AT83415B - Verfahren zur Herstellung von unlösliche Metallverbindungen enthaltenden Seifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von unlösliche Metallverbindungen enthaltenden Seifen.

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AT83415B
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soaps
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Karl Dr Endriss
Heinrich Schuster
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Karl Dr Endriss
Heinrich Schuster
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Description


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 seifen (Kernseifen, Schmierseifen u.   dgl.)   bedeutend erhöht wird, wenn man den für die
Seifenbereitung dienenden Rohstoffen vor oder während des Seifenbildungsprozesses grössere
Mengen von solchen Stoffen zusetzt, welche die Fähigkeit haben, sich mit Alkali zu unlöslichen Verbindungen umzusetzen. 



   Auf Grund dieser Erkenntnis ist man in der Lage, Seifen von erhöhter Waschkraft herzustellen oder den Fettsäuregehalt von Seifen ohne Einbusse an Waschkraft erheblich zu vermindern. 



    Als geeignete Zusatzstoffe kommen in erster Linie wasserlösliche Salze und Doppelsalze der Erdalkali-und Schwermetalle, wie Magnesium, Aluminium, Zink, Blei, Kupfer in   Betracht. Diese Metallsalze setzen sich mit dem vorhandenen Alkali zu unlöslichen Verbindungen, in der Regel Oxyden, Hydroxyden, oder Karbonaten der Erdalkali-und Schwermetalle um, welche in feinster Verteilung in der fertigen Seife vorhanden sind und bei der Verwendung der Seife in Form von Emulsionen zur Wirkung kommen. 



   Die Menge der zuzusetzenden Metallsalze kann in weiten Grenzen schwanken. Ausgezeichnete Ergebnisse wurden z. B. erzielt, durch Zusatz von   50   bis 100 Teilen Metallsalz auf 100 Teile angewandte Fettsäure. Man kann aber auch in gegebenen Fällen den Metallsalzzusatz erheblich höher wählen, so dass unter Umständen der Seife auch ein Einfaches ihres Fettsäuregehaltes an Metallsalzen einverleibt werden kann. Als untere Grenze dürfte im allgemeinen ein Metallsalzzusatz von   I00/0, bez0gen   auf den Fettansatz, anzusehen sein. Eine Unterschreitung dieses Grenzwertes dürfte nur ausnahmsweise in Betracht kommen. 



  Im allgemeinen wird man bei Toiletteseifen den Zusatz an Metallsalz niedriger wählen, z. B. 5 bis 25 Teile Metallsalz auf 100 Teile Fettsäure, während man bei Wasch-und Textilseifen in der Regel nicht unter 25% an Zusatzstoffen heruntergehen wird. 



   Um die gewünschten Wirkungen zu erzielen, ist es erforderlich, dass das Metallsalz ganz oder doch zu erheblichem Teil mit Alkali umgesetzt wird. Man muss daher für die Anwesenheit der zur Umsetzung der Zusatzstoffe erforderlichen Alkalimengen Sorge tragen, d. h. die Verseifung mit einem solchen Überschuss an Alkali vornehmen, dass das Alkali nicht nur zur Verseifung des Fettstoffes, sondern auch zu der erforderlichen Umsetzung der Metallsalzzusätze ausreicht. Während der Fachmann bisher sein Bestreben darauf richten musste, möglicht wenig Alkali im Überschuss zu haben, um eine möglicht neutrale Seife zu bekommen, ist es bei vorliegender Erfindung umgekehrt erforderlich, mit grösserem Alkali- überschuss zu. arbeiten, welcher sich natürlich nach der Menge des Zusatzes an Metallsalz richtet.

   Im übrigen braucht man bei der Bemessung des Verhältnisses von Alkali zu Metallsalz nicht allzu ängstlich zu sein. Ist z. B. ein geringer Überschuss von Metallsalz vorhanden, so wird derselbe das beim Waschprozess durch Dissociation freiwerdende Alkali binden, und hierdurch ständige Neutralität der Seife gewährleistet. 
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   schuss von freiem Alkali in der fertigen Seife nicht schädlicht wirkt, wenn der Seife beträchtliche Mengen von Metallsalz nach Massgabe der Erfindung zugesetzt worden sind. Es   

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 wurde z.   B.   gefunden, dass bei Zusatz von 10 und mehr Teilen Metallsalz auf 100 Teile Fettsäure Seifen, welche noch i bis   2% an   freiem Alkali (bezogen auf Fettsäure) enthielten. nachteilige Wirkungen auf das Waschgut nicht ausüben.

   Die überraschende Tatsache, dass das emulgierte Metalloxyd bzw. Metallhydroxyd die Wirkung des freien, sowie des durch Dissociation freiwerdenden Alkalis der Seife aufzuheben vermag, dürfte gegebenenfalls auf die Bildung von Verbindungen, in welchen das zugesetzte Metall dem Alkali gegenüber die Rolle eines Säurebildners spielt, z. B. von Alkalialuminnaten, Alkalizinkaten usw., zurückzuführen sein. 



   Das Verfahren eignet sich für die Herstellung von Seifen für häusliche, gewerbliche, kosmetische oder medizinische Zwecke. Es bietet den grossen Vorteil, dass man durch die Einverleibung der feinverteilten Metalloxyde die Waschwirkung der Seife erheblich erhöhen kann oder dass man den Fettsäuregehalt der Seifen erheblich niedriger bemessen und doch die gleiche Waschwirkung erzielen kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch Anwesenheit von Zusatzstoffen im Sinne der Erfindung neutrale und auch während des Waschens durch Bindung des   Dissoiitionsalkalis   neutralbleibende Seifen erzielt werden und dass eine schädigende Wirkung auf das Waschgut selbst dann nicht eintritt, wenn in der fertigen Seife noch geringe Mengen von freiem Alkali vorhanden ist.

   Bei Verwendung der Seifen in gelöster Form kommen die einverleibten Metalloxyde in Form von Emulsionen zur Wirkung, wodurch die zum Teil auf   Emulgierungsfähigkeit   beruhende Wirkung der Seife verstärkt wird. Je nach der Natur des einverleibten Metalloxyds oder der einverleibten Metalloxyde können noch besondere medizinische, kosmetische oder gewerbliche Erfolge erzielt werden. 



   Beispiele : i. Herstellung von Feinseife (Toiletteseife). 



   100 kg Fettsäure werden mit 60   Ag/).  grädiger   Lauge in der Wärme verseift. Sobald die volle Verseifung erreicht ist, was sich durch ein Nachlassen des Steigen der Masse 
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 sulfat hinzugegeben und das Rühren bis zur völligen Umsetzung der Stoffe, erkennbar an dem Flüssigwerden des Gemisches, fortgesetzt. Man lässt die fertige Seife 2 bis 3 Stunden im bedeckten Kessel stehen und behandelt sie dann in der üblichen Art weiter. 



   2. Herstellung von fester Seife für gewerbliche Zwecke. (Flockenseife). 



   75 kg Fettsäure und 25 kg Talg werden mit   771/2 kg 40grädiger   Lauge in der Wärme 
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 Kalialaun und 10 kg kalzinierter Soda und setzt das Rühren bis zur völligen Umsetzung der Stoffe fort, die sich an dem Klarerwerden der Seife zu erkennen gibt.   Nötigenfalls   wird die Seife durch Zusatz von i bis   2%   Kochsalz gehärtet. Nach dem Erkalten der Masse, 
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 Magnesiumgruppe vorzunehmen. Nach dieser Vorschrift musste der vorhandene Alkaligehalt analytisch ermittelt und eine demselben genau entsprechende Menge von Magnesiumsalz oder Zinksalz zugesetzt werden. 



   Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende grundsätzliche dadurch, dass es auf die Erhöhung der Waschkraft bzw. die Ersparnis an Fettsäure abzielt und zu diesem Zwecke den Zusatz erheblicher Mengen von Metallsalz benutzt mit der   Mass-   gabe, dass für die Anwesenheit der zur Umsetzung dieses Metallsalzes erforderlichen Alkalimenge Sorge getragen wird. Während bei dem bekannten, auschliesslich auf die Gewinnung von Neutralseifen abzielenden Verfahren der Alkaliüberschuss naturgemäss möglichst gering bemessen war, so dass bei Natralisierung dieses Alkalis auch nur geringe Mengen von Metallsalzen der Seife einverleibt wurden, zielt umgekehrt die vorliegende Elfindung auf die Ein- 
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 vorliegender Erfindung erforderlich, mit Absicht auch für Anwesenheit entsprechend grosser Mengen von Alkali Sorge zu tragen.

   Während bei dem bekannten Verfahren eine genaue Neutralisierung der geringen Alkalimengen vorgeschrieben worden ist, kann bei vorliegender Erfindung sowohl Metallsalz in   gewissem Überschuss   gegeben werden, als auch noch ungebundenes Alkali in der fertigen Seife anwesend sein, da die in erheblicher Menge anwesenden Metalloxyde die schädliche Wirkung geringer Mengen von freiem, wie auch von Dissociationsalkali beseitigen. 



   Es ist ferner bekannt, Seifen kolloidale Oxyde bzw. Hydroxyde, wie Quecksilberoxyd, Zinkoxyd, Silberoxyd für therapeutische Zwecke einzuverleiben, derart, dass man fertige Seifen   srhmilzt,   oder in konzentrierter Lösung überführt, mit Metallsalzen und äquivalenten 

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   Mengen von Ätzalkali   versetzt und nach Befreiung der Seifen von den gebildeten löslichen Salzen und vom überschüssigen Alkali eindampft. Hierbei soll die Seife als Schutzkolloid wirken ; es sollen Adsorptionsverbindungen des kolloidal gelösten Metalls mit der Seife gebildet werden. 



   Demgegenüber werden bei vorliegendem Verfahren während des üblichen Seifenherstellungsprozesses bestimmte Metallsalze zu unlöslichen Metalloxyden schwach basischen Charakters umgesetzt, welche in emulsionsartiger Verteilung in Gemeinschaft mit den ebenfalls in der Seife verbleibenden bei der Umsetzung entstandenen Alkalisalze die Waschkraft der Seife beträchtlich erhöhen. Die vorliegende Erfindung beruht mithin auf einer anderen Erkenntnis und bedient sich zur Erreichung des erstrebten Zieles auch anderer Mittel. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Herstellung von unlösliche   Metallverbindungen. enthaltenden Seifen)   dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Erhöhung der Waschkraft bzw. Ersparnis an 
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 und Zinks, die Fähigkeit haben, sich mit Alkali zu unlöslichen Metallverbindungen schwachbasischen Charakters umzusetzen, und diese Metallsalze ganz oder zum Teil mit Alkali umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass bei Wasch-und Textilseifen nicht wesentlich weniger als 10 % und bei Toiletteseifen nicht wesentlich weniger als 5 % Metallsalze, berechnet auf die Fettsäuremenge, zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umsetzen der Zusatzstoffe mit überschüssigem Alkali der Gehalt an Alkali so bemessen wird, dass in der fertigen Seife. nur noch wenig freies Alkali, vorteilhaft auf 100 Teile Fettsäure nicht mehr als i bis 2 Teile freies Alkali vorhanden ist.
AT83415D 1916-07-18 1918-02-18 Verfahren zur Herstellung von unlösliche Metallverbindungen enthaltenden Seifen. AT83415B (de)

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