, die Bratsche oder Viola, das Violoncello oder Cello, undder Bass bzw. Kontrabass bzw. die Bassgeige. Weitere bevorzugte Instrumente zum Einsatzerfindungsgemäßer Musiksaiten 1 sind Viola da Gamba und Viola d'Amore. Derartige, erfin¬dungsgemäße Musiksaiten 1 können für alle gestrichenen Saiteninstrumente vorgesehen sein.
[0030] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 sind zum Erzeugen tongebenden Schwingungenvorgesehen, wobei ein bestimmter Typ von Musiksaite 1 für den Einsatz bei einer bestimmtenArt von Musikinstrument vorgesehen ist, und weiters einen Stimmton und ein sog. Stimmge¬wicht als Merkmale aufweisen, wobei der Stimmton den Grundton angibt, mit welchem ein Teilder Musiksaite 1 - zwischen deren Endbereichen - von der Länge der Mensur der bestimmtenArt von Musikinstrument schwingt, wenn die Musiksaite 1 mit dem Stimmgewicht belastet, dahergespannt, ist, und natürlich zu einer Schwingung angeregt wurde.
[0031] Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 weisen einen Saitenkern 2 auf, welcher dazu vorge¬sehen und ausgebildet ist die Belastung bzw. die Spannung, welcher die Musiksaite 1 im, aufeinem Musikinstrument aufgespannten Zustand ausgesetzt ist, aufzunehmen. Der Saitenkern 2ist dabei bevorzugt als Einzeldraht, als Drahtseil, als Kunststofffaserbündel oder als Naturdarmausgebildet. Jede dieser unterschiedlich ausgebildeten Arten eines Saitenkerns 2 sind für sichbei Musiksaiten 1 bekannt, und weisen jeweils bestimmte Vorteile bzw. bevorzugte Einsatzum¬gebungen auf. Die gegenständliche Erfindung ist dabei mit jeder Art der Ausbildung des Saiten¬kerns 2 umsetzbar.
[0032] Die Musiksaite 1 weist wenigstens eine äußere bzw. äußerste oder außen liegendeWickellage 6 auf, welche als Verbundwickellage 3 ausgebildet ist, und wenigstens ein erstesWickelelement 4 und wenigstens ein zweites Wickelelement 5 aufweist.
[0033] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Verbund¬wickellage 3 ein - in den Fig. 1 und 2 nicht dargestelltes - drittes Wickelelement umfasst.
[0034] Das wenigstens eine erste Wickelelement 4 und das wenigstens eine zweite Wickelele¬ment 5, sowie gegebenenfalls ein drittes Wickelelement, sind in Form einer mehrgängigenSchraubenlinie um den Saitenkern 2 gewickelt. Bei lediglich einem ersten und einem zweitenWickelelement 4, 5, daher bei zwei Wickelelementen 4, 5, sind diese in Form einer zweigängi¬gen Schraubenlinie um den Saitenkern 2 gewickelt, welche zweigängige Schraubenlinie auchals Doppelhelix bezeichnet werden kann. Bei, in Summe, drei Wickelelementen sind diese inForm einer dreigängigen Schraubenlinie um den Saitenkern 2 gewickelt, und bei vier Wi¬ckelelementen sind diese in Form einer viergängigen Schraubenlinie um den Saitenkern 2gewickelt.
[0035] Das wenigstens eine erste und das wenigstens eine zweite Wickelelement 4, 5 sinddaher jeweils schraublinienförmig um den Saitenkern 2 gewickelt, wobei das zweite Wickelele¬ment 5 benachbart zum ersten Wickelelement 4 in der selben Wickellage angeordnet ist. Fig. 1zeigt eine schematische Darstellung einer gegenständlichen Musiksaite 1, wobei die beidenWickelelemente 4, 5 durch unterschiedliche Schraffuren unterschieden sind. Wie dargestellt,wechseln sich die beiden Wickelelemente 4, 5 in Längserstreckung der Musiksaite 1 ab, undbilden gemeinsam die Verbundwickellage 3.
[0036] Eine Angabe in der Form: „zwei erste Wickelelemente 4“ bezeichnet zwei Wickelelemen¬te aus demselben Material.
[0037] Das erste Wickelelement 4 und das zweite Wickelelement 5 werden bei der Herstellungder Musiksaite 1 auf den Saitenkern 2 aufgewickelt, wobei vorgesehen sein kann, dass daserste Wickelelement 4 und das zweite Wickelelement 5 dicht aneinander liegend gewickelt sind,wobei im Wesentlichen keine bzw. lediglich sehr geringe Zwischenräume zwischen den einzel¬ nen aneinander angrenzenden Wicklungen auftreten. Es kann aber auch vorgesehen sein, dasszwischen den einzelnen aneinander angrenzenden Wicklungen ein vorgebbarer Zwischenraumvorgesehen ist.
[0038] Die äußere Wickellage 6 ist als Verbundwickellage 3 ausgebildet, und besteht aus we¬nigstens dem ersten Wickelelement 4 und dem, vom ersten Wickelelement 4 unterschiedlichenzweiten Wickelelement 5. Die beiden Wickelelemente 4, 5 weisen dabei unterschiedliche Mate¬rialien bzw. Werkstoffe auf. Das erste Material des ersten Wickelelements 4 unterscheidet sichdabei von dem zweiten Material des zweiten Wickelelements 5 durch die Wärmeleitfähigkeit,wobei vorgesehen ist, dass die erste Wärmeleitfähigkeit des ersten Materials um wenigstens170 W/m.K unterschiedlich zur zweiten Wärmeleitfähigkeit des zweiten Materials ist. Die Wär¬meleitfähigkeit kann auch als thermische Leitfähigkeit bezeichnet werden.
[0039] Weiters ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform einer Musiksaiteweiters vorgesehen, dass die Verbundwickellage 3 ein drittes Wickelelement umfasst, welchesebenfalls, wie die beiden anderen Wickelelemente 4, 5, schraublinienförmig um den Saitenkern2 gewickelt ist. Das dritte Wickelelement besteht aus einem dritten Material mit einer drittenWärmeleitfähigkeit. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass die dritte Wärmeleitfähigkeit umwenigstens 170 W/m.K unterschiedlich zur ersten Wärmeleitfähigkeit wie auch zur zweitenWärmeleitfähigkeit ist.
[0040] Beispielsweise kann das erste Material Silber sein, mit einer Wärmeleitfähigkeit von ca.429 W/m.K, das zweite Material kann Aluminium sein, mit einer Wärmeleitfähigkeit von ca. 236W/m.K, und das dritte Material kann Titan sein, mit einer Wärmeleitfähigkeit von ca. 22 W/m.K.Dabei ist die Differenz der einzelnen Wärmeleitfähigkeiten jeweils größer als 170 W/m.K.
[0041] Die jeweiligen Wärmeleitfähigkeiten sind dabei jeweils auf die Materialien selbst bezo¬gen, wobei Oberflächeneffekte, etwa durch Oxidschichten, unberücksichtigt bleiben sollen.
[0042] Innerhalb der, aufgrund der angegebenen Differenz der Wärmeleitfähigkeit möglichenMaterialpaarungen haben sich in der Praxis einige als besonders vorteilhaft hinsichtlich deserzielbaren Klangergebnisses, und insbesondere des Bogengeräusches, gezeigt.
[0043] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das erste Material und/oder das zweite Material und/oder das dritte Material jeweils ein Material ist, ausgewählt aus der Gruppe: Stahl oder Silberoder Silberlegierung oder Aluminium oder Aluminiumlegierung oder Titan oder Titanlegierungoder Nickel oder Nickellegierung. Dabei kann im Rahmen der angegebenen Differenz der Wär¬meleitfähigkeit vorgesehen sein, dass das erste Material und/oder das zweite Material und/oderdas dritte Material jedes Materialen ist, und vorzugsweise eines der angeführten Metalle.
[0044] Nachfolgend wird zu den bevorzugten Ausbildungen der einzelnen, als bevorzugt ge¬nannten Metalle Stellung genommen.
[0045] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Stahl einen Cr-Gehalt von wenigstens 5% und/odereinen Ni-Gehalt von wenigstens 5% aufweist. Ein derartiger Stahl weist bereits rosthemmendeEigenschaften aus, wenngleich ein solcher noch nicht als rostfrei gilt. Es hat sich jedoch ge¬zeigt, dass ein Stahl mit derartigen Gehalten an Chrom und Nickel dazu führt, dass eine Mu¬siksaite 1 weitestgehend frei von klagschädlicher Korrosion bleibt, bzw. dass auftretende Korro¬sion kein, die Lebensdauer der betreffenden Musiksaite limitierender Faktor ist.
[0046] Durch die Verwendung von Stahl bei einem der Wickelelemente 4, 5 kann zudem einehohe Widerstandsfestigkeit, vor allem gegen Knickbelastungen, erreicht werden. Insbesonderekann dadurch ein Aufreißen der Wickelelemente 4, 5 am Steg eines Musikinstruments verhin¬dert werden. Dadurch kann eine langlebige Musiksaite 1 geschaffen werden.
[0047] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Stahl ein rostfreier Stahl ist, daher dass der Stahleinen Cr-Gehalt von wenigstens 10,5% aufweist. Gemäß besonders bevorzugter Ausführungs¬formen ist ein Stahl mit einem Cr-Gehalt von 17% bis 20% und einem Ni-Gehalt von 8% bis12% vorgesehen. Dabei sind insbesondere die folgenden Stahlsorten besonders bevorzugtvorgesehen: X5CrNi18-10, X8CrNiS10-9, X2CrNi19-11, X2CrNi18-9, X1 OCrNM8-8, X12CrNi17- 7, X5CrNiMo17-12-2, X2CrNiMo17-12-2. Weiters sind besonders bevorzugt Stähle aus derWerkstoffgruppe 1.47XX, insbesondere der Stahl mit der Werkstoffnummer 1.4767, welcherauch als X8CrAI20-5 bezeichnet werden kann.
[0048] Dadurch kann eine Musiksaite 1 geschaffen werden, welche weitestgehend beständiggegen die Einwirkungen von Handschweiß und Luftfeuchtigkeit ist.
[0049] Bei Ausbildung eines der Materialien als Silber, ist bevorzugt vorgesehen, dass dasSilber bevorzugt als Reinsilber, vorzugsweise mit einem Reinheitsgrad von 99,999% oder99,6%, oder als Feinkornsilber ausgebildet ist.
[0050] Bei Ausbildung eines der Materialien als Silberlegierung ist, ist bevorzugt vorgesehen,dass die Silberlegierung eine Silberlegierung ausgewählt aus der Gruppe: AgCu, AgCu 2, AgCu6, AgPt 16, AgRh 16, AgCuNi, Sterlingsilber ist.
[0051] Bei Ausbildung eines der Materialien als Aluminium ist, ist bevorzugt vorgesehen, dassdas Aluminium als Reinaluminium ausgebildet ist.
[0052] Bei Ausbildung eines der Materialien als Aluminiumlegierung ist, ist bevorzugt vorgese¬hen, dass die Aluminiumlegierung als Aluminiumknetlegierung, insbesondere als AlMg, AIMg5,AlMgMn, AICuMg, AICuSiMn, AIZnMg, AlMgSiCu, ausgebildet ist. Dabei ist insbesondere vor¬gesehen, dass die Aluminiumknetlegierung als Knetlegierung mit der Werkstoffnummer 5XXXausgebildet ist, z.B. AlMg mit einem Mg-Anteil von 0,5% bis 5,6%, insbesondere AIMg5; oderAlMgMn Legierungen mit einem Mg-Anteil von 0,5% bis 5,5% sowie einem Mn-Anteil von 0,1%bis 3% und einem Cr-Anteil von 0,05% bis 0,5%. Alternativ ist bevorzugt vorgesehen, dass dieAluminiumknetlegierung als wärmebehandelbare Knetlegierung mit der Werkstoffnummern6XXX oder 7XXX ausgebildet ist, vorzugsweise als AICuMg, AICuSiMn, AIZnMg, AlMgSiCu.Weiters kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Aluminiumknetlegierung als Knetlegierungder Werkstoffnummerngruppe 8XXX ausgebildet ist, vorzugsweise umfassend Lithium.
[0053] Bei Ausbildung eines der Materialien als Titan ist bevorzugt vorgesehen, dass das Titanals Reintitan, vorzugsweise gemäß Grade 1 oder Grade 2 oder Grade 3 oder Grade 4, ausge¬bildet ist. Die Bezeichnung Grade 1 bis 4 entstammt dem ASTM- Standard.
[0054] Bei Ausbildung eines der Materialien als Titanlegierung, ist bevorzugt vorgesehen, dassdie Titanlegierung als Titanknetlegierung, insbesondere als TiAl 6 V 4, TiAl 6 V 6 Sn 2, TiAl 4Mo 4 Sn 2, ausgebildet ist.
[0055] Bei Ausbildung eines der Materialien als Nickel, ist bevorzugt vorgesehen, dass dasNickel als Reinnickel ausgebildet ist.
[0056] Bei Ausbildung eines der Materialien als Nickellegierung ist bevorzugt vorgesehen, dassdie Nickellegierung als Nickelknetlegierung, insbesondere Ni99,2 , Ni99,6 , Ni99,8 , NiMn2,ausgebildet ist.
[0057] Die vorstehend angeführten bevorzugten bzw. besonders bevorzugten Materialien ha¬ben sich in der Praxis hinsichtlich deren Verarbeitbarkeit als Werkstoff für ein Wickelelement alsauch hinsichtlich der klanglichen wie auch spieltechnischen Ergebnisse als vorteilhaft heraus¬gestellt.
[0058] Weiters kann vorgesehen sein, dass auf dem ersten Wickelelement 4 und/oder demzweiten Wickelelement 5 und/oder dem dritten Wickelelement wenigstens eine Beschichtungangeordnet ist. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Oberfläche des ersten und/oderdes zweiten und/oder des dritten Wickelelements 4, 5 mit wenigstens einem Metall, insbesonde¬re Messing, Zinn, Nickel, und/oder einem Kunststoff, insbesondere einem Polymer, beschichtetist.
[0059] Insbesondere ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Beschichtung als Oxidschichtund/oder Nitridschicht und/oder Sulfidschicht ausgebildet ist. Diese können etwa mittels PVD-oder CVD-Verfahren auf den Wickelelementen 4, 5 angebracht werden. Vorzugsweise kannvorgesehen sein, dass eine vorgebbare Anzahl an Beschichtungen übereinander angeordnet sind.
[0060] Durch das Aufbringen einer Beschichtung kann das Bogengeräusch weiters beeinflusstwerden. Die Beschichtung beeinflusst dabei die Oberflächeneigenschaften des jeweiligen Wi¬ckelelements. Aufgrund der geringen Dicke einer derartigen Beschichtung in Relation zumQuerschnitt eines Wickelelements hat die Beschichtung in der Regel einen untergeordnetenEinfluss auf den Wärmetransport durch das Wickelelement. Es hat sich gezeigt, dass die Ober¬flächenbeschaffenheit, welche unmittelbar durch die Beschichtung beeinflusst ist, zusätzlichgeeignet ist, das Bogengeräusch über das Material hinaus zu beeinflussen.
[0061] Das erste und zweite Wickelelement 4, 5 ist vorzugsweise entweder als Draht oder alsBand 10, 11 ausgebildet, wobei vorgesehen ist, dass jeweils sämtliche Wickelelemente derVerbundwickellage 3 als Draht oder als Band 10,11 ausgebildet sind. Wie noch dargelegt, kanneine gegenständliche Musiksaite 1 mehrere Verbundwickellagen 3 aufweisen.
[0062] Die äußere Wickellage 6 weist dabei gemäß den besonders bevorzugten Ausführungs¬formen Wickelelemente 4, 5 auf, welche als Band 10, 11 oder als flachgeschmirgelter Drahtausgeführt sind.
[0063] Es ist daher bevorzugt vorgesehen, dass das erste Wickelelement 4 als erstes Band 10und das zweite Wickelelement 5 als zweites Band 11 ausgebildet sind, und dass das ersteBand 10 und das zweite Band 11 im Wesentlichen identische Dicken aufweisen. Das erste unddas zweite Band 10, 11 weisen dabei jeweils bevorzugt einen im Wesentlichen rechteckigemQuerschnitt mit vorgebbarer Kantenausbildung auf.
[0064] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform, und wie auch in Fig. 2 darge¬stellt, ist vorgesehen, dass das erste Band 10 eine erste Breite aufweist, und dass das zweiteBand 11 eine von der ersten Breite unterschiedliche zweite Breite aufweist. Dadurch kann einbestimmter Massebelag besonders einfach eingestellt werden. Dadurch ergeben sich weitrei¬chende Möglichkeiten zur gezielten Beeinflussung der tonalen Eigenschaften, insbesondereauch des Bogengeräusches, einer Musiksaite 1. Durch die unterschiedlichen Breiten kann dieBiegesteifigkeit der Musiksaite 1 und damit die Fähigkeit zur Ausbildung bestimmter Ober¬schwingungen unmittelbar beeinflusst werden.
[0065] Bevorzugt weisen das erste und/oder das zweite Band 10, 11 eine Dicke in einem Be¬reich von 0,01mm bis 1,2mm, sowie eine Breite in einem Bereiche von 0,07mm bis 2mm auf.
[0066] Sofern ein drittes Wickelelement vorgesehen ist, ist weiters bevorzugt vorgesehen, dassdas dritte Wickelelement als drittes Band ausgebildet ist, und dass das dritte Band im Wesentli¬chen identische Dicke wie das erste und zweite Band aufweist. Weiters sind die vorstehendbeschriebenen Ausbildungen des ersten und/oder zweiten Bandes auch beim dritten Bandvorgesehen.
[0067] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Musiksaite 1 weiters zwischen dem Saiten¬kern 2 und der äußeren Wickellage 6 wenigstens eine weitere Wickellage 7 aufweist. Dies istbevorzugt ebenfalls als Verbundwickellage 3 ausgebildet. Fig. 2 zeigt eine entsprechend aus¬gebildete weitere Wickellage 7. Bei dieser weiteren Wickellage 7 ist bevorzugt vorgesehen,dass das erste Wickelelement 4 als erster Draht 8 und das zweite Wickelelement 5 als zweiterDraht 9 ausgebildet sind, und dass der erste Draht 8 und der zweite Draht 9 im Wesentlichenidentische Durchmesser aufweisen. Bevorzugt ist der Draht 8, 9 als Runddraht ausgebildet,wobei auch andere Querschnitte, insbesondere hexagonal, vorgesehen sein können. Bevorzugtist vorgesehen, dass der Durchmesser der als Runddraht ausgebildeten ersten bzw. zweitenDrähte 8, 9 zwischen 0,05mm und 0,4mm beträgt.
[0068] Es ist vorgesehen, dass die Verbundwickellage 3 wenigstens ein erstes und ein zweitesWickelelement 4, 5 aufweist. Dabei können auch drei oder vier Wickelelemente 4, 5 in einerVerbundwickellage 3 angeordnet sein. Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsformen istvorgesehen, dass die Verbundwickellage 3 aufweist: [0069] - zwei erste Wickelelemente 4 und ein zweites Wickelelement 5, oder [0070] - ein erstes Wickelelement 4 und zwei zweite Wickelelemente 5, oder [0071] - drei erste Wickelelemente 4 und ein zweites Wickelelement 5, oder [0072] - ein erstes Wickelelement 4 und drei zweite Wickelelemente 5, oder [0073] - zwei erste Wickelelemente 4 und zwei zweite Wickelelemente 5, oder [0074] - ein erstes Wickelelement 4 und ein zweites Wickelelement 5 und ein drittes Wickelele¬ment.
[0075] Die ersten und zweiten Wickelelemente 4, 5 können dabei, wie bereits dargelegt alsDraht bzw. als Band ausgeführt sein.
[0076] Musiksaiten 1 weisen oftmals mehrere Wickellagen 3, 6, 7 auf, welche übereinanderlie¬gend angeordnet sind. Dabei kann jede Wickellage 6, 7 als Verbundwickellage 3 im Sinn dergegenständlichen Erfindung ausgebildet sein.
[0077] Es kann weiters bevorzugt vorgesehen sein, dass die Verbundwickellage 3 nächst demSaitenkern 2 angeordnet ist. Fig. 1 zeigt eine besonders einfach ausgebildete gegenständlicheMusiksaite 1, welche lediglich eine Verbundwickellage 3 aufweist, welche gleichzeitig nächstdem Saitenkern 2 angeordnet ist, als auch als außen liegende Wickellage 6.
[0078] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer gegenständlichen Musiksaite 1, welcheeine nächste dem Saitenkern 2 angeordnete, als Verbundwickellage 3 ausgebildete, weitereWickellage 7 aufweist, sowie eine als Verbundwickellage 3 ausgebildete äußere bzw. außenliegende Wickellage 6.
[0079] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Verbundwickellage 3 als Zwischenwickellageausgebildet ist. Als Zwischenwickellage wird dabei eine Wickellage bezeichnet, welche zwi¬schen zwei anderen Wickellagen 3, 6, 7 angeordnet ist.
[0080] Bevorzugt ist wenigstens an einem, dem Saitenkern 2 zugewandten Bereich der Ver¬bundwickellage 3 eine polymere Dämpfungsschicht angeordnet ist. Als Polymer kommen dabeiinsbesondere Öl-Wax-Gemische zum Einsatz.

Claims (19)

  1. Patentansprüche 1. Musiksaite (1) für Streichinstrumente, mit einem tragenden Saitenkern (2) und wenigstenseiner äußeren Wickellage (6), welche wenigstens ein erstes Wickelelement (4) und wenigs¬tens ein zweites Wickelelement (5) aufweist, wobei das wenigstens eine erste Wickelele¬ment (4) und das wenigstens eine zweite Wickelelement (5) in Form einer mehrgängigenSchraubenlinie um den Saitenkern (2) gewickelt sind, wobei das erste Wickelelement (4)als erstes Band (10) und das zweite Wickelelement (5) als zweites Band (11) ausgebildetsind, wobei das erste Band (10) und das zweite Band (11) im Wesentlichen identische Di¬cken aufweisen, und wobei das erste Band (10) und das zweite Band (11) jeweils einen imWesentlichen rechteckigem Querschnitt mit vorgebbarer Kantenausbildung aufweisen,dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Wickellage (6) als Verbundwickellage (3) aus¬gebildet ist, dass das erste Wickelelement (4) aus einem ersten Material mit einer erstenWärmeleitfähigkeit besteht, dass das zweite Wickelelement (5) aus einem zweiten Materialmit einer zweiten Wärmeleitfähigkeit besteht, und dass die erste Wärmeleitfähigkeit umwenigstens 170 W/m.K unterschiedlich zur zweiten Wärmeleitfähigkeit ist.
  2. 2. Musiksaite (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundwickellage(3) ein drittes Wickelelement umfasst, und dass das dritte Wickelelement aus einem drittenMaterial mit einer dritten Wärmeleitfähigkeit besteht, und dass die dritte Wärmeleitfähigkeitum wenigstens 170 W/m.K unterschiedlich zur ersten Wärmeleitfähigkeit und zur zweitenWärmeleitfähigkeit ist.
  3. 3. Musiksaite (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Musiksaite (1)wenigstens eine weitere Wickellage (7) aufweist, welche zwischen der äußeren Wickellage(6) und dem Saitenkern (6) angeordnet ist.
  4. 4. Musiksaite (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eineweitere Wickellage (7) als Verbundwickellage (3) ausgebildet ist.
  5. 5. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass daserste Band (10) eine erste Breite aufweist, und dass das zweite Band (11) eine von derersten Breite unterschiedliche zweite Breite aufweist.
  6. 6. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dasdritte Wickelelement als drittes Band ausgebildet ist, und dass das dritte Band im Wesentli¬chen identische Dicke wie das erste und zweite Band aufweist.
  7. 7. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieVerbundwickellage (3) aufweist: - zwei erste Wickelelemente und ein zweites Wickelelement, oder - ein erstes Wickelelement und zwei zweite Wickelelemente, oder - drei erste Wickelelemente und ein zweites Wickelelement, oder - ein erstes Wickelelement und drei zweite Wickelelemente, oder - zwei erste Wickelelemente und zwei zweite Wickelelemente, oder - ein erstes Wickelelement und ein zweites Wickelelement und ein drittes Wickelelement.
  8. 8. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass daserste Material und/oder das zweite Material und/oder das dritte Material jeweils ein Materialist, ausgewählt aus der Gruppe: Stahl oder Silber oder Silberlegierung oder Aluminium o-der Aluminiumlegierung oder Titan oder Titanlegierung oder Nickel oder Nickellegierung.
  9. 9. Musiksaite (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahl einen Cr-Gehalt von wenigstens 5% und/oder einen Ni-Gehalt von wenigstens 5%, vorzugsweise ei¬nen Cr-Gehalt von 17% bis 20% und einen Ni-Gehalt von 8% bis 12%, aufweist.
  10. 10. Musiksaite (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Silber alsReinsilber, vorzugsweise mit einem Reinheitsgrad von 99,999% oder 99,6%, oder alsFeinkornsilber ausgebildet ist.
  11. 11. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieSilberlegierung eine Silberlegierung ausgewählt aus der Gruppe: AgCu, AgCu 2, AgCu 6,AgPt 16, AgRh 16, AgCuNi, Sterlingsilber ist.
  12. 12. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieAluminiumlegierung als Aluminiumknetlegierung, insbesondere als AlMg, AlMg 5, AlMgMn,AICuMg, AICuSiMn, AIZnMg, AlMgSiCu, ausgebildet ist.
  13. 13. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dasTitan als Reintitan, vorzugsweise gemäß Grade 1 oder Grade 2 oder Grade 3 oder Grade4, ausgebildet ist.
  14. 14. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass dieTitanlegierung als Titanknetlegierung, insbesondere als TiAl 6 V 4, TiAl 6 V 6 Sn 2, TiAl 4Mo 4 Sn 2, ausgebildet ist.
  15. 15. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dieNickellegierung als Nickelknetlegierung, insbesondere Ni99,2 , Ni99,6 , Ni99,8 , NiMn2,ausgebildet ist.
  16. 16. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass derSaitenkern (2) als Einzeldraht, als Drahtseil, als Kunststofffaserbündel oder als Naturdarmausgebildet ist.
  17. 17. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass we¬nigstens an einem, dem Saitenkern (2) zugewandten Bereich der Verbundwickellage (3)eine polymere Dämpfungsschicht angeordnet ist.
  18. 18. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass aufdem ersten Wickelelement (4) und/oder dem zweiten Wickelelement (5) und/oder dem drit¬ten Wickelelement wenigstens eine Beschichtung angeordnet ist.
  19. 19. Musiksaite (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eineBeschichtung als Oxidschicht und/oder Nitridschicht und/oder Sulfidschicht ausgebildet ist. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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