CH105669A - Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Asbestschiefermaterials. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Asbestschiefermaterials.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Asbestschiefermaterials. Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Asbestschiefermaterials, zum Bei spiel von Platten oder Blöcken. Das Ver fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass As bestschieferplatten in feuchtem, halbfeuchtem oder trockenem Zustande unter Zwischen lagerung eines wasserbeständigen Bindemittels abwechselnd mit Sperrholzplatten derart übereinander geschichtet werden, dass die oberste und unterste Platte von Asbestschie fer gebildet wird, und dass die einen solchen Stoss bildenden Platten durch hohen hydrau lischen Druck vereint werden.
Bei Ausführung des Verfahrens werden zweckmässig eine Anzahl solcher einzelner Stösse unter Zwischenlagerung von Metall platten, wie sie bei der Asbestschieferpres- sung üblich sind, zu einem grösseren Stosse übereinander geschichtet und in dieser Form der hydraulischen Pressung unterworfen.
Die gebräuchlichste Form dieses neuar tigen Materials besteht aus zwei Asbestschie- ferplatten und einer zwischen denselben ver legten Sperrholzplatte. Zur Erlangung stär- kerer Platten grösserer Querschnitte kann man entweder die Querschnitte der Asbest schiefer- und Sperrholzplatten entsprechend grösser wählen, oder nach Bedarf abwechselnd noch weitere Sperrholz- und Asbestschiefer platten mit Zwischenlage von wasserbestän digem Klebemittel übereinander schichten und sodann der hydraulischen Pressung unter werfen.
Zur Herstellung der neuartigen Plat ten können direkt von der Papiermaschine abgenommene, in noch ganz feuchtem Zu stande sich befindende Asbestschieferplatten oder halbfeuchte, oder eventuell trockene Platten verwendet werden.
Es empfiehlt sich zur Herstellung des für die Erzeugung der Asbestschieferplatten ver wendeten Stoffes, Asbestfasern bester Quali tät und besonders fein gemahlenen Zement zu verwenden, wodurch .bei Erzeugung der Platten auf einem Querschnitt von etwa 1 mm herabgegangen werden kann.
Infolge des bei der Erzeugung verwen deten hohen Druckes tritt bei Verwendung feuchter oder halbfeuchter Asbestschiefer platten eine Verfilzung der Asbestfasern mit jenen des Holzes ein und bewirkt, abgesehen von der Wirkung des Bindemittels, eine fast unlösbare Verbindung. Durch diese Verbin dung und die bei der Kompression erfolgende Verdichtung der Holzfaser, werden die Platten in höchstem Masse bohr- und nagelfähig und die in dieselben eingearbeiteten Bohrkanäle halten Nägel, Schrauben und Nieten unver rückbar in weit höherem Masse fest als Holz und sonstige Kunststein- oder Steinplatten.
Die neuartigen Platten sind gegen nor male Temperatur- und Witterungseinflüsse und auch gegen den Angriff tropischer In sekten insbesondere dann vollkommen un empfindlich, wenn die freien Querschnitts flächen entsprechend eingefasst werden.
Sie sind die einzigen Kunststeinplatten, welche in hohem Masse auf Biegung, Zug und Knik- kung beansprucht und infolge ihrer Festig keitsverhältnisse als tragende Konstruktions elemente in vorteilhafter Weise verwendet werden können. Sie besitzen elastische, zähe und steinerne Aussenflächen und können über all dort, wo bisher Marmor-, Holz- oder Kunststeinplatten in Verwendung gestanden sind, in bestimmten Fällen auch an der Stelle von Aletallplatten zur Anwendung kommen.
Sie liefern ein vorzügliches Material für die Holz-, Alessing- oder Eisenmöbelindustrie, für Wagon-, Automobil- und Schiffbau, für den Kleinhausbau und Hallenbauzwecke und sind auch als Wandverkleidungen und Bodenbelag, sowie als Schalttafeln verwendbar.
Ein besonderer Vorteil dieser Platten liegt auch darin, dass sie in beliebigem t,luersrhnitt und beliebiger Flächenausdehnung hergestellt werden können, welche lediglich von der Grösse der verwendeten Papierma schine und Pressen abhängig ist.
Die Her stellung einheitlicher Asbestschieferplatten grösserer Querschnitte bietet zwar keinerlei technologische Schwierigkeiten, ist aber mit so hohen Kosten verbunden, dass man aus wirtschaftlichen (xründen von derselben ab sehen muss.
Dementgegen bietet das beschrie bene Verfahren den Vorteil, dass man mit geringstem Aufwand an eigentlichem Asbest schiefermaterial und demnach zu durchaus annehmbaren Kosten Platten, ja selbst Blöcke beliebiger Stärke herstellen kann, wobei man, ohne die Güte des Materials und dessen wertvolle Eigenschaften zu beeinträchtigen, die Stärke des deckenden Asbestschieferma- terials so sehr reduzieren kann, dass das ge samte, in einer beispielsweisen 30 mm star ken Platte enthaltene Asbestschiefermaterial nur jener Menge gleicht, welche erforderlich ist,
um eine einheitliche Asbestschieferplatte von<B>5</B>-6 rnm herzustellen.
Ausserdem bietet das neuartige Alaterial noch den erheblichen Vorteil, dass es zum Unterschiede von Asbestschieferplatten be liebiger Stärke sich nicht wirft und auch als lose aufliegende Platte dauernd vollkom men ebene Form behält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuar tigen Asbestschiefermaterials, dadurch ge kennzeichnet, dass Asbestschieferplatten ab wechselnd mit Sperrholzplatten unter Zwi schenlagerung eines wasserbeständigen Binde mittels derart übereinander geschichtet wer den, dass die oberste und unterste Platte von Asbestschiefer gebildet wird, und dass die einen solchen Stoss bildenden Platten durch hohen hydraulischen Druck vereint werden.
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1923
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