CH103697A - Verfahren zur Herstellung von Wolframpulver. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wolframpulver.

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CH103697A
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Naamlooze Gloeilampenfabrieken
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Philips Nv
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  Verfahren zur Herstellung von     Wolfratnpulvere       Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     Wolframpulver.     



       Ein    bekanntes Verfahren zur Herstellung  von     Wolframpulver,    welches zu Draht ver  arbeitet werden soll, ist dadurch gekennzeich  net, dass man von reiner     Wolframsäure    aus  geht, die erhalten wird, indem man ein reines       Wolframat    mit einer Säure zersetzt. Diese       Wolframsäure    wird sodann einer Behandlung  bei hoher Temperatur in feuerfesten     Tiegeln     unterworfen und dann reduziert.  



  Das Bieraus entstandene Pulver wird dann  zwecks Herstellung von Draht mehreren me  chanischen Bearbeitungen, wie Pressen, Häm  mern und Ziehen, unterworfen, wonach der  Draht zur Benutzung in der Lampe fertig  ist.  



  Der in dieser Weise -hergestellte Draht  zeigt aber mehrere Fehler; es ergibt sieh,  ,dass er zum Beispiel beim Glühen in einer  Lampe sehr spröde wird, vermutlich wegen       Kristallisationserscheinungen.    Zufolge dieser  verringerten mechanischen Festigkeit ist der  Draht viel     weniger    den Stössen gewachsen,    die beim Einschalten der Lampe entstehen,  wodurch-die Lebensdauer ungünstig     beein-          flusst    wird.  



  Zwecks Vermeidung dieser Fehler hat  man vorgeschlagen, bei der Herstellung von       Wolframpulver    aus     Wolframsäure    gewisse  Zusätze (britische Patentschrift Nr. 155851,  amerikanische Patentschrift Nr. 1201611) zu  machen.  



  Bei dem Verfahren gemäss 'der britischen  Patentschrift Nr. 155851. wird einem     Alkali-          Wolframat    oder dessen Lösung eine Lösung  zugesetzt, die ein     Silikat,    ein     Tantalat    oder  ein     Niobat    enthält, oder eine Mischung die  ser Körper mit Borsäure oder Borsäure allein.

    Hierbei bildet sich ein Doppelsalz, zum Bei  spiel ein     Doppelsilikat    von Wolfram und  einem     Alkalimetall.    Aus diesem Doppelsalz  wird durch Zersetzen     mittelst    Salzsäure  Kieselsäure und     Wolframoxyd    ausgeschieden,  welch letzteres, .der Reduktion unterworfen,  pulverförmiges, metallisches Wolfram liefert.  



  Gemäss der Erfindung können viel gün  stigere Ergebnisse erzielt werden, indem man      statt von einer einfachen     Wolframsäure    von  einer komplexen     Wolfraansäure    ausgeht, zum       Beispiel        Siliko-Wolframsäure,        Boro-Wolfram-          säure    oder dergleichen, oder. geeigneten Sal  zen dieser Säuren.  



  Das vorliegende Verfahren unterscheidet  sich also von den bekannten grundsätzlich  dadurch, dass eine komplexe     Wolframverbin-          dung    mit     Reduktionsmitteln    behandelt wird.  



  Es gibt verschiedene     Möglichkeiten,    um  aus den     genannten    komplexen Verbindungen  gemäss     def    vorliegenden Verfahren pulver  förmiges     \Volfrani    herzustellen, von denen  im Folgenden einige angegeben sind.  



       Beispiel,   <I>1:</I>       I;00        gr        Na.Wo,    werden in 4000 cm'     Was-          er        aufgelöst    und mit starker Salzsäure neu  tralisiert. worauf 48     gr    Wasserglas und  <B>100</B> cm' Essigsäure (98      iö)    zugesetzt werden.  Man kocht, bis starke Salzsäure keine     Wol-          framsäure    mehr ausscheidet.

   Nach     Abküh-          lung    wird unter     Rühren    starke Salzsäure  hinzugefügt, wieder     abgekühlt    und     finit    Äther  gesättigt,     -worauf    50     gr        NaF    zugesetzt wer  den. Es bilden sieh nun drei Schichten, zu       oberst    eine     Ätherschicht,    dann eine Lösung  der     Natriumsalze    und dann zu     unterst    eine       Ülsehicht,        -welche    die     Silili#o-Wolfraans < lure     enthält.

   Die     Ülschieht,    die sich nach     un-          yefähr    12 Stunden gebildet hat, wird     aus-          gehebert    und mit     den-    doppelten Volumen       Wasser    in einen Scheidetrichter geschüttet,  wobei sich wieder drei Schichten bilden. Die       Mittelschicht    wird hierauf zur Kristallisation  gebracht. Die erhaltenen     schwachgelben        Kri-          stalle    werden erst sechs Stunden auf 150   C  und darnach drei Stunden auf 250   C     erhitzt.     Alsdann werden sie gepulvert und eine  Stunde auf 1360   C erhitzt.

   Hiernach wird  das Pulver mit Wasserstoff     zii    Metall  reduziert.  



       Beispiel   <I>11:</I>  1200     gr        Ammonium-Wolframat    werden mit  600     gr    gelatinöser     Kieselsäure    so lange ge  kocht, bis starke Salzsäure keine     Wolfram-          säure    mehr ausscheidet. Darnach wird der       L        berschuss    von Kieselsäure     abfiltriert    und    das Filtrat, soweit als möglich, eingedampft.

    Die weisse     kristallinische    Masse wird 12 Stun  den auf' 150          C erhitzt, darnach grob     ge-          pulvert    und drei Stunden auf 450 " C erhitzt.  Das     sellwachgelbe        Produkt    wird gepulvert,  gesiebt lind in     einem    Wasserstoffstrom  reduziert.  



       Beispiel        Ill     9000     gr        rolle        Wolfra.msäure    werden in       1."t    Liter     Ammoniaklösung,    hergestellt aus  7 Litern starkem     Ammonialz    und 10     Litern     Wasser, gelöst und filtriert. Das Filtrat wird  mit     3000        gr    gelatinöser     Kieselsäure    gekocht,  bis Salzsäure keine     @#@rolframsäure    mehr aus  scheidet.

   Hiernach wird eingedampft, bis  die Flüssigkeit zu kristallisieren anfängt, wo  naeli sie unter starkem Rühren in 1 Liter  starke Salzsäure     gegossen    wird. Die     erlia.l-          tenen    weissen Kristalle -werden trocken ge  saugt, bei 1011 " C getrocknet, gepulvert und  mit     Wasserstoff        zii    Metall reduziert.  



  Beim Arbeiten gemäss den Beispielen 2  und 3 ist noch der Vorteil vorhanden, dass  das     Siliko-I#Z'olfra.mat    sofort reduziert wer  den kann und also nicht:, wie es bisher der  Fall war, die     Wolfranisalze    zur Erhaltung  reiner     Wolframsäure    mit einer Säure zerlegt  werden müssen.         Beislriel   <I>IV:</I>  1000     gr        Natrium-WOlframat    und 1500     gr     Borsäure werden in ungefähr vier Litern  Wasser gelöst und so lange gekocht, bis  starke Salzsäure keine     Wolframsäure    mehr  ausscheidet.

   Hiernach wird     abgekühlt.    Die  gebildeten Kristalle werden     abgesaugt    und  das Filtrat aufs neue mit 700     gr        Borsäure          gekocht    lind stark eingedampft. Nach Ab  kühlung wird die gebildete Kristallmasse  abgesaugt und das Filtrat mit Äther ge  sättigt. Dann wird ein gleiches Volumen  starker Salzsäure hinzugefügt und die ge  bildete Ölschicht     abgehebert.    Mit einem glei  chen Volumen Wasser wird hieraus die     Bor-          Wolfranisä.ure    ausgeschieden und der Äther  durch einen Luftstrom vertrieben.

   Die Flüs  sigkeit wird bis zur beginnenden Kristallisa  tion eingedampft, die ausgeschiedenen Kri-      stalle werden auf 150   C erhitzt und das       erhaltene    Pulver mit Wasserstoff reduziert.  



  Das gemäss diesem Verfahren unter An  wendung von Kieselsäure erhaltene Wolfram  pulver kann man     gewünschtenfalls    noch einer  Behandlung mit     Fluorwasserstoffsäure    un  terwerfen, um das etwa im Überschuss vor  handene     Si02    zu entfernen. Hiernach kann  das     Wolframpulv    er zu Stäben gepresst und  nach Erhitzung und weiterer     Vorbeha.ndlung     auf bekannte Weise zu Draht verarbeitet  werden, wobei während des sogenannten     Sin-          terns    die Kieselsäure oder das andere an  deren Stelle verwendete Oxyd verdampft.  Ein zunächst hergestellter Stab zeichnet sich  durch eine sehr feine Struktur aus.

   Es wur  den 5000 bis 10.000 Teilchen auf 19 mm  gefunden. Der Draht, der hieraus hergestellt  wird, zeichnet. sich durch eine sehr gleich  mässige Kristallstruktur und grosse Biegsam  keit aus, während der Widerstand gegen me  chanische Einflüsse bedeutend höher ist, als  bei gemäss -dem früheren Verfahren her-    gestellten Drähten. So -widerstand ein solcher  Draht 250 Stössen auf einer bestimmten Vor  richtung, während der gewöhnlich verwen  dete Draht nur 100 Stössen widerstand. Eine  Lampe, die einen gemäss der Erfindung her  gestellten Draht enthielt, hätte eine etwa  dreimal so lange Lebensdauer als eine gemäss  dem alten Verfahren hergestellte Lampe,  die bei gleicher Belastung brannte.  



  Das erhaltene     -Volframpulver    braucht  nicht ausschliesslich auf Draht verarbeitet zu  werden; es kann für viele andere Zwecke  verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ZVolfram- pulver, dadurch gekennzeichnet, dass eine komplexe Wolframverbindung mit Reduk tionsmitteln behandelt wird.
CH103697D 1921-07-29 1922-07-17 Verfahren zur Herstellung von Wolframpulver. CH103697A (de)

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NL103697X 1921-07-29

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