BE1032694A1 - Pflanztopf aus thermogeformtem Kunststoff - Google Patents
Pflanztopf aus thermogeformtem KunststoffInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G9/00—Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
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- A01G9/021—Pots formed in one piece; Materials used therefor
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Pflanztopf aus thermogeformten Kunststoff, mit einem Boden und zumindest einer Seitenwand, wobei die Seitenwand eine Stapelkante aufweist und in einen oberen Stapelrand übergeht, der ein Auflager für eine Stapelkante eines weiteren, identisch ausgebildeten Pflanztopfes ausbildet, und wobei die Seitenwand zwischen Stapelkante und Stapelrand bezogen auf eine Längsmittelachse des Pflanztopfes einen sich nach oben hin verjüngenden Stützbereich ausbildet, wobei eine Wandstärke der Seitenwand von der Stapelkante hin zum Stapelrand zunimmt und in einem Schnitt quer zur Längsmittelachse in einer oberen Hälfte des Stützbereichs und insbesondere auf Höhe der Unterseite des Stapelrandes die Wandstärke in Umfangsrichtung um die Längsmittelachse regelmäßig und vorzugsweise wellenförmig variiert.
Description
-1- BE2024/5351
Pflanztopf aus thermogeformtem Kunststoff
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Pflanztopf aus thermogeformtem Kunststoff, mit einem Boden und zumindest einer Seitenwand, wobei die Seitenwand eine Sta- pelkante aufweist und in einen oberen Stapelrand übergeht, der ein Auflager für eine
Stapelkante eines weiteren, identisch ausgebildeten Pflanztopf ausbildet, und wobei die Seitenwand zwischen Stapelkante und Stapelrand bezogen auf eine Längsmittel- achse des Pflanztopfes einen sich nach oben hin verjúngenden Stützbereich ausbil- det, d.h. in Richtung der Längsmittelachse vom Boden weg auRenseitig mit geringer werdenden Abmessungen versehen ist. Die Seitenwand läuft im Stützbereich, der sich zum Stapelrand des Pflanztopfes hin erstreckt, in einem Schnitt betrachtet somit geneigt oder gebogen in Richtung der Längsmittelachse, sodass beispielsweise eine
Umhüllende eines im Querschnitt, quer zur Mittelachse, runden Pflanztopfs im Stütz- bereich konisch und sich nach oben vom Boden weg verjüngend ausgebildet ist.
Ein gattungsgemäRer Pflanztopf ist aus der EP 1 422 993 B1 bekannt. Dieser aus einer dünnen Kunststofffolie im Thermoformverfahren hergestellte Pflanztopf ist sta- pelbar. Der Pflanztopf wird auch als tiefgezogener Pflanztopf bezeichnet. Für eine leichte Entformbarkeit einerseits und eine andererseits ausreichend hohe Stabilität im Stützbereich ist dieser zumindest einenends beispielhaft wellenförmig gestaltet.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen gattungsgemäßen Pflanztopf der- gestalt weiterzubilden, dass er beschädigungsfrei höhere Stapel ausbilden kann, welche sich zudem insbesondere maschinell leicht entstapeln lassen.
-2- BE2024/5351
Die Aufgabe wird gelöst durch einen Gegenstand gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung zu entnehmen.
Erfindungsgemäß nimmt eine Wandstärke der Seitenwand von der Stapelkante hin zum Stapelrand zu. Hierdurch ist der Stützbereich an sich stabiler ausgebildet.
Gleichzeitig variiert in einem Schnitt quer zur Längsmittelachse in einer oberen
Hälfte des Stützbereichs und insbesondere auf Höhe der Unterseite des Stapelran- des die Wandstärke in Umfangsrichtung um die Längsmittelachse regelmäßig, ins- besondere wobei sich regelmäßig ein Bereich größerer Wandstärke an einen Be- reich dünnerer Wandstärke anschließt. Insbesondere kann die Änderung der Wand- stärke in Umfangsrichtung eine alternierende und vorzugsweise eine Wellenform ausbilden.
Durch die Variation der Wandstärke werden gezielt Bereiche in Angrenzung an den
Stützrand oder als Teil desselben geschaffen, über die zusätzlich oder verstärkt
Stützkräfte geleitet werden, während andere Bereiche mit geringeren Wandstärken zu einer weiterhin guten Entformbarkeit des Pflanztopfes aus der Tiefziehform bei- tragen. Durch die regelmäßige Anordnung und insbesondere sich abwechselnde An- ordnung von Bereichen größerer und kleinerer Wandstärken um die Längsmittel- achse des Topfes herum ist unabhängig davon, ob es sich um im Querschnitt runde, viereckige oder anders geformte Töpfe handelt, eine höhere Stabilität als bei gat- tungsgemäßen Pflanztöpfen vorhanden.
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Insbesondere sind mehr als 20 und insbesondere zwischen 30 und 100 sowie be- sonders zwischen 40 und 80 gemeinsame Bereiche jeweils einer größeren und einer kleinerer Wandstärke in Umfangsrichtung aneinander angeordnet.
Allgemein verläuft die Längsmittelachse zentral und mittig im auf einem horizontalen
Untergrund aufgestellten Pflanztopf von dessen Boden, der vorzugsweise mit Lô- chern zur Be- und Entwässerung und/oder Belüftung versehen ist, vertikal nach oben. Bei im Querschnitt im Wesentlichen runden Pflanztôpfen verläuft die Längs- mittelachse durch das Zentrum des Pflanztopfes, bei im Querschnitt eckigen Pflanz- tôpfen durch den Schnittpunkt der durch jeweils gegenüberliegende Ecken verlau- fenden Geraden. Die Umfangsrichtung ist eine Richtung um die Längsmittelachse herum auf einer Höhe entlang oder in der Seitenwand des Pflanztopfes.
Während im Stand der Technik aufgrund der indizierten Wellenform Stützbereiche zu schwach ausgebildet sind, werden gemäß der Erfindung nun im Thermoformver- fahren gezielt diejenigen Bereiche des Stapelrandes verstärkt, die bei beispielsweise wellenfôrmigen Konturen stärker belastet sind. Hierdurch wird die Stabilität des
Pflanztopfes wesentlich gesteigert.
Der Stapelrand des Topfes ist derjenige Rand, der im Anwendungs- und Stapelfall auf seiner Oberseite mit einem aufsitzenden Pflanztopf in Berührung kommt und der typischerweise im Wesentlichen flanschartig an die Seitenwand angrenzt. Insbeson-
-4- BE2024/5351 dere der zur Längsmittelachse hin gerichtete, innenseitige Kantenbereich des Sta- pelrandes ist im Stapelfall stark belastet. Zur Stärkung dieses Kantenbereiches steigt die Wandstärke eines weiteren erfindungsgemäBen Ausführungsbeispiels des
Pflanztopfes insbesondere bis auf die Hôhe der Unterseite des Stapelrandes an. Die
Unterseite des Stapelrandes ist derjenige Teil, der sich in der Regel im Wesentlichen horizontal von der Seitenwand in Angrenzung an die Außenseite der Seitenwand er- streckt.
Vorzugsweise variiert der Abstand zwischen Längsmittelachse (bei runden Tôpfen) oder einer Längsmittelebene (bei eckigen Tôpfen) und einer Innenseite der Seiten- wand in Umfangsrichtung und auf einer Hôhe bezogen auf die Längsmittelachse we- niger stark als der Abstand der Außenseite der Seitenwand zur Längsmittelachse bzw. Längsmittelebene hin. Dies gilt insbesondere für das obere Drittel und/oder das obere Viertel des Stützbereichs. Die Längsmittelebene ist eine in einem Querschnitt zu einer Seitenwand eines eckigen Topfes parallel zur Erstreckung der Seitenwand durch die Längsmittelachse verlaufende Ebene. Die Innenkante kann dadurch gleichförmiger ausgebildet sein und es findet insbesondere auf Höhe der Unterseite des Stapelrandes ein Ausgleich zwischen einerseits einer die Elastizität des Topfes im Stützbereich fördernden beispielsweise Wellenform für eine Entformung im Ther- moformverfahren und andererseits einer gleichförmigere Kantenbildung für eine gute
Ausbildung einer Aufstandsfläche statt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform sind auf der Innenseite des Stützbereichs in
Umfangsrichtung die Unterschiede im Abstand nebeneinander liegender Bereiche
-5- BE2024/5351 vollumfänglich größer Null (> 0), so dass eine in Umfangsrichtung beispielsweise vollständig wellenfôrmige Kante ausgebildet wird. Dies ermöglicht insbesondere eine leichte Entnahme aus dem Stapel, da durch die noch geringfügig zurückspringenden
Kanten eine bessere Belüftung des Innenbereiches zwischen den ineinander gesta- pelten Tôpfen stattfinden kann.
In einer alternativen Ausführungsform ist der Unterschied auf der Innenseite gleich
Null, dass heißt auf Höhe der Unterseite des Stapelrandes ist der von unten kom- mende Stützbereich kreisrund (bei runden Pflanztöpfen) und vollständig eckig (bei eckigen Pflanztöpfen) ausgebildet, so dass eine gleichmäßige Kante des Stapelran- des ausgebildet wird.
Vorzugsweise weist der Stützbereich Einbuchtungen der Seitenwand nach innen, d.h. zum Pflanztopfinneren hin, und Ausbuchtungen der Seitenwand nach außen auf, wobei der Anstieg der Wandstärke der Ausbuchtung zum Stapelrand hin größer ist als der Anstieg der Wandstärke der Einbuchtung. Einerseits wird durch den
Wanddickenaufbau eine stabilere Kante und ein stabilerer Stapelrand erzeugt, ande- rerseits wird gleichzeitig und insbesondere in den Fällen, in denen die zusätzliche
Materialansammlung auf der Innenseite des Pflanztopfes erfolgt, auf dieser Seite die auf einer Höhe vorhandene Kontur von Ein- und Ausbuchtungen aneinander ange- nähert. Beispielsweise erfolgt dies dergestalt, dass sich der radiale Abstand der Aus- buchtungen von der Längsmittelachse oder -ebene dem Abstand der Einbuchtungen annähert.
-6- BE2024/5351
Auf der Innenseite wird bis vorzugsweise zum Stapelrand eine Wulst oder Vorwöl- bung ausgebildet, die zur Stabilisierung des Stapelrandes beiträgt. Im Thermoform- verfahren wird dies über die Formgebung des Werkzeuges sowie über eine gezielte
Kühlung der Folie während der Herstellung bewirkt. In einer Ansicht von oben bildet diese Wulst in etwaiger Ergänzung zum weiteren Verlauf des Stützbereichs einen in- nenseitig hinterschnittenen Bereich aus.
Gleichwohl ist der Stützbereich vom Stapelrand bis zur Stapelkante im Wesentlichen durchgehend und insbesondere wellenförmig gestaltet.
Insbesondere ist in einer Seitenansicht in einem Vertikalschnitt durch den Stützbe- reich diese an ihrem unteren Ende außenseitig im Bereich der Ausbuchtungen mit einem größeren Außenradius als im Bereich der Einbuchtungen versehen, so dass eine für eine Entformung besserer Elastizität der Ausbuchtungen in deren unteren
Bereich erreicht wird.
Insbesondere kann somit an der oberen Innenkante des Stapelrandes zumindest ab- schnittsweise und in radialer Richtung benachbart zu den Ausbuchtungen des Stütz- bereichs ein radial innerer Wulst ausgeformt sein, wobei der Stützbereich zumindest am oberen Stapelrand angrenzend wellenfôrmig ausgeformt ist. Die obere Innen- kante des Stapelrandes ist dadurch zumindest weniger stark beispielsweise wellen- förmig ausgeformt als der angrenzende Stützbereich, der zumindest am selbigen
Ende wellenförmig gestaltet ist.
„7 - BE2024/5351
Vorteilhafterweise verlaufen jeweilige Scheitellinien der Ein- und Ausbuchtungen entlang der Außenseite gradlinig und in Umfangsrichtung betrachtet insbesondere angewinkelt zueinander, was ebenfalls eine leichte Entformbarkeit bei gleichzeitig guter Stabilität ermöglicht. Insbesondere beträgt der Winkel zwischen 0° und 20°, vorzugsweise zwischen 1° und 10°. Durch die Ausformung des verdickten innenseiti- gen Übergangsbereichs können diese Geraden vergleichsweise steil angestellt wer- den, sodass eine Entformung des Pflanztopfes aus der Tiefziehform weiterhin ver- bessert ist und gleichzeitig ein ausreichend großer Rand stabil ausgebildet wird.
Insbesondere in Kombination mit der regelmäßig variierenden Wandstärke in Um- fangsrichtung ist ein stabil stapelbarer und leicht entformbarer Topf geschaffen, der im Vergleich zu dem Stand der Technik bei identischen Abmessungen eine rund 10 % höhere Belastbarkeit aufweist.
Insbesondere verlaufen Innen- und Außenseite der Seitenwand in einem unteren
Drittel des Stützbereichs bezogen auf die Längsmittelachse zumindest im Wesentli- chen parallel und somit mit identischen Wandstärken zueinander, sodass sich die vorbeschriebene Variation der Wandstärken erst in einem oberen Abschnitt, vor- zugsweise in einer oberen Hälfte des Stützbereichs ergibt. Zumindest parallel ver- laufen die Außen- und Innenseite dann, wenn die entsprechenden Geraden um we- niger als 3° zueinander angewinkelt und insbesondere parallel verlaufen. Dies er- möglicht einen guten Übergang in den sich nach unten anschließenden Teil der Sei- tenwand.
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Insbesondere bildet der innenseitige Ubergang von Seitenwand zu Stapelrand eine
Vorwölbung aus, die der vorbezeichneten Wulst entsprechen kann und durch die der
Stapelrand in seiner Auflagefläche nach innen vergrößert und stabilisiert wird, wobei die Entformbarkeit aufgrund der vergleichsweise steilen AuBenseite des Stützbe- reichs bzw. Seitenrands weiterhin gegeben ist.
Insbesondere korrespondieren hierbei in radialer Richtung bei (im Querschnitt) run- den Tôpfen von der Längsmittelachse aus und bei (im Querschnitt) eckigen Tôpfen von einer Längsmittelebene aus Abschnitte mit grôBerem Abstand zur Längsmittel- achse auf der Innenseite mit Abschnitten mit größerem Abstand zur Längsmittel- achse bzw. Längsmittelebene auf der Außenseite. In Umfangsrichtung ist insbeson- dere auf Höhe der Unterseite des Stapelrandes eine in Umfangsrichtung regelmäßig variierende Kontur ausgebildet, bei der beispielsweise eine Wellenform auf der Au-
Benseite mit einer Wellenform auf der Innenseite einhergeht und besonders gute
Kompromisse zwischen Stabilität und Entformbarkeit gegeben sind.
Vorzugsweise sind im Stapelrand in Umfangsrichtung voneinander insbesondere re- gelmäBig beabstandete Vertiefungen vorhanden, die während des Thermoformver- fahrens eine Vorzugsrichtung und einen Materialfluss bewirken, der einer Ausbil- dung der Form und Kontur des Stützbereiches behilflich ist. Diese Vertiefungen kôn- nen auf der Unter- oder auch auf der Oberseite des Stapelrandes angeordnet sein und im Tiefziehwerkzeug, beispielsweise in dem unteren Teil des Werkzeugs oder in einem oberen Niederhalter durch eine entsprechende Formgebung ausgebildet wer- den.
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Vorteilhafterweise korrespondieren die insbesondere und vorzugsweise auf der Un- terseite angeordneten Vertiefungen bzgl. Ihrer Erstreckung in Umfangs- und/oder ra- dialer Richtung jeweils mit einer Ausbuchtung des Stützbereichs. Dies führt während der Herstellung des Pflanztopfes dazu, dass das Folienmaterial aus dem Vertie- fungsbereich verdrängt wird und zwar insbesondere in Richtung des oberen Endes der Ausbuchtung, sodass diese verstärkt zur Innenseite hin auslaufen können. Dies ergibt die im Vergleich zur Außenseite der Seitenwand weniger stark variierende
Kontur der innenseitigen Kante des Stapelrandes.
Unter Korrespondieren ist eine Anordnung der Vertiefung auf einer radial sich von der Längsmittelachse bzw. von der Längsmittelebene erstreckenden Senkrechten zu verstehen, wobei die Vertiefung sich bei einer maximalen Erstreckung der Ausbuch- tung ebenfalls maximal auf derselben Radiallinie erstreckt. Die Vertiefungen können umlaufend eingeformt sein, wobei die an den Ausbuchtungen angrenzenden Ab- schnitte der Vertiefungen radial breiter und/oder tiefer ausgeformt sein können als die zu den Einbuchtungen gegebenenfalls noch vorhandenen Bereiche der Vertie- fungen benachbarten Abschnitte.
Insbesondere sind die Vertiefungen mit einer in Umfangsrichtung längeren Erstre- ckung als quer dazu versehen und insbesondere außenseitig gerundet ausgebildet, sodass der Materialfluss für einen stärkeren Anstieg der Wandstärke und eine innen- seitige Vorwölbung im Bereich der Ausbuchtung über den gesamten Bereich dersel- ben optimiert ist.
- 10 - BE2024/5351
Vorzugsweise geht die Außenseite der Seitenwand in eine Seite der Vertiefung über, sodass entsprechend maximal Folienmaterial verdrängt werden kann.
Insbesondere weist der wellenfôrmige Stützbereich in Umfangsrichtung eine Wellen- teilung von 2,0 - 25,0 mm, vorzugsweise von 3,0 - 15,0 mm sowie besonders bevor- zugt von 3,5 - 8,0 mm auf, wobei die Wellentiefe im Bereich von 0,5 - 3,0 mm, vor- zugsweise von 0,9 - 2,0 mm liegt. Als Wellenteilung wird hierbei der Abstand zwi- schen zwei Ausbuchtungen verstanden. Die Wellentiefe ist in einem Querschnitt be- trachtet der Abstand von Minimum zu Maximum ohne die Folienstärke. Hierbei wei- sen die Stützbereiche erfindungsgemäRer Pflanztôpfe innenseitig in einer Ansicht von oben einen Hinterschnitt von insbesondere 0,2 mm - 1,5 mm für die Einbuchtun- gen und insbesondere 1 mm - 3 mm für die Ausbuchtungen auf, je nach Größe des
Pflanztopfes.
Der Pflanztopf ist insbesondere aus Polypropylen, Polystyrol, Polyethylenterephtha- lat oder Polyethylen hergestellt. Die Wandstärken des thermogeformten Kunststoff- pflanztopfs variieren insbesondere zwischen 0,1 mm bei Durchmessern und 1,5 mm, wobei im Stützbereich die Wanddicke von kleineren Pflanztôpfen mit einem Durch- messer von 9 cm beispielsweise zwischen 0,7 mm und 0,2 mm variiert, während die
Wandstärke bei größeren Pflanztôpfen im Stützbereich beispielsweise zwischen 1,4 mm und 0,3 mm variiert.
„11 - BE2024/5351
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Figurenbe- schreibung zu entnehmen. Schematisch dargestellt zeigt:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Gegenstand,
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gegen- stands,
Fig. 3 den Ausschnitt E des erfindungsgemäßen Gegenstands,
Fig. 4 den Gegenstand nach Fig. 3 entlang des Schnitts IV zuzüglich der
Längsmittelachse,
Fig. 5 den Gegenstand nach Fig. 3 entlang des Schnitts V zuzüglich der
Längsmittelachse,
Fig. 6 eine Detailansicht einer Stapelsituation dreier ineinander gestapelter erfindungsgemäßer Gegenstände,
Fig. 7 eine Ansicht entlang des Schnitts VII-VII nach Fig. 3,
Fig. 8 eine Ansicht des Schnitts XII-XIII nach Fig. 3.
„12 - BE2024/5351
Einzelne technische Merkmale der nachbeschriebenen Ausführungsbeispiele kön- nen auch in Kombination mit vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen sowie den
Merkmalen des unabhängigen Anspruchs und etwaiger weiterer Ansprüche zu erfin- dungsgemäßen Gegenständen kombiniert werden. Sofern sinnvoll werden funktional zumindest in Teilen gleichwirkende Elemente mit identischen Bezugsziffern verse- hen.
Erfindungsgemäße Pflanztöpfe 2 sind in den Fig. 1 und 2 in zwei verschiedenen Va- rianten abgebildet. Ein Pflanztopf 2 weist jeweils einen nicht näher erkennbaren Bo- den 4 auf, der in einen Seitenrand 6 übergeht. An ihrem oberen Ende weist die Sei- tenwand 6 eine Stapelkante 8 auf, über die der Pflanztopf 2 auf einem Stapelrand 10 eines weiteren Pflanztopfes 2 gestapelt wird (Fig. 6). Der Stapelrand 10 bildet somit ein Auflager für eine Stapelkante 8 eines weiteren identisch ausgebildeten
Pflanztopfes 2 aus. Eine Wandstärke D der Seitenwand 6 steigt von der Stapelkante 8 hin zum Stapelrand 10 an, wobei dieser Anstieg allgemein bei den erfindungsge- mäßen Varianten nicht direkt an der Stapelkante 8 beginnen muss sondern wie vor- liegend in den Fig. 4 und 5 erkennbar auch erst in der oberen Hälfte des Stützberei- ches 14 einsetzt.
Insbesondere steigt die Wandstärke D bei den Ausführungsbeispielen bis oder bis kurz vor der Höhe der Unterseite 16 des Stapelrandes 10 an.
Die Pflanztöpfe der Fig. 1 und 2 unterscheiden sich durch eine unterschiedliche Aus- bildung der Seitenwand 6 unterhalb der Stapelkante 8.
„13 - BE2024/5351
Der in radialer Richtung R betrachtete Abstand A zwischen Längsmittelachse 12 und
Innenseite 18 der Seitenwand 6 variiert in Umfangsrichtung U auf derselben Höhe weniger stark als der Abstand B einer Außenseite 20 der Seitenwand 6 zur Längs- mittelachse 12 (Fig. 4 und 5). Im Falle eines im Querschnitt eckigen Pflanztopfes würde die Linie der Längsmittelachse 12 dem Verlauf einer senkrecht zur Figuren- ebene stehenden Längsmittelebene entsprechen.
In Umfangsrichtung U betrachtet ist die Wand im Querschnitt im Stützbereich 14 wellenförmig ausgebildet, wobei die durch Einbuchtungen 22 und Ausbuchtungen 24 ausgebildete Wellenform aufgrund der stärker ansteigenden Wandstärke D der Aus- buchtungen 24 auf Höhe der Unterseite des Stapelrandes 10 außenseitig stärker ausgeprägt ist als auf der Innenseite 18 (Fig. 7 und 8).
Die Ein- und Ausbuchtungen 22 und 24 tragen wie vorbeschrieben zur Elastizität der
Seitenwand und gleichzeitig zu deren Stabilisierung bei, was für die Entformung und die Stapelbarkeit vorteilhaft ist. Aufgrund des stärkeren Wandstärkenaufbaus im Be- reich der Ausbuchtungen 24 zu deren oberen Ende und bezogen auf die Längsmit- telachse 12 hin schwächen sich die Ausbuchtungen 24 zur Innenkante 26 von Sei- tenwand 6 und Stapelrand 10 ab, sodass sich die charakteristische und in Fig. 3 und
Fig. 7 erkennbare Wellenform ergibt.
„14 - BE2024/5351
Im unteren Teil des Stützbereichs 14 nach dem Übergang von der Stapelkante 8 nach oben verlaufen die Innenseite 18 und die Außenseite 20 des Pflanztopfs paral- lel zueinander. Auf der Außenseite sind die Scheitellinien der Ein- und Ausbuchtun- gen 22 und 24, die dem in den Figuren 4 und 5 vorhandenen Außenseitenverläufen entsprechen, gradlinig ausgebildet und stehen leicht angewinkelt zueinander.
Durch die gegenüber der Verdickung der Einbuchtungen stärkere Verdickung der
Wand im Bereich der Ausbuchtungen, wobei sich jeweils ein stärkerer Wandaufbau nach innen hin ergibt, wird die bereits beschriebene Wulst oder Vorwölbung 30 aus- gebildet, die für die Stabilität des Pflanztopfes 2 vorteilhaft ist.
In radialer Richtung von der Längsmittelachse betrachtet korrespondieren Abschnitte des Stützbereichs 14 mit größerem Abstand A zur Längsmittelachse 12 auf der In- nenseite 18 mit Abschnitten mit größerem Abstand B zur Längsmittelachse 12 auf der Außenseite 20, wobei die Unterschiede in den Abständen zur Längsmittelachse 12 auf der Innenseite 18 auf Höhe der Unterseite 16 des Stapelrandes 10 geringer sind als diejenigen auf der Außenseite 20 (Fig. 7).
Jeder Ausbuchtung 24 ist bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen eine Vertie- fung 28 in der Unterseite des Stapelrandes zugeordnet, die in Umfangsrichtung U in etwa dieselbe Erstreckung aufweist und ebenfalls nahezu bogenförmig eine Materi- aldünnstelle des Stapelrandes 10 darstellt, deren Material zur Verdickung des obe- ren Bereichs der Ausbuchtung 24 und damit zur Verringerung des Abstandes der In- nenkante 26 zur Längsmittelachse 12 in radialer Richtung beiträgt.
Claims (13)
1. Pflanztopf aus thermogeformten Kunststoff, mit einem Boden (4) und zumin- dest einer Seitenwand (6), wobei die Seitenwand (6) eine Stapelkante (8) aufweist und in einen oberen Stapelrand (10) übergeht, der ein Auflager für eine Stapelkante (8) eines weiteren, identisch ausgebildeten Pflanztopfes (2) ausbildet, und wobei die Seitenwand (6) zwischen Stapelkante (8) und Stapelrand (10) bezogen auf eine Längsmittelachse (12) des Pflanztopfes (2) einen sich nach oben hin verjüngenden Stützbereich (14) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandstärke (D) der Seitenwand (6) von der Stapelkante (8) hin zum Stapelrand (10) zunimmt und in einem Schnitt quer zur Längsmittelachse (12) in einer oberen Hälfte des Stützbe- reichs (14) und insbesondere auf Höhe der Unterseite (16) des Stapelrandes (10) die Wandstärke (D) in Umfangsrichtung (U) um die Längsmittelachse (12) regelmä- big und vorzugsweise wellenförmig variiert.
2. Pflanztopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke bis auf Höhe der Unterseite (16) des Stapelrandes (10) ansteigt.
3. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung (U) auf einer Höhe der Abstand (A) zwischen der Längs- mittelachse (12) oder einer Längsmittelebene und der Innenseite (18) der Seiten- wand (6) weniger stark variiert als der Abstand (B) der Außenseite (20) der Seiten- wand (6) zur Längsmittelachse (12) oder Längsmittelebene.
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4. Pflanztopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innen- seite (18) des Stützbereichs (14) in Umfangsrichtung der Unterschied im Abstand (A) nebeneinander liegender Bereiche vollumfänglich größer Null (> 0) Null oder Null ist.
5. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützbereich (14) Einbuchtungen (22) der Seitenwand (6) nach innen hin und Ausbuchtungen (24) der Seitenwand (6) nach außen aufweist und der Anstieg der Wandstärke (D) der Ausbuchtungen (24) zum Stapelrand (10) hin größer ist als der Anstieg der Wandstärke (D) der Einbuchtungen (22).
6. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Außenseite (20) der Seitenwand (6) in den Ein- und Ausbuchtun- gen (22, 24) jeweilige Scheitellinien geradlinig und in Umfangsrichtung (U) betrachtet Insbesondere angewinkelt zueinander verlaufen.
7. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Innen- und Außenseite (18, 20) der Seitenwand (6) in einem unteren Drittel des Stützbereichs (14) bezogen auf die Längsmittelachse (12) zumindest im Wesentli- chen parallel verlaufen.
8. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein innenseitiger Übergang von Seitenwand (6) zu Stapelrand (10) eine Vor- wölbung (30) ausbildet.
„17 - BE2024/5351
9. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Abschnitte des Stützbereichs (14) mit größerem Abstand zur Längsmittelachse (12) oder Längsmittelebene auf der Innenseite (18) mit Abschnitten mit größerem Abstand auf der Außenseite korrespondieren
10. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stapelrand (10) in Umfangsrichtung (U) voneinander insbesondere regel- mäßig beabstandete Vertiefungen (28) aufweist.
11. Pflanztopf nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (28) insbesondere auf der Unterseite (16) bezüglich Ihrer Erstreckung in Umfangs- und/oder radialer Richtung (U,R) jeweils mit einer Ausbuchtung (24) des Stützbe- reichs (14) korrespondieren.
12. Pflanztopf nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- tiefungen (28) mit einer in Umfangsrichtung (U) längeren Erstreckung als quer dazu versehen sind und insbesondere außenseitig gerundet ausgebildet sind.
13. Pflanztopf nach einem der vorherigen Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Außenseite (20) der Seitenwand (6) in eine Seite der Vertiefung (28) übergeht.
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| BE20245351A BE1032694B1 (de) | 2024-06-13 | 2024-06-13 | Pflanztopf aus thermogeformtem Kunststoff |
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Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1422993B1 (de) | 2001-09-06 | 2008-02-13 | Pöppelmann Holding GmbH & Co. KG. | Pflanztopf aus tiefgezogenem kunststoff |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE1032694B1 (de) | 2026-01-27 |
| WO2025257361A1 (de) | 2025-12-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20260127 |