CH100782A - Einrichtung zum Konservieren von Waren, insbesondere Lebensmitteln. - Google Patents
Einrichtung zum Konservieren von Waren, insbesondere Lebensmitteln.Info
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Description
Einrichtung zum Konservieren von Waren, insbesondere Lebensmitteln. Die bekannten Einrielitungen zum Kon servieren von Waren haben den Nachteil, dass beis-Dielsweise Fleiseli und andere Le bensmittel vielmals schon nach 24 Stunden ein schlechtes Aussehen und einen üblen Ge- rucli annehmen und sieh zu zersetzen begin nen. Dies hat seinen Grund in der unzLi- reichenden Belüftung. Die Luft wird durel-i wenige kleine Löcher unmittelbar zugeführt.
Eine ausreichende Belüftung ist bei der un mittelbaren Luftzufuhr nicht möglich, da hierbei die Temperatur im Innern des Eis schrankes zu hoch werden und das Eis zu rasch schmelzen würde. Bei der unmittel baren Luftzufuhr gelangen ferner die Fäul nis erregenden Bakterien zu den Lebensmit teln, so dass eine längere Konservierung nicht möglich ist.
Der Zweck der Erfindung besteht darin' eine Einrichtung zu schaffen, in welcher bei geringem Eisverbrauch die zu konservieren den Waren selbst im Hochsommer wochen lang frisch erhalten werden können.
Gemäss der Erfindung wird dieser Zweck durch einen Behälter erreicht, der nahe der Decke und nahe dem Boden mittelst -,ekülil- 23 ter Luftfilter mit der Aussenluft in Verbin dung stellt.
Bei dieser Ausbildung der Eiinrielitung kann ständig ein gereinigter und gekühlter Luftstrom von oben nach unten' langsam dureli den Behälter hindurchströmen, wo durch eine ausreichende Belüftung und Küh lung der.Waren ohne einen unzulässig hohen Eisverbrauch erzielt wird.
Auf der Zeichnung ist eine gemäss der Erfindung ausgebildete Einrichtung beispiels weise dargestellt.
Fig. <B>1</B> ist ein senkreehter Schnitt durch die Einrichtung nach der Linie A-B in Fig. <B>3;</B> Fig. 2 ist ein senlaechter Schnitt nach der Linie E-F in Fig. <B>3;</B> Fig. <B>3</B> ist ein wagrechter Schnitt nach der Linie C-D in Fig. <B>1;
</B> Fig. 4 zeigt im senkrechten Schnitt eine Einzelheit des untern Filters in grösserem Massstabe, und Fig. <B>5</B> zeigt im senkrechten Schnitt das obere Filter, ebenfalls in grösserem Mass- stabe.
Die Einrichtung besitzt einen Behälter mit hölzernen Wandungen a, die mit zweck entsprechender Isolierung, zum Beispiel Kork stein oder dergleichen, oder gemäss Fig. <B>5</B> ab wechselnd mit Lederpappe-Schichteil <B>b</B> und Schichten aus Filz- oder ähnlichem Stoff<B>c</B> belegt sind. Die Innenoberfläche der Wan dungen ist mit einer Blechauflage<B>d</B> ausge kleidet (Fig. <B>5).</B>
Im Innern des Behälters befindet sieh ein Gehäuse e aus Blech. Die Decke<B>f</B> die ses Gehäuses kann nach Art eines Gewölbes ausgebildet sein, da sie zum Tragen des Eises bestimmt ist. Die Seitenwände des Gehäuses e sind mit wagrecht verlaufenden Rippen versehen, die durch senkrecht verlaufende, im Querschnitt zum Beispiel T-förmige Eisen stäbe<B>g</B> mit Ausschnitten versteift sind. Die Rippen haben einen Dreieck-Querschnitt, wie Fig. <B>5</B> deutlich erkennen lässt, wobei die obere Fläche der Rippen wagrecht verläuft.
Diese Rippen haben einen doppelten Zweck: sie dienen erstens zur Vergrösserung der Kühlfläche, und zweitens zum Einschieben vom Tragflächen, zum Beispiel Blechen li für das Gut, die zwecks allseitiger Umspülung des Gutes mit Durehbrechungen (Löchern, Schlitzen oder dergleichen) versehen sind.
Oberhalb des Bodens i des Behälters sind Tragleisten<B>k-</B> angeordnet, die einen Rahmen<B>1</B> aufnehmen. Über die Tragleisten<B>k-</B> erstreckt sieh die Blechauskleidung<B>d.</B> Der Rahmen<B>1</B> besitzt zwecks luftdichten Abschlusses eine abgesehrägte, den Tragleisten<B>k</B> angepasste Aussenfläche, die mit Dichtungsstoff, bei spielsweise mit Gummi- oder Korkschalen in, bele-Tt ist. An der Unterfläche des Rahmens<B>1</B> ist ein Drahigefleeht n befestigt.
Das Draht- gefleeht ist mit einem U-förmig zusammen gebogenen Blechstreifen o eingefasst, an den ein flacher Bleehstreifen <B>p</B> angelötet ist. Der Blechstreifen<B>p</B> ist an der Unterfläche des Rahmens<B>1</B> angeragelt oder angesehraubt. Er dient gleichzeitig zur Befestigung des Unterendes der Gummidichtung m. Das Ober ende der Gummidichtung in wird mittelst des Blechstreifens q festgehalten.
Auf dem Drahtgewebe oder Sieb n ist eine luftdurchlässige,. gegen Wärmeübergang zn wirksame Isoliermasse r angeordnet, die aus körnigem oder pulverigem oder faserigem Material bestehen kann. Zweckmässig be nutzt man hierbei Sägespäne, weil diese billig und für den vorliegenden Zweck sehr ge eignet sind; sie können mit einem geruch losen, keimtütenden Mittel durchtränkt sein. Oberhalb der Isolierinasse ist ein zweites Drahtgewebe s angeordnet, welches durch einen Rost t abgedecht ist. Die Drahtgewebe halten die Isoliermasse zusammen, ohne den Luftdurchtritt zu behindern.
Der Rost t besteht zweckmässig aus durchlochtem Blech; er ist gemeinsam mit dem Dralitgewebe s mit einem Hilfsrahmen it verbunden, der zweckmässig winkelförmigen Querschnitt be sitzt und der in den Hauptrahmen<B>1</B> genau hineinpasst. Die Grösse des Rostes t ist so bemessen, dass er die Fuge zwischen dem Rahmen<B>1</B> und den Tragleisten lg überdeckt.
Der Rand des Rostes t besitzt keine Durch- lochungen. Um ein bequemes Abnehmen des Rostes t zu ermöglichen, besitzt er Ringe v, und um ihn in seiner Lage festzuhalten, sind Vorreiber oder dergleichen an den Leisten<B>k</B> angeordnet.
Der Boden i des Behälters ist mit Abzug- öffnungen iv versehen. Diese sind zweck mässig so angeordnet, dass <B>je</B> eine Öffnung iv senkrecht unter einem Loch x des Rostes t liegt. Unterhalb des Bodens i des Behälters ist ein flaches, offenes Gefäss<B>y,</B> zweckmässig aus Blech, angeordnet, das zum Auffangen des aus den Öffnungen w ablaufenden Schmelzwassers dient. Das Gefäss<B>y</B> ist her ausnehmbar in Tragleisten<B>z</B> gelagert und zweckmässig geneigt angeordnet, so dass das gesammelte Wasser am Vorderende in ein Gefäss abgelassen werden kann.
Am Oberende des innern Gehäuses<I>e,<B>f</B></I> sind ein oder mehrere Filter zum Hindurch- lassen der Luft angeordnet. Diese Filter be- stehen ebenfalls im wesentlichen aus einer luftdurchlässigen Isoliermasse, die zwischen zwei Drahtgeflechten angeordnet ist. Zur Aufnahme der Isoliermasse dient im gezeich neten Ausführungsbeispiel eine Büchse<B>1,</B> die in der Aussenwand a des Schrankes mittelst eines geflanseliten Diehfungsringes 2 abge dichtet ist. An der Innenwand e ist die Büchse<B>1</B> von innen her mittelst eines Flan sches<B>3</B> befestigt. Zweckmässig erfolgt die Befestigung durch Verlöten.
Im Innern der Büchse ist nahe dem Ende ein im Querschnitt winkelförmiger Ring 4 befestigt, am besten angelötet. Gegen diesen Ring stützt sich das Drahigewebe <B>5,</B> welches von einem U-förmig zusammengebogenen Blechring<B>6</B> eingefasst ist. Der Ring<B>6</B> wird mittelst eines dure,il_- lochten Deckels<B>7</B> gegen den Ring 4 gedrückt und ist am Flansch<B>3</B> Zweckmässig durch Verlötung befestigt.
In das Aussenende der Büchse<B>1</B> ist ein Rino- mit Z-förmigem Querschnitt eingesetzt. Der Aussenflansch<B>8</B> dieses Ringes übt auf den Flansch der Dichtung 2 einen Druck aus. Gegen den Innenflansch<B>9</B> legt sich das äussere Drahtgewebe<B>10,</B> das ebenfalls von einem U-föriiiig zusammerigebogenen Blech ring<B>11</B> eingefasst ist; dieser wird mittelst des durohloeliten Deckels 12 festgehalten, der an der Aussenwand a festgesehraubt ist.
Über dem Deckel 12 ist ein weiterer Deckel <B>13</B> angeordnet, der zum teilweisen oder völ ligen Verschliessen der Offnungeia des Deckels 12 dient, um den Lufteintritt nach Belieben regeln zu können. Zwischen den beiden Drahtgeflechten<B>5</B> und<B>10</B> ist die luftdurchlässige Isoliermasse 14 angeord net. Oberhalb der Büchse<B>1</B> ist ein durch- lochtes Blech<B>15</B> auf entsprechenden Leisten <B>16</B> und<B>17</B> angeordnet; es kann an der einen Seite mittelst Scharnieren befestigt sein. Dieses Blech<B>15</B> dient zum Schlitze der Büchse<B>1,</B> damit diese durch Eisstücke nicht beschädigt werden kann, und gleichzeitig trägt es einen Teil der obern EispackliDg.
Die Isoliermasse des Bodens braucht nicht durchwegs luftdurchlässig zu sein; man kann auch eine Reihe einzelner Rohre oder der- gleichen in den Boden einsetzen, welche ähn lich wie die Büchsen<B>1</B> die Luftfilter auf nehmen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Ein richtung ist folgen-de: Wenn die Einrichtung in Benutzung ge nommen werden soll, so wird der untere Teil des Behälters oberhalb des Rostes t und der Raum oberhalb der Decke<B>f</B> mit Eis ange <B>füllt,</B> wie Fig. <B>1</B> und 2 zeigen. Zunächst hat die im Sehrank befindliche Luft noch die Temperatur der Aussenluft; ebenso die darin befindlielle Ware; infolge Einbringung des Eises sinkt aber die Temperatur rasch. Die Luft zieht sich daher zusammen und sinkt infolge zunehmenden spezifischen Gewichtes abwärts. Es wird daher von aussen Luft durch die Masse 14 der obern Filter ein gesaugt. Hierdurch entsteht innerhalb des Behälters eine abwärts gerichtete Luft strömung.
Die Luft fliesst am untern Ende durch das Bodenfilter ab. Durch dieses Fil ter gelangt auch das Schmelzwasser nach aussen.
Die obern Luftfilter werden durch das Schmelzwasser des auf der Decke<B>f</B> befind- liehen Eises gekühlt, so dass immer nur vor gekühlte Luft in das Inüere des Eissebrinkes eindringen kann. Die in der Luft befind- liehen Bakterien, welche eine Fäulnis der im Eisschrank befindlichen Waren erzeugen könnten, werden in den Filtern zurück gehalten.
Von Zeit zu Zeit muss die Filtermasse, insbesondere in dem untern Filter, erneuert werden, was leicht und rasch geschehen kann.
Versuche haben gezeigt, dass man mit Hilfe des neuen Schrankes Fleisch drei bis vier Woclien lang im Hochsommer frisch er halten kann, ohne dass hierbei das Fleisch einen Gewichts- oder Eiweissverl-List erleidet.
Die Erfindung ist nicht nur für ortsfeste <B>kn</B> Kühlanlagen geeignet, sondern kann auch mit Vorteil in Eisenbahnwagen, auf Schiffen usw. angewendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Konservieren von Wa ren, insbesondere Lebensmitteln, gekenn zeichnet durch einen Behälter, der nahe der Decke und nahe dem Boden mittelst gekühl ter Luftfilfer mit der Aussenluft in Verbin dung sieht. UNTERANSPRMIE: <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Filter eine en Masse aus gegen Wärmeübergang isolie- :n e# rendem Stoff enthalten. 2.Einrichtung nach Patenfanspruch und Unteransprueh <B>1,</B> dadurch<B>'</B> gehennzeich- net, dass die Filtermasse mit einem ge ruchlosen, keirntötenden Mittel durch tränkt ist. <B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gehennzeich- net, dass die Filtermasse zwischen Sie ben aehalten wird. t' 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüclien <B>1</B> und<B>3,</B> dadurch ge- e kennzeichnet, dass die die Filtermasse haltenden Siebe des im Boden des Be hälters befindlichen Filters von einem luftdicht oberhalb dieses Bodens ein- ,gesetzten Rahmen getragen werden, wo bei das obere Sieb durch einen Rost für die Ableitunc des Schmelzwassers abge- decht ist.<B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1, ä</B> und 4, dadurch 0' gekennzeichnet, dass der Rost aus einem gelochten Blech besteht, dessen un- ..elochte Randteile die F-tio,en zwischen dem Rahmen-und diesen letzteren stüt zenden. Tragleisten überdecken.<B>6.</B> Einrichtuno, nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1, 3</B> Lind 4, dadurch (rekennzeichnet, dass das untere, die Fil termasse tragende Sieb an den Rändern mit einem U-fürmig gebogenen Blech streifen eingefasst ist, der einen flachen Blechstreifen zum Festhalten einer Dich tung des Rahmens trägt. <B>7.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1, 3</B> und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Sieb des im Behälterboden befindlichen Filters gemeinsam mit dem Rost an einem Hilfs rahmen befestigt ist, der in den Haupt rahmen herausnehmbar eingesetzt ist.<B>8.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und 1-Tnteransprüehen <B>1</B> und<B>3</B> bis<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden mit, Üffnungen zum Ableiten des Schmelz- -wassers versehen ist, wobei je eine Bodenöffnung senkrecht unter<B>je</B> einem Rostlocli liegt.<B>9.</B> Einrichtung nach Patentanspr-Lieli, da durch gekennzeichnet, dass zurAufiaahme des Schmelzwassers flache, offene Ge fässe unterhalb des Behälterbodens her- auszielibar angeordnet sind. <B>10.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> und<B>3,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Siebe der nahe der Behälterdeche anoeordneten Filter an den Enden einer Büchse angeordnet sind, die sieh zwischen einem innern Blech mantel des Behälters und einer Aussen wand desselben erstreckt.<B>11.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1,</B> ') und<B>10,</B> dadurch (rekennzeiehnet, dass die Büehse in der t' Aussenwand des Behälters mittelst eines geflanschten Dichtungsringes abgedichtet, an der Innenwand des Behälters mittelst eines Flansches von innen her befestigt ist. 12.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1, 3</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das innere Sieb der t' nahe der Behälterdecke angeordneten Filter von einem U-fürmig zusammen gebogenen Bleebstreifen eingefasst ist und zwischen einem in der Büchse be festigten Ring und einem auf dem Büch- seiaflansch befestigten durehloeliten Dek- kel festgehalten wird.<B>13.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen <B>1., 3</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das äussere, mit n einem Blechring eingefasste Sieb der nahe der Bellälterdec'ke angeordneten Filter zwischen einem an der Aussen- -wand abnehmbar befestigten, durchloch ten Bleeh und einem Ring von Z-förmi- gem Querschnitt gehalten wird, dessen äusserer Flansch auf dem Flansch eines Dichtungsringes ruht. 14.Einrichtung nach Patentansprueli und Unteransprüchen<B>1, 3</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass ein gelochtes Schutz blech über der Büchse zwischen der Innen-wand und der Aussenwand des Be hälters angeordnet ist.
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