AT527558A1 - Verfahren zur herstellung einer musiksaite - Google Patents

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AT527558A1
AT527558A1 ATA50696/2023A AT506962023A AT527558A1 AT 527558 A1 AT527558 A1 AT 527558A1 AT 506962023 A AT506962023 A AT 506962023A AT 527558 A1 AT527558 A1 AT 527558A1
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tensile force
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ATA50696/2023A
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Rieger Bernhard
Klanner Franz
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Zdenka Infeld Asset Man Gmbh
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Abstract

Bei einer Musiksaite (1), insbesondere für Streich- und/oder Zupfinstrumente, umfassend wenigstens einen tragenden Saitenkern (2) und wenigstens ein erstes Wickelelement (3), welches erste Wickelelement (3) in Form einer Schraubenlinie um den Saitenkern (2) gewickelt ist und einen Querschnitt mit einer Breite (12, 13) und einer Höhe (14, 17) aufweist, wobei die Höhe (14) normal zum Saitenkern (2) angeordnet ist, und wobei Seitenkanten (11) des ersten Wickelelements (3) zumindest bereichsweise aneinander anliegen, wird vorgeschlagen, dass das erste Wickelelement (3) in einem ersten Längenabschnitt (5) der Musiksaite (1) einen ersten Steigungswinkel (α) aufweist, dass das erste Wickelelement (3) in einem zweiten Längenabschnitt (4) der Musiksaite (1) einen zweiten Steigungswinkel (β) aufweist, und dass der zweite Steigungswinkel (β) unterschiedlich zum ersten Steigungswinkel (α) ist.

Description

1
Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die meisten bekannten Musiksaiten weisen über deren Länge im Spielbereich im Wesentlichen homogene mechanische Eigenschaften auf. Diese werden auf Musikinstrumenten, etwa Geigen oder Gitarren, aufgespannt und dienen der Tonerzeugung bei eben diesen Musikinstrumenten, wobei die Musiksaite etwa durch Streichen oder Zupfen von einem Musiker angeregt wird. Zur Anregung von Schwingungen unterschiedlicher Frequenz, daher zum Erzeugen unterschiedlicher Töne und Klangfarben wird die Saite entweder mit den Fingern oder einer mechanischen Klemme auf eine verkürzte Länge abgeklemmt. Dadurch entsteht eine verkürzte Saite, welche eine höhere Schwingungsfrequenz aufweist, da jede schwingende Saite eine Eigenfrequenz aufweist, welche lediglich von deren mechanischen Eigenschaften abhängt. Das Zupfen bzw. Streichen dient der
Energiezufuhr und bestimmt die Form der erzeugten Schwingungen.
Es hat sich als nachteilig herausgestellt, dass sich bei kürzeren gegriffenen bzw. abgeklemmten Saitenlängen der Klang der Saite deutlich vom Klang derselben Saite bei größerer schwingender Saitenlänge unterscheidet. Mit abnehmender schwingender bzw. gegriffener Saitenlänge nehmen Musiksaiten in der Regel einen zunehmend geschlossen bzw. eingeengt wirkenden Klangcharakter ein. Dadurch weisen Musikinstrumenten in unterschiedlichen Frequenzbereichen, bzw. im musikalischen Sprachgebrauch in unterschiedlichen Lagen, unterschiedliche Klangcharaktere, sowie für den Musiker unterschiedliche Handling-Eigenschaften bzw. ein unterschiedliches Spielgefühl auf. Da es bei Saiteninstrumenten oftmals möglich ist ein und denselben Ton auf unterschiedlichen Saiten - und daher auch mit unterschiedlicher Länge der jeweiligen Saite - anzuregen, kann das Musikinstrument in ein und demselben Frequenzbereich einen unterschiedlichen Klangcharakter aufweisen, je nachdem auf welcher Musiksaite und in welcher Lage (Position der Hand auf dem Griffbrett) der Ton erzeugt wurde, wodurch der Klangcharakter des betreffenden Musikinstruments sowie die Interpretation bzw.
Wiedergabe eines Musikstückes nachteilig beeinflusst werden können.
2
Weiters hat sich gezeigt, dass insbesondere Virtuosen spezielle bzw. außergewöhnliche Musiksaiten wünschen, um sich voll entfalten zu können, und dass die klanglichen bzw. spieltechnischen Möglichkeiten verfügbarer Musiksaiten oftmals nicht ausreichend sind. Derartige Musiker könnten noch besser bzw. ausdifferenzierter spielen, werden aber oft dadurch eingeschränkt, dass herkömmliche Musiksaiten manche musikalische Ausdrucksmöglichkeit nicht
ermöglichen bzw. physikalisch nicht zulassen.
Wie vorstehend bereits angeführt, schwingen Musiksaiten mit einer Eigenfrequenz, welche von der Länge abhängig ist, welche die Musiksaite bei der Schwingungsanregung aufweist. Diese Eigenfrequenz ist weiters auch vom Massebelang der Musiksaite abhängig, weshalb die meisten Musiksaiten neben einem tragenden Saitenkern zumindest eine Wickellage aufweisen, welche um den Saitenkern herumgewickelt ist. Diese Wickellage, welche primär dazu dient den Massebelag vorgebbar zu erhöhen, hat darüber hinaus auch direkten Einfluss auf die Klangcharakteristik einer Musiksaite. Die Wickellage kann Einfluss auf das
Obertonverhalten sowie die Dämpfung der Musiksaite haben.
Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite der eingangs genannten Art anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, und welche eine große Vielzahl an Möglichkeiten der
Klangeinstellung aufweist. Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
Dadurch bestehen erweiterte Möglichkeiten den Klang und das Handling einer
Musiksaite einzustellen bzw. vorzugeben.
Der Klang einer Musiksaite bzw. deren Klangcharakter werden vor allem von den Obertönen einer Schwingung beeinflusst. Die Biegesteifigkeit einer Musiksaite hat direkten Einfluss auf die Obertöne, vor allem auf deren Amplitude, aber auch deren Frequenz (harmonische oder unharmonische Obertöne). Die Biegesteifigkeit hat direkten Einfluss darauf ob bestimmte Obertöne überhaupt auftreten. Die Anzahl und die Frequenzen der Obertöne beeinflussen unmittelbar den Klang einer
Musiksaite.
3
Durch die Zugkräfte und/oder Spinnwinkel und/oder Kernzugkräfte, welche in unterschiedlichen Teilanschnitten der zu fertigenden Musiksaite auf unterschiedliche Werte bzw. Größen eingestellt werden, kann jeweils erreicht werden, dass das erste Wickelelement auf der fertigen Musiksaite in den betreffenden Teilanschnitten unterschiedliche Steigungen aufweist. Dadurch werden in den unterschiedlichen Längenabschnitten unterschiedliche Biegesteifigkeiten der Musiksaite erreicht. Die Biegesteifigkeit hat direkten Einfluss auf das Obertonverhalten und die Klangfarbe der Musiksaite. Indem unterschiedliche Bereiche bzw. Längenabschnitte der Musiksaite unterschiedliche Biegesteifigkeiten aufweisen, kann der Klang, die Klangfarbe, das Spielverhalten
und die Ansprache einer Musiksaite direkt und gezielt beeinflusst werden.
Die Steigung des ersten Wickelelements hat weiters Einfluss auf die lokale Dämpfung. Dadurch kann in unterschiedlichen Bereichen der Musiksaite eine unterschiedliche lokale Dämpfung erreicht werden, und der Klang der Musiksaite
weiter beeinflusst werden.
Dadurch können Musiksaiten mit besonderen Eigenschaften geschaffen werden. Dadurch ist es, abhängig von den konkreten Positionen der unterschiedlichen Längsabschnitten und den jeweiligen Zugkräften und/oder Spinnwinkeln und/oder Kernzugkräften, möglich, Musiksaiten zu schaffen, welche sich besonders dazu eignen mittels Streichen angeregt zu werden oder aber durch Zupfen. Dadurch können entweder besonders ausgeglichene Musiksaiten geschaffen werden, oder aber sehr spezielle Musiksaiten für besondere Anwendungen, bei denen spezielle Eigenschaften erforderlich sind, um dem Musiker die Möglichkeit zu geben zur
höchsten Virtuosität seiner musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten zu gelangen.
Dadurch können vor allem Musiksaiten geschaffen werden, welche bei unterschiedlichen abgegriffenen Längenabschnitten, daher bei unterschiedlichen Grundtönen, sehr ähnliche Klangcharakteristiken und sehr ähnliche Eigenschaften
beim Streichen aufweisen.
Die Erfindung betrifft weiters eine Musiksaite gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 15.
4
Die Erfindung hat daher weiters die Aufgabe eine Musiksaite der vorstehend genannten Art anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, und welche eine große Vielzahl an Möglichkeiten der Klangeinstellung
aufweist Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 12 erreicht.
Dadurch kann eine Musiksaite geschaffen werden, welche die vorstehend bereits
dargelegten Vorteile aufweist. Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind,
näher beschrieben. Dabei zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer gegenständlichen Musiksaite;
Fig. 2 ein Detail einer Ausführungsvariante einer Musiksaite gemäß Fig. 1 in
teilweise geschnittener und vereinfachter Darstellung;
Fig. 3 ein Teil der Ausführungsvariante der Musiksaite gemäß Fig. 2 im Grundriss;
und
Fig. 4 ein Bespiel für einen Verlauf der Zugkraft während der Herstellung über die
Länge des Saitenkerns.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen jeweils eine Musiksaite 1 bzw. Details einer Musiksaite 1, insbesondere für Streich- und/oder Zupfinstrumente, umfassend wenigstens einen tragenden Saitenkern 2 und wenigstens ein erstes Wickelelement 3, welches erste Wickelelement 3 in Form einer Schraubenlinie um den Saitenkern 2 gewickelt ist und einen Querschnitt mit einer Breite 12, 13 und einer Höhe 14, 17 aufweist, wobei die Höhe 14 normal zum Saitenkern 2 angeordnet ist, und wobei Seitenkanten 11 des ersten Wickelelements 3 zumindest bereichsweise aneinander anliegen, wobei das erste Wickelelement 3 in einem ersten Längenabschnitt 5 der Musiksaite 1 einen ersten Steigungswinkel a aufweist, wobei das erste
Wickelelement 3 in einem zweiten Längenabschnitt 4 der Musiksaite 1 einen
5
zweiten Steigungswinkel B aufweist, und wobei der zweite Steigungswinkel B
unterschiedlich zum ersten Steigungswinkel a ist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Details einer Musiksaite 1, welche mittels eines Verfahrens hergestellt wurde, wobei wenigstens ein erstes Wickelelement 3 in Form einer Schraubenlinie wenigstens mittelbar um, insbesondere direkt auf, einen Saitenkern 2 der Musiksaite 1 gewickelt wird, wobei das erste Wickelelement um einen ersten Längenabschnitt 5 des Saitenkerns 2 und einen, vom ersten Längenabschnitt 5 unterschiedlichen zweiten Längenabschnitt 4 des Saitenkerns 2 gewickelt wird, wobei während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts 5 das erste Wickelelement 3 mit einer ersten Zugkraft 7 gespannt gewickelt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes das erste Wickelelement 3 mit einer, von der ersten Zugkraft 7 unterschiedlichen zweiten Zugkraft 8 gespannt gewickelt wird,
und/oder
wobei während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts 5 das erste Wickelelement 3 mit einem ersten Spinnwinkel gewickelt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes das erste Wickelelement 3 mit einem, vom ersten Spinnwinkel unterschiedlichen zweiten Spinnwinkel ö gewickelt wird,
und/oder
wobei während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts 5 der Saitenkern 2 mit einer ersten Kernzugkraft gespannt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes der Saitenkern 2 mit einer, von der ersten Kernzugkraft
unterschiedlichen zweiten Kernzugkraft gespannt wird.
Dadurch bestehen erweiterte Möglichkeiten den Klang und das Handling einer
Musiksaite 1 einzustellen bzw. vorzugeben.
Der Klang einer Musiksaite 1 bzw. deren Klangcharakter werden vor allem von den Obertönen einer Schwingung beeinflusst. Die Biegesteifigkeit einer Musiksaite 1 hat direkten Einfluss auf die Obertöne, vor allem auf deren Amplitude, aber auch deren Frequenz. Die Biegesteifigkeit hat direkten Einfluss darauf, welche Amplitude bestimmte Obertöne aufweisen und wie hoch die Dämpfung in diesem
Frequenzbereich ist. Die Dämpfung beeinflusst die zeitliche Veränderung der
Schwingung. Die Anzahl, die Frequenzen, die Amplituden und das zeitliche
Verhalten der Obertöne beeinflussen unmittelbar den Klang einer Musiksaite 1.
Durch die Zugkräfte 7, 8, 9 und/oder Spinnwinkel und/oder Kernzugkräfte, welche in unterschiedlichen Teilanschnitten der zu fertigenden Musiksaite 1 auf unterschiedliche Werte bzw. Größen eingestellt werden, kann jeweils erreicht werden, dass das erste Wickelelement 3 auf der fertigen Musiksaite 1 in den betreffenden Teilanschnitten unterschiedliche Steigungen aufweist. Dadurch werden in den unterschiedlichen Längenabschnitten 4, 5, 6 unterschiedliche Biegesteifigkeiten der Musiksaite 1 erreicht. Die Biegesteifigkeit hat direkten Einfluss auf das Obertonverhalten und die Klangfarbe der Musiksaite 1. Indem unterschiedliche Bereiche bzw. Längenabschnitte der Musiksaite 1 unterschiedliche Biegesteifigkeiten aufweisen, kann der Klang, die Klangfarbe, das Spielverhalten
und die Ansprache einer Musiksaite 1 direkt und gezielt beeinflusst werden.
Die Steigung des ersten Wickelelements 3 hat weiters Einfluss auf die lokale Dämpfung. Dadurch kann in unterschiedlichen Bereichen der Musiksaite 3 eine unterschiedliche lokale Dämpfung erreicht werden, und der Klang der Musiksaite 3
weiter beeinflusst werden.
Dadurch können Musiksaiten 3 mit besonderen Eigenschaften geschaffen werden. Dadurch ist es, abhängig von den konkreten Positionen der unterschiedlichen Längsabschnitte 4, 5, 6 und den jeweiligen Zugkräften 7, 8, 9 und/oder Spinnwinkeln ö und/oder Kernzugkräften, möglich, Musiksaiten 1 zu schaffen, welche sich besonders dazu eignen mittels Streichen angeregt zu werden oder aber durch Zupfen. Dadurch können entweder besonders ausgeglichene Musiksaiten 1 geschaffen werden, oder aber sehr spezielle Musiksaiten 1 für besondere Anwendungen, bei denen spezielle Eigenschaften erforderlich sind, um dem Musiker die Möglichkeit zu geben zur höchsten Virtuosität seiner musikalischen
Ausdrucksmöglichkeiten zu gelangen.
Dadurch können vor allem Musiksaiten 1 geschaffen werden, welche bei unterschiedlichen abgegriffenen Längenabschnitten 4, 5, 6, daher bei unterschiedlichen Grundtönen, sehr ähnliche Klangcharakteristiken und sehr
ähnliche Eigenschaften beim Streichen aufweisen.
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Die in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsformen bzw. Detailansichten sind vereinfachte Darstellungen. Die Proportionen müssen nicht den vorgesehenen realen Proportionen entsprechen. Zum besseren Verständnis können einzelne Teile in stark vergrößerter Ansicht bzw. deutlich überzeichneten
Proportionen dargestellt sein.
Ein bevorzugtes Einsatzgebiet derartiger Musiksaiten 1 sind die Instrumente der Geigen-Familie, daher die Violine bzw. Geige, die Bratsche bzw. Viola, das Violoncello bzw. Cello, und der Bass bzw. Kontrabass bzw. die Bassgeige. Weitere bevorzugte Instrumente zum Einsatz erfindungsgemäßer Musiksaiten 1 sind Viola da Gamba und Viola d’Amore. Weiters können diese auch für Gitarren vorteilhaft eingesetzt werden. Derartige, erfindungsgemäße Musiksaiten 1 können bevorzugt für alle gestrichenen und/oder gezupften Saiteninstrumente vorgesehen sein, bei welchen die schwingende Länge der Musiksaite 1 zum Erzeugen von Klängen mit
unterschiedlichen Grundschwingungen verändert wird.
Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 sind zum Erzeugen tongebender Schwingungen vorgesehen, wobei ein bestimmter Typ von Musiksaite 1 für den Einsatz bei einer bestimmten Art von Musikinstrument vorgesehen ist, und weisen des Weiteren einen Stimmton und ein sog. Stimmgewicht als Merkmale auf, wobei der Stimmton den Grundton angibt, mit welchem ein Teillängenstück der Musiksaite 1 - innerhalb der Gesamtlänge der Musiksaite 1 zwischen deren Endbereichen 15, 16 - von der Länge der Mensur der bestimmten Art von Musikinstrument schwingt, wenn die Musiksaite 1 mit dem Stimmgewicht belastet, daher gespannt, ist, und zu einer Schwingung angeregt wurde. Mit dem Begriff „Stimmgewicht“ wird in diesem technischen Feld die Kraft bezeichnet, mit welcher die Musiksaite 1 zu spannen ist.
Eine andere Bezeichnung für das Stimmgewicht ist Saitenspannkraft.
Erfindungsgemäße Musiksaiten 1 weisen einen Saitenkern 2 auf, welcher dazu vorgesehen und ausgebildet ist die Kraft bzw. die Spannung, welcher die Musiksaite 1 im, auf einem Musikinstrument aufgespannten Zustand ausgesetzt ist, aufzunehmen. Der Saitenkern 2 ist daher lasttragend. Der Saitenkern 2 umfasst insbesondere ein Seil und/oder einen Draht und/oder ist dieser als Verbundkern ausgebildet. Bevorzugt umfasst der Saitenkern 2 wenigstens einen Kunststofffaden
und/oder ein Drahtseil und/oder einen Naturdarm und/oder einen Kunstdarm
und/oder ein Kunststoffband und/oder einen Kunststoffflachdraht und/oder einen Stahldraht und/oder ein Stahlseil.
Die gegenständliche Musiksaite 1 weist im gespannten Zustand bevorzugt eine Form auf, welche von einer im Wesentlichen kreiszylinderförmigen Umhüllenden
umschließbar ist.
Musiksaiten 1 für Grundtöne mit tieferen Frequenzen, vorzugsweise weniger als 700 Hz, insbesondere weniger als 500 Hz, weisen in der Regel Umwicklungen bzw. wenigstens eine erste Wickellage auf, um den Massebelag der Musiksaite 1 zu erhöhen. Die Grundfrequenz, mit welcher eine Musiksaite 1 schwingt, hängt von der schwingenden Länge bzw. Mensur der betreffenden Musiksaite 1, der Kraft, mit welcher die betreffende Musiksaite 1 gespannt ist, sowie vom Massebelag der Musiksaite 1 ab. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Musiksaite 1 wenigstens eine erste Wickellage aufweist, welche durch wenigstens ein erstes Wickelelement 3 gebildet ist, wobei das wenigstens eine erste Wickelelement 3 schraublinienförmig wenigstens mittelbar um den Saitenkern 2 gewickelt ist. Das erste Wickelement 3 muss daher nicht zwingend direkt bzw. unmittelbar auf den Saitenkern 2 gewickelt sein, sondern lediglich dieselbe Rotationsachse wie die Saitenkern aufweisen. Es können auch mehrere Wickelelemente nebeneinander in Form einer mehrgängigen
Schraubenlinie gewickelt sein und zusammen die erste Wickellage bilden.
Bevorzugt weist die Musiksaite 1 eine weitere Wickellage auf, welche entweder zwischen dem ersten Wickelelement 3 und dem Saitenkern 2 angeordnet ist, oder welche weitere Wickellage die erste Wickellage mit dem ersten Wickelelement 3 umgreift. Diese weitere Wickellage kann auch aus Mitten-Wickellage oder Ummantelungs-Wickellage bezeichnet werden. Die Rotationsachse des Saitenkerns 2 ist auch die Rotationsachse des ersten Wickelelements 3 und des weiteren Wickelelements. Das erste Wickelelement 3 ist auch dann um den Saitenkern 2 gewickelt, wenn dazwischen noch ein weiteres Wickelelement angeordnet ist. Die gegenständlichen Varianten des Bewickelns werden bevorzugt neben dem ersten Wickelelement 3 auch an dem weiteres einen weiteren Wickelelement
angewendet.
Wie in Fig. 2 dargestellt, umfasst die Musiksaite 1 weiters ein Dämpfungsmittel 18,
welches den Saitenkern 2 umschließt und welches in mechanischem Kontakt zu
dem nächsten Wickelelement, gegenwärtig das erste Wickelelement 3, steht.
Das erste Wickelelement 3 und/oder ein weiteres Wickelelement umfasst gemäß einer ersten bevorzugten Variante ein Metall ausgewählt aus der Gruppe: Aluminium, Magnesium, Eisen, Chrom, Nickel, Silizium, Silber, Gold, Platin, Rhodium, Ruthenium, Rhenium, Palladium, Osmium, Kupfer, Wolfram, Tantal, Mangan, Molybdän gebildet ist, wobei jeder der genannten Stoffe als Reinstoff im technischen Sinne vorgesehen sein kann, aber auch als Bestandteil einer Legierung. Als besonders vorteilhaft haben sich Musiksaiten 1 erwiesen, bei welchen die wenigstens eine Wickellage 3 umfassend wenigstens einer Legierung ausgewählt aus der Gruppe: Stahl, Aluminium-Magnesiumlegierungen, Aluminium-MagnesiumManganlegierungen, Silber-Kupferlegierungen, Silber-Platinlegierungen, SilberRhodiumlegierungen, Silber-Palladiumlegierungen, Eisen-Chrom-Nickel-SiliziumAluminium-Legierungen, Beryllium-Legierung, Phosphorbronze, Eisen-AluminiumChrom-Legierungen, Eisen-Chrom-Aluminium-Legierungen, Aluminium-EisenChrom-Legierungen, Aluminium-Silizium-Chrom-Legierungen, gebildet ist. Bei Stahl handelt es sich bevorzugt um Stahl, umfassend Legierungsbestandteile ausgewählt aus der Gruppe: Kohlenstoff, Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium, Mangan, Wolfram, wobei besonders bevorzugt Kohlenstoffstähle (C-Gehalt von 0,01% bis 0,03%) sowie Chrom-Nickel-Stähle (Cr-Gehalt von 17% bis 20%, Ni-Gehalt von 8% bis 10%) vorgesehen sind. Weiters kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Wickellage 3 eine Oberflächenbeschichtung aufweist, wobei eine Beschichtung mit wenigstens einem Metall, insbesondere Messing, Zinn, Nickel, und/oder einem Kunststoff, insbesondere einem Polymer vorgesehen sein kann. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass eine vorgebbare Anzahl an Beschichtungen übereinander
angeordnet sind.
Das erste Wickelelement 3 umfasst gemäß einer zweiten bevorzugten Variante einen Kunststoff ausgewählt aus der Gruppe: Polymere und/oder Aramid und/oder PEK und/oder PAEK und/oder PEEK und/oder PBT und/oder Polyester und/oder Nylon und/oder Polyethylen und/oder PET und/oder PEET und/oder PES und/oder PE und/oder PP und/oder POM und/oder PTFE und/oder PVDF und/oder PVDC und/oder HPPE und/oder PA und/oder PVC.
10
Das erste Wickelelement 3 weist einen Querschnitt auf. Bevorzugt ist vorgesehen, dass das erste Wickelelement 3 einen im Wesentlichen runden, insbesondere im Wesentlichen kreisförmigen oder elliptischen, Querschnitt aufweist. Als „rund“ wird gegenständlich insbesondere ein Querschnitt verstanden, welcher frei einer
oder mehrerer Ecken bzw. Kanten und frei von einer oder mehreren Geraden ist.
Alternativ zum vorstehend angeführten runden Querschnitt ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass das erste Wickelelement 3 einen Querschnitt mit wenigstens zwei, vorzugsweise drei oder vier, geraden, insbesondere im Wesentlichen paarweise parallelen, Seiten und gerundeten Verbindungsbereichen zwischen den Seiten aufweist. Insbesondere weist der Querschnitt die Form eines Vierecks mit
abgerundeten Ecken auf, wie in Fig. 2 dargestellt.
Ein jeder Querschnitt bzw. eine jede Form eines Querschnitts des ersten Wickelelements 3 weist eine Breite 12, 13 und eine Höhe 14, 17 auf. Die Höhe 14, 17 ist normal zum Saitenkern 2 angeordnet und zu messen. Das erste Wickelelement 3 kann über deren Verlauf unterschiedliche Querschnittsformen
aufweisen.
Ein jeder Querschnitt bzw. eine jede Form eines Querschnitts des ersten Wickelelements 3 weist zwei Seitenkanten 11 auf. Bei runden Querschnitten sind
die seitlichen Enden des Querschnitts die Seitenkanten 11.
Nachfolgend wird auf das Verfahren zur Herstellung einer gegenständlichen Musiksaite 1 sowie auf deren Aufbau eingegangen. Dabei wird Bezug auf Längenabschnitte 4, 5, 6 der Musiksaite 1 genommen. Ein Längenabschnitt 4, 5, 6 ist dabei ein Bereich bzw. Teil einer Musiksaite 1 bzw. des Saitenkerns 2 dieser Musiksaite 1, welcher Bereich entlang der Längserstreckung der Musiksaite 1 angeordnet ist. In Fig. 1 sind drei derartige Längenabschnitte 4, 5, 6, der erste Längenabschnitt 5, der zweite Längenabschnitt 4 und der dritte Längenabschnitt 6, eingezeichnet. Weiters ist in Fig. 1 der sog. Spielbereich 10 eingezeichnet. Ein Längenabschnitt 4, 5, 6 weist - in Längserstreckung der Musiksaite 1 - zumindest eine Länge auf, welche ausreichen ist um den vorherrschenden Steigungswinkel a, ß zu messen. Bevorzugt sind die Längenabschnitte 4, 5, 6 wenigstens 1 mm,
vorzugsweise wenigstens 10 mm, insbesondere wenigstens 50 mm, besonders
11
bevorzugt wenigstens 100 mm, lang. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform zumindest einer der Längenabschnitte 4, 5, 6 über den halben Spielbereich 10, insbesondere zwei Drittel des Spielbereichs 10, der Musiksaite 1.
Die einzelnen Längenabschnitte 4, 5, 6 können zueinander beabstandet sein.
Bei der Herstellung einer Musiksaite 1 wird das erste Wickelelement 3 in Form einer Schraubenlinie bzw. schraublinienförmig um den Saitenkern 2 gewickelt. Eine
andere Bezeichnung für „schraublinienförmig“ ist „helixförmig“.
Gemäß einer ersten Variante des Herstellungsverfahrens ist vorgesehen, dass das erste Wickelelement 3 während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts 5 mit einer ersten Zugkraft 7 gespannt wird und unter dieser Krafteinwirkung um den Saitenkern 2 gewickelt wird. Wie in Fig. 3 dargestellt, wirkt die Zugkraft 7, 8, 9 entlang einer sog. Längserstreckung des ersten Wickelelements 3 bzw. normal auf den Querschnitt des ersten Wickelelements 3 aufgebracht. Während des Bewickelns eines, vom ersten Längenabschnitt 5 unterschiedlichen zweiten Längenabschnitts 4, wird das erste Wickelelement 3 mit einer zweiten Zugkraft 8 gespannt gewickelt. Die zweite Zugkraft 8 unterscheidet sich von der ersten Zugkraft 7. Die unterschiedlichen Zugkräfte 7, 8, 9 führen zu unterschiedlichen Verformungen des Saitenkerns 2 und dadurch zu unterschiedlichen Steigungswinkeln a, B des ersten
Wickelelement 3.
Es gibt unterschiedliche bekannte technische Möglichkeiten diese Zugkraft 7, 8, 9 aufzubringen und deren Stärke einzustellen und beizubehalten. Insbesondere ist vorgesehen, dass die zweite Zugkraft 8 um zumindest 10%, vorzugsweise um 50% bis 300%, unterschiedlich zu der ersten Zugkraft 7 eingestellt wird. In der Praxis hat es sich als Vorteilhaft erwiesen, wenn die erste Zugkraft 7 und/oder die zweite Zugkraft 8 auf einen Wert zwischen 0,5 N und 100 N eingestellt werden. Dieser
Wertebereich hat sich in der Herstellung als Vorteilhaft erwiesen.
Bevorzugt wird die Zugkraft 7, 8, 9 innerhalb eines Längenabschnittes 4, 5, 6 bzw. während dessen Bewickelung im Wesentlichen Konstant gehalten. Es kann jedoch
auch eine stetige Veränderung 19 vorgesehen sein, wie in Fig. 4 dargestellt.
12
Gemäß einer zweiten Variante des Herstellungsverfahrens ist vorgesehen, dass während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts 5 das erste Wickelelement 3 mit einem ersten Spinnwinkel gewickelt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes das erste Wickelelement 3 mit einem, vom ersten Spinnwinkel unterschiedlichen zweiten Spinnwinkel ö gewickelt wird. Als Spinnwinkel ö wird in der Praxis der Winkel zwischen der Rotationsachse des Saitenkerns 2 bzw. der ersten Wickellage und der Längserstreckung des ersten Wickelelements 3 verstanden. In Fig. 3 ist der zweite Spinnwinkel ö eingezeichnet. Unterschiedlichen Steigungswinkeln a, B des ersten Wickelelement 3 sind eine direkte Folge unterschiedlicher Spinnwinkel ö. Dieser Effekt wird durch unterschiedliche Zugkräfte 7, 8, 9 und/oder unterschiedliche Kernzugkräfte noch
verstärkt.
Wie in Fig. 3 gezeigt, kann beim Wickelvorgang bevorzugt vorgesehen sein, dass der erste und/oder zweite Spinnwinkel ö derart gewählt bzw. eingestellt wird, dass das erste Wickelelement 3 - beim unmittelbaren Kontakt mit dem Saitenkern 2 oder einer darunter angeordneten weiteren Wickellage - den daneben angeordneten und zuvor aufgewickelten Teil des ersten Wickelelements 3 teilweise überragt bzw. überlagert. Alternativ dazu kann der erste und/oder zweite Spinnwinkel ö derart gewählt werden, dass das erste Wickelelement 3 - beim unmittelbaren Kontakt mit dem Saitenkern 2 oder einer darunter angeordneten weiteren Wickellage - stets einen Abstand zu dem daneben angeordneten und zuvor aufgewickelten Teil des
ersten Wickelelements 3 aufweist.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass der zweite Spinnwinkel ö um zumindest 0,25 Grad, insbesondere 1 bis 10 Grad, unterschiedlich zum ersten Spinnwinkel eingestellt wird. Dadurch können vorteilhafte unterschiedliche Steigungswinkel a, B geschaffen werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass der erste Spinnwinkel und/oder der zweite Spinnwinkel ö auf einen Wert zwischen 50 Grad und 89 Grad eingestellt werden. Der der erste und/oder der zweite Spinnwinkel ö sind dabei jeweils bezogen auf die Verbindungslinie zwischen den Befestigungsvorrichtungen an welchen die beiden Enden der Musiksaite 1 während der Fertigung befestigt
bzw. eingespannt bzw. eingehakt sind. In Fig. 3 entspricht dies der Achse 20.
13
Bevorzugt wird der Spinnwinkel © innerhalb eines Längenabschnittes 4, 5, 6 bzw. während dessen Bewickelung im Wesentlichen Konstant gehalten. Es kann jedoch wie in Fig. 4 betreffend die Zugkräfte dargestellt - auch eine stetige Veränderung
der Spinnwinkel ö vorgesehen sein.
Gemäß einer dritten Variante des Herstellungsverfahrens ist vorgesehen, dass während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts 5 der Saitenkern 2 mit einer ersten Kernzugkraft gespannt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes 4 der Saitenkern 2 mit einer, von der ersten Kernzugkraft unterschiedlichen zweiten Kernzugkraft gespannt wird. Als Kernzugkraft wird die Kraft bezeichnet, mit welcher der Saitenkern 2 während des Fertigungsvorganges gespannt ist bzw. wird. Die Kernzugkraft hat direkten Einfluss auf die Biegesteifigkeit und die Verformungen des Saitenkerns 2. Unterschiedliche Kernzugkräfte führen dadurch zu unterschiedlichen Steigungswinkeln a, B des
ersten Wickelelement 3.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die zweite Kernzugkraft um zumindest 10%, vorzugsweise um 50% bis 700%, unterschiedlich zu der ersten Kernzugkraft eingestellt wird. Dadurch können vorteilhafte unterschiedliche Steigungswinkel a, B geschaffen werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass die erste Kernzugkraft und/oder die zweite Kernzugkraft auf einen Wert zwischen 2 N und 350 N,
insbesondere zwischen 7 N und 250 N, eingestellt werden.
Bevorzugt wird die Kernzugkraft innerhalb eines Längenabschnittes 4, 5, 6 bzw. während dessen Bewickelung im Wesentlichen Konstant gehalten. Es kann jedoch wie in Fig. 4 betreffend die Zugkräfte dargestellt - auch eine stetige Veränderung
der Kernzugkraft vorgesehen sein.
All diese drei Varianten können kombiniert werden. Die Veränderung der Zugkraft 7, 8, 9 kann zusammen mit der Veränderung des Spinnwinkels ö erfolgen. Die Veränderung der Zugkraft 7, 8, 9 kann zusammen mit der Veränderung der Kernzugkraft erfolgen. Die Veränderung der Kernzugkraft kann zusammen mit der Veränderung des Spinnwinkels erfolgen. Die Veränderung der Zugkraft 7, 8, 9 kann zusammen mit der Veränderung des Spinnwinkels und der Veränderung der
Kernzugkraft erfolgen.
14
Neben der Vorgabe bzw. Veränderung der Zugkräfte 7, 8, 9 und/oder der Spinnwinkel ö und/oder der Kernzugkräfte können die Steigungswinkel a, B weiters durch die Position des Wickelpunktes beeinflusst werden, an welchem das erste Wickelelement 3 wenigstens mittelbar um den Saitenkern 2 herum gewickelt wird. Der Wickelpunkt ist ein Punkt entlang der Längserstreckung des Saitenkern 2,
dessen Position am Saitenkern 2 sich während des Wickelvorganges ändert.
Der Saitenkern 2 ist an beiden Seiten bzw. an beiden Endbereichen eingespannt, durch welche Befestigung die Position der Endbereiche in wenigstens eine Achse im
Wesentlichen fixiert wird.
Die Form des Saitenkerns 2 folgt während des Wickelvorganges einer Biegelinie. Abhängig von den Abständen des ersten Wickelpunktes 3 zu den seitlichen Befestigungspunkten bzw. Auflagern ist auch die Durchbiegung des Saitenkerns 2 bei ansonsten gleich bleibenden Zugkräften 7, 8, 9, Spinnwinkeln ö bzw. Kernzugkräfte - unterschiedlich. Dies kann Einfluss auf die Steigungswinkel a, B
haben.
Neben dem ersten und dem zweiten Längenabschnitt 4, 5 kann die Musiksaite 1 noch mit weiteren Längenabschnitten 6 mit weiteren unterschiedlichen Zugkräften 9 und/oder Spinnwinkeln und/oder Kernzugkräften hergestellt werden. Während des Umwickelns eines, vom ersten Längenabschnitt 5 und vom zweiten Längenabschnitt 4 unterschiedlichen dritten Längenabschnitts 6, wird das erste Wickelelement 3 bevorzugt mit einer, von der ersten Kraft 7 und der zweiten Kraft 8 unterschiedlichen dritten Kraft 9 gespannt und/oder mit einer, vom ersten Spinnwinkel und vom zweiten Spinnwinkel ö unterschiedlichen dritten Spinnwinkel aufgewickelt und/oder der Saitenkern 2 mit einer, von der ersten Kernzugkraft und der zweiten Kernzugkraft unterschiedlichen dritten Kernzugkraft gespannt. Dadurch können die schwingungstechnischen bzw. klanglichen Eigenschaften der
Musiksaite 1 noch genauer bzw. differenzierter eingestellt werden.
Es können unterschiedliche Übergänge zwischen den Längenabschnitten 4, 5, 6 vorgesehen sein. Bei einem ersten bevorzugten Übergang, werden der erste Längenabschnitt 4 und der zweite Längenabschnitt 5 im Wesentlichen unmittelbar
aneinander angrenzend ausgebildet. Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung
15
eines im Wesentlichen unmittelbaren Überganges innerhalb nur ca. einer einzigen
Umdrehung des ersten Wickelelements 3.
Bei einem zweiten bevorzugten Übergang zwischen den Längenabschnitten 4, 5, 6 gibt es einen im Wesentlichen kontinuierlichen Übergangsbereich zwischen den beiden Längenabschnitten 4, 5, wie etwa in Fig. 4 dargestellt. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass die Zugkräfte 7, 8, 9 und/oder die Spinnwinkel und/oder die Kernzugkräfte über einen vorgebbaren Abschnitt der Musiksaite 1, insbesondere zumindest über den gesamten Spielbereich 10, stetig geändert,
insbesondere stetig erhöht oder stetig verringert, werden.
Der Wechsel von der ersten Zugkraft 7 zur zweiten Zugkraft 8 und/oder vom ersten Spinnwinkel zum zweiten Spinnwinkel ö und/oder von der ersten Kernzugkraft zur zweiten Kernzugkraft erfolgt vorzugsweise während des fortdauernden Bewickelns des Saitenkerns 2. Es wird dabei der Wickelvorgang bzw. die Rotation des
Saitenkerns 2 nicht gestoppt bzw. unterbrochen.
Die unterschiedlich hohen bzw. starken Zugkräfte 7, 8, 9 haben, ebenso wie die unterschiedlichen Spinnwinkel und die unterschiedlichen Kernzugkräfte jeweils Einfluss auf bestimmte Eigenschaften des ersten Wickelelements 3. Insbesondere Querschnitte bzw. Breiten 12, 13 und Höhen 14, 17 des ersten Wickelelements 3 können aufgrund unterschiedlicher Zugkräfte und/oder Spinnwinkel und/oder Kernzugkräfte in unterschiedlichen Längenabschnitten 4, 5, 6 unterschiedliche Abmessungen aufweisen. So ist ein erster Querschnitt des ersten Wickelements 3 im ersten Längenabschnitt 5 unterschiedlich zu einem zweiten Querschnitt des ersten Wickelelements 3 in dem zweiten Längenabschnitt 4 ist. Weiters ist eine erste Breite 12 des ersten Wickelements 3 im ersten Längenabschnitt 5 unterschiedlich zu einer zweiten Breite 13 des ersten Wickelelements 3 in dem zweiten Längenabschnitt 4 ist. Wenn etwa - wie in Fig. 4 beispielhaft dargestellt die zweite Zugkraft 8 größer der ersten Zugkraft 7 ist, ist die erste Querschnittsfläche größer als die zweite Querschnittsfläche. Die Art der Verformung und damit auch die Abmessungen und der ersten Breite 12 und der
zweiten Breite 13 sind werkstoffabhängig.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das erste Wickelelement 3 derart gewickelt wird, dass Seitenkanten 11 des ersten Wickelelements 3 zumindest bereichsweise aneinander anliegen. Das erste Wickelement 3 weist daher eine erste und eine zweiten Seitenkante 11 auf, und ist derart gewickelt, dass die erste Seitenkante eines ersten Wickelumfanges die zweite Seitenkante eines unmittelbar nachfolgenden zweiten Wickelumfangs zumindest bereichsweise berührt. Die Fig. 2 und 3 zeigen jeweils Details bevorzugter Ausführungsformen mit wenigstens bereichsweise einander kontaktierende Seitenkanten 11 des ersten Wickelelements 3. Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Seitenkanten der unmittelbar nachfolgenden Wickelumfänge zueinander beabstandet sind und sich
daher nicht berühren.
Wie bereits dargelegt, verursachen die unterschiedlichen Zugkräfte 7, 8, 9 unterschiedliche Breiten 12, 13 ein und desselbigen Wickelelements 3. Eine fortlaufende seitliche Kontaktierung bzw. eine Berührung der Seitenkanten 11 aufeinander folgender Wicklungen führt dazu, dass sich der Steigungswinkel a, B ändert. Der Steigungswinkel a, B ist analog der technischen Lehre von Schrauben
definiert.
Bei einer, gemäß dem gegenständlichen Verfahren mit zumindest bereichsweise aneinander anliegen Seitenkanten 11 hergestellten, Musiksaite 1 weist das erste Wickelelement 3 in einem ersten Längenabschnitt 5 einen ersten Steigungswinkel a und in einem zweiten Längenabschnitt 4 einen zweiten Steigungswinkel B auf, wobei der zweite Steigungswinkel B unterschiedlich zum ersten Steigungswinkel a ist. In Fig. 3 sind dieser erste und zweite Steigungswinkel a, B eingezeichnet. Diese
unterschiedlichen Steigungswinkel a, B sind ein direktes Verfahrensergebnis.
Es hat sich als vorteilhaft, sowohl betreffend die Herstellung als auch die Möglichkeiten zur Klangbeeinflussung, erwiesen, dass der zweite Steigungswinkel B um 0,25 Grad bis 19 Grad oder um 20 Grad bis 50 Grad unterschiedlich zum ersten Steigungswinkel a ist. Ein derartiges Beispiel ist in Fig. 3 dargestellt. Dabei ist auch der Differenzwinkel y dargestellt: v = B - a. Wenn - wie in Fig. 4 dargestellt während der Herstellung der Musiksaite 1 die zweite Zugkraft 8 größer der ersten Zugkraft 1 war, dann ist der zweite Steigungswinkel B größer als der erste
Steigungswinkel a. Wenn während der Herstellung - bei unveränderter Kernzukraft
17
- der zweite Spinnwinkel ö größer dem ersten Spinnwinkel war, dann ist der zweite Steigungswinkel B kleiner als der erste Steigungswinkel a. Wenn während der Herstellung die zweite Kernzugkraft größer der ersten Kernzugkraft war, dann ist der zweite Steigungswinkel B kleiner als der erste Steigungswinkel a. Wenn der zweite Steigungswinkel B größer dem ersten Steigungswinkel a ist kann ein vorgebbarer Abstand zwischen den einzelnen benachbarten Teilen des ersten Wickelelements 3 erreicht werden. Ein entsprechend ausgebildeter Längsabschnitt der Musiksaite weist - verglichen mit den dichter bzw. enger umwickelten Längsabschnitten - eine geringere Biegesteifigkeit auf. Dies kann sich auf den Klang
sowie die Verwendung der Musiksaite 1 auswirken.
Unterschiedliche Zugkräfte 7, 8, 9 und/oder unterschiedliche Spinnwinkel und/oder unterschiedliche Kernzugkräfte führen zu unterschiedlichen Anpresskräften auf den Saitenkern bzw. das Dämpfungsmittel 18 und damit zu einem unterschiedlichen Eindringen in diese. Die Musiksaite 1 kann daher nach der Herstellung in unterschiedlichen Längenabschnitten 4, 5, 6 unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Musiksaite 1 auf einen vorgebbaren, insbesondere gemeinsamen bzw. gleichen, Durchmesser abgeschliffen wird. Dadurch kann erreicht werden, dass der Massebelag über die gesamte Länge im Wesentlichen gleich ist, die Musiksaite 1 aber dennoch in unterschiedlichen Längenabschnitten 4, 5, 6 unterschiedliches Obertonverhalten und damit
unterschiedliche Klangeigenschaften aufweist.
Nachfolgend werden Grundsätze für das Verständnis und die Auslegung
gegenständlicher Offenbarung angeführt.
Merkmale werden üblicherweise mit einem unbestimmten Artikel „ein, eine, eines, einer“ eingeführt. Sofern es sich aus dem Kontext nicht anders ergibt, ist daher
„ein, eine, eines, einer“ nicht als Zahlwort zu verstehen.
Ein „im Wesentlichen“ in Verbindung mit einem Zahlenwert mitumfasst eine Toleranz von + 10% um den angegebenen Zahlenwert, sofern es sich aus dem
Kontext nicht anders ergibt.
18
Bei Wertebereichen sind die Endpunkte mitumfasst, sofern es sich aus dem Kontext
nicht anders ergibt.

Claims (20)

19 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung einer Musiksaite (1), insbesondere einer Musiksaite nach einem der Ansprüche 12 bis 18, wobei wenigstens ein erstes Wickelelement (3) in Form einer Schraubenlinie wenigstens mittelbar um, insbesondere direkt auf, einen Saitenkern (2) der Musiksaite (1) gewickelt wird, wobei das erste Wickelelement um einen ersten Längenabschnitt (5) des Saitenkerns (2) und einen, vom ersten Längenabschnitt (5) unterschiedlichen zweiten Längenabschnitt (4) des Saitenkerns (2) gewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts (5) das erste Wickelelement (3) mit einer ersten Zugkraft (7) gespannt gewickelt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes das erste Wickelelement (3) mit einer, von der ersten Zugkraft (7) unterschiedlichen zweiten Zugkraft (8) gespannt gewickelt wird,
und/oder
dass während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts (5) das erste Wickelelement (3) mit einem ersten Spinnwinkel gewickelt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes das erste Wickelelement (3) mit einem, vom ersten Spinnwinkel unterschiedlichen zweiten Spinnwinkel (0) gewickelt wird,
und/oder
dass während des Bewickelns des ersten Längenabschnitts (5) der Saitenkern (2) mit einer ersten Kernzugkraft gespannt wird, und dass während des Bewickelns des zweiten Längenabschnittes (4) der Saitenkern (2) mit einer, von der ersten
Kernzugkraft unterschiedlichen zweiten Kernzugkraft gespannt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der ersten Zugkraft (7) zur zweiten Zugkraft (8) und/oder vom ersten Spinnwinkel zum zweiten Spinnwinkel (3) und/oder von der ersten Kernzuskraft zur zweiten
Kernzugkraft während des fortdauernden Bewickelns mit dem ersten
20
Wickelelement (3) gewechselt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Zugkraft (8) um zumindest 10%, vorzugsweise um 50% bis 300%,
unterschiedlich zu der ersten Zugkraft (7) eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zugkraft (7) und/oder die zweite Zugkraft (8) auf einen Wert
zwischen 0,5 N und 100 N, insbesondere zwischen 1 N und 50 N, eingestellt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spinnwinkel (6) um zumindest 0,25 Grad, insbesondere 1 bis 10
Grad, unterschiedlich zum ersten Spinnwinkel eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Spinnwinkel und/oder der zweite Spinnwinkel (0) auf einen Wert
zwischen 50 Grad und 89 Grad eingestellt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kernzugkraft um zumindest 10%, vorzugsweise um 50% bis 700%,
unterschiedlich zu der ersten Kernzugkraft eingestellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kernzugkraft und/oder die zweite Kernzugkraft auf einen Wert
zwischen 2 N und 350 N, insbesondere zwischen 7 N und 250 N, eingestellt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wickelelement (3) derart gewickelt wird, dass Seitenkanten (11) des
ersten Wickelelements (3) zumindest bereichsweise aneinander anliegen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wickelelement (3) einen im Wesentlichen runden, insbesondere im
Wesentlichen kreisförmigen oder elliptischen, Querschnitt aufweist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wickelelement (3) einen Querschnitt mit wenigstens zwei,
vorzugsweise drei oder vier, geraden, insbesondere im Wesentlichen paarweise
21
parallelen, Seiten und gerundeten Verbindungsbereichen zwischen den Seiten
aufweist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Längenabschnitt (4) und der zweite Längenabschnitt (5) im
Wesentlichen unmittelbar aneinander angrenzend ausgebildet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein weiteres Wickelelement schraublinienförmig um das erste Wickelelement (3) oder zwischen dem Saitenkern (2) und dem ersten
Wickelelement (3) gewickelt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die Musiksaite (1) auf einen vorgebbaren Durchmesser abgeschliffen wird.
15. Musiksaite (1), insbesondere für Streich- und/oder Zupfinstrumente, umfassend wenigstens einen tragenden Saitenkern (2) und wenigstens ein erstes Wickelelement (3), welches erste Wickelelement (3) in Form einer Schraubenlinie um den Saitenkern (2) gewickelt ist und einen Querschnitt mit einer Breite (12, 13) und einer Höhe (14, 17) aufweist, wobei die Höhe (14) normal zum Saitenkern (2) angeordnet ist, und wobei Seitenkanten (11) des ersten Wickelelements (3) zumindest bereichsweise aneinander anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wickelelement (3) in einem ersten Längenabschnitt (5) der Musiksaite (1) einen ersten Steigungswinkel (a) aufweist, dass das erste Wickelelement (3) in einem zweiten Längenabschnitt (4) der Musiksaite (1) einen zweiten Steigungswinkel (ß) aufweist, und dass der zweite Steigungswinkel (B)
unterschiedlich zum ersten Steigungswinkel (a) ist.
16. Musiksaite (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der
zweite Steigungswinkel (ß) geringer als der erste Steigungswinkel (a) ist.
17. Musiksaite (1) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Steigungswinkel (ß) um 0,25 Grad bis 19 Grad unterschiedlich zum
ersten Steigungswinkel (a) ist.
18. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
22
gekennzeichnet, dass ein erster Querschnitt des ersten Wickelements (3) im ersten Längenabschnitt (5) unterschiedlich zu einem zweiten Querschnitt des ersten
Wickelelements (3) in dem zweiten Längenabschnitt (4) ist.
19. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Breite (12) des ersten Wickelements (3) im ersten Längenabschnitt (5) unterschiedlich zu einer zweiten Breite (13) des ersten
Wickelelements (3) in dem zweiten Längenabschnitt (4) ist.
20. Musiksaite (1) nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Musiksaite (1) wenigstens ein weiteres Wickelelement aufweist, welches schraublinienförmig um das erste Wickelelement (3) oder
zwischen dem Saitenkern (2) und dem ersten Wickelelement (3) gewickelt ist.
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