CH100940A - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Cyanamidlösung aus Kalkstickstoff. - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Cyanamidlösung aus Kalkstickstoff.

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CH100940A
CH100940A CH100940DA CH100940A CH 100940 A CH100940 A CH 100940A CH 100940D A CH100940D A CH 100940DA CH 100940 A CH100940 A CH 100940A
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cyanamide
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calcium cyanamide
carbonic acid
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Aktiebolag Wargons
Lidholm Johan Hjalmar
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Wargons Ab
Lidholm Johan Hjalmar
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  Verfahren und Apparat zur Herstellung von     Cyanamidlösung    aus Kalkstickstoff.    Es ist bekannt-, konzentrierte     Cyanamid-          lösungen    derart herzustellen,     dass    Kalkstick  stoff allmählich in Wasser     bezw.    in eine     ver-          ,dünnte        Cyana.midlösung    unter gleichzeitiger  energischer     Kohlensä,-urezufuhr    eingetragen  -wird, wobei das     Reaktionsgeiniseli    durch eine  Pumpen- und     Rührvorriclitung    in dauernder  Zirkulation     cehalten    wird.

   Durch die Pum  pen- und     Rührvorrielitung    wird Kohlensäure       zu-eführt    und mit dem in dem Wasser ge  lösten oder     aufges,chweininten        Kalkstickstoff     in innige Berührung gebracht.

   Die Ein  tragung des Kalkstickstoffes geschieht     da-bei     mit geregelter Geschwindigkeit in einem     Be-          hä.Iter    vor der Pumpe, von welchem die Lö  sung durch die Pumpe in die     Rührvorrich-          tung    gefördert wird, -worin sie mit Kohlen  säure gesättigt wird und wovon sie     gege;be-          nenfalls    nach erforderlicher Kühlung nach  dem Behälter zurückgeleitet wird und wieder  einen neuen Zuschlag von     Kalksfickstoff    er  hält.  



  In dem Masse, wie die eingetragene     Kalk-          stichstoffmenge    wächst, wird auch das Ge-         samtvolumen    der unter Behandlung     stehendeij     Flüssigkeit samt den darin gelösten und auf  geschwemmten festen Stoffen vergrössert. Da  mit sie in dem     Zirkulationssystem    Platz     fin-          .det,    ist ein verhältnismässig grosser     Einfüll-          behä,lier        erforderlieh,    der den     Überschuss    auf  nehmen kann.

   In dem Masse, wie die     Behand-          h.Ing    fortgesetzt wird,     wäehst    somit die     Flüs-          sigkeits,menge    in dem genannten Behälter. Die  Folge davon ist,     dass    es     umso    länger dauert,  bis der neu     zugeführie        Kalkstiekstoff    der       Kolilensäurebehandlung    ausgesetzt wird,<B>je</B>       gTösser    das Volumen der Flüssigkeit ist.

   Unter  ungünstigen Verhältnissen kann<B>d  </B>     aher   <B>.</B> eine  beträchtliche     Polymerisation    des     Cyanamides     in     Dieyanamid    in dem     EintragungsbehäUer     stattfinden.  



  Die Erfindung bezweckt, den genannten  -Übelstand zu beseitigen, und besteht im we  sentlichen darin,     dass    die Flüssigkeitsmenge       zwis,ellen    dem Punkte, wo der Kalkstickstoff  eingetragen wird, und dem Punkte, wo die       Kohlensäurezugeführtwird,        wälirend        dergan-          zen    Operation konstant oder annähernd kon-           stant    und gegenüber der     ganzenzirkulierenJen     Flüssigkeitsmenge klein gehalten wird,

   wobei  die durch die     KalkstichstoffeintragunIgallmäh-          lieh    entstehende Vergrösserung des Flüssig  keitsvolumens in einem besondern Gefäss     a-Lef-          ,genommen    wird, das zwischen der Stelle,<B>wo</B>  <B>D</B>  die Kohlensäure zugeführt wird. und der  Stelle, wo der     Kalksfiekstoff        eino-etracen     wird, in     fler        Zirkulationsri,chtung    gerechnet.  eingeschaltet ist.

   Hierdurch wird erreicht,       dass    der neu     eincetra-ene        Kalkstiekstoff        prak-          eD        el     fisch unmittelbar nach der Stelle     weiterce-          fördert,    wird, wo der Kalk als Karbonat aus  gefällt wird, so     dass    die Lösung nur während  sehr kurzer Zeit     in7eine.m.    höheren Grade     al-          halisch    ist.  



  Der Apparat zur Ausführung des Verfah  rens ist in der beiliegenden Zeichnung     sehe-          matisch    veranschaulicht. Die     Ficur    stellt teil  weise einen Schnitt, teilweise eine Ansicht  dar.  



  <B>1</B> bezeichnet einen     Einfüllbehälter    mit ver  hältnismässig geringem Volumen, der mit  einem     Speisetrichter    2 für den     züi    behandeln  den Kalkstickstoff und mit einem umdrehen  den Zellenrad<B>3</B> zur langsamen Eintragung  des Kalkstickstoffes in den     Einfüllbehälter     versehen ist.

   Der     Einfüllbehälter   <B>1</B> steht durch  ein am Boden     anueschlossenes    Rohr 4 mit der  Saugseite eines kombinierten Pumpen- und  Rührapparates<B>5</B> in Verbindung. dessen<B>Ab-</B>  laufseite durch ein Rohr<B>6</B> mit einem Kühler  <B>7</B> verbunden ist, von welchem eine     Rohrlei-          t-iin-   <B>8</B> nach dem obern Teil eines<I>Gefässes</I><B>9</B>  führt, der unten mit dem Behälter<B>1</B> durch  eine     R.ohrleituno,   <B>10</B> verbunden ist.     Die    erste  Abteilung des Pumpen- und Rührapparates<B>5</B>  enthält ein Pumpenrad<B>11</B> und ist als eine ge  wöhnliche Kreiselpumpe ausgeführt.

   während  die übrigen Abteilungen lediglich Räder 12  mit     Rühr-    oder     Sehlagarmen    enthalten. so     dass     sie somit lediglich umrührend. dagegen nicht  pumpend -wirken.<B>13</B> bezeichnet eine Pumpe  zur Einpressung von Kohlensäure oder     koh-          lensäurehaltio-en    Gasen in das     Zirkulations-          s;

  ystem    unmittelbar nach dem Pumpenrad<B>11.</B>  Die Rohrleitung<B>8</B> mündet zweckmässig     tan-          t'ential        C        in        das        Gefäss   <B>9</B>     ein,        so        dass        die        mit       der Lösung     vcrm;seliteli        Ciase    abgeschieden  <B>Z,</B>     CI     werden und dann durch     das    Abzugsrohr<B>1-1</B>  entweichen.

   Die Überführung der Lösung von  dem Gefäss<B>9</B> nach dem Behälter<B>1</B> kann     mit-          telst    eines in dem Ablauf des Gefässes<B>9</B> ein  gesetzten verstellbaren Kegelventils<B>11</B>     ger,--          I        t'          aelt    werden.<B>16</B> ist ein Bodenbahn zur     Abzie-          Inin-    des Inhaltes des Gefässes<B>9.</B> Es kann  auch ein Kühler als Bestandteil des     Apparat,-s          voraesehen    sein.  



  Bei der Benutzung des Apparates wird     züi-          n     nächst das Gefäss<B>9</B> zu entsprechender Höhe  mit reinem Wasser oder mit     evanainiclbiilti-          gem    Waschwasser aus einer vorhergehenden  Operation und der Trichter 2 mit gepulvertem  Kalkstickstoff gefüllt. Dann wird das Ventil  <B>15</B> geöffnet, so     dass    der     Einfüllbehälter   <B>1</B> teil  weise gefüllt wird. Gleichzeitig werden der  Pumpen- und Rührapparat<B>5.</B> das Zellenrad  und die     Kohlensä.urepumpe   <B>13</B> angelassen.

    Die Lösung zirkuliert dann kontinuierlich  durch -las     S-ystem;        flas    Ventil<B>15</B> wird derart  eingestellt.     dass    sieh das Flüssigkeitsniveau  im Behälter<B>1</B> konstant oder annähernd kon  stant hält.

   Die durch den eingetragenen       stiehstoff    bewirkte     Volumenvercrösserung     wird von dem Gefäss<B>9</B> aufgenommen, indem  das Niveau in diesem Gefäss während  des     Verlaufes    der Operation allmählich       steip        ,t.        Dadurch,        dass        der        Behälter   <B>1</B>  ein verhältnismässig geringes Volumen be  sitzt,     ist        iler        Zeituntersehied    zwischen  dem Augenblicke, da der Kalkstickstoff ein  getragen wird, und dem     Augenblielze,

          da    er  der Einwirkung der Kohlensäure ausgesetzt  wird, sehr kurz und demzufolge kann die     Ein-          tra-unr,    des Kalkstickstoffes verhältnismässig  reichlich     oese.liehen,    ohne     dass    eine     beträelit-          liehe    Umwandlung des     Cyanamides    in       Dieyandiamid    zu befürchten wäre.

   Auch  wenn die Lösung im     BehäIter   <B>1</B> auf Grund  einer beschleunigten Eintragung des Kalk  stickstoffes ziemlich stark alkalisch werden  würde, würde dies wegen des kurzen     Zeit-          intervalles    zwischen der Eintragung des  Kalkstickstoffes     und    der Neutralisation der  Lösung durch die     Kohlensäure'nur    eine un  bedeutende     Polymprisation    bewirken.

        Wenn die Lösung den gewünschten Kon  zentrationsgrad erhalten hat,     wircl    der     Über-          s,elluss    aus dem Gefäss<B>9</B> abgezogen, worauf  eine neue Menge von Wasser oder     cyanamid-          haltigem        )Ä7aschwasser    zugesetzt -wird, wo  rauf der     Prozess    unmittelbar fortgesetzt wer  den kann, so     dass    sich, der Betrieb praktisch  kontinuierlich     westaltet.     



       t'  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII I: Verfahren zur Herstellung von Cyanamid- lösuno, aus Kalkstickstoff durch allmähliche Eintragung des Kalkstickstoffes in Wasser bezw. in eine verdünnte Cyanamidlösung und gleichzeitige Kohlensä#urezufuhr, wobei die Lösung in kontinuierlicher Zirkulation gehal ten wird, da-durch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsmenge zwischen dem Punkte, wo der Kalkstickstoff eingetragen wird und dem Punkte, wo die Kohlensäure zugefülirt -wird,
    während der Operation konstant oder a-nnä- hernd konstant und gegenüber der ganzen zirkulierenden Flüssigkeitsmenge klein ge halten wird, wobei die durch die Kalkstick- stoffzufuhr bewirkte Volumenvergrösserun in einem Gefäss auf-,enommen wird, das in el demZirkulationssystem zwischen demPunkte, wo die Kohlensäure zugeführt wird, und dem Punkte, wo der Kalkstickstoff eingetragen wird, in der Zirkulationsrichtung gerechnet, eino-esehaltet ist.
    PATENTANSPRUCII II: Apparat zur Ausführung des Verfahrens nach Patentansprurh I, bei dem ein mit Speisevorrichtung für den Kalkstiehstoff ver- sehener Einfüllbehälter, eine Pumpen- und Rührvorrichtung und gegebenenfalls ein Küh ler zu einem Zirkulationssystem zusammen gestellt sind, dadureh gekennzeichnet,
    dass in dem Zirkulationssystem zwischen der Pum pen- und Rührvorrichtung und dem Einfüll- behälter für den Kalkstickstoff ein Gefäss eingeschaltet ist, dessen Volumen beträchtlich grösser als das Volumen des Einfüllbehälters ist und von dem die Lösung mit regelbarer Geschwindigkeit nach dem Einfüllbehälter übergeführt wird.
CH100940D 1921-12-01 1922-05-11 Verfahren und Apparat zur Herstellung von Cyanamidlösung aus Kalkstickstoff. CH100940A (de)

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