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Vorrichtung zum Zerteilen der Birnen elektrischer Glühlampen behufs Wiederher- stellung.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abschneiden und Wiederherstellen elektrischer Lampenbirnen und bildet eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens des österreichischen
Patentes Nr. 73761.
Gemäss der Erfindung wird die zu behandelnde Lampe auf einem Support aufgehängt und zentriert.
Dies geschieht mittels zweier Hülsen, die ein selbsttätiges konzentrisches Einspannen bewirken und welche eine Drehbewegung um ihre gemeinsame Achse erhalten. Die Birne wird so gehalten, dass sie sich winklig zu einem feststehenden Diamanten verstellen lässt und ebenso zu einem Mundstück zum Aufbringen eines erhitzenden oder abkühlenden Mittels. Der von der Birne abzutrennende Teil wird von einer Stütze aufgenommen. Letztere wird von einer senkrechten Welle gehalten, die zentrisch zur Birne liegt. Die
Stütze nimmt auch an der Verstellung mit teil. Die Einrichtung zum Festhalten und Zentrieren der Birne beruht auf dem Prinzip der bei photographischen Verschlüssen bekannten Irisblenden.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt eines halbautomatischen Kopfes für eine
Maschine gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist ein Grundriss hiezu. Fig. 3 und 4 zeigen im senkrechten Schnitt und Grundriss, in offener und geschlossener Stellung, die automatischen Klemmarme zum Einspannen der Birne, wobei letztere vor dem Diamanten und vor das Mundstück gebracht ist. Fig. 5 ist ein senk- rechter Schnitt einer abweichenden Ausführungsform des halbautomatischen Kopfes der Maschine.
Jeder Kopf wird gebildet durch einen Rahmen 1, der mittels vertikaler Ständer 2 einen Support 3 trägt. Der letztere ist in der Mitte vertieft und dient als Führungslager für eine Mitteltülle 4. Diese ist auf Kugeln zum Lager verstellbar angeordnet und kann durch einen gezahnten Ring 5 gedreht werden.
Dieser kämmt mit einem Rade 6 (Fig. 2) auf einer senkrechten Welle y, welche durch den Rahmen 1 hindurchgeht. Auf jeder Seite der horizontalen Flächen des Supports 3 trägt die Mitteltülle 4 automatisch wirkende Klemmhülsen 8, 9, welche die Birne in solcher Weise festzuhalten suchen, dass ihre Achse mit der Drehachse der ganzen Einrichtung übereinstimmt.
Die automatischen Klemmhülsen 8, 9 (Fig. 4 und 5) mit Irisverschlüssen werden durch je einen
Ring 10 gebildet, der auf der Ober-und Unterseite der beweglichen Tülle 4 befestigt ist. Jeder Ring trägt eine ringförmige Metallschale 11, die durch die Ständer 12 und Scheiben 13 gehalten wird. Die
Schale ist winklig zu dem zugehörigen Tragring 10 durch Gleiten zwischen den passend geformten Flächen der Ständer 12 einstellbar. Kreisförmige, einander gleiche Metallarme 14 sind in der Schale 11 unter- gebracht und an dem Boden durch Zapfen 15 befestigt. An ihren entgegengesetzten Enden tragen die Arme 14 je einen Finger 16, der in einem Führungsschlitz 17 im Ring 10 der Hülse eingreift.
Da die Arme 14 gleich lang sind, so befinden sich die Zapfen 15 und die Schlitze 17 in gleichen Abständen voneinander.
Die zum Ring 10 winklig verstellbare Schale 11 steht unter der Wirkung einer Gegenfeder 18, die gegen den Ring 10 so anliegt, dass die Arme M symmetrisch zur Öffnung der Mitteltülle 4 (Fig. 5) verstellt werden.
Durch Betätigung eines Knopfes 19, mit dem die Schalen 11 ausgestattet sind, ist es möglich, die Arme einander zu nähern oder voneinander zu entfernen. Da ihre Zapfen mit der beweglichen Schale 11 aus einem Stück bestehen und da sie so schwingen, dass sie eine veränderliche Entfernung zur gemeinschaft- lichen Drehachse des Systems einnehmen, so werden diese Arme durch den Angriff auf die Finger 16 ihrer andern Enden verstellt.
Werden die Knöpfe 19 losgelassen, so klemmen die Arme 14 beim Zurück. gehen in ihre Lage das zwischen sie gebrachte Objekt fest und zentrieren dasselbe.
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Unter der Tülle 4, die die Drehung ihrer zwei konzentrischen Hülsen 8, 9 veranlasst, ist in Richtung der Drehachse der letzteren eine senkrechte, durch den Rahmen 1 hindurchgehende Welle 20 vorgesehen. Diese trägt eine in der Höhe einstellbare Tülle 21. Die letztere ist befestigt durch eine nachgiebige Feder 22 in einer rohrförmigen Hülse 23. Diese lagert mittels eines Kugellagers auf einem mittleren Ansatze des Rahmens 1. Die Hülse 23 trägt einen gezahnten Ring 25, welcher die Bewegung durch ein Zahnrad auf die senkrechte Welle 7 überträgt. Der Antrieb der Hülse erfolgt durch eine Scheibe 26, welche auf ihr befestigt ist.
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ruht in der Schale 21.
Die so aufgehängte Lampe ist auf ihrem ganzen Umfange unterhalb des Trägers 3 zugänglich und es steht der Anordnung einer Zerschneidvorrichtung für die Lampenwandung kein Hindernis entgegen. Der Rahmen. 1 besitzt daher zwei hohle Ständer 27, in denen zwei Stangen 28 geführt und in passender Höhe einstellbar angeordnet sind. Diese durch einen Steg 29 vereinigten Ständer tragen den Diamanthalter 291 und ein Mundstück 30. Das letztere ist abgeflacht, so dass es einen Teil des Umfangs der Lampe beherrscht. Die Öffnung im Mundstück macht es möglich, einen dünnen Strahl kalter Luft oder heisser Gase auf die Glasbirne zu richten, um diese an der angeschnittenen Stelle abzutrennen.
Natürlich lassen sich Diamant und Mundstück an den Stangen 28 in Höhe und Richtung verstellen.
Die Einrichtung als Ganzes macht es möglich, die Lampe vor und nach der Abtrennoperation zu verstellen, ohne dass irgendein Teil abgenommen werden braucht, da das ganze mit gleicher Geschwindigkeit umläuft. Da aber die Hülsen 8, 9 in parallelen Ebenen sich bewegen, beschreibt jeder Punkt der Wandung einen Kreis vor dem Diamanten 291 sowohl, als auch vor dem Schlitz des Mundstückes 30.
Nachdem der Diamant die Birne ringsherum eingeschnitten hat, ist es nur nötig, die eingeschnittene Stelle mittels eines Blasrohres 31 durch das Mundstück 30 mit Luft zu erhitzen, wodurch die Birne an der eingeschnittenen Stelle abspringt, da der Diamant mit dem Mundstück auf genau der gleichen Höhe sich befindet. Dadurch ist es auch möglich, das Abtrennen des Glases noch durch Durchblasen kalter Luft in das Mundstück 30 zu unterstützen. Der untere Teil der Birne fällt dann in die durch die Welle 20 gedrehte Schale 21 und wird entfernt, nachdem der obere Teil der Lampe aus seinem Halter 8, 9 entfernt ist. Dann wird eine neue Birne eingesetzt und, wie beschrieben, zertrennt.
Nachdem die zertrennten Birnen so erhitzt worden sind, dass der kohlenstoffhaltige Niederschlag, der sie dunkel färbte, verschwunden ist, und nachdem der Faden erneuert wurde, ist es nur nötig, die entsprechenden Teile der Birne wieder zusammenzubringen und sie unter der Einwirkung der Flamme eines geeigneten Gebläses zu vereinigen, um so die Lampe wieder herzustellen. Später wird in bekannter Weise evakuiert, wodurch eine neue Lampe entsteht.
Fig. 1 zeigt eine Maschine mit 4 Köpfen. Der Rahmen 1 der Köpfe ruht mittels Ansätzen auf einem Ring 32, der durch Arme 33 mit einer Nabe 34 verbunden ist. Die Ständer 2 sichern die Befestigung der Köpfe 1 auf dem Ring 32, indem sie durch Ansätze hindurchgehen, mit denen die Rahmen versehen sind. Die Nabe 34 wird durch eine hohle Mittelwelle 35 geführt, die als Schutzumhüllung für die Leitungen 36 dient. Letztere führen das Heiz-oder Abkühlmittel nach den Abzweigungen 37 des Gebläses 31. Vor dem Gebläse befindet sich das Mundstück 30. Die Umhüllung 35, welche die Arme 37 trägt, kann durch einen mit Gegengewicht belasteten Hebel 38 hoch und nieder bewegt werden. Der Hebel wirkt auf das
Ganze durch das Gestänge 39 ein (vgl. die Einzeldarstellung in Endansicht Fig. 1).
Die den Treibring 32 tragende Nabe 34 läuft mittels einer Kugelspur auf der Fläche des Ansatzes 40 in der Mitte einer Platte 41. Die letztere, welche als Grundplatte für die Maschine dient und die mit Tragfüssen versehen sein kann, trägt die Transmission zum Antreiben der Maschine und auch die Vorrich- tung zum Anhalten des Kopfes 1 in jeder Stellung. Hiezu sind Zapfen 42 unter dem Ring 32 angeordnet.
Diese greifen nacheinander einen nachgiebigen Bolzen 43 an, der als Anschlag dient. Dieser Bolzen wird
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Stellung des Kopfes 1 zu der senkrechten Achse der Maschine sind Gruppen von drei Treibrolle 45 unter dem Ring 32 vorgesehen. Diese wirken auf übereinstimmende Rollen 26 ; die die Welle 20 und die oberen automatischen Zentrierhülsen 8, 9, welche die Lampe verstellen, treiben. Die Wellen der Rollen 45 sind in einer Hülse 46 angeordnet. Diese ist an einem Arm 47 angelenkt, der zu dem festen Tisch 41 gehört.
Die Hülse 46 steht unter der Wirkung einer Feder 48, welche die Rollen 45 mit den Rollen 26 des Kopfes 1 der Maschine in Eingriff bringt. Die Verstellung in dieser Richtung wird begrenzt durch eine Anschlagschraube 49. Die Rolle 45 erhält ihre Bewegung von der Riemen-oder Schnurseheibe 50. Drei Treibrollen 45 sind für jeden beweglichen Kopf 1 vorgesehen, so dass der Antrieb der Rollen 26 auf alle Fälle gesichert ist. Die Birne kann mit ihrer Grundläche (Fuss) in höchster Lage, wie in Fig. 5 gezeigt, befestigt werden. In diesem Falle klemmen die Hülsen 8, 9 den Fuss ein und der obere Teil wird zwischen den Armen 14 gehalten. In diesem Falle kann die Schale 21 ausgestattet sein mit einer konzentrischen Klemmhülse 52, gleich den oberen Hülsen 8, 9.
Diese Hülse dient zum Festhalten des unteren Teiles der Lampe und veranlasst diesen, sich mit dem übrigen Teil zu drehen,
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Die übrige Einrichtung bleibt bei dieser Ausführungsform sonst die gleiche wie bei der vorher beschriebenen Vorrichtung.