AT55444B - Verfahren zur Darstellung von Anthranol. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Anthranol.

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  Verfahren zur Darstellung von Anthranol. 



   Das von Lieberman (Berichte, 20, S. 1854) beschriebene Verfahren zur Darstellung von Anthranol durch Reduktion von Anthrachinon mit Zinn und Salzsäure in Eisessig geht zwar glatt, ist aber sehr kostspielig. Technisch vorteilhafter ist das Verfahren des   U.   R.   P.     Nr. 201543,   das in der Reduktion von in konzentrierter Schwefelsäure gelöstem Anthrachinon mit Metallen besteht. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich   Anthranol   in technisch noch vorteilhafterer Weise   darstell ssn   lässt, wenn man Anthrachinon in wässeriger Suspension mit Eisen bei Gegenwart von   Eisenehtorür   erhitzt. Ein Zusatz von Säuren, z. B. Essigsäure, ist für die Erzielung des   Reaktionsergebnisses unwesentlich.   Der Zusatz von Essigsäure empfiehlt sich nur dann, 
 EMI1.1 
   chloridlösung   zuzufügen und aufzukochen, um in einer Operation aus Anthrachinon   Dianthron   zu erhalten. 



   Dieses Ergebnis war nicht vorauszusehen. Wenn man auch bei der Reduktion von   itro\erbindungen   das Zinn im allgemeinen durch Eisen ersetzen kann, so liegen über die Substituierbarkeit des Zinns durch Eisen bei anderen Verbindungen, z. B. von Ketonen, keine Erfahrungen vor. Und wenn dies auch der Fall wäre, so liess sich beim Anthrachinon, bei dem eine ganze Reihe von Reduktionsprodukten   möglich   sind, in keiner Weise voraussehen, wie weit die Reduktion gehen und ob sie einheitlich verlaufen würde. 



   Das vorliegende Verfahren gestattet im Gegensatz zu dem von Liebermann und dem des   1).   R. P. Nr.   201543   bei Abwesenheit eines Lösungsmittels zu arbeiten und führt in glatter Reaktion zu reinem   Anthranol.   
 EMI1.2 
 die Reduktion des Anthrachinons mit Zinn und Salzsäure, abgesehen davon, dass man dabei als Nebenprodukt Biauthryl erhält, schon wegen der   Schwerlöslichkeit   des Anthrachinons in Salzsäure technisch unvorteilhaft ist. Dazu kommt noch, dass das vorliegende Verfahren bei Temperaturen zu arbeiten gestattet, bei denen nach dem bisherigen Stand unserer Kenntnisse die Darstellung von Anthranol unmöglich erscheinen musste. 



   Bereits   Liebermann (Annalen, Bd. 212, S. 7) schrieb vom Anthranol: #sein Schmelz-   punkt wurde zwischen 163 und 170  gefunden; schärfer wird er wohl deshalb nicht erhalten, weit die Substanz sich schon hei der   Schmelzhitze   zersetzt. Bei stärkerem Erhitzen wird sie bald grün und   missfarbig."   
 EMI1.3 
 erstarrt beim Erkalten und lässt sich in einfacher Weise von der   Eisenschwamm   und Eisenchlorür enthaltenden Reaktionsflüssigkeit trennen. Man kann aber auch die Reaktionsmasse direkt absaugen, mit verdünnter luftfreier Natronlauge auskochen und in Salzsäure filtrieren Der Niederschlag wird abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Die leichte Veranderlichkeit des nthranols an der Luft verlangt Vorsicht bei der Aufarbeitung. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Anthranul, dadurch gekennzeichnet, dass man Anthra- EMI1.4 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT55444D 1910-06-30 1911-02-04 Verfahren zur Darstellung von Anthranol. AT55444B (de)

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